{"id":650717,"date":"2025-12-16T17:14:20","date_gmt":"2025-12-16T17:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650717\/"},"modified":"2025-12-16T17:14:20","modified_gmt":"2025-12-16T17:14:20","slug":"eu-kommission-will-verbrenner-aus-zuruecknehmen-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/650717\/","title":{"rendered":"EU-Kommission will Verbrenner-Aus zur\u00fccknehmen | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pk-eu-kommission-100.jpg\" alt=\"Apostolos Tzitzikostas, Wopke Hoekstra, Stephane Sejourne und Valdis Dombrovskis \" title=\"Apostolos Tzitzikostas, Wopke Hoekstra, Stephane Sejourne und Valdis Dombrovskis  | EPA\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>eilmeldung<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.12.2025 18:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Um die kriselnde Autoindustrie zu unterst\u00fctzen, schl\u00e4gt die EU-Kommission vor, die beschlossenen Abgasvorgaben aufzuweichen. Die Branche soll \u00fcber andere Wege zur Einsparung von Kohlendioxid gebracht werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Europ\u00e4ischen Union sollen nach Pl\u00e4nen der EU-Kommission auch nach 2035 Autos mit Verbrennungsmotor neu zugelassen werden k\u00f6nnen. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde hat eine entsprechende \u00c4nderung des sogenannten Verbrenner-Aus vorgeschlagen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kommission will die Abgasvorgaben so aufweichen, dass die Autobauer den Kohlendioxidaussto\u00df (CO2) ihrer Neuwagen nicht auf Null reduzieren m\u00fcssen. Damit \u00f6ffnet die Kommission die T\u00fcr f\u00fcr neue Verbrenner-Autos, Hybrid-Fahrzeuge und Range-Extender, bei denen ein kleiner Verbrenner die Batterie aufladen kann. All diese Fahrzeuge k\u00f6nnten auch nach 2035 noch zugelassen werden, obwohl sie CO2 aussto\u00dfen.<\/p>\n<p>    Flottengrenzwerte werden aufgeweicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Abgasvorgaben, die sogenannten Flottengrenzwerte, gelten weiterhin. Sie sind nur weniger streng. F\u00fcr 2035 hei\u00dft das nach Vorstellung der Kommission: Alle Neuwagen eines Herstellers m\u00fcssen im Jahresschnitt mindestens 90 Prozent weniger CO2 aussto\u00dfen als im Vergleichsjahr 2021. Dieses Ziel erreichen die Autobauer weiterhin nur, wenn sie gen\u00fcgend Elektroautos verkaufen, deren Betrieb emissionsfrei ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dferdem sollen sich die Autokonzerne CO2-Einsparungen aus anderen Bereichen anrechnen lassen k\u00f6nnen, etwa durch die Verwendung von umweltfreundlichem Stahl und klimafreundlicheren Kraftstoffen. Nach Angaben der Kommission sollen die Ausnahmen f\u00fcr alle Autos gelten, die Hersteller nach 2035 auf den Markt bringen wollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch h\u00f6here Beimischungsquoten von etwa aus organischen Abf\u00e4llen hergestellten Biokraftstoffen k\u00f6nnen die CO2-Emissionen des bestehenden Verkehrs gesenkt werden. Eine besondere Rolle f\u00fcr Autos, die ausschlie\u00dflich mit klimafreundlich hergestellten E-Fuels betankt werden k\u00f6nnen, soll es nicht geben.<\/p>\n<p>    Kleine, europ\u00e4ische Stromer sollen Vorteile bringen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kommission will noch an einer anderen Stelle an der Berechnungsmethode schrauben: Kleine, in Europa gebaute Elektroautos sollen bis 2035 im Schnitt f\u00fcr die Grenzwerte st\u00e4rker gewichtet werden, um so den Schnitt einer Flotte zu verbessern. Die Kommission will damit die Produktion in Europa ankurbeln. Als Gr\u00f6\u00dfengrenze nannte die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde eine L\u00e4nge von 4,2 Metern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Verfehlen die Autobauer die Ziele, drohen auch weiterhin Bu\u00dfgelder. Um Strafzahlungen m\u00f6glichst zu vermeiden, will die Kommission jedoch auch ein Zwischenziel f\u00fcr 2030 aufweichen: Verfehlt ein Autobauer den Grenzwert, soll er dies in den folgenden zwei Jahren noch ausgleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Auch Vorgaben f\u00fcr Flotten gro\u00dfer Unternehmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission will dar\u00fcber hinaus Vorgaben machen, wie gro\u00df der Teil von klimafreundlichen Fahrzeugen in Dienst- und Firmenwagenflotten je nach Mitgliedsland sein soll. Betroffen sind den Pl\u00e4nen nach Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden und mehr als 50 Millionen Euro Umsatz. Die Idee der Kommission ist, dass es ein gro\u00dfer Vorteil sei, dass diese Fahrzeuge so viel schneller auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen und somit normalen Verbraucherinnen und Verbrauchern zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bisher war vorgesehen, dass die Hersteller den CO2-Aussto\u00df um 100 Prozent &#8211; also auf Null &#8211; senken m\u00fcssen. Nach bisherigem Stand der Technik h\u00e4tten sie daf\u00fcr ihre gesamte Produktion auf Elektroautos umstellen m\u00fcssen, weil Verbrenner immer CO2 aussto\u00dfen &#8211; andernfalls h\u00e4tten den Herstellen massive Strafzahlungen f\u00fcr jedes Gramm zu viel ausgesto\u00dfenes CO2 gedroht.<\/p>\n<p>    Merz begr\u00fc\u00dft Kurswechsel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Pl\u00e4ne der EU-Kommission begr\u00fc\u00dft. &#8222;Mehr Technologieoffenheit und mehr Flexibilit\u00e4t sind richtige Schritte &#8211; um Klimaziele, Marktrealit\u00e4ten, Unternehmen und Arbeitspl\u00e4tze besser zusammenzubringen&#8220;, teilte das Presse- und Informationsamt mit. Aus dem SPD-gef\u00fchrten Bundesumweltministerium hie\u00df es, alle w\u00fcssten, dass die Zukunft elektrisch sei. &#8222;Wer immer glaubt, dass es einen anderen Ausweg gibt, ist, glaube ich, falsch gewickelt&#8220;, so Staatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gr\u00fcnen reagieren entt\u00e4uscht auf die Pl\u00e4ne. Das vorgestellte Autopaket sei wirtschafts- und klimapolitisch ein gro\u00dfer Fehler, sagte die Vorsitzende der Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion, Katharina Dr\u00f6ge &#8222;Mit der faktischen Aufgabe des 2035-Ziels wird Planungssicherheit zerst\u00f6rt, Investitionen werden entwertet und Europas Klimaziele r\u00fccken in weite Ferne.&#8220; Kanzler Merz warf sie eine &#8222;ideologische Kampagne gegen die Elektromobilit\u00e4t&#8220; vor.<\/p>\n<p>    Entscheidung noch nicht endg\u00fcltig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von Europas gr\u00f6\u00dftem Autohersteller VW hie\u00df es, der Plan der Kommission sei ein &#8222;pragmatischer Entwurf&#8220;, der aus Sicht des Konzerns &#8222;insgesamt wirtschaftlich vern\u00fcnftig&#8220; sei. &#8222;Sehr positiv&#8220; zu bewerten sei der Vorschlag, kleine Elektrofahrzeuge k\u00fcnftig besonders zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nun m\u00fcssen sich das Europaparlament und die EU-Staaten mit den Vorschl\u00e4gen besch\u00e4ftigen. Sie bewerten die Reform und k\u00f6nnen \u00c4nderungen vornehmen. Beide Institutionen k\u00f6nnen das Vorhaben also noch abschw\u00e4chen oder versch\u00e4rfen. Am Ende ist eine ausreichende Mehrheit in beiden Institutionen erforderlich. Wie lange das dauern wird, ist noch unklar.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"eilmeldung Stand: 16.12.2025 18:10 Uhr Um die kriselnde Autoindustrie zu unterst\u00fctzen, schl\u00e4gt die EU-Kommission vor, die beschlossenen Abgasvorgaben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650718,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,371,1764,548,942,663,158,3934,3935,13,14,15,12,1547],"class_list":{"0":"post-650717","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-autoindustrie","11":"tag-eilmeldung","12":"tag-eu","13":"tag-eu-kommission","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-verbrenner-aus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115730374857921701","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650717"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650717\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}