{"id":653569,"date":"2025-12-17T20:47:14","date_gmt":"2025-12-17T20:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653569\/"},"modified":"2025-12-17T20:47:14","modified_gmt":"2025-12-17T20:47:14","slug":"shoppen-bis-um-mitternacht-in-muenchen-an-diesen-tagen-ist-das-2026-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653569\/","title":{"rendered":"Shoppen bis um Mitternacht in M\u00fcnchen: An diesen Tagen ist das 2026 m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonntag hatte Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dieter-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieter Reiter<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a>) noch betont, dass <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/ladenschluss-diese-neuerungen-plant-die-stadt-muenchen-art-1099652\" title=\"Ladenschluss: Diese Neuerungen plant die Stadt M\u00fcnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">noch nichts entschieden sei<\/a>. Doch am Dienstag passierten die neuen Ladenschlussregeln den Stadtrat, (fast) genau so, wie es Kreisverwaltungsreferentin Hanna Samm\u00fcller (Gr\u00fcne) vorgeschlagen hatte. Nur ein ganz kleines neues Zugest\u00e4ndnis an die aufgebrachten Gewerkschaften gab es. Die Neuregelungen sollen nun schon nach einem Jahr wieder auf den Pr\u00fcfstand kommen, nicht erst nach zwei.<\/p>\n<p>Am Dienstag fix beschlossen: Das sind die neuen Regeln<\/p>\n<p><b>Mehr Shoppingn\u00e4chte:<\/b> Wie berichtet schlug Hanna Samm\u00fcller vier (statt der gesetzlich m\u00f6glichen acht) lange Einkaufsn\u00e4chte vor. Der Stadtrat hat jetzt entschieden, dass an diesen Tagen bis Mitternacht eingekauft werden darf: Es ist der erste Freitag im April, der Freitag vor den Herbstferien, der Black Friday und der dritte Adventssamstag. Dar\u00fcber hinaus haben Gesch\u00e4fte die M\u00f6glichkeit, bis zu viermal im Jahr individuell bis Mitternacht zu \u00f6ffnen. Solche Aktionen m\u00fcssen nur noch vorab dem KVR gemeldet werden.<\/p>\n<p><b>Die Souvenir-Standl in der Altstad<\/b>t d\u00fcrfen k\u00fcnftig auch 40 Mal im Jahr sonntags und an Feiertagen \u00f6ffnen, mit einigen Ausnahmen, etwa dem Ersten und Zweiten Weihnachtsfeiertag, Karfreitag oder Allerheiligen.<\/p>\n<p>OB Dieter Reiter hatte vorab betont, dass Flexibilit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit &#8222;nicht zuletzt durch die starke Online-Konkurrenz&#8220; f\u00fcr den Einzelhandel zunehmend entscheidend seien, aber auch auf Arbeitnehmerrechte gepocht. Ganz \u00e4hnlich argumentierte am Dienstag auch seine SPD. &#8222;Uns ist sehr wichtig, dass die zus\u00e4tzlichen \u00d6ffnungszeiten nicht zulasten der Besch\u00e4ftigten gehen&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Lena Odell. Deshalb habe man die Evaluierung bereits nach einem Jahr durchgesetzt.<\/p>\n<p>Ganz unterschiedlicher Meinung: Das sagen Gr\u00fcne und CSU<\/p>\n<p>Ziemlich zufrieden klingen hingegen die Gr\u00fcnen. Stadtrat Christian Smolka sagte am Dienstag: &#8222;Wir freuen uns, dass das <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/kreisverwaltungsreferat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreisverwaltungsreferat<\/a> unsere Forderung f\u00fcr liberale \u00d6ffnungszeiten umgesetzt hat.&#8220; Es handele sich um einen guten Kompromiss. &#8222;H\u00e4ndler*innen und Gewerkschaften hatten in dieser Sache sehr unterschiedliche Interessen, das haben wir in Einklang gebracht.&#8220; Man st\u00e4rke die lokalen Gesch\u00e4fte in der Altstadt, aber auch in den Stadtvierteln.