{"id":650620,"date":"2025-12-16T16:18:15","date_gmt":"2025-12-16T16:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650620\/"},"modified":"2025-12-16T16:18:15","modified_gmt":"2025-12-16T16:18:15","slug":"problemfall-zu-hoche-heizkosten-muenchner-wohnen-rechnet-noch-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650620\/","title":{"rendered":"Problemfall zu hoche Heizkosten \u2013 \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c rechnet noch &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Vor sechs Wochen hat M\u00fcnchens Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Dieter_Reiter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dieter Reiter<\/a> (SPD) eine frohe Botschaft verk\u00fcndet f\u00fcr Mieter von st\u00e4dtischen Wohnungen im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hasenbergl\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hasenbergl<\/a>. Da sich best\u00e4tigt habe, dass etlichen Mietparteien viel zu hohe <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Heizkosten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heizkosten<\/a> f\u00fcr die Jahre 2022 und 2023 berechnet worden seien, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchner-wohnen-hasenbergl-heizkosten-nebenkosten-ob-reiter-entschuldigung-li.3334904\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">versprach er eine Korrektur der Abrechnungen sowie R\u00fcckzahlungen \u2013 und zwar \u201ez\u00fcgig und unb\u00fcrokratisch\u201c.<\/a> Als Aufsichtsratsvorsitzender der st\u00e4dtischen Tochtergesellschaft \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c (MW)\u00a0 habe er veranlasst, \u201edie sich aus diesen Fehlberechnungen ergebenden Guthaben sofort an die Mieterinnen und Mieter zur\u00fcckzuzahlen\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Forscht man in diesen Tagen bei der \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c nach, ob das noch etwas wird mit einer sch\u00f6nen Weihnachtsbescherung f\u00fcr die betroffenen Mietparteien, erh\u00e4lt man seltsam vage Ausk\u00fcnfte. Zum Beispiel auf die Fragen, wie vielen Mietern das Unternehmen etwas zur\u00fcckzahlen muss und auf welche H\u00f6he sich die Betr\u00e4ge summieren. \u201eBelastbare Zahlen zur Thematik ermitteln wir derzeit, dem m\u00f6chten wir nicht vorgreifen\u201c, l\u00e4sst die MW da nur wissen. Glaubt man den Angaben, hat sie noch nicht einmal ermittelt, in wie vielen H\u00e4usern es zu den ungew\u00f6hnlich hohen Heizkostenzahlungen gekommen ist. \u201eEs handelt sich um eine Wirtschaftseinheit mit 25 Eing\u00e4ngen (mehrerer teilweise zusammenh\u00e4ngender Geb\u00e4ude)\u201c, hei\u00dft es verschwommen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Diese ausweichenden Antworten sind umso verwunderlicher, als der Ortsverband <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> Nord der Partei Die Linke bereits im Juli eine genaue Zahl von 338 Wohnungen in Geb\u00e4uden zwischen Winterstein- und Fortnerstra\u00dfe genannt hatte. Dort waren die exorbitant hohen Heizkosten in Rechnung gestellt worden, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-heizkosten-nachzahlung-muenchner-wohnen-hasenbergl-li.3285985\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Einzelf\u00e4llen bis zu 12 000 Euro f\u00fcr ein Jahr, wie der Linken-Politiker Christian Schwarzenberger und sein Team bei einer Pressekonferenz dargelegt hatten<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Als Ursache f\u00fcr den au\u00dferordentlichen Energieverbrauch hatten sie unged\u00e4mmte Rohrleitungen in Kombination mit stark ged\u00e4mmten Au\u00dfenw\u00e4nden recherchiert. OB Reiter (SPD) hatte in seinem Schreiben von Anfang November best\u00e4tigt, dass wegen des W\u00e4rmeverlustes im installierten Einrohr-Heizsystem \u201edie wohnungsgenaue Zuordnung der Verbr\u00e4uche und damit der Kosten nicht vern\u00fcnftig l\u00f6sbar\u201c sei.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In einer Pressemitteilung vom gleichen Tag hatte der M\u00fcnchner Mieterverein das Problem anschaulich erkl\u00e4rt: \u201eOftmals bezahlen Mieter von Wohnungen in oberen Stockwerken sehr viel f\u00fcr die Heizung, obwohl es bei ihnen gar nicht sonderlich warm wird. Bei Mietern unterer Wohnungen wird es oftmals auch sehr warm, ohne dass die Heizung ganz aufgedreht wird, weil die Rohre die W\u00e4rme abgeben. Die Messeger\u00e4te zeigen aber kaum Energieverbrauch.