{"id":652879,"date":"2025-12-17T14:28:20","date_gmt":"2025-12-17T14:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652879\/"},"modified":"2025-12-17T14:28:20","modified_gmt":"2025-12-17T14:28:20","slug":"krisenresilienz-hat-fuer-landesregierung-prioritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/652879\/","title":{"rendered":"Krisenresilienz hat f\u00fcr Landesregierung Priorit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Sitzung des Gremiums, das Vertreter der Landesverwaltung mit Vertretern von Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) aus Hessen zusammenbringt, wurde mit der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG das 1.000 Mitglied in der Unabh\u00e4ngigen Partnerschaft KRITIS (UP KRITIS) begr\u00fc\u00dft. In der \u00f6ffentlich-privaten Kooperation, in der Hessen die Vertretung aller L\u00e4nder \u00fcbernimmt, arbeiten Erbringer Kritischer Dienstleistungen aus ganz Deutschland, Verb\u00e4nde und zust\u00e4ndige Beh\u00f6rden daran, in den Bereichen physische Sicherheit und Cybersicherheit die Verf\u00fcgbarkeit von Dienstleistungen von KRITIS sicher zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Innen- und Heimatschutzminister Roman Poseck unterstrich vor diesem Hintergrund die Notwendigkeit, die Widerstandsf\u00e4higkeit bzw. Resilienz von Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung f\u00fcr das staatliche Gemeinwesen weiter zu steigern: \u201eDer\u00a0russische Angriff auf die Ukraine hat die milit\u00e4rische Bedrohungslage f\u00fcr Europa nachhaltig ver\u00e4ndert. Neben dem Szenario eines Spannungs- oder Verteidigungsfalls sehen wir bereits hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe, Sabotageakte oder Desinformationskampagnen. Sie zielen zum Beispiel darauf ab, zentrale Lebensadern unseres Gemeinwesens zu sabotieren, das Vertrauen in den Staat zu erodieren oder uns als Gesellschaft weiter zu spalten. Gleichzeitig nehmen Extremwetterereignisse zu. Kritische Infrastruktur steht dabei besonders im Fokus.<\/p>\n<p>Auf die neue Bedrohungslage reagieren und die Resilienz st\u00e4rken<\/p>\n<p>Unsere digital vernetze Gesellschaft und die Grundlagen unserer Lebensf\u00fchrung, wie Strom, Wasser, Internet, Lieferketten und wichtige Einrichtungen des Staates wie die Polizei, sind verletzlich. Zuletzt wurden zum Beispiel vermehrt Drohnen\u00fcberfl\u00fcge \u00fcber Einrichtungen wie Flugh\u00e4fen, Industrieparks, R\u00fcstungsunternehmen sowie Milit\u00e4rliegenschaften festgestellt. Hier droht das Aussp\u00e4hen von sensiblen Informationen, die auch unsere innere Sicherheit gef\u00e4hrden k\u00f6nnen. Hessen setzt hier auf die Ausstattung der Sicherheitsbeh\u00f6rden, um auf die neuen Gefahren zu reagieren. Dazu geh\u00f6rt vor allem die Abwehr und Detektion von Drohnen. Die Polizei Hessen ist hier bereits gut aufgestellt und will darauf in den kommenden Jahren aufbauen; daf\u00fcr stehen rund zehn Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Insgesamt m\u00fcssen Bund und L\u00e4nder auf die neue Bedrohungslage reagieren und die Resilienz st\u00e4rken. Hier geht Hessen unter anderem mit seinem Engagement in der UP KRITIS voran. Auch dar\u00fcber hinaus arbeiten wir mit Nachdruck daran, die Resilienz der Lebensadern unseres Gemeinwesens weiter zu erh\u00f6hen. Allen voran ist an dieser Stelle der Katastrophenschutz zu nennen, der in Hessen vorbildlich ausgestattet ist.<\/p>\n<p>Ich begr\u00fc\u00dfe es sehr, dass die OVAG, die rund 750.000 Menschen in Mittelhessen und im Rhein-Main-Gebiet mit Trinkwasser versorgt, nun als 96. hessische Organisation Teil der UP KRITIS ist. Damit ziehen in der UP KRITIS nun insgesamt 1.000 Einrichtungen von Staat und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang, um f\u00fcr unser Gemeinwesen essentielle Infrastrukturen noch resilienter zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Hessen m\u00f6glichst krisenresilient aufstellen<\/p>\n<p>Innenstaatsekret\u00e4r Martin R\u00f6\u00dfler hie\u00df im Hessischen Ministerium des Innern, f\u00fcr Sicherheit und Heimatschutz die Mitglieder des Runden Tischs KRITIS und die G\u00e4ste der Begr\u00fc\u00dfung des 1.000\u00a0Mitglieds der UP KRITIS \u2013 darunter auch Vertreter des Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) \u2013 willkommen. Dabei stellte er die umfassenden Ma\u00dfnahmen der Landesregierung zur St\u00e4rkung der Krisenresilienz heraus: \u201eAn unserem Runden Tisch KRITIS bringen wir regelm\u00e4\u00dfig Betreiber Kritischer Infrastrukturen in Hessen zusammen, um gemeinsam mit ihnen eine dauerhaft sichere und zuverl\u00e4ssige KRITIS zu gew\u00e4hrleisten. Ich danke in diesem Zusammenhang auch dem BSI, das die Gremien innerhalb der UP KRITIS mit seiner Expertise unterst\u00fctzt und deren organisatorische Gesch\u00e4ftsstelle betreibt.