<\/p>\n<p>Evelyne Menges: &#8222;Dass M\u00fcnchen diesen Spielraum nicht nutzt, ist bedauerlich&#8220;<\/p>\n<p>Die CSU-Fraktion kritisierte hingegen die &#8222;z\u00f6gerliche Umsetzung der neuen Gesetzgebung&#8220;. Die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/csu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSU<\/a> hatte im Ausschuss gefordert, alle acht m\u00f6glichen langen Verkaufsn\u00e4chte auszusch\u00f6pfen, daf\u00fcr aber keine Mehrheit gefunden. &#8222;Dass M\u00fcnchen als bayerische Hauptstadt und Shopping-Hochburg diesen Spielraum nicht nutzt, ist bedauerlich&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Evelyne Menges. &#8222;Die Menschen leben und arbeiten heutzutage sehr flexibel, k\u00f6nnen jederzeit online shoppen \u2013 an diese Lebenswelt m\u00fcssen sich die Gesch\u00e4fte vor Ort anpassen d\u00fcrfen, wenn sie es wollen.&#8220;<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loader_big_black.gif\" class=\"loader-wheel\" alt=\"Lade TED\" title=\"Lade TED\" border=\"0\"\/><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Umfrage wird geladen, bitte warten&#8230;<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Gewerkschaft Verdi: &#8222;Ein Schlag ins Gesicht der Besch\u00e4ftigten&#8220;<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft Verdi macht deutlich, dass man sich entgegen anderweitig lautender Aussagen &#8222;explizit gegen eine Ausweitung der Verordnung ausgesprochen&#8220; habe, von einem Kompromiss k\u00f6nne daher keine Rede sein. &#8222;Die Arbeitsbedingungen einer Branche, die bereits heute durch Rekordst\u00e4nde bei Krankenquote und Personalengp\u00e4ssen gekennzeichnet ist, werden durch die Entscheidung zus\u00e4tzlich massiv verschlechtert&#8220;, hei\u00dft es in der entsprechenden Mitteilung: &#8222;Es ist ein Schlag ins Gesicht der Besch\u00e4ftigten.&#8220;<\/p>\n<p>Verdi-Handelsexperte Datz kritisiert &#8222;Sonntagsreden&#8220; von SPD und Gr\u00fcnen<\/p>\n<p>Eine knappe Woche vor Weihnachten verteile der M\u00fcnchner Stadtrat damit ein Geschenk, auf das die Handelsbesch\u00e4ftigten gerne verzichtet h\u00e4tten. &#8222;In Sonntagsreden sprechen sich insbesondere SPD und die Gr\u00fcnen gerne f\u00fcr Frauenrechte aus, wenn man sie aber aktiv sch\u00fctzen k\u00f6nnte, stellt man wirtschaftliche Interessen doch in den Vordergrund&#8220;, kritisiert Verdi-Handelsexperte Dominik Datz das Abstimmungsverhalten \u00fcber Arbeitsbedingungen f\u00fcr eine Branche, die zu 70 Prozent aus weiblichen Besch\u00e4ftigten bestehe. \u00a0 \u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gewerkschaft steht fest, dass die Verordnung allein zu Lasten der Besch\u00e4ftigten geht, sie vermisst entsprechende Kompensationsma\u00dfnahmen. Zudem zeigen bereits ver\u00f6ffentlichte Stellungnahmen aus dem Rathaus ihrer Meinung nach deutlich, dass sich die Entscheider &#8222;scheinbar nicht eine Sekunde mit den Ausf\u00fchrungen der Gewerkschaften auseinandergesetzt haben&#8220;.<\/p>\n<p>Neue Ladenschluss-Verordnung: Verdi k\u00fcndigt rechtliche Schritte an<\/p>\n<p>Auch wirtschaftlich mache der Vorsto\u00df keinen Sinn, verweist Verdi auf Analysen, die zeigten, dass eine Ausweitung von Laden\u00f6ffnungszeiten in erster Linie zu einer Umverteilung der Ums\u00e4tze, kaum aber zu einer Generierung neuer Ums\u00e4tze f\u00fchre. Dominik Datz: &#8222;F\u00fcr ein paar Euro mehr Umsatz m\u00fcssen nun tausende Betroffene die Rechnung zahlen.&#8220; F\u00fcr Verdi steht die Verordnung auch juristisch auf wackligen Beinen, daher k\u00fcndigt die Gewerkschaft an, dass sie &#8222;den Rechtsweg beschreiten&#8220; werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Sonntag hatte Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD) noch betont, dass noch nichts entschieden sei. 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