{"id":650317,"date":"2025-12-16T13:16:15","date_gmt":"2025-12-16T13:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650317\/"},"modified":"2025-12-16T13:16:15","modified_gmt":"2025-12-16T13:16:15","slug":"was-laeuft-in-den-muenchner-clubs-die-wichtigsten-termine-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650317\/","title":{"rendered":"Was l\u00e4uft in den M\u00fcnchner Clubs? Die wichtigsten Termine &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die letzte Club-Kolumne dieses Jahres beginnt mit einer Herausforderung in Sachen Entscheidungsfindung, die sich bei genauerer Betrachtung wom\u00f6glich als gar nicht mal so gro\u00df herausstellt. Denn w\u00e4hrend <strong>Ricardo Villalobos<\/strong> (19. Dezember, Blitz Club) und <strong>Kevin de Vries<\/strong> (19. Dezember, Pacha) einerseits beide zur Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me der internationalen DJ- und Produzenten-Landschaft geh\u00f6ren, k\u00f6nnte ihr stilistischer Ansatz andererseits kaum unterschiedlicher sein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">So entstammt der Deutsch-Chilene Villalobos, der im Blitz sein erstes Set in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> seit knapp zwanzig Jahren spielen wird, einer DJ-Generation, die vor allem im Zeichen des Minimal Techno stand. Bis heute geh\u00f6rt der 55-J\u00e4hrige zu den Speerspitzen dieses hypnotisch-repetitiven Sounds der Nullerjahre, der eine Zeit lang zwar ebenso versch\u00fctt gegangen schien wie Villalobos selbst. Doch in der Musik kommt ja bekanntlich alles und jeder irgendwann wieder zur\u00fcck, sogar dieser genialische Avantgardist unter den Techno-Minimalisten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ungleich strammer und h\u00e4rter gestalten sich hingegen die Tracks und Sets, mit denen Kevin de Vries in den vergangenen Jahren die Clubs und Festivals dieser Welt eroberte. Zwischen treibenden Beats und euphorisierender Trance-Melodik hat der K\u00f6lner Wahlberliner eine Melodic-Techno-Formel gefunden, die derart verl\u00e4sslich auf dem Dancefloor einschl\u00e4gt, dass man von ihm (im Unterschied zu Villalobos) zwar eher keine musikalischen \u00dcberraschungen erwarten darf \u2013 eine Nacht zum Durchtanzen aber allemal.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer eine solche am zweiten Weihnachtsfeiertag zum Verdauen einlegen m\u00f6chte, dem sei wiederum das Set von <strong>Dominik Eulberg<\/strong> am 26. Dezember im Bahnw\u00e4rter Thiel empfohlen. Wie kein anderer verkn\u00fcpft der studierte \u00d6kologe und passioniert f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t eintretende DJ und Produzent seine Tracks mit der Natur, die er auf seinem neuen Album \u201eLepidoptera\u201c in Form von Schmetterlingen auftreten l\u00e4sst. Zw\u00f6lf Tracks, benannt nach zw\u00f6lf Schmetterlingsarten, finden sich darauf. Und ebenso passgenau wie Eulberg hier klangliche Entsprechungen f\u00fcr bekanntere (\u201eKleines Nachtpfauenauge\u201c) und weniger bekannte Vertreter (\u201eWundklee-Bl\u00e4uling\u201c) dieser h\u00fcbschen Spezies findet, d\u00fcrfte er mit seinen feinen DJ-F\u00fchlern auch die Besucher im Bahnw\u00e4rter in anhaltende Bewegung versetzen.<\/p>\n<p>Erinnerung an die Zeit, als die Grenzen zwischen Journalismus und Literatur verwischten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine spannende Verbindung aus Lesungen und DJ-Sets erwartet einen zu guter Letzt im Zwischennutzungsclub Live Evil im ehemaligen Gasteig. Geht es beim <strong>Elaste 80s Bash<\/strong> am 27. Dezember doch tief hinein in die \u00c4ra des sogenannten Popjournalismus, dessen Beteiligte (u.a. Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo oder Christian Kracht) in Magazinen wie Elaste oder Tempo auf stilistisch wie inhaltliche k\u00fchne Weise die Grenzen zwischen Journalismus und Literatur verwischten. Etwa, indem sie Popstars im Zweifelsfall lieber \u00fcber ihr bevorzugtes Deo anstatt \u00fcber Musikalisches befragten, und so auch das Allt\u00e4gliche zum Spektakel machten. Aber auch, indem sie ihren Texten einen Sound verliehen, der in seiner L\u00e4ssigkeit m\u00fchelos s\u00e4mtliche journalistischen Konventionen sprengte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gelesen wird an diesem Abend zum einen aus \u201eElaste \u2013 1980 \u2013 1986\u201c, das als 560 Seiten starker Sammelband von den Herausgebern und einstigen Beteiligten Thomas Elsner (Grafik) und Michael Reinboth (Text) als eindrucksvolles Denkmal f\u00fcr eines der innovativsten Zeitgeist-Magazine der New-Wave-\u00c4ra geschaffen wurde. Und zum anderen aus \u201eGegenwart Machen \u2013 Eine Oral History des Popjournalismus\u201c, ein Titel, in dem die Autorin Erika Thomalla gekonnt die Entwicklung des Popjournalismus nachzeichnet. Ehrensache nat\u00fcrlich, dass Elsner und Reinboth (als renommierter DJ aus dem Hause \u201eCompost Records\u201c) hernach auch noch auflegen, und dabei mit einem Querschnitt zwischen New Wave, Electro, Cold Wave, Proto-Disco, Post-Punk, Industrial und EBM keine Nostalgieshow, sondern einen \u201ekonsequenten Blick nach vorne durch die Linse der Achtziger\u201c versprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die letzte Club-Kolumne dieses Jahres beginnt mit einer Herausforderung in Sachen Entscheidungsfindung, die sich bei genauerer Betrachtung wom\u00f6glich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650318,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,64448,29,8504,30,3371,2392,1268,149],"class_list":{"0":"post-650317","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-clubs-in-muenchen","10":"tag-deutschland","11":"tag-essen-und-trinken-in-muenchen","12":"tag-germany","13":"tag-konzerte-muenchen","14":"tag-kultur-in-muenchen","15":"tag-muenchen","16":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115729438450707540","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650317"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650317\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}