{"id":652738,"date":"2025-12-17T13:10:35","date_gmt":"2025-12-17T13:10:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652738\/"},"modified":"2025-12-17T13:10:35","modified_gmt":"2025-12-17T13:10:35","slug":"kritische-anmerkungen-zur-entwicklung-auf-turley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652738\/","title":{"rendered":"Kritische Anmerkungen zur Entwicklung auf Turley"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was ist los auf Turley?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Kommentar auf Achim Judts Interview in der Stadtteilzeitung \u201eHerzogIn\u201c <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/herzogenried.de\/das-herzogenried\/herzogin-die-stadtteilzeitung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/herzogenried.de\/das-herzogenried\/herzogin-die-stadtteilzeitung\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kommunalinfo-mannheim.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley1-rotated.jpg\" rel=\"lightbox[35409] noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35410\" class=\"wp-image-35410 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley1-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-35410\" class=\"wp-caption-text\">MWSP: Werbung in eigener Sache<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der Denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude auf Turley und des ganzen ehemaligen Kasernengel\u00e4ndes sind mittlerweile Spekulationsgebiet. Jeder, der hinschaut kann das sehen.<\/p>\n<p>Dazu hat die MWSP (Mannheimer Projektentwicklungsgesellschaft f\u00fcr Wohn- und Stadtentwicklung) mit der Einbeziehung des sogenannten \u201eAnkerinvestors\u201c Tom Bock ma\u00dfgeblich beigetragen. Dies und fehlende vertragliche Vereinbarungen sind die ersten initiale Beitr\u00e4ge und Startschuss zur Spekulation auf Turley. Damit bleibt auch die Verantwortung f\u00fcr die l\u00e4dierte Zukunftsperspektive des Stadtteils an der MWSP h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Auch wenn Herr Judt versucht, mit inzwischen stattgefundenen bereits mehrfachen Weiterverk\u00e4ufen zu argumentieren, um die heutige Verantwortung der MWSP zu verneinen. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der \u00fcber den ganzen Prozess verantwortlich beteiligt war, kann er sich hier keinen \u201eschlanken Fu\u00df\u201c machen. Schlie\u00dflich war es zu Beginn der Konversion genau dies die erkl\u00e4rte zentrale Aufgabe der MWSP, die Konversion entsprechend zu begleiten und um diese heutigen Wildw\u00fcchse zu verhindern. Was damals auch vom Konversionsbeauftragten Herrn Hummel, zun\u00e4chst einigerma\u00dfen glaubhaft, vertreten wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kommunalinfo-mannheim.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley2.jpg\" rel=\"lightbox[35409] noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35411\" class=\"wp-image-35411 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley2-400x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-35411\" class=\"wp-caption-text\">Leerst\u00e4nde \u2013 an den Klingelschildern abzulesen<\/p>\n<p>Was ist da los auf Turley? Ja, es stimmt, 3 von urspr\u00fcnglich aber 5 gemeinschaftlichen gestarteten Wohnungsinitiativen haben es vor zehn Jahren geschafft. Gegen den Druck des Ankerinvestors konnte nach dem Modell des Mietsh\u00e4user Syndikats f\u00fcr ca. 110 Personen dauerhaft Bezahlbarer