{"id":650506,"date":"2025-12-16T14:57:28","date_gmt":"2025-12-16T14:57:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650506\/"},"modified":"2025-12-16T14:57:28","modified_gmt":"2025-12-16T14:57:28","slug":"social-media-screening-neue-einreiseregelungen-treffen-fans-bei-der-wm-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650506\/","title":{"rendered":"Social-Media-Screening: Neue Einreiseregelungen treffen Fans bei der WM 2026"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/einreise-116.jpg\" alt=\"F\u00fc\u00dfballfans mit Handys\" title=\"F\u00fc\u00dfballfans mit Handys | imago\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.12.2025 13:53 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Fans m\u00fcssen bei der WM 2026 mit hohen Eintrittspreisen und Reisekosten rechnen. In den USA kommen nun wohl neue Visa-Regelungen hinzu, die teilweise eine Offenlegung des digitalen Privatlebens fordern.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/sendung\/reporter\/chaled-nahar,autor-chaled-nahar-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Chaled Nahar\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chaled-nahar-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Staatsangeh\u00f6rige aus 42 L\u00e4ndern &#8211; darunter befinden sich viele EU-Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland &#8211; d\u00fcrfen aktuell \u00fcber das sogenannte ESTA-System (&#8222;Electronic System for Travel Authorization&#8220;) 90 Tage lang ohne Visum in die USA einreisen. \u00dcber das System muss man die Ein- und Ausreise aber melden, das gilt auch f\u00fcr die WM 2026, die vor allem in den USA stattfindet. Deutschland spielt in der Gruppenphase zweimal in den USA, einmal in Kanada.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Regierung von Pr\u00e4sident Donald Trump plant dabei nun eine Durchleuchtung der privaten Kommunikation von Menschen, die in die USA einreisen. Gesch\u00e4ftliche und private Telefonnummern, die in den f\u00fcnf Jahren vor Einreise genutzt wurden, sollen genauso offengelegt werden wie Konten in sozialen Netzwerken wie beispielsweise Instagram, Facebook, X oder TikTok. Die in den zehn Jahren vor der Einreise genutzten E-Mail-Adressen sowie pers\u00f6nliche Daten von Familienmitgliedern sollen k\u00fcnftig angegeben werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Deutsche Fans beim Spiel gegen die USA in East Hartford\n                    <\/p>\n<p>    Fans zahlreicher WM-Teilnehmer potenziell betroffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das sieht <a href=\"https:\/\/www.federalregister.gov\/documents\/2025\/12\/10\/2025-22461\/agency-information-collection-activities-revision-arrival-and-departure-record-form-i-94-and\" title=\"Regulierungsvorschlag Grenzschutzbeh\u00f6rde\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">ein Regulierungsvorschlag vor<\/a>, den die US-Grenzschutzbeh\u00f6rde vorgelegt hat. Aus dem Dokument geht nicht hervor, ob Login-Daten angegeben werden m\u00fcssen. Die Neuregelung soll binnen 60 Tagen in Kraft treten, wenn sie nicht vor Gericht angefochten wird. Bei der WM w\u00e4ren die Fans aus zahlreichen L\u00e4ndern direkt betroffen: Neben Deutschland w\u00fcrde das beispielsweise auch f\u00fcr Menschen aus Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Niederlande oder Spanien gelten. Auch WM-Teilnehmerl\u00e4nder au\u00dferhalb Europas sind betroffen, darunter Japan, Australien, Neuseeland, Katar und S\u00fcdkorea.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die US-Zoll- und Grenzschutzbeh\u00f6rde teilte mit, dass es sich um keine endg\u00fcltige Regelung, sondern der erste Schritt in eine Diskussion \u00fcber neue politische Optionen zum Schutz der amerikanischen Bev\u00f6lkerung. Der Vorschlag stehe in Einklang mit einem Dekret von Trump aus dem Januar, in dem die Erhebung von mehr Informationen \u00fcber Einreisende verlangt wird. Das Ausw\u00e4rtige Amt <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/service\/laender\/usa-node\/usavereinigtestaatensicherheit-201382\" title=\"Reisehinweise Ausw\u00e4rtiges Amt\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">schreibt in seinen Reisehinweise f\u00fcr die USA<\/a>, die Beh\u00f6rden seien zur \u00dcberpr\u00fcfung mitgef\u00fchrter Ger\u00e4te wie Mobiltelefon oder Laptop berechtigt. &#8222;In begr\u00fcndeten F\u00e4llen kann auch ein Auslesen der Ger\u00e4te erfolgen.&#8220;<\/p>\n<p>    Fans und B\u00fcrgerrechtler in Sorge um freie Meinungs\u00e4u\u00dferung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">K\u00f6nnen also kritische Beitr\u00e4ge \u00fcber die US-Regierung Folgen f\u00fcr die Einreise haben? &#8222;Die angek\u00fcndigten Pl\u00e4ne der US-Regierung sind absolut inakzeptabel&#8220;, sagt Ronan Evain vom Fanb\u00fcndnis Football Supporters Europe (FSE) im Gespr\u00e4ch mit der Sportschau. &#8222;Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsph\u00e4re sind universelle Menschenrechte. Kein Fu\u00dfballfan gibt diese Rechte auf, nur weil er eine Grenze \u00fcberquert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sophia Cope, leitende Anw\u00e4ltin der Electronic Frontier Foundation, einer Organisation f\u00fcr digitale Rechte, sagte den &#8222;New York Times&#8220;, dass die verpflichtende Offenlegung von Social-Media-Aktivit\u00e4ten sich bislang als nicht effektiv bei der Aufsp\u00fcrung von Terroristen und anderen Kriminellen erwiesen habe. &#8222;Aber die Ma\u00dfnahme