{"id":649460,"date":"2025-12-16T04:31:37","date_gmt":"2025-12-16T04:31:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/649460\/"},"modified":"2025-12-16T04:31:37","modified_gmt":"2025-12-16T04:31:37","slug":"schwiegersohn-als-aufpasser-ungewoehnliches-us-duo-soll-in-berlin-den-durchbruch-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/649460\/","title":{"rendered":"Schwiegersohn als Aufpasser: Ungew\u00f6hnliches US-Duo soll in Berlin den Durchbruch bringen"},"content":{"rendered":"<p>Schwiegersohn als AufpasserUngew\u00f6hnliches US-Duo soll in Berlin den Durchbruch bringen15.12.2025, 17:48 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Roland Peters, New York<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:17 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/15-12-2025-Berlin-Jared-Kushner-r-und-Steve-Witkoff-Sondergesandte-der-Vereinigten-Staaten-kommen-au.webp\" alt=\"15-12-2025-Berlin-Jared-Kushner-r-und-Steve-Witkoff-Sondergesandte-der-Vereinigten-Staaten-kommen-aus-der-Amerikanischen-Botschaft\"\/>Steve Witkoff (l.) und Jared Kushner (r.) verhandeln in Berlin f\u00fcr das Wei\u00dfe Haus. (Foto: dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Der US-Au\u00dfenminister ist nicht dabei, daf\u00fcr aber der Schwiegersohn des Pr\u00e4sidenten, Jared Kushner. Er bildet mit dem Sondergesandten Witkoff ein ungew\u00f6hnliches Duo, das im Namen Donald Trumps in Berlin verhandelt. Das k\u00f6nnte sich f\u00fcr sie auszahlen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pl\u00f6tzlich war auch Trumps Schwiegersohn im strahlend wei\u00dfen Raum. Anfang Dezember sa\u00df Jared Kushner mit ernster Miene im Kreml an der ovalen Tafel, und Gastgeber Wladimir Putin redete mit charmierender Mimik in seine Richtung. So zeigten es Fernsehbilder, und so ist offenbar auch die Verhandlungsrealit\u00e4t bei den Gespr\u00e4chen \u00fcber Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kushners Wort gelte unter Staatschefs wie Putin und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj als Trumps Wort, hei\u00dft es laut CNN aus der US-Regierung. Diplomaten, Minister und Pr\u00e4sidenten wissen also: Sprechen und verhandeln sie mit Kushner, dann verhandeln sie wie mit dem US-Pr\u00e4sidenten direkt. Kushner f\u00fchrte die heutigen Gespr\u00e4che in Berlin, deren Gastgeber Bundeskanzler Friedrich Merz ist, im Tandem mit Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kushner und Witkoff waren als Duo schon im Nahen Osten aktiv und Schl\u00fcsselfiguren im Waffenstillstandsabkommen samt Geiselaustausch zwischen Israel und der Hamas. Die beiden Verhandler sind repr\u00e4sentativ daf\u00fcr, wie Trump seine Diplomatie betreibt, wie er seine komplette Pr\u00e4sidentschaft gestaltet: Es geht ihm nicht um die Erfahrung von Experten, sondern um Vertrauen, um Loyalit\u00e4t, und darum, dass seine Beauftragten wie er \u00fcber &#8222;Deals&#8220; denken. Recht und Unrecht sind unwichtig, wenn am Ende das monet\u00e4re Ergebnis und die gesch\u00e4ftliche Perspektive stimmen. Kushner geh\u00f6rt zur Familie und ist Gesch\u00e4ftsmann, Witkoff war mit Trump jahrzehntelang im New Yorker Immobiliensektor t\u00e4tig.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht unser Friedensplan&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aus dem Wei\u00dfen Haus sind weder Trump selbst noch Au\u00dfenminister Marco Rubio dabei. Rubio ist zwar an den strategischen Planungen beteiligt, aber den Kopf h\u00e4lt er zum Thema nur vereinzelt aus dem Fenster. Das wird seine Gr\u00fcnde haben, und einer k\u00f6nnte sein: Rubio ist kein Freund Russlands, hat eine politische Vergangenheit mit Moskau. Der Au\u00dfenminister gilt als sogenannter Falke, also als fr\u00fcherer Hardliner gegen\u00fcber dem Kreml. Jetzt findet er sich als Minister in einer Regierung wieder, welche die US-Diplomatie v\u00f6llig anders gestaltet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Als etwa der umstrittene 28-Punkte-Friedensplan im November bekannt wurde, trauten viele Experten ihren Augen nicht; waren darin doch russische W\u00fcnsche aufgef\u00fchrt, welche die Ukraine und die westliche Allianz seit Jahren ablehnen. Rubio griff zum Telefon und lavierte vor Senatoren laut dem teilnehmenden Republikaner Mike Rounds: &#8222;Das ist nicht unsere Empfehlung. Das ist nicht unser Friedensplan.