Wohnraum abgetrotzt und geschaffen werden. Ein Altbau und zwei Neubauten, die damit auch dauerhaft der Spekulation entzogen sind. Die Mieten sind an den realen Kosten orientiert (dabei fast teilweise halb so teuer wie umliegend die Nachbargeb\u00e4ude!), statt von Renditeerwartungen bestimmt. Kommende \u00dcbersch\u00fcsse, die durch die Mieten nach Abzahlung der Bankkredite entstehen, flie\u00dfen \u00fcber die Mietsh\u00e4user Syndikats Stiftung wiederum vermehrt in Bezahlbaren Wohnraum. Insofern sind, anders als Herr Judt es beschreibt, in Mannheim <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-35412 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley3-400x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\"  \/>damals nicht nur die ersten selbstverwalteten Wohnprojekte in Mannheim entstanden. Es sind auch, und das leider aber bis heute, die einzigen Gemeinwohlorientierten Wohnprojekte. Vielleicht hat er den Unterschied bis heute nicht verstanden. Oder will ihn nicht verstehen. Denn ansonsten h\u00e4tte sich das in der weiteren Politik der MWSP auf Franklin (ESPERANZA) und auf Spinelli (MAvanti) in der Vergabe der Konversionsfl\u00e4chen mit derselben F\u00f6rderung wie auf Turley niederschlagen k\u00f6nnen. Die Mietsh\u00e4user Syndikate in Mannheim werden unter gemeinschaftlich, bestenfalls eben selbstverwaltet subsumiert. <\/p>\n<p>Gemeinwohl aber, als Petrischale f\u00fcr Bezahlbaren Wohnraum, ist bis heute in der Mannheim Stadtverwaltung leider immer noch kein F\u00f6rderkriterium. Herrn Judts Begriff von Gemeinwohl hingegen ist es, wenn ein Investor auch einen Kindergarten baut. Damit redet er den Begriff ganz in einem neoliberalen Sinn klein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kommunalinfo-mannheim.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley3-Baustellen-ueber-Baustellen.jpg\" rel=\"lightbox[35409] noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35413\" class=\"wp-image-35413 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley3-Baustellen-ueber-Baustellen-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-35413\" class=\"wp-caption-text\">Baustellen \u00fcber Baustellen<\/p>\n<p>Die Judtsche Realit\u00e4t scheint sich im Lauf der Berufsjahre innerhalb der Konversion sowieso immer weiter verschoben zu haben. Es liegt ein gro\u00dfer Spagat zwischen manchen Veranstaltungen zu Beginn der Konversion (\u201eDemokratie und B\u00fcrgerbeteiligung 1968\u201c) bis hin zur heutigen pers\u00f6nlichen Begeisterung bei Spatenstichen von reinen Investorenprojekten, etwa den HOME-Geb\u00e4uden. Mit Warmmieten bei ca. 20\u20ac, Baukosten zwischen 6000 und 9000\u20ac pro Quadratmeter. Nur, wenn man sich solche Entwicklungen als Mehrwert f\u00fcr Mannheim sch\u00f6nredet, ist klar, wie man mit den \u201eSchwierigkeiten\u201c im Job fertig werden kann. Dieser Gradmesser f\u00fcr auch den pers\u00f6nlichen Erfolg wird mit dem st\u00e4ndigen Ausverkauf der Konversionsfl\u00e4chen bezahlt.<\/p>\n<p>Wer glaubt, dass es zusammen mit der MWSP um Schaffung und Sicherstellung von Bezahlbarem Wohnraum geht? Es ist belegbar, wie unter der MWSP kontinuierlich die Bodenpreise auf den Konversionsfl\u00e4chen in die H\u00f6he geschraubt wurden. Und das ist einfach das diametrale Gegenteil von und toxisches Gift f\u00fcr Bezahlbaren Wohnraum. Das Gegenteil auch von zukunftstr\u00e4chtigen Ideen wie Bodenfonds. St\u00e4dtebauliche Blicke von Seiten der Architektenkammer oder anderen wohnungspolitisch Interessierten nach Ulm oder Wien kann man so getrost vergessen. Es gibt in Mannheim f\u00fcr so etwas einfach kein Umfeld. Nicht zuletzt wegen der MWSP.