{"id":647917,"date":"2025-12-15T13:13:22","date_gmt":"2025-12-15T13:13:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647917\/"},"modified":"2025-12-15T13:13:22","modified_gmt":"2025-12-15T13:13:22","slug":"dw-ist-in-russland-jetzt-eine-unerwuenschte-organisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647917\/","title":{"rendered":"DW ist in Russland jetzt eine &#8222;unerw\u00fcnschte Organisation&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die Staatsanwaltschaft in Russland hat den deutschen Auslandssender Deutsche Welle laut Berichten russischer Medien als &#8222;unerw\u00fcnschte Organisation&#8220; eingestuft. Die Duma, das Unterhaus des russischen Parlaments, hat diese Entscheidung begr\u00fc\u00dft. F\u00fcr den Sender hat das nun weitreichende Folgen: Wer mit &#8222;unerw\u00fcnschten Organisationen&#8220; zusammenarbeitet, macht sich in Russland strafbar und muss mit hohen Geldstrafen, im Extremfall sogar mit Haft rechnen. Schon das Teilen von Inhalten von Medienanbietern, die als unerw\u00fcnschte Organisationen gelten, gilt als Straftat.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>Von der Einstufung sind auch russische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DW direkt betroffen. F\u00fcr russische Staatsangeh\u00f6rige gilt das Verbot der Zusammenarbeit auch au\u00dferhalb des russischen Staatsgebiets. Seit M\u00e4rz 2022 gilt die DW in Russland als &#8222;ausl\u00e4ndischer Agent&#8220;. Als solche stuft Russland Personen, Medien und Organisationen ein, die aus dem Ausland finanziert werden. Zuvor wurde der DW ein Sendeverbot erteilt und die Webseite des Senders in allen Programmiersprachen gesperrt. Die Moskauer DW-Redaktion arbeitet schon seit Jahren aus dem lettischen Exil.\u00a0<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die Einstufung als &#8222;unerw\u00fcnschte Organisation&#8220; stellt nun eine weitere Versch\u00e4rfung der Ma\u00dfnahmen des Staates Russland gegen die DW dar. DW-Intendantin Barbara Massing gibt sich k\u00e4mpferisch: &#8222;Russland mag uns als \u201aunerw\u00fcnschte Organisation\u2018 einstufen \u2013 abschrecken wird uns das nicht. Dieser j\u00fcngste Versuch, freie Medien zum Schweigen zu bringen, zeigt, wie wenig das Regime von Pressefreiheit h\u00e4lt und wie sehr es unabh\u00e4ngige Informationen f\u00fcrchtet. Trotz Zensur und Blockade unserer Angebote durch die russische Regierung erreicht die DW mit ihrem Russisch-Angebot heute mehr Menschen als zuvor. Wir werden weiterhin unabh\u00e4ngig berichten \u2013 \u00fcber den Angriffskrieg gegen die Ukraine und andere Themen, \u00fcber die in Russland kaum Informationen verf\u00fcgbar sind. Damit sich die Menschen ihre eigene Meinung bilden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nDJV: &#8222;Wahrheit ist keine Propaganda&#8220;&#13;<\/p>\n<p>DW Russisch verzeichnete in diesem Jahr nach Senderangaben rund 10 Millionen w\u00f6chentliche Nutzende, damit geh\u00f6rt das Angebot zu den Top 10 der nutzungsst\u00e4rksten der DW. T\u00e4glich produziert die Deutsche Welle die 30-min\u00fctige russischsprachige Video-Nachrichtensendung &#8222;DW Novosti&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>Auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat bereits auf die Einstufung der DW als &#8222;unerw\u00fcnschte Organisation&#8220; reagiert. &#8222;Das ist ein weiterer abschreckender Beweis f\u00fcr das gest\u00f6rte Verh\u00e4ltnis von Wladimir Putin und seinem Regime zur Presse- und Meinungsfreiheit&#8220;, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. &#8222;Wahrheit ist keine Propaganda.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Staatsanwaltschaft in Russland hat den deutschen Auslandssender Deutsche Welle laut Berichten russischer Medien als &#8222;unerw\u00fcnschte Organisation&#8220; eingestuft.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":647918,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-647917","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115723764382014638","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/647917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=647917"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/647917\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/647918"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=647917"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=647917"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=647917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}