{"id":649118,"date":"2025-12-16T00:53:14","date_gmt":"2025-12-16T00:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/649118\/"},"modified":"2025-12-16T00:53:14","modified_gmt":"2025-12-16T00:53:14","slug":"bad-kreuznach-nuernberg-frische-kick-fuers-fest-was-orangen-alles-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/649118\/","title":{"rendered":"Bad Kreuznach\/N\u00fcrnberg | Frische-Kick f\u00fcrs Fest: Was Orangen alles k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Bad Kreuznach\/N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Jetzt, genau jetzt, ist ihre ideale Zeit. \u00abIm Winter gibt es einfach die besten Orangen\u00bb, schw\u00e4rmt Spitzenkoch Johann Lafer. Denn dann sind sie frisch geerntet &#8211; meistens im Mittelmeerraum &#8211; voll ausgereift und auch geschmacklich am besten f\u00fcr alles geeignet, was man mit ihnen anstellen m\u00f6chte.\u00a0<\/p>\n<p>Und daf\u00fcr gibt es keine Grenzen. Mit einer kleinen Ausnahme: \u00abBei Fisch halte ich sie f\u00fcr fast kontraproduktiv\u00bb, gibt der Fernsehkoch und Autor zu. \u00abWei\u00dfer Fisch-Schaum mit Orangen, das kann ich mir schwer vorstellen.\u00bb Alles andere kann sich der Profi-Koch mit Begeisterung ausmalen. Warum? \u00abWeil sie eine Art Allzweckwaffe f\u00fcr die Geschmacksabrundung ist!\u00bb<\/p>\n<p>Auch Food-Bloggerin Petra Teetz (\u00abmama kocht heute\u00bb) h\u00e4lt die Orange f\u00fcr einen \u00abAllrounder\u00bb &#8211; au\u00dfer in typischen Fleisch- oder Eintopfgerichten. \u00abImmer dann, wenn etwas nicht schmeckt oder etwas fehlt, kann die Orange einiges retten\u00bb, sagt sie. Gerade jetzt greift Petra Teetz besonders gerne in der Obsttheke zu. Vor allem zur Bio-Variante aus S\u00fcdeuropa &#8211; weil sie am liebsten hocharomatische und reife Fr\u00fcchte komplett verwendet.\u00a0<\/p>\n<p>Ob in einer Vinaigrette, f\u00fcr die besondere Note in einer Sauce hollandaise, fein abgerieben in der Weihnachtsb\u00e4ckerei oder als Glasur. \u00abF\u00fcr mich bringt sie sogar einen Doppel-Nutzen, weil sie sowohl f\u00fcr Fruchtigkeit als auch f\u00fcr eine gewisse S\u00e4ure im Gericht sorgt\u00bb, sagt die Kochbuchautorin und -lektorin.\u00a0<\/p>\n<p>Sinnlich und abwechslungsreich<\/p>\n<p>F\u00fcr Johann Lafer stellt die Orange eine \u00ababsolut sensible, sinnliche Frucht\u00bb dar. Das liegt daran, dass sie extrem viele Geschmacksnuancen beinhaltet und nicht so aggressiv auftritt wie eine Zitrone. Und sie ist abwechslungsreich: Sie kann mal fein, mal s\u00e4uerlicher, mal ganz fruchtig oder s\u00fc\u00df daherkommen. Und ganz nebenbei enth\u00e4lt sie nat\u00fcrlich viel Vitamin C sowie Ballaststoffe und Kalium.<\/p>\n<p>Typische \u00abFood-Pairings\u00bb sind f\u00fcr Lafer dunkle Schokolade oder Fenchel, aber auch rote Zwiebeln oder die Kombi mit Chili in einem Rote-Beete-Salat. \u00abDas ist mega, eine absolute Delikatesse\u00bb, schw\u00e4rmt er. Doch ganz gleich, ob man sie roh in Spalten verwendet oder ihren Saft oder ihre Schale in Rotkraut oder Saucen mitkocht: Durch sie bekommt so manches Gericht erst den Kick.\u00a0<\/p>\n<p>Lafers \u00abGebrannter Orangen-Gew\u00fcrz-Joghurt\u00bb<\/p>\n<p>Bei Johann Lafer brutzelt in diesen Tagen nicht nur seine geliebte \u00abEnte \u00e0 l\u2019orange\u00bb im Ofen, sondern der Spitzenkoch bereitet die Apfelsinen auch in einem gebrannten Orangen-Gew\u00fcrz-Joghurt zu. \u00abEr begeistert mit seiner spritzigen, leicht scharfen Note und der aromatischen S\u00fc\u00dfe von karamellisiertem Zucker!\u00bb ist er \u00fcberzeugt. \u00abDabei verschmelzen saftig-frische Orangen mit harmonischen Gew\u00fcrzen und einer cremigen Joghurtbasis, w\u00e4hrend ein Hauch von Chili das Geschmackserlebnis auf aufregende Weise abrundet.