{"id":650207,"date":"2025-12-16T12:11:19","date_gmt":"2025-12-16T12:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650207\/"},"modified":"2025-12-16T12:11:19","modified_gmt":"2025-12-16T12:11:19","slug":"frauen-verdienen-weiterhin-weniger-als-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650207\/","title":{"rendered":"Frauen verdienen weiterhin weniger als M\u00e4nner"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gender-pay-gap-114.jpg\" alt=\"M\u00e4nner und Frauen bei der B\u00fcroarbeit.\" title=\"M\u00e4nner und Frauen bei der B\u00fcroarbeit. | picture alliance \/ Zoonar\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.12.2025 11:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Frauen haben im laufenden Jahr in Deutschland erneut deutlich weniger verdient als M\u00e4nner. Pro Stunde erhielten Frauen rund vier Euro weniger &#8211; damit hat sich die Lohnl\u00fccke auch in diesem Jahr nicht verringert.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Verdienstabstand zwischen Frauen und M\u00e4nnern in Deutschland hat sich auch in diesem Jahr nicht verringert. Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger als ihre Kollegen, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Sie kommen durchschnittlich auf einen Bruttostundenverdienst von 22,81 Euro, M\u00e4nner auf 27,05 Euro. &#8222;Im Vergleich zum Vorjahr blieb der unbereinigte Gender Pay Gap somit konstant&#8220;, erkl\u00e4rten die Statistiker.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Knapp zwei Drittel der Lohnl\u00fccke erkl\u00e4rt das Statistikamt mit h\u00f6heren Teilzeitquoten bei den Frauen und geringeren Geh\u00e4ltern in frauentypischen Berufen. Da Frauen immer noch den \u00fcberwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigten, schr\u00e4nke dies ihre M\u00f6glichkeiten zur Erwerbsbeteiligung ein, betont auch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;[Es] liegt an fehlenden M\u00f6glichkeiten, Erwerbs- und Sorgearbeit zu vereinbaren&#8220;, sagte WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch. Dies betreffe nicht nur die Phase der Kindererziehung, sondern etwa auch die Pflege von Angeh\u00f6rigen und sei daher nicht auf eine Lebensphase begrenzt.<\/p>\n<p>    Bereinigter Gender Pay Gap bei sechs Prozent<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch unter Ber\u00fccksichtigung der h\u00f6heren Teilzeitquote und geringer Geh\u00e4lter in bestimmten Berufen bleibt eine L\u00fccke (bereinigter Gender Pay Gap) von 1,71 Euro oder rund sechs Prozent des Brutto-Stundenlohns ohne eindeutige Erkl\u00e4rung. Dieser Wert blieb auch 2025 unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das bedeutet, dass auch bei vergleichbarer T\u00e4tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie Frauen weniger verdienen. Die Beh\u00f6rde vermutet, dass hier Erwerbsunterbrechungen etwa bei Schwangerschaften, zur Kindererziehung oder zur Pflege von Angeh\u00f6rigen eine Rolle spielen, die aber nicht n\u00e4her erfasst werden. Man gehe davon aus, dass sich damit weitere Anteile des Lohnunterschieds erkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Und nat\u00fcrlich werden Frauen auf dem Arbeitsmarkt auch oft diskriminiert und f\u00fcr dieselben T\u00e4tigkeiten schlechter bezahlt als M\u00e4nner&#8220;, sagte WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch.<\/p>\n<p>    Geringer Gender Pay Gap in Ostdeutschland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach wie vor ist der unbereinigte Gender Pay Gap in Ostdeutschland deutlich kleiner als in Westdeutschland: In Ostdeutschland lag er 2025 bei f\u00fcnf Prozent, in Westdeutschland dagegen bei 17 Prozent. Im \u00f6ffentlichen Dienst liegt er bei vier Prozent, in der Privatwirtschaft bei 17 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In s\u00e4mtlichen Berechnungen sind nach europ\u00e4ischen Statistikvorgaben die Bereiche &#8222;Land- und Forstwirtschaft, Fischerei&#8220; sowie &#8222;\u00d6ffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung&#8220; ausgenommen. Au\u00dferdem werden Unternehmen mit weniger als zehn Besch\u00e4ftigten bei der Berechnung nicht ber\u00fccksichtigt. Dies soll eine europaweite Vergleichbarkeit gew\u00e4hrleisten, da die Datenerhebungen in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich ausgestaltet sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.12.2025 11:22 Uhr Frauen haben im laufenden Jahr in Deutschland erneut deutlich weniger verdient als M\u00e4nner. Pro&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650208,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,3236,80581,30,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-650207","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-frauen","10":"tag-gender-pay-gap","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115729183421535999","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650207"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650207\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}