{"id":650628,"date":"2025-12-16T16:22:18","date_gmt":"2025-12-16T16:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650628\/"},"modified":"2025-12-16T16:22:18","modified_gmt":"2025-12-16T16:22:18","slug":"nahverkehr-in-berlin-bvg-krisenniveau-wird-festgeschrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650628\/","title":{"rendered":"Nahverkehr in Berlin \u2013 BVG: Krisen\u00adniveau wird fest\u00adge\u00adschrieben"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img315557\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/315557.jpeg\" alt=\"Volle Bahnsteige bleiben bis auf Weiteres Realit\u00e4t bei der BVG.\"\/><\/p>\n<p>Volle Bahnsteige bleiben bis auf Weiteres Realit\u00e4t bei der BVG.<\/p>\n<p>Foto: imago\/J\u00fcrgen Held<\/p>\n<p>\u00bbDer Berliner Senat investiert so viel wie noch nie in den Nahverkehr in Berlin. Das ist ein sehr sch\u00f6ner Erfolg\u00ab, sagt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag auf der Pressekonferenz nach der Sitzung des Berliner Senats. Was so klingt, als weite die BVG in Zukunft ihr Angebot aus, ist aber nur eine Konsolidierung des Ist-Zustands. Der zwischen dem Land Berlin und Verkehrsbetrieben vereinbarte Leistungsumfang soll bis mindestens 2028 konstant bleiben.<\/p>\n<p>Der Verkehrsvertrag mit der BVG regelt, welche Erwartungen das Land an die von den Verkehrsbetrieben erbrachten Leistungen hat und wie diese finanziert werden sollen. Der aktuelle Vertrag wurde 2020 beschlossen und wird im F\u00fcnf-Jahres-Rhythmus einer Revision unterzogen. Stand der Vertrag 2020 noch unter dem Leitgedanken \u00bbWachstum und Innovation\u00ab, soll es nun um <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195254.bvg-bei-der-berliner-u-bahn-hat-sich-die-lage-verbessert.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbStabilit\u00e4t vor Wachstum\u00ab gehen<\/a>. <\/p>\n<p>\u00bbIm Gegensatz zu anderen Kommunen denken wir nicht \u00fcber Abbestellungen nach, sondern wir sichern den Bestand, den wir aktuell haben\u00ab, erkl\u00e4rt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Der Senat will 1,3\u2005Milliarden Euro j\u00e4hrlich an die BVG geben, zudem sollen 680\u2005Millionen aus dem Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes flie\u00dfen. \u00bbWir stellen der BVG so viele Mittel zur Verf\u00fcgung, wie ihr noch nie zur Verf\u00fcgung gestellt worden sind\u00ab, sagt Bonde. Dieser finanzielle Rahmen sorge daf\u00fcr, dass die BVG ihren Stabilisierungskurs weiterfahren und die Leistung auf ein festes Fundament stellen k\u00f6nne.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>\u00bbDie CDU hat Berlin ins Chaos gest\u00fcrzt, und die BVG befindet sich seitdem in einer schweren Krise.\u00ab<\/p>\n<p>Antje Kapek (Gr\u00fcne)<br \/>Verkehrspolitische Sprecherin<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Fundament wird stabil, doch das darauf aufbauende Leistungsniveau liegt unterhalb dessen, was 2020 vereinbart wurde. Es soll nun auf dem Level des Krisenjahres 2024 festgeschrieben werden. Damals wurden die 2020 vereinbarten Leistungen unterschritten. Fahrermangel, aber auch <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195503.bvg-die-berliner-u-bahn-jetzt-mit-etwas-mehr-zuverlaessigkeit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Probleme mit der Flotte<\/a> machen dem landeseigenen Unternehmen noch immer zu schaffen. BVG-intern waren die Pl\u00e4ne im Groben schon l\u00e4nger bekannt. Bereits<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1186144.oepnv-in-berlin-bvg-in-der-krise-sparfahrplan-soll-bis-mindestens-bleiben.