{"id":652090,"date":"2025-12-17T06:56:15","date_gmt":"2025-12-17T06:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652090\/"},"modified":"2025-12-17T06:56:15","modified_gmt":"2025-12-17T06:56:15","slug":"christliche-wohngemeinschaft-auf-dem-campus-kartause-interview-mit-martin-bock-leiter-der-melanchthon-akademie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652090\/","title":{"rendered":"Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause \u2013 Interview mit Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Gel\u00e4nde des Campus Kartause, dem ehemaligen Kart\u00e4userkloster in der K\u00f6lner S\u00fcdstadt, entsteht ein neues gemeinschaftliches Wohnprojekt: eine christliche Wohngemeinschaft. Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; bereits Anfang des kommenden Jahres k\u00f6nnen die ersten Mietvertr\u00e4ge geschlossen werden.<\/p>\n<p>Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, spricht dar\u00fcber, wie aus pers\u00f6nlichen geistlichen Erfahrungen, \u00f6kumenischer Spiritualit\u00e4t und dem Wunsch nach neuen gemeinschaftlichen Lebensformen die Vision einer christlichen Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause entstanden ist.<\/p>\n<p>Wie ist die Idee entstanden, auf dem Campus Kartause eine christliche Wohngemeinschaft aufzubauen?<\/p>\n<p><strong>Martin Bock:<\/strong> Das hat in meinem Kopf verschiedene Wurzeln: Zun\u00e4chst habe ich selbst mit kommunit\u00e4rem Leben positive Erfahrungen gemacht. W\u00e4hrend meines Studiums habe ich f\u00fcr ein Jahr in einer \u00f6kumenischen Wohngemeinschaft gelebt, die mit einem Benediktiner-Kloster verbunden war. Das gemeinsame Gebet und die vielen \u00f6kumenischen Erfahrungen, die hier zusammenflossen, haben mich sehr gepr\u00e4gt, und der Gedanke, ob ein modernes \u201agemeinsames Leben\u2018 weitgehend dem Katholizismus vorbehalten sein muss, hat mich immer wieder besch\u00e4ftigt. Dann erz\u00e4hlte mir der ehemalige K\u00f6lner Citykirchenpfarrer Bertold H\u00f6cker, der u.a. von der \u00a0skandinavischen lutherischen Theologie gepr\u00e4gt war, vor etlichen Jahren von seiner Vision, dass die Kartause, das ehemalige Kart\u00e4userkloster, doch eigentlich wieder ein evangelisches Stadtkloster beherbergen k\u00f6nnte. F\u00fcr ihn w\u00fcrde sich so \u201aein Bogen schlie\u00dfen\u2018. Zu Recht kn\u00fcpfte er an die vielen evangelischen Kommunit\u00e4ten an, die sich seit der Reformation bis in die Gegenwart auf unterschiedlichste Weise gebildet haben.<\/p>\n<p>Wie ging es weiter?<\/p>\n<p><strong>Martin Bock:<\/strong> Als dann der Vorstand des Ev. Kirchenverbandes den Stein f\u00fcr den Campus Kartause ins Rollen brachte, haben Bernhard Seiger und ich uns \u00fcber diese Fragen ausgetauscht und gemerkt, wie \u00e4hnlich unsere Gedanken dazu sind. Der Stadtsuperintendent hat den Impuls dann sehr konkret in die architektonischen Planungen eingebracht, die auch f\u00fcr das B\u00fcro Kaspar Kremer innovativ waren.\u00a0Zugleich haben wir zu diesem Zeitpunkt eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, in der sich Menschen treffen, die die Sehnsucht nach neuen\u00a0gemeinsamen Wegen in der Spiritualit\u00e4t verbindet. In dieser Weggemeinschaft ging es zun\u00e4chst um uns. Immer wieder \u2013 denn der Planungs- und Bauprozess f\u00fcr den Campus schritt voran \u2013 tauchte aber auch die Frage auf: Wer k\u00f6nnte die geplante christliche Wohngemeinschaft beleben, wer k\u00f6nnten ihre Initiator*innen sein? Wir haben im Lauf der letzten Jahre verschiedene Wohngemeinschaften nach K\u00f6ln eingeladen, uns ihre Gr\u00fcndungs- und Entwicklungsgeschichten erz\u00e4hlen lassen und versucht daraus zu lernen.\u00a0Der \u201aSchlussstein\u2018 war die Idee, das Wohnprojekt mit der Spiritualit\u00e4t der Iona-Community zu verkn\u00fcpfen. Nicht zuletzt deshalb, weil diese Spiritualit\u00e4t von einer \u201aneuen Sprache\u2018 lebt, die unsere heutigen Themen aufgreift und sie mit dem lebendigen Gott verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Was begeistert Sie pers\u00f6nlich an dieser Vision?