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Und erst die Sch\u00e4lchen, in dem die Leckereien serviert werden, sind der Hingucker: Es sind die ausgeh\u00f6hlte Orangenh\u00e4lften. Wer das ausprobieren m\u00f6chte, braucht:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>2 gro\u00dfe Orangen<\/li>\n<li>20 g Vanillepuddingpulver<\/li>\n<li>2 EL Puderzucker<\/li>\n<li>2 Zimtstangen<\/li>\n<li>4 angedr\u00fcckte Kardamomkapseln<\/li>\n<li>2 Sternanis<\/li>\n<li>1\/2 kleine Chilischote<\/li>\n<li>150 g griechischer Sahnejoghurt<\/li>\n<li>4 EL brauner Zucker<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und so bereitet der Profi-Koch seinen Nachtisch zu:\u00a0<\/p>\n<ol>\n<li>Orangen halbieren, Saft auspressen (300 ml werden ben\u00f6tigt). Orangenh\u00e4lften sauber auskratzen und k\u00fchl stellen. Etwa 100 ml Orangensaft abmessen und mit dem Vanillepuddingpulver und dem Puderzucker glatt r\u00fchren.<\/li>\n<li>Restlichen Saft mit den Gew\u00fcrzen aufkochen und etwa 15 Minuten am Herdrand ziehen lassen. Dann die Gew\u00fcrze entfernen. Das anger\u00fchrte Puddingpulver unterr\u00fchren, in den Orangen Gew\u00fcrz-Sud gie\u00dfen und aufkochen lassen. Dabei st\u00e4ndig weiterr\u00fchren. Den nun dick gewordenen Saft in eine Sch\u00fcssel umf\u00fcllen, Joghurt untermischen.<\/li>\n<li>Orangen-Gew\u00fcrz-Joghurt rasch in die ausgeh\u00f6hlten Orangenh\u00e4lften f\u00fcllen und f\u00fcr 2 Stunden in den K\u00fchlschrank stellen. Danach den Orangen-Gew\u00fcrz-Joghurt gleichm\u00e4\u00dfig mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner goldbraun karamellisieren.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p>Winter-Taboul\u00e9 mit Orange und Mandel\u00a0<\/p>\n<p>Eine interessante Verbindung verspricht auch das \u00abWinter-Taboul\u00e9 mit Orange und Mandel\u00bb von Petra Teetz. Ihr Couscous-Salat versorgt Genie\u00dfer in der winterlichen Jahreszeit mit Vitaminen und Mineralstoffen, bleibt dabei aber sch\u00f6n leicht.\u00a0<\/p>\n<p>Dazu braucht es:<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>125 g Couscous <\/li>\n<li>Salz<\/li>\n<li>40 g Mandeln<\/li>\n<li>2 Orangen<\/li>\n<li>1\/2 Bund Schnittlauch (oder 2 Fr\u00fchlingszwiebeln)<\/li>\n<li>2 EL Oliven\u00f6l<\/li>\n<li>Pfeffer<\/li>\n<li>100 g Schafsk\u00e4se<\/li>\n<li>Granatapfelkerne zum Bestreuen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zubereitung:\u00a0<\/p>\n<ol>\n<li>Zun\u00e4chst den Couscous in einer Sch\u00fcssel mit 125\u00a0ml kochendem Salzwasser \u00fcbergie\u00dfen. Abgedeckt etwa 10\u00a0Minuten quellen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern.<\/li>\n<li>In der Zwischenzeit die Mandeln grob hacken. Wer mag, r\u00f6stet sie f\u00fcr mehr Aroma noch trocken in einer Pfanne, bis sie duften.<\/li>\n<li>Die Orangen dick sch\u00e4len, dabei auch die wei\u00dfe Innenhaut mit entfernen. Dann die Fruchtfilets mit einem scharfen Messer zwischen den Trennh\u00e4utchen herausschneiden. Den dabei abtropfenden Saft in einer Sch\u00fcssel auffangen. Die Reste der Orangen mit der Hand ausdr\u00fccken und den Saft ebenfalls auffangen.<\/li>\n<li>Den Schnittlauch (oder die Fr\u00fchlingszwiebeln) waschen, trocken sch\u00fctteln und in R\u00f6llchen schneiden. 1 TL zum Bestreuen beiseitelegen. Mandeln, Orangenfilets und Schnittlauch zum Couscous geben.<\/li>\n<li>Orangensaft und Oliven\u00f6l verr\u00fchren. Das Dressing mit Salz und Pfeffer w\u00fcrzen und \u00fcber den Couscous tr\u00e4ufeln. Alles locker vermischen. Das Taboul\u00e9 auf einem Teller anrichten und den Schafsk\u00e4se grob dar\u00fcber br\u00f6seln. Den \u00fcbrigen Schnittlauch und Granatapfelkerne darauf streuen und am besten lauwarm servieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sonnenstrahlen auf dem Teller<\/p>\n<p>Zu den Apfelsinen sind auch Varianten denkbar. \u00abWenn sie Saison haben, kann man die Orangen gegen Blutorangen austauschen\u00bb, sagt die Petra Teetz. \u00abOder man verwendet statt einer Orange mal eine halbe Grapefruit.\u00bb Ihre Fruchtfilets bringen eine leicht bittere Note in das Taboul\u00e9.\u00a0<\/p>\n<p>Wie in Frankreich \u00fcblich, verwendet die Food-Bloggerin f\u00fcr ihr Taboul\u00e9 die etwas feinere Grie\u00dfvariante Couscous. \u00abMan kann den Salat aber auch mit dem gr\u00f6beren Bulgur zubereiten, dann hat er etwas mehr Biss.\u00bb In diesem Fall ben\u00f6tigt man die doppelte Wassermenge (also 125 g Bulgur und 250 ml Wasser).