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Konsequenz: R\u00fcckwirkend f\u00fcr 2022 und 2023 sowie k\u00fcnftig ab den Abrechnungen f\u00fcr 2024 w\u00fcrden die Heizkosten nicht nach Verbrauch, sondern nach Fl\u00e4che der Wohnung ermittelt. \u201eDas ist eine faire L\u00f6sung f\u00fcr die Mieter\u201c, fand Monika Schmid-Balzert, die stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Mietervereins. Die zugrundeliegende Arbeit der Partei Die Linke hatten weder OB noch Mieterverein gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Verwunderlich ist in dieser Angelegenheit auch, dass man nun nicht von der \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c, sondern wiederum von den Kommunalpolitikern der Linken erf\u00e4hrt, dass bereits die ersten Schreiben \u00fcber korrigierte Heizkostenabrechnungen bei Mietern eingetroffen sind. Die frohe Botschaft: Zwischen 4000 und 11 000 Euro w\u00fcrden in den bisher bekannten F\u00e4llen gutgeschrieben. Allerdings irritiert, dass keine Erkl\u00e4rung beiliegt, wie die \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c auf die Zahlen kommt, wie sie also die Heizkosten neu berechnet hat. Eine Kontrolle, ob alles seine Richtigkeit hat, ist also nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/985b4412-dc02-441c-8b63-5b5998f17bb9.jpg\"   alt=\"Mancher Mieter muss weit aufdrehen, und es wird doch nicht warm.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Mancher Mieter muss weit aufdrehen, und es wird doch nicht warm. (Foto: Fabian Sommer\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die MW verweist auf \u201eein gesondertes Schreiben mit der Korrektur der Abrechnungsergebnisse f\u00fcr die Jahre 2022 und 2023\u201c. Warum das nicht gleich mitgeliefert wurde, bleibt offen. Dabei d\u00fcrfte die Neuberechnung vor allem diejenigen Mietparteien interessieren, die keine R\u00fcckerstattung in Aussicht gestellt bekommen haben. Denn in manchen F\u00e4llen kam das Unternehmen zum Ergebnis, dass es von den Mieterinnen beziehungsweise Mietern noch etwas zu bekommen h\u00e4tte. Aber auf die Eintreibung dieser Forderungen verzichte man, teilte die MW mit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das hatte freilich schon der M\u00fcnchner Mieterverein Anfang November versprochen, nach diversen Gespr\u00e4chen: \u201eEventuelle Nachforderungen aus dieser Umstellung gibt die M\u00fcnchner Wohnen nicht an die Mietenden weiter\u201c, hie\u00df es in der Mitteilung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In der wies der Mieterverein im \u00dcbrigen auch darauf hin, dass Mieter die Heizungs- und Warmwasserkosten laut Gesetz um 15 Prozent k\u00fcrzen d\u00fcrften, wenn diese nicht verbrauchsabh\u00e4ngig abgerechnet w\u00fcrden\u00a0\u2013 wie es nun ja der Fall ist. Man habe vereinbart, dass die MW dieses Recht \u201enun den Mietern der betroffenen Geb\u00e4ude pauschal\u201c gew\u00e4hre.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Fragt man bei der \u201eM\u00fcnchner Wohnen\u201c nach, hei\u00dft es freilich, dass bei der 15-Prozent-K\u00fcrzung nur Mietparteien ber\u00fccksichtigt werden, die zuvor einen rechtswirksamen Widerspruch gegen die Abrechnungen eingelegt haben. Daf\u00fcr, dass OB Reiter das Unternehmen seinerzeit aufgefordert hatte, \u201ealle offenen Fragen zu den Nebenkostenabrechnungen schnellstm\u00f6glich zu kl\u00e4ren\u201c, stehen nach sechs Wochen immer noch viele Antworten aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor sechs Wochen hat M\u00fcnchens Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD) eine frohe Botschaft verk\u00fcndet f\u00fcr Mieter von st\u00e4dtischen Wohnungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650621,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,8253,2815,30,2811,11387,15626,5726,7134,2295,30749,30747,1268,58079,3661,149,19397,5727],"class_list":{"0":"post-650620","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-dieter-reiter","11":"tag-feldmoching-hasenbergl","12":"tag-germany","13":"tag-hasenbergl","14":"tag-heizen","15":"tag-heizkosten","16":"tag-immobilien-und-wohnen-in-muenchen","17":"tag-mieten","18":"tag-mieter","19":"tag-mieterschutz","20":"tag-mietrecht","21":"tag-muenchen","22":"tag-muenchner-wohnen","23":"tag-politik-muenchen","24":"tag-sueddeutsche-zeitung","25":"tag-wohnung-mieten","26":"tag-wohnungspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115730154821580452","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650620\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}