{"id":652239,"date":"2025-12-17T08:27:12","date_gmt":"2025-12-17T08:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652239\/"},"modified":"2025-12-17T08:27:12","modified_gmt":"2025-12-17T08:27:12","slug":"welche-kuerzungen-den-muenchner-kultur-institutionen-drohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652239\/","title":{"rendered":"Welche K\u00fcrzungen den M\u00fcnchner Kultur-Institutionen drohen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Alles was gek\u00fcrzt wird, hat dramatische Auswirkungen, da geht&#8217;s dann auch um die Existenz&#8220;, sagt Tilman Dost. Er ist Intendant der M\u00fcnchner Symphoniker. Insgesamt hat das Orchester ein Budget von 4,5 Millionen Euro. Rund 3,3 Millionen kommen vom Freistaat Bayern, 700.000 Euro von der Stadt M\u00fcnchen, der Rest wird durch Sponsoring und die eigenen Einspielergebnisse gedeckt. Ob und wieviel bei dem Orchester gek\u00fcrzt wird, ist noch unklar. Viel Spielraum sieht Dost nicht. &#8222;Es gibt ja immer Mittel und Wege, aber ich m\u00f6chte es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.&#8220;<\/p>\n<p>Lenbachhaus soll 600.000 Euro einsparen <\/p>\n<p>18 Millionen Euro sollen die M\u00fcnchner Kulturinstitutionen insgesamt einsparen. Wie diese Summe genau zusammenkommen soll, dar\u00fcber wird heute im Stadtrat beraten. Das M\u00fcnchner Lenbachhaus hat schon eine relativ konkrete Zahl auf dem Tisch liegen. Fast 600.000 Euro soll das Museum einsparen. In einer schriftlichen Mitteilung an den BR hei\u00dft es, dass man gerade eruiere, wie man diese Einsparsumme erbringen k\u00f6nne. Problematisch sei allerdings, &#8222;dass wir in den letzten Jahren die konkreten Einsparsummen immer erst kurz vor Jahresbeginn erhalten haben, zu einem Zeitpunkt, an dem die Programmplanung bereits l\u00e4ngst abgeschlossen ist&#8220;. Denn Ausstellungsprojekte haben in der Regel einen Vorlauf von mehreren Jahren.<\/p>\n<p>Seit Jahren Spardruck <\/p>\n<p>Das Lenbachhaus verweist zudem darauf, dass schon <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/kultur\/muenchner-sparplaene-wie-viel-kuerzungen-vertraegt-die-kultur,URT6X7B\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seit Jahren die Mittel gek\u00fcrzt <\/a>worden seien. Mit Ausnahme von 2023 seien seit 2020 Jahr f\u00fcr Jahr 9 Prozent der Sachmittel eingespart worden. S\u00e4mtliche Optimierungsm\u00f6glichkeiten wie Einsatzzeiten des Wach- oder Kassenpersonals seien mittlerweile ausgesch\u00f6pft, hei\u00dft es auf BR-Anfrage. &#8222;Weitere drastische K\u00fcrzungen im Haushalt w\u00fcrden daher zwangsl\u00e4ufig zu einer deutlichen Reduzierung unseres Angebots f\u00fchren, sowohl was unser Programm betritt, wie auch im Hinblick auf unsere \u00d6ffnungszeiten oder \u00d6ffnungstage.&#8220;<\/p>\n<p>Auch die Kammerspiele m\u00fcssen sparen <\/p>\n<p>Auch die M\u00fcnchner Kammerspiele m\u00fcssen in der laufenden Spielzeit wohl mit weniger Geld rechnen. Die Zusch\u00fcsse werden voraussichtlich um 2,6 Millionen Euro gek\u00fcrzt, erz\u00e4hlt Viola Hasselberg, stellvertretende Intendantin des Hauses. Die Stadt und das Theater seien sich aber einig, &#8222;dass der Spielbetrieb in der geplanten Form aufrechterhalten werden soll&#8220;.  Die K\u00fcrzungen w\u00fcrden am Ende der Spielzeit &#8222;in ein Defizit&#8220; flie\u00dfen. &#8222;Damit m\u00fcssen die Kammerspiele in der mittelfristigen Finanzplanung dann umgehen.&#8220;<\/p>\n<p>Wie genau man dann damit umgehen wird, das werde sich noch zeigen. Derzeit sei man dabei, die Strukturen und Kosten zu \u00fcberpr\u00fcfen und versuche auch die eigenen Einnahmen zu erh\u00f6hen, sagt Hasselberg. Man pr\u00fcfe alle Optionen, aber es gebe eben auch Grenzen. Bei den Verhandlungen \u00fcber weitere Sparrunden m\u00fcsse man sich allerdings eine Frage stellen: &#8222;Welches Theater der Stadt soll es auf der Maximiliansstra\u00dfe zuk\u00fcnftig geben.&#8220;<\/p>\n<p>Eine eigene Wahlliste f\u00fcr die Kultur<\/p>\n<p>Denn wenn Angebote erst einmal gestrichen sind, verschwinden sie oft dauerhaft, sagt Dost von den M\u00fcnchner Symphonikern. Zumal nicht abzusehen sei, dass sich die finanzielle Lage der Stadt so schnell verbessert. &#8222;Die Vermutung ist ja, dass der Kulturhaushalt auf dem Stand, auf dem er ist, mindestens eingefroren wird.&#8220; Weil aber die Kosten \u00fcberall steigen, bedeute das im Umkehrschluss &#8222;eine dramatische Verknappung der Ressourcen&#8220;. <\/p>\n<p>\u00c4hnlich sieht das auch Kathrin Sch\u00e4fer. Gemeinsam mit Christiane Pfau hat sie das B\u00fcndnis Kultur ins Leben gerufen, um mit einer eigenen Liste bei der Stadtratswahl am 8. M\u00e4rz 2026 anzutreten. So wollen sie der Kultur eine Stimme geben. Die Sparma\u00dfnahmen sieht sie kritisch. Denn dadurch werde das, &#8222;was in den letzten Jahren aufgebaut und bezahlt wurde&#8220;, kaputt gemacht. &#8222;Auch in der Kultur braucht man Planungssicherheit. Jetzt werden gewachsene Strukturen zerst\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Alles was gek\u00fcrzt wird, hat dramatische Auswirkungen, da geht&#8217;s dann auch um die Existenz&#8220;, sagt Tilman Dost. 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