<\/p>\n<p>Ganz gleich, was man lieber mag: Der Salat schmecke sowohl als leichte Hauptmahlzeit oder ohne Schafsk\u00e4se auch als Beilage. \u00abUnd er zaubert mit seinen Orangen auch gleich ein paar Sonnenstrahlen auf den Teller.\u00bb<\/p>\n<p>Welche Orange ist die richtige?\u00a0<\/p>\n<p>Wie aber finde ich die richtige Orange beim Einkauf? Sollte ich sie etwas andr\u00fccken? An ihr riechen? \u00abDer Geruch sagt gar nichts \u00fcber sie aus!\u00bb, so Johann Lafer. Es gibt allerdings ein \u00e4u\u00dferes Merkmal, um ihre Qualit\u00e4t zu erkennen: \u00abWenn die Haut au\u00dfen straff und fest ist, dann ist es ein Zeichen, dass sie erst j\u00fcngst geerntet wurde\u00bb, erkl\u00e4rt der Spitzenkoch. \u00abWenn sie jedoch so labbrig matt ist, dann hat sie vermutlich schon etwas irgendwo gelegen.\u00bb Er achte immer darauf, dass sie auch eine \u00abrichtig gl\u00e4nzende\u00bb Farbe hat.<\/p>\n<p>Und was verr\u00e4t die Gr\u00f6\u00dfe \u00fcber ihr Innenleben? \u00abDie Gro\u00dfen jetzt im Winter sind eher die Saft-Orangen. Die Kleinen sind wesentlich intensiver, weil ihr Konzentrat an Geschmack gr\u00f6\u00dfer ist\u00bb, sagt Lafer. Das gilt aber nicht f\u00fcr die Schale: Die ist bei einer gro\u00dfen Frucht genauso wie bei einer kleinen.\u00a0<\/p>\n<p>Kostbare Schale nutzen &#8211; per Reibe oder Sparsch\u00e4ler?\u00a0<\/p>\n<p>Wer die Schale verwenden will, sollte sie wirklich hauchd\u00fcnn mit einer feinen Reibe abreiben, r\u00e4t der Profi. Er selbst verwendet daf\u00fcr einen Sparsch\u00e4ler und schneidet die Schalen anschlie\u00dfend mit einem Messer klein. Denn: \u00abSchon durch das Reiben geht wahnsinnig viel Aroma verloren.\u00bb So wie bei einer Knoblauchpresse, wo immer auch ein wenig von den Inhaltsstoffen wegspringt. Wichtig sei, die wei\u00dfe Haut auszusparen, da sie bitter schmeckt.<\/p>\n<p>Vor dem Auspressen etwas rollen<\/p>\n<p>Wer die Fr\u00fcchte nicht sofort verwertet, kann sie eine Woche bei Zimmertemperatur und bis zu zwei Wochen im K\u00fchlschrank lagern. Der TV-Koch hat noch ein Tipp f\u00fcr die, die Orangen gern frisch ausgepresst verwenden: Sie sollten sie zuvor ein wenig rollen und massieren, damit sich die Fl\u00fcssigkeit von innen l\u00f6st.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Auch nach der Winterzeit muss man auf leckere Orangen-Gerichte nicht verzichten. Petra Teetz wartet im Fr\u00fchling schon auf den ersten Rhabarber, um aus Gem\u00fcse und Frucht eine besondere Konfit\u00fcre zu kochen. \u00abEine super Kombination\u00bb, wei\u00df sie. \u00dcblicherweise gleiche man die S\u00e4ure vom Rhabarber mit Zucker aus, aber es gibt auch eine Alternative: mit Orangensaft. \u00abDadurch schmeckt er ganz anders\u00bb, sagt sie. Mit anderen Worten: \u00abEine feine Sache!\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bad Kreuznach\/N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Jetzt, genau jetzt, ist ihre ideale Zeit. \u00abIm Winter gibt es einfach die besten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":649119,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,2632,3364,29,5763,4974,30,12749,3783,75991,624,1457,41182,64562],"class_list":{"0":"post-649118","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-brcmj","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-ernaehrung","13":"tag-essen-und-trinken","14":"tag-germany","15":"tag-kochen","16":"tag-nuernberg","17":"tag-orangen","18":"tag-ratgeber","19":"tag-rezepte","20":"tag-selber-machen","21":"tag-tmn0051"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115726516580107827","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/649118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=649118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/649118\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/649119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=649118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=649118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=649118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}