{"id":648346,"date":"2025-12-15T17:22:15","date_gmt":"2025-12-15T17:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/648346\/"},"modified":"2025-12-15T17:22:15","modified_gmt":"2025-12-15T17:22:15","slug":"meilenstein-erste-europaeische-batteriezelle-aus-forschungsfabrik-in-muenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/648346\/","title":{"rendered":"&#8222;Meilenstein&#8220;: Erste europ\u00e4ische Batteriezelle aus Forschungsfabrik in M\u00fcnster"},"content":{"rendered":"<p>Die Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in M\u00fcnster, ein zentrales Vorhaben der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hightech-Agenda-Merz-fordert-Schulterschluss-fuer-technologische-Souveraenitaet-10963752.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hightech-Agenda Deutschlands<\/a>, hat einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Batteriezellproduktion \u201emade in Germany\u201c vollzogen. K\u00fcrzlich wurde in der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Forschungsfertigung-Batteriezelle-BMBF-eroeffnet-ersten-Bauabschnitt-9705214.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ersten Ausbaustufe, der Mitte 2024 er\u00f6ffneten \u201eFFB PreFab\u201c<\/a>, die erste elektrisch funktionsf\u00e4hige Lithium-Ionen-Batteriezelle produziert. Das wurde laut den Beteiligten erstmals in einer durchg\u00e4ngigen Produktionskette realisiert, die ausschlie\u00dflich auf europ\u00e4ischer Anlagentechnik basiert. Diese reiche von der Fertigung der Elektroden bis zur fertig geladenen Zelle.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Schritt unterstreicht die Bestrebungen des Bundes und von Nordrhein-Westfalen (NRW), die technologische Souver\u00e4nit\u00e4t Deutschlands und Europas in einer zentralen Schl\u00fcsselindustrie zu st\u00e4rken. Solche Batterien gelten f\u00fcr die Transformation hin zu klimaneutraler Mobilit\u00e4t und Energieerzeugung als unerl\u00e4sslich. Die FFB soll dabei als entscheidendes Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und der gro\u00dfindustriellen Anwendung dienen, um den Transfer von Technologien aus dem Labor in die wirtschaftliche Fertigung (\u201eLab to Fab\u201c-Prinzip) zu beschleunigen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dorothee B\u00e4r (CSU), Bundesministerin f\u00fcr Forschung und Technologie, ist die Beherrschung der Batterietechnologie und die wettbewerbsf\u00e4hige Herstellung von Batteriezellen unabdingbar, um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu k\u00f6nnen. Sie <a href=\"https:\/\/www.bmftr.bund.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2025\/12\/151225-FFB.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">feierte die erste Zelle aus der PreFab als Meilenstein<\/a>.<\/p>\n<p>Wettbewerbsf\u00e4hige Produktion angepeilt<\/p>\n<p>NRW sieht sich durch die Forschungsfertigung als Standort f\u00fcr die Hightech-Industrie best\u00e4tigt. Die gr\u00fcne Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hob hervor, eine starke europ\u00e4ische Batterieproduktion sei zentral f\u00fcr wirtschaftlichen Erfolg und technologische Unabh\u00e4ngigkeit. <\/p>\n<p>Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) erg\u00e4nzte, smarte Batterien stellten eine Schl\u00fcsseltechnologie des Alltags dar. Die FFB werde eine Sogwirkung auf dringend ben\u00f6tigte Fachkr\u00e4fte und exzellente Wissenschaftler entfalten. Der Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft, Holger Hanselka, hob hervor, dass der Forschungsverbund mit dem Fokus auf zukunftsrelevante Technologien die Souver\u00e4nit\u00e4t und Innovationskraft Deutschlands st\u00e4rke. Der Start der Pilotlinie sei ein Pfeiler auf dem Weg zu einer wettbewerbsf\u00e4higen Batterieproduktion.<\/p>\n<p>Das Gro\u00dfprojekt zielt darauf ab, bis 2035 eine wettbewerbsf\u00e4hige Batterieproduktion und -kreislauff\u00fchrung in Deutschland im Rahmen eines europ\u00e4ischen Netzwerks aufzubauen. Die FFB bietet daf\u00fcr laut ihren Machern eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur, die es kleinen und mittleren Unternehmen, Konzernen sowie akademischen Einrichtungen erm\u00f6gliche, die Produktion neuer Batterietechnologien in einer digitalisierten, flexiblen und modularen Fertigungsumgebung zu erproben und zu optimieren. K\u00fcnftig soll die Einrichtung Produktions- und Betriebskonzepte demonstrieren und dabei Kernbereiche der deutschen Industrie \u2013 Automobil, Maschinen- und Anlagenbau sowie Spezialchemie \u2013 zusammenf\u00fchren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Deutliche Kostensteigerung<\/p>\n<p>F\u00fcr den Aufbau der Forschungsfabrik im Gigafactory-Ma\u00dfstab, den Bund, NRW und Fraunhofer anstreben, sind erhebliche finanzielle Mittel n\u00f6tig. Der Bund stellt f\u00fcr den Aufbau des Betriebs bis zu 750 Millionen Euro bereit. Urspr\u00fcnglich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Batterieforschungsfabrik-kommt-nach-Muenster-4457766.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sollten es 500 Millionen sein<\/a>. Das Land investiert etwa 320 Millionen Euro in die Grundst\u00fccke und Forschungsgeb\u00e4ude. NRW ist f\u00fcr den Aufbau und die Finanzierung der Geb\u00e4ude zust\u00e4ndig. Das Bundesforschungsministerium finanziert die Bereitstellung der Infrastruktur in der Fabrik, einschlie\u00dflich der notwendigen Rein- und Trockenr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Der aktuell laufende zweite Bauabschnitt, die \u201eFFB Fab\u201c, soll k\u00fcnftig auf rund 20.000 Quadratmetern Produktionsforschung im Gigafactory-Ma\u00dfstab f\u00fcr Wissenschaft und Industrie erm\u00f6glichen. Batteriezellproduktion ist derzeit ein globaler, haupts\u00e4chlich von asiatischen Anbietern aus China, S\u00fcdkorea und Japan dominierter Markt. Die Beherrschung der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, insbesondere des Maschinen- und Anlagenbaus, gilt als entscheidend f\u00fcr die technologische und wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit Europas.<\/p>\n<p>Deutschland und Europa sind in diesem Bereich stark in der Grundlagenforschung und Materialentwicklung. Es fehlte aber lange Zeit eine \u00dcberf\u00fchrung dieser Erkenntnisse in die gro\u00dfindustrielle Fertigung. <\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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