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-35414 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley4-Baustellen-ueber-Baustellen-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"  \/>F\u00fcr die MWSP sind Immobilien, Grundst\u00fccke, Wohnungen tats\u00e4chlich Handelsmasse. Wir sind sehr lange dem Trugschluss aufgesessen, die MWSP als irgendwie st\u00e4dtische Firma m\u00fcsse doch anders ticken. Als Mietsh\u00e4user Syndikate sagen wir \u201eWohnraum darf nicht Ware sein\u201c! Die MWSP lebt davon!<\/p>\n<p>Das Desaster mit Tom Bock auf Turley ist f\u00fcr den Newcomer Judt ein Wendepunkt, ein vielleicht traumatisches Erlebnis gewesen. Sowas w\u00fcnscht man niemand. Insofern verst\u00e4ndlich, dass die MWSP alle Verantwortung jetzt endlich von sich weisen will, das alles hinter sich lassen will. Wenn man genau hinh\u00f6rt: st\u00e4dtische Sprecher benennen auch die Insolvenz von Tom Bock als Ursache f\u00fcr das jetzt bald 12- j\u00e4hrige Desaster. Die Rolle der MWSP und auch die vor allem des Gemeinderats wird \u00fcberhaupt nicht mehr erw\u00e4hnt. Es mag auch tats\u00e4chlich sein, dass durch weitere Wiederverk\u00e4ufe der direkte Einfluss der MWSP nicht mehr vorhanden ist. Aber was hei\u00dft das f\u00fcr den Stadtteil und Mannheim? Wer tritt jetzt an die Stelle der MWSP und bringt Klarheit auf Turley? Der Gemeinderat? Engagiert sich allen voran die SPD, die damals Tom Bock mit auf die Schilde hob? Hat der Gemeinderat mit der jetzt rechten Mehrheit \u00fcberhaupt die Kraft und den Willen hier etwas zu ver\u00e4ndern? Oder l\u00e4sst man die Spekulation jetzt laufen?<\/p>\n<p>Auf Baufeld 4 und jetzt 5 ist das Kind l\u00e4ngst in den Brunnen gefallen. Durch den damaligen Weiterverkauf von Tom Bock sind diese beiden Gel\u00e4nde zum Investor Fortoon gekommen. Zwar gelang es den st\u00e4dtischen Vermittlern, die von Bock urspr\u00fcnglich geplanten Lofts im Nachgang in eine Vielzahl von kleineren Wohnungen umzuplanen. Aber durch die ge\u00e4nderten Besitzverh\u00e4ltnisse ist die Stadt eher im Rang eines Bittstellers. Es ist etwas verunsichernd, wenn die anwesenden Investoren bei der AUT-Sitzung am 9. 12. gefragt werden, ob die neu geplanten Wohnungen als Mietwohnungen im Bestand bleiben. Die treuherzige Antwort ist ja. Sollte so etwas nicht Bestandteil von Vertr\u00e4gen sein? \u00dcber die der Gemeinderat eigentlich Bescheid wissen sollte? War da nicht mal was mit fehlender vertraglicher Absicherung? <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kommunalinfo-mannheim.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley5-Baustellen-ueber-Baustellen.jpg\" rel=\"lightbox[35409] noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35415\" class=\"wp-image-35415 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/09-Bild-Turley5-Baustellen-ueber-Baustellen-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\"  \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-35415\" class=\"wp-caption-text\">Ehemalige Reithalle \u2013 steht mal wieder zum Verkauf an<\/p>\n<p>\u00dcber 500 Wohnungen werden hier am Ende stehen. Auch eine 30%ige Sozialquote wurde hier erreicht, also 30% gef\u00f6rderte Wohnungen. Nat\u00fcrlich gibt es angesichts der Mannheimer Wohnungsnot niemand, der das Projekt ablehnt. Die \u00fcbrigen 70% dieser sehr dichten, sprich lukrativen Bebauung sind eine reine Gelddruck- und Umverteilungsmaschine von Arm nach Reich. 