hat die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung eingeschr\u00e4nkt und die Privatsph\u00e4re unschuldiger Reisender sowie ihrer amerikanischen Familienangeh\u00f6rigen, Freunde und Kollegen verletzt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bereits jetzt gilt bei Antr\u00e4gen f\u00fcr viele verschiedene Visaarten in den USA &#8211; beispielsweise f\u00fcr Arbeit oder Studium &#8211; dass alle Social-Media-Accounts auf allen Plattformen genannt werden m\u00fcssen. Ansonsten drohe die Verweigerung der Einreise. Bei bestimmten Arbeitsvisa gilt zudem die Ma\u00dfgabe, die Konten auf &#8222;\u00f6ffentlich&#8220; zu stellen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Handyticket bei der WM in Katar\n                    <\/p>\n<p>    In Russland und Katar war das Ticket auch ein Visum<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Menschen aus L\u00e4ndern, die nicht von der Visumspflicht befreit sind, m\u00fcssen sich in ihren L\u00e4ndern weiter grunds\u00e4tzlich f\u00fcr Interviewtermine bei amerikanischen Beh\u00f6rden anmelden &#8211; und bei ihren Antr\u00e4gen schon l\u00e4nger ihre Social-Media-Konten offenlegen. Teilweise besteht derzeit eine monatelange Wartezeit. Durchschnittlich neun Monate m\u00fcssen Menschen laut US-Angaben in Abuja\/Nigeria auf einen Termin warten. Dasselbe gilt auch f\u00fcr Menschen in Ottawa und Monterrey &#8211; die beiden St\u00e4dte liegen in Kanada und Mexiko, den beiden Mitgastgebern der WM. Auch Fans aus s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern unterliegen der Visumspflicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Russland 2018 und in Katar 2022 wurden die Eintrittskarten mit einem Visum verkn\u00fcpft. Das ist diesmal nicht der Fall. FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino und US-Pr\u00e4sident Trump verk\u00fcndeten bei einem gemeinsamen Auftritt im Wei\u00dfen Haus am 17. November aber den sogenannten &#8222;FIFA-Pass&#8220;, der alles leichter machen soll: Menschen mit WM-Tickets, die es teils nur f\u00fcr vierstellige Dollar-Betr\u00e4ge gibt, soll damit zu schnelleren Interviewterminen bei Visumsverfahren kommen. FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino sagte: &#8222;Amerika empf\u00e4ngt die Welt. Wir haben immer gesagt, dass dies die gr\u00f6\u00dfte und inklusivste WM wird. Das FIFA-System f\u00fcr beschleunigte Termine ist ein konkretes Beispiel daf\u00fcr.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l.) mit FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino (M.) und Au\u00dfenminister Marco Rubio\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Ticketverkauf f\u00fcr das Turnier befindet sich in der Endphase. Evain vom Fanb\u00fcndnis FSE kritisierte, dass es trotzdem noch keinerlei Details zum &#8222;FIFA-Pass&#8220; gebe. Fans m\u00fcssten aber jetzt \u00fcber ihre Anreise entscheiden, obwohl unklar sei, ob der &#8222;FIFA-Pass&#8220; die Verfahren tats\u00e4chlich beschleunige: &#8222;Es gibt keine klaren Spielregeln, was es den Fans unglaublich schwer macht, einzusch\u00e4tzen, ob sie in den USA sicher sind, oder ob sie besser zu Hause bleiben sollten.&#8220;<\/p>\n<p>    Einreiseverbote f\u00fcr Menschen aus zwei WM-Teilnehmerl\u00e4nder<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der &#8222;FIFA-Pass&#8220; bleibt f\u00fcr einige Fans ohnehin unzug\u00e4nglich. Staatsangeh\u00f6rige aus dem Iran und Haiti fallen seit Sommer 2025 unter ein generelles Einreiseverbot in die USA, das die Trump-Regierung beschlossen hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump verh\u00e4ngte bereits in seiner ersten Amtszeit Einreiseverbote gegen bestimmte L\u00e4nder. Im Vorfeld der Vergabe der WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko sagte FIFA-Pr\u00e4sident Infantino: &#8222;Es ist klar, wenn es um FIFA-Wettbewerbe geht: Jedes qualifizierte Team, inklusive der Fans und jeglicher Offizieller, muss Zugang zum Gastgeberland haben. Sonst gibt es keine WM, das ist offensichtlich. Die Anforderungen werden klar sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Iranische Fans bei der WM 2022 in Katar\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So werden die Teams wohl h\u00f6chstens von Fans unterst\u00fctzt, die bereits in den USA leben. In der Gegend um Boston, wo Haiti in der Gruppenphase auf Schottland treffen wird, leben Sch\u00e4tzungen zufolge mehr als 70.000 Menschen mit haitianischem Hintergrund, nur in New York und Miami sind es mehr. Menschen aus dem Iran, die in den USA leben, sind vor allem in Kalifornien zu Hause. Die iranische Mannschaft spielt zwei ihrer Gruppenspiele in Los Angeles.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.12.2025 13:53 Uhr Fans m\u00fcssen bei der WM 2026 mit hohen Eintrittspreisen und Reisekosten rechnen. In den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650507,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[29,481,5695,347,13,14,15,12,10,8,9,11,64,103,59416,104],"class_list":{"0":"post-650506","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-deutschland","9":"tag-dfb","10":"tag-fifa","11":"tag-fussball","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-usa","21":"tag-welt","22":"tag-wm-2026","23":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115729835690936995","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650506"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650506\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}