{"id":653959,"date":"2025-12-18T00:25:13","date_gmt":"2025-12-18T00:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653959\/"},"modified":"2025-12-18T00:25:13","modified_gmt":"2025-12-18T00:25:13","slug":"nein-das-militaer-hat-in-frankreich-nicht-die-regierung-gestuerzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/653959\/","title":{"rendered":"Nein, das Milit\u00e4r hat in Frankreich nicht die Regierung gest\u00fcrzt"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDiese Leute verspotten uns\u201d, sagt Frankreichs Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron \u00fcber Meta Platforms. \u201eSie pfeifen auf die Ausgeglichenheit des \u00f6ffentlichen Diskurses. Sie machen sich lustig \u00fcber die Souver\u00e4nit\u00e4t von Demokratien (&#8230;) und bringen uns dadurch in Gefahr.\u201d Anlass f\u00fcr Macrons Zorn ist ein von Facebook verbreitetes Video, das vorgibt, ein Ausschnitt aus einer Nachrichtensendung \u00fcber einen Staatsstreich in Frankreich zu sein.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts einer Landwirtschaftskrise habe ein Milit\u00e4roffizier die Macht \u00fcbernommen. Das Video ist eine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Fake-News\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">KI-generierte L\u00fcge<\/a>, zieht aber weite Kreise. Ein besorgter afrikanischer Staatschef habe am Sonntag Macron kontaktiert, ironischerweise mittels Direktnachricht auf Facebook: \u201eHerr Pr\u00e4sident, was geht bei Ihnen vor? Ich bin sehr beunruhigt.\u201d<\/p>\n<p>Zuerst habe Macron gelacht, berichtete er bei einer Veranstaltung in Marseille, doch sei das Video auf Facebook bereits zw\u00f6lf Millionen mal abgespielt gewesen. Auf den Antrag auf Sperre des Videos habe Facebook geantwortet: \u201eEs verletzt unsere Nutzungsbedingungen nicht. Sperre abgelehnt.\u201d Auch auf Tiktok ist das Video verbreitet worden.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident sieht zunehmende Einflussnahme auf den politischen Diskurs aus dem Ausland. Dagegen m\u00f6chte er mit neuen Gesetzen vorgehen, sowohl in Frankreich als auch auf EU-Ebene: \u201eWenn es Inhalte gibt, die offensichtlich die \u00f6ffentliche Sicherheit gef\u00e4hrden, durch falsche, destabilisierende Informationen, muss es m\u00f6glich sein, diese zu entfernen.\u201d Au\u00dferdem sollten die Plattformbetreiber sicherstellen, dass hinter jedem Konto ein echter Mensch stehe \u2013 Macron fordert also einen Ausweiszwang.<\/p>\n<p>Bub aus Burkina Faso<\/p>\n<p>In diesem Fall h\u00e4tte der Ausweiszwang wohl zu einem Minderj\u00e4hrigen in Afrika gef\u00fchrt. Die Tageszeitung Le Monde hat den <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/pixels\/article\/2025\/12\/17\/derriere-la-fausse-video-du-coup-d-etat-en-france-denoncee-par-emmanuel-macron-un-adolescent-burkinabe-qui-cherchait-a-percer_6658408_4408996.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Urheber des Videos angerufen<\/a>. Es soll sich um einen 17-J\u00e4hrigen aus Burkina Faso handeln. Das Video war demnach Teil einer Reihe von KI-Videos, mit denen er seine Fertigkeiten unter Beweis stellen und sein Angebot einschl\u00e4giger Schulungen bewerben wollte.<\/p>\n<p>\u201eIch bin ein bisschen gestresst und beeindruckt\u201d, erz\u00e4hlte der Bursche in dem Telefonat. Er habe auf sich aufmerksam machen und Geld verdienen wollen. Die Auswirkungen erstaunten ihn jedoch. \u201eDas war nicht meine Absicht. Ich wollte nicht in die Politik einsteigen. (\u2026) Ich entschuldige mich, weil ich keine Schwierigkeiten haben m\u00f6chte. Ich werde weiterhin Videos machen, um die Leute zum Lachen zu bringen.\u201d Von politischen Inhalten wolle er fortan aber Abstand nehmen. Sein Video hat er kurz nach dem Anruf der Zeitung selbst offline genommen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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