<\/p>\n<p><strong>Martin Bock:<\/strong> Zun\u00e4chst muss ich sagen: Ich bin mir dessen bewusst, wie sehr diese Vision aus unseren sehr subjektiven (geistlichen) Erfahrungen herr\u00fchrt. Das macht sie angreifbar, weil sie vielleicht mit den Erfahrungen und mit den Sehns\u00fcchten anderer nicht zusammenpasst!\u00a0Und ich bin mir dessen bewusst, dass eine Wohngemeinschaft eigentlich von denen her wachsen muss, die das Wagnis \u201aZusammenwohnen\u2018 eingehen. Wir k\u00f6nnen also NICHT F\u00dcR ANDERE DENKEN UND PLANEN, sondern nur Rahmenbedingungen schaffen. Wir k\u00f6nnen mit der Einladung zu dem Projekt Worte setzen, die Sehns\u00fcchte freisetzen und ihnen \u201eFutter geben\u201c. Die Erfahrungen, die daraus beim gemeinsamen Leben entstehen, k\u00f6nnen wir nicht vorwegnehmen.\u00a0Deshalb ist es im Moment auch sehr wichtig, dass wir den Interessierten vermitteln: Wir lassen euch bei eurer Aufgabe, das gemeinsame Wohnen anzugehen und auszuprobieren, nicht allein! Wir stehen \u201ahinter euch\u2018, wohlwollend und zusammen mit Menschen, die Erfahrung in geistlicher Weggemeinschaft mitbringen.<\/p>\n<p>Gibt es bereits Interessierte?<\/p>\n<p><strong>Martin Bock:<\/strong> Ja, es gibt drei Menschen, die sich aus jeweils pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden sehr gut vorstellen k\u00f6nnen, in diesem christlichen Wohnprojekt mitzumachen. Das ist ein Wagnis, und ich habe davor gro\u00dfe Hochachtung. Aber die WG hat neun Pl\u00e4tze, und wir ben\u00f6tigen in den n\u00e4chsten Wochen mehr \u00d6ffentlichkeit, damit diese Botschaft m\u00f6glichst viele potentiell Interessierte erreichen kann.<\/p>\n<p>Mehr Infos:<\/p>\n<p>Die Wohnfl\u00e4chen der Appartements liegen zwischen 59 und 83 Quadratmetern inklusive anteiliger Gemeinschaftsr\u00e4ume. Der Mietpreis betr\u00e4gt voraussichtlich 18 Euro pro Quadratmeter zuz\u00fcglich Nebenkosten. Kontakt f\u00fcr Interessierte:\u00a0<a href=\"mailto:rinecker@melanchthon-akademie.de\">rinecker@melanchthon-akademie.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#\" rel=\"nofollow\" onclick=\"window.print(); return false;\" title=\"Printer Friendly, PDF &amp; Email\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/printfriendly-icon-lg.png\" alt=\"Print Friendly, PDF &amp; Email\" class=\"pf-button-img\" style=\"width: 25px;height: 25px;\"\/>Drucken<\/a><\/p>\n<p>Text: APK<br \/>Foto(s): Archiv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf dem Gel\u00e4nde des Campus Kartause, dem ehemaligen Kart\u00e4userkloster in der K\u00f6lner S\u00fcdstadt, entsteht ein neues gemeinschaftliches Wohnprojekt:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":652091,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[114377,19783,152811,29,10479,58024,30,152812,1420,10489,152813,1209,152814,152815,9341,152816],"class_list":{"0":"post-652090","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-campus-kartause-koeln","9":"tag-christliche-gemeinschaft","10":"tag-christliche-wohngemeinschaft","11":"tag-deutschland","12":"tag-evangelische-kirche-koeln","13":"tag-gemeinschaftliches-wohnen","14":"tag-germany","15":"tag-iona-community","16":"tag-koeln","17":"tag-melanchthon-akademie","18":"tag-neues-wohnen-kirche","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-oekumenische-spiritualitaet","21":"tag-spirituelles-leben","22":"tag-stadtkloster","23":"tag-wohnprojekt-kirche"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115733607249420970","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=652090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652090\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/652091"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=652090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=652090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=652090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}