10 Stockwerke hoch oder 7 und 6-geschossig darf gebaut werden. Mit dieser ungewohnten Verdichtung liefert die Stadt wohl ausreichend Profitbasis! Dazu wieder das Sahneh\u00e4ubchen eines Stellplatzschl\u00fcssels von 0,8. Mit diesen Bedingungen d\u00fcrfte Fortoon \u00e4u\u00dferst gl\u00fccklich sein.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen: geht man von den zu zahlenden Mieten des bereits fertig gestellten Baufeld 4 aus, dann werden die Quadratmeterpreise wieder bei 15 bis 17\u20ac landen. Wer hier wohnt und normal verdient wird allein durch die Miete \u00e4rmer. Gleichzeitig wird in Zukunft der Mietspiegel in Mannheim weiter nach oben gedr\u00fcckt. Drittens werden die hohen Mieten mit kommunalen Wohngeldzahlungen abgefedert werden, dazu kommt das n\u00f6tige Geld direkt von der Stadt. Nach dem Auslaufen der Bindung (wie lange ist die Frist?) der mit Landesmitteln gef\u00f6rderten Wohnungen werden auch in den gef\u00f6rderten Wohnungen die Mieten auf das Niveau der 70% steigen.<\/p>\n<p>Die derzeitig gefeierte Schaffung von Wohnraum bedeutet f\u00fcr die Mannheimer Bev\u00f6lkerung und die Stadt also eine langfristige Abh\u00e4ngigkeit. Sahle, Fortoon\u2026 die Liste der Profiteure aus der Arbeit der MWSP wird l\u00e4nger, setzt sich mit Hilfe der MWSP immer mehr in Mannheim fest. Dabei h\u00e4tten wir durch die Institution MWSP, damals beigeordnet dem OB, vor genau dieser Entwicklung bewahrt werden sollen. Dass dieses System aber nicht funktioniert, liegt vor allem an dem damaligen Gemeinderat, die rechte Mehrheit forderte eine schwarze Null bei der Entwicklung. Heute leben wir mit den Folgen. <\/p>\n<p>Im Bestand rotten die Geb\u00e4ude 4 (geplantes Hotel) und die Reithalle (Turleyplatz 28-34) seit Jahren weiter vor sich hin. Die von Herrn Judt angesprochenen Baugenehmigungen f\u00fchrte zumindest bei der Reithalle nur dazu, dass man jetzt wieder einen neuen K\u00e4ufer sucht. Mit dem Erreichen der Baugenehmigung hat der Besitzer das Geb\u00e4ude offiziell weitergetrieben \u2013 blo\u00df ein Steuertrick.<\/p>\n<p>Es sollte inzwischen klar geworden sein, dass es hier nur um Spekulation durch Zeitgewinn und damit gestiegene Preise geht. Schlimmer noch: auch das bereits einmal bezogene Geb\u00e4ude 11 und 12 steht bereits seit einiger Zeit wieder zur H\u00e4lfte leer, sehr leicht an den Klingelschildern und den abends dunkel bleibenden Fenstern zu erkennen. Also nicht nur keine Bauentwicklung, sondern im Gegenteil gleichzeitig wachsender Leerstand. Droht bereits ein Weiterverkauf?<\/p>\n<p>Die Frage ist, wie lange will sich das Bauamt \/die Stadtentwicklung diesen Stillstand und R\u00fcckentwicklung noch weiter ansehen? Welche Perspektiven tr\u00e4umt man sich hier zusammen? Glaubt jemand ernsthaft an die Saga der Wirtschaftlichkeit eines x-ten Hotels? Einer noch so \u00fcberragenden hochpreisigen italienischen Gastronomie?<\/p>\n<p>Heutzutage \u2013 bei wenig Geld in den Hosentaschen der Meisten, bei knappen Mitteln? Wann sagt endlich mal jemand Stopp zu diesen Pl\u00e4nen \u2013 und rettet damit die Entwicklung auf Turley? Die MWSP hat sich bereits selbst aus der Verantwortung verabschiedet. Wer setzt sich jetzt als n\u00e4chster verantwortlich den Hut auf? Herr Eisenhauer selbst? Ein Ende des ewigen Doppelpassspiels w\u00e4re tats\u00e4chlich gut, k\u00f6nnte Bewegung in die festgefahrene Situation bringen.