<\/p>\n<p>Die Landesregierung arbeitet auf verschiedenen Ebenen daran, Hessen m\u00f6glichst krisenresilient aufzustellen. So haben wir 2023 einen Hessischen Sicherheits- und Resilienzrat geschaffen, in dem alle Ressorts der Landesverwaltung vertreten sind. Die von dem Gremium beschlossene Hessische Resilienzstrategie zielt darauf ab, bestehende Ma\u00dfnahmen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen zusammenzuf\u00fchren, Schwachstellen zu identifizieren und die Handlungsf\u00e4higkeit in Krisenlagen sicherzustellen. Zahlreiche konkrete Ma\u00dfnahmen wurden in diesem Zusammenhang schon angesto\u00dfen oder umgesetzt, etwa hinsichtlich der zivilen Alarmplanung, der technischen Kommunikation zwischen Beh\u00f6rden oder der Orientierung an Referenzszenarien. Ein Schwerpunkt lag und liegt bei alledem auf einem m\u00f6glichen Verteidigungsszenario. Dar\u00fcber hinaus haben wir einen ,Gemeinsamen Sicherheitsdialog\u2018 ins Leben gerufen. Dabei kommen Vertreter der Ministerien und Sicherheitsbeh\u00f6rden, der Bundeswehr und US-Streitkr\u00e4fte sowie der Wirtschaft zusammen, um \u00fcber aktuelle Herausforderungen zu sprechen und Schl\u00fcsse zu ziehen. Mit diesen und anderen Ma\u00dfnahmen wappnen wir Hessen entschlossen gegen k\u00fcnftige Krisen.\u201c<\/p>\n<p>Fruchtbare Zusammenarbeit von Staat &amp; Wirtschaft im Bereich physischer &amp; digitaler Sicherheit<\/p>\n<p>\u201eDer BSI-Lagebericht 2025 hat deutlich gemacht, wie gro\u00df die digitale Angriffsfl\u00e4che in Deutschland weiterhin ist. Wir m\u00fcssen uns noch deutlich besser sch\u00fctzen und unser Schutzniveau erh\u00f6hen. Gerade bei den Kritischen Infrastrukturen sehen wir, dass sich die Resilienz langsam aber stetig verbessert. Aus Sicht des BSI brauchen wir hier aber ein h\u00f6heres Tempo! Dazu sind Initiativen wie der UP Kritis extrem hilfreich. Dass wir hier nun das 1.000ste Mitglied begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen, ist ein toller Erfolg!\u201c, sagte die Pr\u00e4sidentin des Bundesamtes f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik, Claudia Plattner.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Michael Pilgermann, aktueller Sprecher der UP KRITIS, begr\u00fc\u00dfte die OVAG im Bund des Kooperationsformats und lobte das Engagement Hessens in der UP KRITIS: \u201eKooperation ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr Resilienz unserer Kritischen Infrastrukturen \u2013 die UP KRITIS hat sich \u00fcber 20 Jahre als die Kooperationsplattform zum Schutz Kritischer Infrastrukturen auf nationaler Ebene etabliert. Davon profitiert nun auch die OVAG als unser 1.000. Teilnehmer. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch und herzlich willkommen! Die Ausrichtung der Feier in Wiesbaden am Rande des hessischen Runden Tisches KRITIS ist weit mehr als ein gl\u00fccklicher Zufall: unsere hessischen Experten sind beim KRITIS-Schutz nicht nur selbst sehr aktiv, sondern stellen proaktiv und verl\u00e4sslich die Anbindung der Bundesl\u00e4nder an die UP KRITIS sicher.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Rahmen einer Sitzung des Gremiums, das Vertreter der Landesverwaltung mit Vertretern von Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":652880,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,3931,4544],"class_list":{"0":"post-652879","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-sicherheit","20":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115735383683257293","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=652879"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652879\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/652880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=652879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=652879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=652879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}