{"id":650662,"date":"2025-12-16T16:41:25","date_gmt":"2025-12-16T16:41:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650662\/"},"modified":"2025-12-16T16:41:25","modified_gmt":"2025-12-16T16:41:25","slug":"eu-parlament-beschliesst-abgeschwaechtes-lieferkettengesetz-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650662\/","title":{"rendered":"EU-Parlament beschlie\u00dft abgeschw\u00e4chtes Lieferkettengesetz | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/eu-parlament-252.jpg\" alt=\"Das Europ\u00e4ische Parlament bei einer Abstimmung in Stra\u00dfburg, Ostfrankreich.\" title=\"Das Europ\u00e4ische Parlament bei einer Abstimmung in Stra\u00dfburg, Ostfrankreich. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.12.2025 14:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die \u00c4nderungen am Lieferkettengesetz haben die n\u00e4chste H\u00fcrde genommen: Das EU-Parlament in Stra\u00dfburg gab gr\u00fcnes Licht. Die Vorgaben sollen k\u00fcnftig nur noch f\u00fcr wenige gro\u00dfe Unternehmen gelten und kommen sp\u00e4ter als geplant. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Abgeordneten in Stra\u00dfburg haben \u00c4nderungen am Lieferkettengesetz beschlossen. Das Gesetz soll Unternehmen f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in der Produktion in die Pflicht nehmen. Firmen m\u00fcssen daf\u00fcr Angaben zu ihren Lieferanten an die Beh\u00f6rden melden &#8211; beispielsweise zu den Arbeitsbedingungen in einer N\u00e4herei in Bangladesch, einer Kakaoplantage in Brasilien oder einer Rohstoffmine in der Demokratischen Republik Kongo. Die Verordnung tritt nun jedoch voraussichtlich in abgeschw\u00e4chter Form und sp\u00e4ter als geplant in Kraft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Lieferkettengesetz war urspr\u00fcnglich im Fr\u00fchjahr 2024 beschlossen worden, greift aber noch nicht und wurde schon einmal verschoben. Nun einigten sich die Verhandler auf einen weiteren Aufschub: Die Mitgliedsstaaten sollen die EU-Vorgaben bis zum 26. Juli 2028 in nationales Recht umsetzen. Ein Jahr sp\u00e4ter sollen sich die betroffenen Unternehmen daran halten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>    Wirtschaftsverb\u00e4nde \u00fcbten Druck aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wirtschaftsverb\u00e4nde halten die Belastung durch das Lieferkettengesetz seit langem f\u00fcr zu hoch. Auf ihren Druck hin wurden zahlreiche Firmen von den Vorschriften ausgenommen. Das Gesetz soll nun f\u00fcr Unternehmen mit mehr als 5.000 Besch\u00e4ftigten und einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro gelten. Bisher war eine Schwelle bei 1.000 Besch\u00e4ftigten und 450 Millionen Euro Umsatz vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die betroffenen Firmen sollen zudem nicht mehr pauschal ihre gesamte Lieferkette \u00fcberwachen m\u00fcssen, sondern vor allem dort nachforschen, wo sie selbst ein hohes Risiko von Verst\u00f6\u00dfen vermuten. Au\u00dferdem sollen sie sich auf Informationen verlassen, die bei ihren Lieferanten &#8222;annehmbarerweise verf\u00fcgbar&#8220; sind, also keine tiefere Recherche verlangen. Die Reform streicht zudem eine EU-weite Haftung f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen das Gesetz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei seinem Antrittsbesuch in Br\u00fcssel sogar eine komplette Abschaffung der Richtlinie gefordert.<\/p>\n<p>    Mehrheit der Mitgliedsstaaten begr\u00fc\u00dft \u00c4nderungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung h\u00e4ngen nun k\u00fcnftig von den Gerichten in den unterschiedlichen EU-Staaten ab. Bu\u00dfgelder f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe sollen maximal drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen. Der Rat der EU-Staaten muss den neuen Vorgaben noch zustimmen. Dies gilt aber als Formsache, nachdem eine Mehrheit der 27 L\u00e4nder die \u00c4nderungen bereits grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dft hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Initiative Lieferkettengesetz kritisierte den Beschluss aufs Sch\u00e4rfste. Mit dem Votum werde &#8222;das EU-Lieferkettengesetz, ein Meilenstein zum Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima, in wesentlichen Elementen entkernt, bevor es \u00fcberhaupt in einem einzigen EU-Mitgliedsland umgesetzt werden konnte&#8220;. Es werde nur noch f\u00fcr einen Bruchteil der Gro\u00dfunternehmen gelten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.12.2025 14:46 Uhr Die \u00c4nderungen am Lieferkettengesetz haben die n\u00e4chste H\u00fcrde genommen: Das EU-Parlament in Stra\u00dfburg gab&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650663,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[548,13,14423,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-650662","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-eu","9":"tag-headlines","10":"tag-lieferkettengesetz","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115730245609141938","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650662"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650662\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}