{"id":650554,"date":"2025-12-16T15:39:18","date_gmt":"2025-12-16T15:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650554\/"},"modified":"2025-12-16T15:39:18","modified_gmt":"2025-12-16T15:39:18","slug":"ukraine-verhandlungen-in-berlin-schutztruppe-geplant-waffenstillstand-unklar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650554\/","title":{"rendered":"Ukraine-Verhandlungen in Berlin: Schutztruppe geplant, Waffenstillstand unklar"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs haben im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs angeboten, eine Schutztruppe zur Absicherung eines m\u00f6glichen Waffenstillstands zusammenzustellen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">In einer zum Abschluss der Ukraine-Gespr\u00e4che in Berlin verabschiedeten gemeinsamen Erkl\u00e4rung hie\u00df es, eine von Europa gef\u00fchrte und von den USA flankierte Truppe solle die ukrainischen Streitkr\u00e4fte st\u00e4rken und die Sicherheit von Luftraum und Seewegen gew\u00e4hrleisten. Dies solle \u201eauch durch Operationen innerhalb der Ukraine\u201c geschehen, hei\u00dft es in dem Dokument.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die Schutztruppe ist eine von mehreren Zusagen, die die unterzeichnenden Staaten f\u00fcr den Fall abgeben, dass eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges erzielt wird. Neben Merz unterschrieben die Erkl\u00e4rung auch seine Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Polen, Italien, D\u00e4nemark, Finnland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden sowie EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/warum-trump-bei-den-ukraine-verhandlungen-auf-seinen-schwiegersohn-setzt\/113853886.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"113853886\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Warum Trump bei den Ukraine-Verhandlungen auf seinen Schwiegersohn setzt<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Von US-Seite gab es zu der Erkl\u00e4rung zun\u00e4chst keine Stellungnahme. Zuvor hatte ein hochrangiger US-Beamter gesagt, dass in einem Sicherheitspaket auch Ma\u00dfnahmen zur \u00dcberwachung und Konfliktvermeidung vorgesehen w\u00e4ren, damit sich die ukrainische Bev\u00f6lkerung sicher f\u00fchle. Auf US-Bodentruppen in der Ukraine l\u00e4uft es laut dem Beamten aber nicht hinaus.<\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">Die USA werden die Ergebnisse jetzt wieder mit Russland r\u00fcckkoppeln, das in Berlin nicht mit am Tisch sa\u00df.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">In der Erkl\u00e4rung der Europ\u00e4er wird der Ukraine auch \u201eanhaltende und erhebliche Unterst\u00fctzung\u201c ihrer Streitkr\u00e4fte zugesichert, die in Friedenszeiten eine St\u00e4rke von 800.000 Soldaten haben sollten.<\/p>\n<p>Was ist das wichtigste Ergebnis?<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Inhaltliche Details sind nicht bekannt. Aber alle beteiligten Seiten werteten die Verhandlung \u00f6ffentlich als Fortschritt. Das betrifft vor allem die Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine im Falle eines Waffenstillstands. \u201eWas die USA hier in Berlin an rechtlichen und an materiellen Garantien auf den Tisch gelegt haben, ist wirklich beachtlich. Das ist ein ganz wichtiger Fortschritt\u201c, sagte beispielsweise Bundeskanzler Merz.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump sagte in Washington, man sei jetzt \u201en\u00e4her\u201c als bisher an einer L\u00f6sung. Er habe Gespr\u00e4che mit den Europ\u00e4ern und Selenskyj gef\u00fchrt. \u201eEs scheint gut zu laufen.\u201c Zugleich schr\u00e4nkte der US-Pr\u00e4sident ein: \u201eDas sagen wir schon seit Langem, und es ist eine schwierige Angelegenheit.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/warum-ein-weltkriegs-massaker-das-verhaeltnis-zweier-nachbarlaender-belastet\/112338150.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"112338150\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Warum ein Weltkriegs-Massaker das Verh\u00e4ltnis zweier Nachbarl\u00e4nder belastet <\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Selenskyj scheint sich damit abgefunden zu haben, dass ein NATO-Beitritt unrealistisch ist. Nun geht es darum, wie man eine Beistandsgarantie der NATO-Staaten hinbekommt, die Artikel 5 des NATO-Vertrags \u00e4hnelt. Danach wird ein Angriff auf einen Staat wie ein Angriff auf alle behandelt. Was das nun im Einzelnen bedeuten kann, ist aber noch unklar.<\/p>\n<p>An welcher Stelle gab es keine Fortschritte?<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Bei der schwierigsten Frage m\u00f6glicher Gebietsabtretungen der Ukraine an den Angreifer Russland. Selenskyj sprach von weiterhin \u201eunterschiedlichen Positionen\u201c der Kriegsparteien und \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass die USA als Vermittler einen Konsens herbeif\u00fchren k\u00f6nnten. Es gibt zwar L\u00f6sungsans\u00e4tze, aber wirkliche Bewegung ist auch nach dem Treffen in Berlin nicht in Sicht.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Zu Russlands Kernforderungen f\u00fcr einen Waffenstillstand geh\u00f6rt, dass die Ukraine im Gebiet Donezk auch jene f\u00fcr die Verteidigung des Landes strategisch wichtigen St\u00e4dte aufgibt, die Russland bisher nicht erobern konnte. Selenskyj lehnte solche Geschenke an den \u201eAggressorstaat\u201c ab und verweist auf die Verfassung des Landes, die solche Gebietsabtretungen nicht zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wie geht es jetzt weiter?