&#8220; Das Papier sei ein russischer Vorschlag, nicht die Position der US-Regierung. Trotzdem sei er von den USA &#8222;verfasst&#8220; worden. Rubio meinte, die Ukraine habe nun die M\u00f6glichkeit, ihre Gegenvorschl\u00e4ge zu machen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon zum Nato-Treffen im 3. Dezember war Vizeau\u00dfenminister Christopher Landau gereist, nicht Rubio selbst. Warum genau, ist bis heute unklar. Es ist jedoch h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich, dass der US-Au\u00dfenminister bei den zweimal pro Jahr stattfindenden Treffen nicht anwesend ist. Ein Sprecher des State Department relativierte das Fehlen: &#8222;Au\u00dfenminister Rubio hat bereits an Dutzenden von Treffen mit Nato-Verb\u00fcndeten teilgenommen, und es w\u00e4re v\u00f6llig unrealistisch, ihn bei jedem Treffen zu erwarten&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nun war also Kushner mit Witkoff in Berlin, wie er zuvor auch schon mit dem Sondergesandten gemeinsam in Moskau war und sich dort mit der russischen Seite austauschte. Beide haben Gesch\u00e4ftsinteressen, die sie mit ihrer politischen Aktivit\u00e4t verbinden, und die potenziell wesentlich profitabler sind, wenn Frieden herrscht. Beide antworteten auf entsprechende Fragen nach den erfolgreichen Waffenstillstandsgespr\u00e4chen im Nahen Osten, es gebe keine Interessenkonflikte. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Witkoff erkl\u00e4rte, er habe sich aus seinen Gesch\u00e4ften zur\u00fcckgezogen und bezahle alle seine Reisekosten selbst. Seine zwei S\u00f6hne steuern jedoch die Witkoff Group mit, einen Immobilienkonzern, und haben zudem mit ihrem Vater, mit Trump und dessen S\u00f6hnen das Krypto-Unternehmen World Liberty Financial gegr\u00fcndet. &#8222;Wir sind hier, um Gutes zu tun&#8220;, behauptete Kushner, der potenziell im Nahen Osten gro\u00dfen Profit mit seinem Investmentfond Affinity Partners erwarten kann. Er stelle seine Zeit zur Verf\u00fcgung, um dem Pr\u00e4sidenten und Witkoff zu helfen. &#8222;Was die Menschen Interessenkonflikte nennen, nennen wir Erfahrung und vertrauensvolle Beziehungen, die wir weltweit haben.&#8220;<\/p>\n<p>Witkoff mit Verst\u00e4ndnisproblemen?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">So vertrauensvoll, dass Witkoff in der ersten Jahresh\u00e4lfte bei mehreren Gespr\u00e4chen mit Putin sogar auf die \u00dcbersetzer der russischen Seite verlie\u00df, statt einen eigenen einzusetzen. Witkoff spricht kein Russisch, wenn sich also jemand im Raum unterh\u00e4lt, versteht er nicht, was gesagt wird &#8211; ein gro\u00dfer Nachteil. Offenbar sind Witkoffs Gespr\u00e4chspartner in Moskau zudem alles andere als begeistert \u00fcber dessen ungenaue Kommunikation. Sie seien unsicher, ob der Sondergesandte inhaltlich genau verstehe, was Putin ihm sage, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Sommer war der US-Pr\u00e4sident ungeduldig mit dem Kremlchef geworden, hatte ein Ultimatum gestellt und mit hohen Sekund\u00e4rsanktionen f\u00fcr Russlands \u00d6labnehmer gedroht. Witkoff reiste im August nach Moskau, um Putin mit diesem Druckmittel endlich Zugest\u00e4ndnisse in der Ukraine abzuringen, die einen Waffenstillstand erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Witkoff sprach mit Putin und verlie\u00df die Gespr\u00e4che in der \u00dcberzeugung, dass Russland erheblichen territorialen Zugest\u00e4ndnissen zugestimmt hatte &#8211; und empfahl Trump, mit Putin pers\u00f6nlich zu sprechen, was dieser schon lange gewollt hatte. Trump sah offenbar einen m\u00f6glichen Durchbruch &#8211; und arrangierte den am Ende ergebnislosen Gipfel mit dem Kremlchef in Alaska. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dies hatte kaum nachvollziehbare Folgen. Trump behauptete wie \u00fcblich, alles sei super verlaufen. Nach Jahrzehnten einen Vertrauten, loyalen Gesch\u00e4ftspartner und zudem Mitunternehmer im lukrativen Immobilien- und Kryptosektor vor den Kopf zu sto\u00dfen oder sogar zu feuern, das h\u00e4tte schmutzig werden k\u00f6nnen. Aber es gibt ja noch Kushner, der die Dinge offenbar besser versteht. Und ein Duo, das Trump wegen des Waffenstillstands im Nahen Osten international viel Lob einbrachte, k\u00f6nnte auch bei den Gespr\u00e4chen \u00fcber den Ukraine-Krieg den Erfolg bringen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwiegersohn als AufpasserUngew\u00f6hnliches US-Duo soll in Berlin den Durchbruch bringen15.12.2025, 17:48 Uhr Von Roland Peters, New York Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":649461,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[661,296,29,106,30,120304,16,14564,306,107],"class_list":{"0":"post-649460","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-angriff-auf-die-ukraine","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-donald-trump","12":"tag-germany","13":"tag-jared-kushner","14":"tag-politik","15":"tag-steve-witkoff","16":"tag-wladimir-putin","17":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115727374417183892","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/649460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=649460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/649460\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/649461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=649460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=649460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=649460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}