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> im Oktober 2024 wurde auf einer internen Veranstaltung<\/a> der reduzierte Leistungsumfang angek\u00fcndigt. <\/p>\n<p>Sp\u00e4testens ab 2030 sollen die Leistungen der BVG um 2,3\u2005Prozent steigen \u2013 ab 2031 noch mal um 0,75\u2005Prozent. Allerdings wird das nicht bei U- und Stra\u00dfenbahnen passieren. \u00bbInsbesondere der Busbereich wird in den Fokus genommen werden\u00ab, so Bonde. Bei U-Bahn und Stra\u00dfenbahn fahre man schon einen hohen Takt. F\u00fcr eine h\u00f6here Taktung sei eine Teilautomatisierung notwendig. Deswegen sei dort das Potenzial f\u00fcr Leistungsaufw\u00fcchse nicht gegeben. F\u00fcr den Busverkehr stellt die Verkehrssenatorin schon ab 2028 m\u00f6gliche Verbesserungen in Aussicht. Denn 2027 sollen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196189.elektromobilitaet-bvg-maximal-prozent-e-busse-bis.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zwei Busbetriebsh\u00f6fe in Betrieb<\/a> gehen. \u00bbDas ist Voraussetzung daf\u00fcr, dass wir zu Wachstum kommen k\u00f6nnen\u00ab, so Bonde. <\/p>\n<p>Bis 2035 soll die BVG au\u00dferdem \u00bbvollst\u00e4ndig dekarbonisiert\u00ab werden, wie Senatorin Bonde erkl\u00e4rt. Das bedeute aber nicht, dass die BVG vollst\u00e4ndig auf E-Mobilit\u00e4t umstelle. An dem Ziel wolle man dennoch festhalten. Neben E-Mobilit\u00e4t werde \u00bbdas ber\u00fchmte Frittenfett\u00ab als alternative Antriebsform getestet, au\u00dferdem spiele Wasserstoff immer eine Rolle.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/315560.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Die Revision des Verkehrsvertrages sorgt f\u00fcr Kritik aus Opposition und Verb\u00e4nden. \u00bbMit dieser Revision des Verkehrsvertrags schreibt Senatorin Bonde die Krise der BVG fort, sie zementiert sie f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre\u00ab, so Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zu \u00bbnd\u00ab. Berlin wachse, daf\u00fcr brauche es mehr Leistung bei der BVG \u2013 qualitativ wie quantitativ. \u00bbSenatorin Bonde und die CDU machen jedoch beim \u00f6ffentlichen Nahverkehr Politik nach Kassenlage, v\u00f6llig ambitionslos und uninteressiert an den Fahrg\u00e4sten dieser Stadt\u00ab, kritisiert Ronneburg.<\/p>\n<p>\u00bbBerlin hat ein gro\u00dfartiges Netz von Bus und Bahn, um das uns die ganze Welt beneidet. Doch die CDU hat Berlin ins Chaos gest\u00fcrzt, und die BVG befindet sich seitdem in einer schweren Krise\u00ab, erkl\u00e4rt Antje Kapek, verkehrspolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen-Fraktion. Mit der Revision des Verkehrsvertrages werde die Krise auf Dauer festgeschrieben. \u00bbDas ohnehin schon deutlich reduzierte Angebot von Bus und Bahn soll auf dem Niveau des absoluten Krisenjahres 2024 nun noch deutlich l\u00e4nger als ohnehin schon geplant verl\u00e4ngert werden. Das ist ein Skandal.\u00ab<\/p>\n<p>Auch der Umweltverband BUND kritisiert den Verkehrsvertrag. Ute Bonde lasse bei der \u00fcberlasteten BVG das unzureichende Angebot des Krisenjahres 2024 bis 2030 zementieren, so BUND-Verkehrsexpertin Katharina Wolf. \u00bbDas BVG-Angebot muss dringend ausgebaut werden, damit alle Berlinerinnen und Berliner unabh\u00e4ngig vom Einkommen gut durch die Stadt kommen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Volle Bahnsteige bleiben bis auf Weiteres Realit\u00e4t bei der BVG. 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