{"id":652038,"date":"2025-12-17T06:26:15","date_gmt":"2025-12-17T06:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652038\/"},"modified":"2025-12-17T06:26:15","modified_gmt":"2025-12-17T06:26:15","slug":"nach-jahren-der-pause-europa-startet-wieder-eigene-galileo-satelliten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652038\/","title":{"rendered":"Nach Jahren der Pause: Europa startet wieder eigene Galileo-Satelliten"},"content":{"rendered":"<p>Um 6.01 Uhr mitteleurop\u00e4ischer Zeit sind am Mittwoch zwei Satelliten des europ\u00e4ischen Navigationssystems Galileo ins All abgehoben. Es ist der erste Start an Bord der neuen Ariane-6-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kourou in Franz\u00f6sisch-Guayana aus. Damit kann Europa nach einigen Jahren Pause wieder selbstst\u00e4ndig das weltweit pr\u00e4ziseste Positionierungssystem ausbauen. \u201eWillkommen zur\u00fcck, Galileo\u201c, sagte der Leiter des Guyana-Raumfahrtzentrums, Philippe Lier.<\/p>\n<p>Beim Lift-off um 2.01 Uhr Ortszeit wurde der Nachthimmel durch die massiven Antriebe der Schwerlastrakete kurzfristig taghell. Auf Aussichtsplattformen und Terrassen auf dem weitl\u00e4ufigen Areal des Raumfahrtzentrums tummelten sich bei guten Wetterbedingungen mit leichter Bew\u00f6lkung hunderte Schaulustige.<\/p>\n<p>Zuletzt brachte im Jahr 2018 eine Ariane-Rakete \u2013 die mittlerweile eingestellte \u201eAriane 5\u201c \u2013 Satelliten dieser Baureihe in den Orbit. In den vergangenen Jahren war die ESA auf russische Sojus-Raketen und Falcon 9-Tr\u00e4gerraketen der US-Firma SpaceX angewiesen. In den kommenden Stunden wird der Aufstieg der Ariane-6-Tr\u00e4gerrakete, die im Juli 2024 ihren Erstflug absolviert hat, von Telemetriestationen von S\u00fcdamerika \u00fcber Europa bis Australien auf ihrem Weg in Richtung des rund 23.000 Kilometer hohen Orbits verfolgt. Am Atlantik \u00fcbernimmt ein speziell ausgestattetes Schiff der Europ\u00e4ischen Raumfahrtbeh\u00f6rde ESA die Nachverfolgung.<\/p>\n<p>                &#8222;Garantierter Zugang zum All&#8220;                                    <\/p>\n<p>Mit dem Start der Galileo-Satelliten Nummer 33 und 34 durch den Raketenbetreiber Arianespace mache Europa einen wichtigen Schritt in Richtung \u201egarantierten Zugang zum All\u201c, ohne dabei auf externe Partner angewiesen zu sein, erkl\u00e4rte Toni Tolker-Nielsen, Leiter des ESA-Weltraumtransportprogrammes am Dienstag im Vorfeld des insgesamt erst f\u00fcnften Starts des neuen Tr\u00e4gerraketen-Typs.<\/p>\n<p>Erst mehr als vier Stunden nach dem Lift-off in S\u00fcdamerika erfolgt die finale Trennung der beiden Satelliten von der Oberstufe der Rakete. Es ist das erste Mal, dass man mit dem neuen Tr\u00e4gersystem Lasten in einen derart hohen Orbit bringt. Die beiden Satelliten sind jeweils rund 700 Kilogramm schwer und wurden von dem deutschen Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB SE gebaut.<\/p>\n<p>                Austro-Technologie f\u00fcr Ariane 6                                    <\/p>\n<p>Das Galileo-System wird regelm\u00e4\u00dfig von rund 4,5 Milliarden Nutzern weltweit genutzt. Das Service ist seit dem Jahr 2016 verf\u00fcgbar. Es handle sich um das erfolgreichste Weltraumprodukt Europas und sei dementsprechend \u201estrategisch und wirtschaftlich wichtig\u201c, betonte Christoph Kautz, Direktor f\u00fcr Raumfahrtpolitik, Satellitennavigation und Erdbeobachtung der EU-Kommission.<\/p>\n<p>Alle der nun 34 ins All geschickten Galileo-Satelliten sind mit einem Thermalschutz aus \u00d6sterreich ausgestattet. Entwickelt und gefertigt wurde es von der Wiener Weltraumfirma Beyond Gravity. Das Unternehmen produziert au\u00dferdem \u201edie Hochtemperaturisolierung f\u00fcr die Raketentriebwerke der unteren und oberen Stufe der Tr\u00e4gerrakete\u201c und den Mechanismus, der das Oberstufen-Triebwerk der Ariane-6-Rakete ausrichtet. In der Rakete stecken \u00fcberdies auch noch Technik und Know-how des Wiener Hightech-Unternehmens TTTech, von Test-Fuchs Aerospace Systems (N\u00d6), vom steirischen Unternehmen Hage Sondermaschinenbau sowie vom Stahlbearbeitungsunternehmen ISW und dem Edelstahlunternehmen B\u00f6hler. \u00d6sterreich ist eines von 13 an der Ariane-6-Rakete direkt beteiligten ESA-Mitgliedsl\u00e4nder.<\/p>\n<p>apa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um 6.01 Uhr mitteleurop\u00e4ischer Zeit sind am Mittwoch zwei Satelliten des europ\u00e4ischen Navigationssystems Galileo ins All abgehoben. 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