{"id":651257,"date":"2025-12-16T22:33:12","date_gmt":"2025-12-16T22:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/651257\/"},"modified":"2025-12-16T22:33:12","modified_gmt":"2025-12-16T22:33:12","slug":"ford-stoppt-elektrofahrzeuge-was-milliarden-kostet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/651257\/","title":{"rendered":"Ford stoppt Elektrofahrzeuge, was Milliarden kostet"},"content":{"rendered":"<p>Ford passt seine Strategie an <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Trump-kuendigt-KI-Sicherheit-auf-stoppt-Umweltschutz-und-Infrastruktur-10249761.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das politische Umfeld<\/a> und die Nachfrage im Markt an. Der Autokonzern steigt aus dem Gesch\u00e4ft mit gro\u00dfen Kraftfahrzeugen mit reinem Elektroantrieb aus. Die Verluste konnte Ford auf Dauer nicht stemmen. Profit verspricht sich das Management von einem Pick-up mit seriellem Hybridantrieb und von einer ganz neuen Sparte: gro\u00dfe Stromspeicher f\u00fcr Stromnetze und Rechenzentren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der letzte, rein elektrische Pick-up F150 Lightning ist bereits vom Band gerollt. Er war nicht profitabel, obwohl er der meistverkaufte Elektro-Pickup Nordamerikas war. Ein urspr\u00fcnglich f\u00fcr 2025 vorgesehenes <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Milliarden-Abschreibung-Ford-streicht-grosses-Elektro-SUV-9843331.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elektro-SUV mit drei Sitzreihen wurde bereits voriges Jahr abgek\u00fcndigt<\/a>. Stattdessen sollten zwei elektrische Lieferw\u00e4gen erscheinen, einer f\u00fcr Nordamerika, einer f\u00fcr Europa. Beide Vorhaben sind jetzt abgesagt. Es gab damit wohl keine Aussicht auf Gewinne. Im Oktober hat auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/General-Motors-gibt-elektrischen-Lieferwagen-auf-10793766.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">General Motors seinen elektrischen Lieferwagen vom Markt genommen<\/a>.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckzug kommt Ford teuer zu stehen: In den n\u00e4chsten zwei Jahren fallen daf\u00fcr 5,5 Milliarden US-Dollar an. Au\u00dferdem sind bereits get\u00e4tigte Investitionen in Anlagen wertlos, was Abschreibungen in H\u00f6he von 19,5 Milliarden Dollar zur Folge hat, der Gro\u00dfteil davon noch im laufenden Quartal.<\/p>\n<p>2030: 50 Prozent reine Verbrenner<\/p>\n<p>Die neue Strategie sieht vor, dass 2030 noch die H\u00e4lfte aller neu verkauften Ford-Fahrzeuge reine Verbrenner sind. Die andere H\u00e4lfte sollen Verbrenner mit Hybridzusatz, reine Elektroautos oder Fahrzeuge mit seriellem Hybridantrieb stellen. Dabei werden die R\u00e4der elektrisch angetrieben, w\u00e4hrend ein \u2013 im Vergleich zu einem klassischen Verbrennermotor \u2013 effizienter Generator Strom liefert. Das kann man so bauen wie Nissan, also mit einem winzigen Akku, den aufzuladen sich nicht lohnt, oder mit einem ordentlichen Akku, der einen Gro\u00dfteil der \u00fcblichen Fahrten abdeckt, sodass nur bei l\u00e4ngeren Fahrten oder bei erheblichen Lasten der Verbrennergenerator anspringen muss.<\/p>\n<p>Ford nennt das EREV (Extended Range Electric Vehicle). Daf\u00fcr will der Konzern den Namen F150 Lightning weiter verwenden. Der neue Pick-up, dessen Details und Erscheinungstermin noch offen sind, wird rein elektrisch fahren, im Frunk aber einen Generator haben, der unterwegs zus\u00e4tzlichen Strom liefern kann. Dieser Generator soll auch andere Lasten, beispielsweise ein Haus oder Ger\u00e4te auf einer Baustelle, mit Strom versorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Ergebnis soll der seriell-hybride F150 Lightning im Vergleich zum Verbrenner-F150 deutlich effizienter sein und gleichzeitig ordentliche Anh\u00e4nger ziehen k\u00f6nnen, auch \u00fcber Distanzen. Die Reichweite (ohne Anh\u00e4nger) soll 1.100 Kilometer \u00fcbersteigen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dieses Jahr sind noch 83 Prozent aller neuen Fords reine Verbrenner. Nun plant Ford, neue Pick-ups und neue Lieferw\u00e4gen zu entwickeln. Kunden sollen mehr Auswahl beim Antrieb haben: neben reinen Verbrennern auch parallel-Hybride und EREV (seriell-Hybride). Damit hofft Ford, in die Gewinnspur zu finden.<\/p>\n<p>Keine K\u00fcndigungswelle<\/p>\n<p>Dennoch steht eine Plattform f\u00fcr Elektroautos in Fords Pl\u00e4nen. Ihr simpler Name lautet Universal EV Platform. Auf dieser Basis soll eine ganze \u201eFamilie kleinerer, hocheffizienter und leistbarer Elektrofahrzeuge\u201d entstehen. Den Anfang soll, nat\u00fcrlich, ein \u201evoll vernetzter\u201d Pick-up mittlerer Gr\u00f6\u00dfe im Jahr 2027 machen. Pick-ups verkaufen sich in Nordamerika einfach gut, und durch die \u201evolle Vernetzung\u201d m\u00f6chte sich Ford auch nach dem Verkauf des Fahrzeugs laufende Einnahmen sichern.<\/p>\n<p>Der abgesagte elektrische Lieferwagen f\u00fcr Nordamerika soll durch einen neuen Lieferwagen ersetzt werden, nach Wahl hybrid oder klassisch mit reinem Verbrenner. Von einem Ersatz f\u00fcr den f\u00fcr Europa angek\u00fcndigten elektrischen Lieferwagen ist indes keine Rede. Dazu kommen bis zum Ende des Jahrzehnts noch drei weitere neue Fahrzeugmodelle, die \u201eleistbar\u201d sein sollen. Sonst macht Ford dazu keine Angaben, au\u00dfer, dass nur ein neues Modell au\u00dferhalb der USA hergestellt werden wird.<\/p>\n<p>Eine K\u00fcndigungswelle k\u00fcndigt der Konzern nicht an. Die bislang mit dem Bau des rein elektrischen F150 Lightning befassten Mitarbeiter werden zur Produktion der klassischen F150 abkommandiert. Dort werden sie eine dritte Schicht bilden. In Folge eines Feuers bei einem Metalllieferanten muss Ford einen Produktionsr\u00fcckstand aufholen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem plant Ford, gro\u00dfe Akkus f\u00fcr Stromnetze und Rechenzentren zu verkaufen. Das wird eine ganz neue Gesch\u00e4ftssparte f\u00fcr den Konzern.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ford passt seine Strategie an das politische Umfeld und die Nachfrage im Markt an. 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