<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die USA werden die Ergebnisse jetzt wieder mit Russland r\u00fcckkoppeln, die in Berlin nicht mit am Tisch sa\u00df. Wann und wie das erfolgen wird, ist noch unklar. Der hochrangige US-Beamte erw\u00e4hnte auch ein Treffen mit Arbeitsgruppen und Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen am Wochenende \u201evielleicht\u201c in Miami im US-Bundesstaat Florida \u2013 es blieb aber unklar, ob das ein rein US-interner Termin sein soll oder ob auch andere L\u00e4nder daran beteiligt sein sollen.<\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">Und auch f\u00fcr die Absicherung eines m\u00f6glichen Waffenstillstandes scheint man im Verteidigungsministerium mindestens offen zu sein.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Den Europ\u00e4ern steht der schwierigste Teil der Woche noch bevor. Am Donnerstag soll eine Entscheidung \u00fcber die Nutzung des in der EU eingefrorenen russischen Staatsverm\u00f6gens von etwa 185 Milliarden Euro fallen. Dabei geht es um sehr viel \u2013 f\u00fcr die EU, die Ukraine und auch f\u00fcr Merz pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Letzterer erkl\u00e4rte die Entscheidung zur \u201eSchl\u00fcsselfrage\u201c f\u00fcr die EU: Bei einem Nein sei die Handlungsf\u00e4higkeit Europas \u00fcber Jahre \u201emassiv besch\u00e4digt\u201c. F\u00fcr die Ukraine w\u00fcrde ein Nein bedeuten, dass die Unterst\u00fctzung der Verb\u00fcndeten nach und nach versiegen w\u00fcrde, und bei US-Pr\u00e4sident Trump gibt es ohnehin keinerlei Bereitschaft mehr, f\u00fcr den Krieg Geld auszugeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/politik\/us-botschafterin-in-luxemburg-wir-stehen-europa-so-nahe-wie-seit-dem-zweiten-weltkrieg-nicht-mehr\/111940425.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"111940425\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:US-Botschafterin in Luxemburg: \u201eWir stehen Europa so nahe wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr\u201c<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Putin wird die Entscheidung genau verfolgen. Der Kreml warnt vor weitreichenden Folgen eines solchen \u201eDiebstahls\u201c und droht mit Gegenma\u00dfnahmen. Aus russischer Sicht d\u00fcrfte das auch die Chancen f\u00fcr einen Waffenstillstand zerschlagen.<\/p>\n<p>Wie ist Luxemburgs Position?<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Luxemburg geh\u00f6rt zwar nicht zu den Unterzeichnern der Absichtserkl\u00e4rung. Jedoch z\u00e4hlt das Gro\u00dfherzogtum seit Beginn der gro\u00dfangelegten Invasion seitens Russland zu den Ukraine-Unterst\u00fctzern der ersten Stunde und hat Kiew seit Februar 2022 milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung im Wert von mehreren hundert Millionen Euro geliefert.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Allein f\u00fcr 2025 belaufe sich die Summe auf 155 Millionen Euro, hei\u00dft es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums nach dem j\u00fcngsten Treffen der \u201eUkraine Defence Contact Group\u201c am Dienstag. \u201eF\u00fcr 2026 sind mindestens 100 Millionen Euro an milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine vorgesehen\u201c, erkl\u00e4rte Verteidigungsministerin Yuriko Backes im Anschluss des Treffens. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Hinsichtlich der Absicherung eines m\u00f6glichen Waffenstillstandes in der Ukraine scheint man im Verteidigungsministerium mindestens offen zu sein. \u201eLuxemburg hat, im Rahmen der Gespr\u00e4che der Koalition der Willigen (\u201a\u2018Coalition of the Willing\u2018, Anm. d. Red.), seine prinzipielle Bereitschaft mitgeteilt, milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten zur Friedenssicherung beitragen zu k\u00f6nnen\u201c, hei\u00dft es auf Nachfrage des \u201eLuxemburger Wort\u201c aus dem Ministerium.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Bisher steht noch kein zeitlicher Rahmen fest. Deshalb werde \u201eForm und Umfang dieses m\u00f6glichen Beitrags mit den weiteren teilnehmenden Partnerl\u00e4ndern gegebenenfalls abgestimmt und vom Regierungsrat, nach Konsultation des Parlaments, festgelegt\u201c, so das Ministerium abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/israels-neuer-super-laser-gegen-drohnen-eine-option-fuer-luxemburg\/109511859.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"109511859\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Israels neuer Super-Laser gegen Drohnen: Eine Option f\u00fcr Luxemburg?<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs haben im Ringen um ein Ende des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650555,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-650554","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115730000751787030","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650554"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650554\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650555"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}