{"id":653058,"date":"2025-12-17T16:14:17","date_gmt":"2025-12-17T16:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653058\/"},"modified":"2025-12-17T16:14:17","modified_gmt":"2025-12-17T16:14:17","slug":"eu-parlament-stimmt-fuer-verschaerfung-des-asylrechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653058\/","title":{"rendered":"EU-Parlament stimmt f\u00fcr Versch\u00e4rfung des Asylrechts"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/abschiebung-254.jpg\" alt=\"Eine Familie wird von Beamten der Bundespolizei (l) zu einem Abschiebeflug nach Pakistan begleitet.\" title=\"Eine Familie wird von Beamten der Bundespolizei (l) zu einem Abschiebeflug nach Pakistan begleitet. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.12.2025 17:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Das Europaparlament hat f\u00fcr eine Versch\u00e4rfung des Asylrechts gestimmt &#8211; mit gemeinsamen Stimmen von Union und AfD. Unter anderem soll k\u00fcnftig die Einrichtung von Asylzentren in Drittstaaten m\u00f6glich werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Europaparlament hat mit einer rechten Mehrheit daf\u00fcr gestimmt, die Verantwortung f\u00fcr Asylbewerber einfacher an Nicht-EU-Staaten abgeben zu k\u00f6nnen. Deutschland und andere EU-L\u00e4nder sollen Migranten demnach auch in L\u00e4nder abschieben d\u00fcrfen, zu denen sie keine Verbindung haben &#8211; in denen sie also nie gelebt oder Verwandte haben. Die Asylbewerber sollen dann dort Schutz beantragen, und nicht in Europa.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Parlament spricht sich damit f\u00fcr einen Vorschlag der Europ\u00e4ischen Kommission aus. Auch die Mitgliedsl\u00e4nder hatten der Gesetzes\u00e4nderung zuvor gr\u00f6\u00dftenteils zugestimmt.\u00a0Um letzte Streitpunkte zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament zu kl\u00e4ren, sollen noch im Laufe des Tages Verhandlungen zu dem Vorhaben beginnen.<\/p>\n<p>    Umgang mit Minderj\u00e4hrigen noch offen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch zu kl\u00e4ren ist unter anderem der Umgang mit Kindern und Jugendlichen bei den Asylverfahren. Im urspr\u00fcnglichen Vorschlag der EU-Kommission gab es eine Ausnahme f\u00fcr Minderj\u00e4hrige. Sie sollten demnach nicht in einen Drittstaat abgeschoben werden k\u00f6nnen, zu dem sie keine Verbindung haben. Im Fall von Minderj\u00e4hrigen m\u00fcsse eine solche Verbindung bestehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Haltung waren auch die EU-Staaten gefolgt. In der Position des Europaparlaments gibt es f\u00fcr diese Ausnahme jetzt eine Einschr\u00e4nkung. Kinder und Jugendliche seien ausgenommen, &#8222;es sei denn, es gibt berechtigte Gr\u00fcnde zu der Annahme, dass sie eine Gefahr f\u00fcr die nationale Sicherheit oder die \u00f6ffentliche Ordnung darstellen&#8220;, hei\u00dft es in einer Mitteilung des zust\u00e4ndigen Ausschusses im Parlament.<\/p>\n<p>    Gr\u00fcne kritisieren Abstimmung mit rechter Mehrheit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gegen das Vorhaben stimmten vor allem Linke, Gr\u00fcne und Sozialdemokraten.\u00a0F\u00fcr die Versch\u00e4rfung sprachen sich \u00fcberwiegend Abgeordnete der Fraktionen rechts der Mitte aus, darunter auch Abgeordnete der Union und der AfD.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei hatten die Gr\u00fcnen schon vor der Abstimmung ein Machtwort gegen EU-Migrationsentscheidungen mit rechter Mehrheit von Bundeskanzler Friedrich Merz verlangt. &#8222;Ich erwarte vom Bundeskanzler und CDU-Chef, dass er zu seinem Wort steht und es unter ihm auch auf europ\u00e4ischer Ebene keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien gibt&#8220;, sagte der Chef der Gr\u00fcnen im EU-Parlament, Erik Marquardt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EVP-Fraktion im Europaparlament, zu der auch CDU und CSU geh\u00f6ren, wolle eine m\u00f6glichst schnelle und extreme Versch\u00e4rfung in der Asylpolitik und nehme daf\u00fcr eine Zusammenarbeit mit &#8222;Rechtsextremen, Klimaleugnern und Putin-Lobbyisten&#8220; in Kauf, kritisierte Marquardt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EVP-Fraktion argumentiert grunds\u00e4tzlich, sie arbeite bei Gesetzesvorhaben nicht aktiv mit Rechtsextremen zusammen. Die Brandmauer stehe auch auf europ\u00e4ischer Ebene, hatte EVP-Chef Manfred Weber in der Vergangenheit gesagt.\u00a0<\/p>\n<p>    Erste EU-Liste f\u00fcr sichere Herkunftsstaaten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben der sogenannten Drittstaatenl\u00f6sung hat das EU-Parlament auch f\u00fcr eine EU-weit geltende Liste sicherer Herkunftsstaaten abgestimmt. Dem Vorschlag nach sollen Menschen dadurch etwa schneller nach Marokko, Tunesien oder \u00c4gypten abgeschoben werden k\u00f6nnen. Dazu sollen auch das Kosovo, Kolumbien sowie die s\u00fcdasiatischen Staaten Indien und Bangladesch zur Liste hinzugef\u00fcgt werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Grunds\u00e4tzlich sollen L\u00e4nder, die Kandidaten f\u00fcr einen EU-Beitritt sind, ebenfalls als sicher gelten. Dazu w\u00fcrden dann etwa Albanien, Montenegro oder die T\u00fcrkei geh\u00f6ren. Auch hierzu sollen Vertreter des Parlaments und der EU-L\u00e4nder noch heute f\u00fcr Verhandlungen zusammenkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.12.2025 17:07 Uhr Das Europaparlament hat f\u00fcr eine Versch\u00e4rfung des Asylrechts gestimmt &#8211; mit gemeinsamen Stimmen von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":653059,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[414,331,332,548,152991,941,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-653058","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-abschiebung","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-eu","12":"tag-eu-asylrecht","13":"tag-eu-parlament","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115735801186620226","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653058","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=653058"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653058\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/653059"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=653058"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=653058"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=653058"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}