<\/p>\n<p>Es ist ja nicht so, dass es f\u00fcr die Geb\u00e4ude keine sinnvollen Ideen g\u00e4be. Das Geb\u00e4ude 4 w\u00fcrde sich mit seiner Verschachtelung und der Anbindung an \u00f6ffentliche Verkehrsmittel wunderbar f\u00fcr ein Mannheimer Vorreitermodell eines Housing First Projekts eignen, wie es erst vor ein paar Jahren schon von der wohnungspolitischen Gruppe WoPoFo in Mannheim gefordert wurde. Das k\u00f6nnte doch f\u00fcr Herrn Ammer (Zust\u00e4ndigkeit Vulnerable Gruppen) interessant sein.<\/p>\n<p>Utopisch? Nicht finanzierbar angesichts eines knappem Stadthaushaltes? Es kommt der Tag, an dem verantwortliche OBs jeder Kommune die Einf\u00fchrung einer Milliard\u00e4rs- und Reichensteuer vertreten, unabh\u00e4ngig von ihrer politischen Ausrichtung. Einfach, weil es nicht anders geht, nur damit wird sich die miserable Lage der Stadt und ihrer B\u00fcrgerInnen \u00e4ndern lassen.<\/p>\n<p>Die Reithalle k\u00f6nnte l\u00e4ngs und dann acht mal quer geteilt werden: 16 sehr gro\u00dfz\u00fcgige Wohnungen f\u00fcr gro\u00dfe Familien oder WGs k\u00f6nnten so entstehen. Mit sehr guten Architekten und \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert vielleicht dann sogar mit einer Landung im Bezahlbaren Bereich. Auf jeden Fall mit der sichern Perspektive einer durchs Wohnen dauerhaften Nachfrage und Abzahlung der Finanzierung. Allerdings werden die Bedingungen durch jeden Weiterverkauf teurer und Sinnvolles damit immer schwieriger zu erreichen. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Turleyplatz 7 gibt es auch bereits seit langem und inzwischen auch beachtete innovative Ideen. F\u00fcr 25 Personen k\u00f6nnte hier selbstverwalteter Wohnraum nach dem Modell des Mietsh\u00e4user Syndikats entstehen. Neu am Stand dieser Projektidee: das Amt f\u00fcr Denkmalschutz ist diesbez\u00fcglich nicht v\u00f6llig abweisend! <\/p>\n<p><b>Zum Thema Verkehr<\/b><\/p>\n<p>Lange her, dass die MWSP sich selbst promotend auch mal einen Reisebus f\u00fcr Interessierte zum Vauban Gel\u00e4nde nach Freiburg bezahlt hat. Wie funktioniert ein Autofreier Stadtteil, wie kann ein Zentrum durch die B\u00fcrgerInnen kosteng\u00fcnstig genutzt werden. Das war ganz schnell vom Tisch, als Tom Bock als Autoaffiner Italiener Ankerinvestor wurde. Jedenfalls wurde das so gesagt. So schnell vom Tisch, dass von heute aus bezweifeln ist, dass die MWSP jemals dabei mitgegangen w\u00e4re. <\/p>\n<p>Die buchst\u00e4blich jahrelange laute ehrenamtliche Kleinarbeit der Hausprojekte (damals die einzigen Engagierten auf Turley, gut unterst\u00fctzt von Wolfgang Raufelder) hat dann den Ausbau der Fritz-Salm-Stra\u00dfe auf eine Kapazit\u00e4t von f\u00fcr 3000 Pkw pro Tag verhindert. Leider zeigte die MWSP sp\u00e4ter keinerlei nachhaltiges Interesse an der Umsetzung der Durchfahrts- und Parkverbotsregelungen. Heute haben sich vielf\u00e4ltige Schleichwege aus dem Ulmenwegviertel und dem neue Baufeld 4 entwickelt. Nachsorge der Pl\u00e4ne? Fehlanzeige.<\/p>\n<p>Endlich ist es inzwischen offiziell auf einer AUT Sitzung zu h\u00f6ren, dass die vermaledeite Tiefgarage unter dem Turleyplatz nicht gebaut wird. Heureka! Das w\u00e4re auch vor 10 Jahren mit Tom Bock bereits \u00f6konomisch und \u00f6kologisch ein Fehler gewesen. Man vermisste jederzeit das Engagement und die Haltung dagegen allerm\u00f6glichen Parteien. Wenn es um gro\u00dfe Investitionen wie auf Baufeld 5 geht, dann ist inzwischen auch der Stellplatzschl\u00fcssel von 0,8 auf Turley diskutierbar. Das h\u00e4tten die Wohnprojekte vor 10 Jahren auch gebrauchen k\u00f6nnen. Was ist heute an der Situation eigentlich anders? LTK ist richtigerweise auf der H\u00f6he der Zeit und fordert den Faktor 0,6.<\/p>\n<p>Mittlerweile kann man es typische MWSP-Manier nennen, wie durch eine schnelle Abstimmung und Intransparenz an allen BewohnerInnen vorbei im Gemeinderat versucht werden soll, fast 25% des Turleyplatzes als oberirdische Stellpl\u00e4tze f\u00fcr PKW zu verwenden. Dabei schiebt die MWSP die neue Bebauung auf Baufeld 5 als Grund vor. Eigentlich geht es aber um die Stellpl\u00e4tze f\u00fcrs Casino und die Reithalle, falls die doch mal etwas werden sollte. Dass die Nutzung der weiteren Parkplatzreihe derzeit als noch offen bezeichnet wird, ist blo\u00df eine Nebelkerze zur Eingew\u00f6hnung. Vermutlich ist das auch der Grund, warum es seit Jahren so lahm mit dem Casino weitergeht, jetzt wieder der r\u00e4tselhafte Baustopp. Die MWSP rechnet also in jedem Fall mit einer Beparkung des Turleyplatzes.<\/p>\n<p>Dabei gibt es auch andere M\u00f6glichkeiten. Auf dem Grundst\u00fcck Turleyplatz 3 und 4 (Besitzer MWSP) k\u00f6nnte eine \u2013 sp\u00e4ter wieder demontierbare Hochgarage entstehen. Damit k\u00f6nnten auch in Zukunft alle erforderlichen Stellpl\u00e4tze nachgewiesen werden. Diesen Schritt will die MWSP aber nicht gehen. <\/p>\n<p>Denn das w\u00e4re f\u00fcr sie mit Kosten verbunden. Die Parkpl\u00e4tze auf dem Turleyplatz werden als unab\u00e4nderlich dargestellt. Die billigste L\u00f6sung!<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnenswert vielleicht noch, dass ausgerechnet die Gr\u00fcnen f\u00fcr die Stellpl\u00e4tze auf der Turleywiese gestimmt haben!? Allgemeine Erkenntnis auch: das Parken oberirdisch muss etwas kosten, sonst bleiben die bereits gebauten Tiefgaragen noch viel sinnloser, weil ungenutzt.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch die Nutzung der Tiefgaragen vorschreiben? Da Fortoon jetzt auch mit 50% Leerstand rechnet, sollte das f\u00fcr die MieterInnen doch kaum teurer werden? Ist f\u00fcr 40\u20ac zu vermieten mit Einnahmen nicht besser als f\u00fcr 85\u20ac oder mehr ohne Einnahmen? Da sollte der Investor mal nachrechnen. K\u00f6nnte nicht auch ein Teil der leerstehenden Parkgaragen nicht nur auf Turley, sondern auch z.B. im Herzogenried, st\u00e4rker beworben werden, evt. g\u00fcnstiger angeboten werden? Der Besitzer der Parkgaragen im Herzogenried ist \u00fcbrigens die st\u00e4dtische Wohnungsbaugesellschaft GBG. <\/p>\n<p>Wer weniger Blech auf der Stra\u00dfe will, muss etwas daf\u00fcr tun, das es weniger Autos und daf\u00fcr Alternativen gibt. Die Haltestelle Eisenlohrstra\u00dfe darf nicht erst 2030, sondern muss \u2013 mit \u00dcbergang zum Stadtteil Wohlgelegen \u2013 wie schon von Herrn Eisenhauer mal versprochen, unbedingt 2027 kommen!<\/p>\n<p>G\u00fcnter Bergmann<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kommunalinfo-mannheim.de\/2025\/12\/17\/kritische-anmerkungen-zur-entwicklung-auf-turley\/?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\"\/>Beitrag drucken<\/a>          <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was ist los auf Turley? 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