{"id":654098,"date":"2025-12-18T01:45:19","date_gmt":"2025-12-18T01:45:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/654098\/"},"modified":"2025-12-18T01:45:19","modified_gmt":"2025-12-18T01:45:19","slug":"ukraine-krieg-krieg-mit-russland-die-ukraine-bald-ohne-soldaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/654098\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg \u2013 Krieg mit Russland: Die Ukraine bald ohne Soldaten?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img315423\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/315423.jpeg\" alt=\"Schlachtfeld Kostjantyniwka: Immer mehr ukrainische M\u00e4nner wollen sich nicht mehr verheizen lassen\"\/><\/p>\n<p>Schlachtfeld Kostjantyniwka: Immer mehr ukrainische M\u00e4nner wollen sich nicht mehr verheizen lassen<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Oleg Petrasiuk\/Ukrainian 24th Mechanized Brigade<\/p>\n<p>Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft ver\u00f6ffentlicht ab sofort keine Daten mehr \u00fcber die Zahl von <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195002.ukraine-krieg-selenskyjs-milliardensuche.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Strafverfahren wegen unerlaubtem Fernbleibens von der Truppe und Desertion<\/a>. Dies berichtet das Portal \u00bbHromadske\u00ab unter Berufung auf Marjana Hajowska-Kowbassiuk, Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Beh\u00f6rde handelt es sich dabei um eine notwendige und gesetzlich zul\u00e4ssige Ma\u00dfnahme. Hintergrund sei, dass solche Statistiken von der feindlichen Seite f\u00fcr deren Versuche einer Einflussnahme missbraucht werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Derartige Statistiken k\u00f6nnten auch zu falschen Schlussfolgerungen \u00fcber den moralisch-psychologischen Zustand der ukrainischen Armee f\u00fchren. Russland k\u00f6nne anhand dieser Daten einsch\u00e4tzen, wie es um die Disziplin, Gefechtsbereitschaft und die Mobilisierung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte steht.<\/p>\n<p>Schweigen aus nationalem Interesse<\/p>\n<p>Insgesamt, so die Generalstaatsanwaltschaft, sei die neue Einschr\u00e4nkung zul\u00e4ssig, da eine weitere Ver\u00f6ffentlichung den nationalen Interessen erheblichen Schaden zuf\u00fcgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Im Oktober waren 18\u2009909 Strafverfahren wegen unerlaubten Verlassens der Einheit und 2276 wegen Desertion er\u00f6ffnet worden. Aus der zuletzt ver\u00f6ffentlichten Statistik der Generalstaatsanwaltschaft ging hervor, dass von Januar bis Oktober 2025 insgesamt 176\u2009000 Verfahren wegen unerlaubten Entfernens aus der Truppe oder Desertion eingeleitet worden waren.  <\/p>\n<p>Mit ihrer neuen Geheimhaltungspolitik wollen die ukrainischen Machthaber offensichtlich die zunehmenden F\u00e4lle von Fahnenflucht und Desertion eind\u00e4mmen. Denn die Zahlen zeigen eine rasante Tendenz. In den ersten drei Kriegsjahren gab es insgesamt \u00bbnur\u00ab knapp 100\u2009000 Verfahren wegen Fahnenflucht. <\/p>\n<p>Soldaten sollen digital \u00fcberwacht werden<\/p>\n<p>F\u00fcr die ukrainische Armee wird das allm\u00e4hlich zum Problem. Schon l\u00e4nger klagen Offiziere an der Front, dass es ihnen weniger an Waffen fehlt als an Menschen, die diese gegen die russischen Angriffe einsetzen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Regierung erw\u00e4gt deshalb weitere Ma\u00dfnahmen, um die Ukrainer zum Kriegsdienst zu zwingen. Nach Berichten des Portals \u00bbradiotrek\u00ab plant das ukrainische Verteidigungsministerium ein vollst\u00e4ndiges digitales Tracking mobilisierter Soldaten. Mit modernster digitaler Technik will man wehrf\u00e4hige M\u00e4nner \u00fcberwachen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Mit ihrer neuen Geheimhaltungspolitik wollen die ukrainischen Machthaber offensichtlich die zunehmenden F\u00e4lle von Fahnenflucht und Desertion eind\u00e4mmen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das Portal zitiert Oles Berestowyj, Leiter der IT-Hauptabteilung des Verteidigungsministeriums, der die Einf\u00fchrung eines elektronischen Wehrdokuments fordert. Mit einem digitalen Tracking-System will man die milit\u00e4r\u00e4rztlichen Gutachten erfassen, die Ankunftszeit eines Soldaten in seiner Einheit sowie alle weiteren Aktivit\u00e4ten und Bewegungen des Soldaten innerhalb seiner Einheit \u00fcberwachen. Mit so einem System lie\u00dfe sich leicht erkennen, wenn ein Soldat Absetzbewegungen unternimmt.<\/p>\n<p>Mit dem neuen System soll unerlaubtes Entfernen von der Truppe rechtzeitig verhindert werden. Insgesamt werde der gesamte Mobilisierungsprozess transparenter und kontrollierbarer, so Berestowyj.<\/p>\n<p>Parlament will h\u00e4rtere Strafen<\/p>\n<p>Auch im Parlament gibt es \u00dcberlegungen, die Mobilisierung effektiver zu gestalten. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193548.kriegsdienst-in-der-ukraine-ukrainische-regierung-will-fluechtige-maenner-zu-kriminellen-machen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">So soll die Verantwortung f\u00fcr M\u00e4nner, die sich der Mobilisierung entziehen, bald versch\u00e4rft werden<\/a>. Dies best\u00e4tigten Mitglieder des Parlamentsausschusses f\u00fcr nationale Sicherheit und Verteidigung gegen\u00fcber dem Portal \u00bbTSN\u00ab.<\/p>\n<p>Fedir Wenislawskyj, Mitglied des Verteidigungsausschusses und Leiter des Unterausschusses f\u00fcr Staatssicherheit und Verteidigungsinnovationen, erkl\u00e4rte, dass derzeit intensiv \u00fcber neue Ma\u00dfnahmen beraten werde. Welche Sanktionen konkret geplant sind, wollte er nicht kommentieren \u2013 es gebe bislang keine Einigung.<\/p>\n<p>Anwalt warnt vor Diskriminierung <\/p>\n<p>Der auf Mobilisierungsrecht spezialisierte Anwalt Roman Symutin h\u00e4lt es f\u00fcr wahrscheinlich, dass neue Beschr\u00e4nkungen jene betreffen werden, die sich einem Dienstantritt entziehen \u2013 etwa beim Zugang zum Arbeitsmarkt oder zum Studium.<\/p>\n<p>Er verweist darauf, dass bereits jetzt eine offizielle Anstellung ohne g\u00fcltigen Wehrpass erschwert ist. K\u00fcnftig k\u00f6nnten Verst\u00f6\u00dfe gegen Mobilisierungspflichten dazu f\u00fchren, dass eine legale Anstellung unm\u00f6glich wird. Auch Bildungsinstitutionen k\u00f6nnten st\u00e4rker kontrollieren m\u00fcssen, ob Studierende tats\u00e4chlich am Unterricht teilnehmen und ihren milit\u00e4rrechtlichen Pflichten nachkommen.<\/p>\n<p>Symutin schlie\u00dft zudem nicht aus, dass Verweigerern der Zugang zu grundlegenden staatlichen Dienstleistungen eingeschr\u00e4nkt wird.<\/p>\n<p>Konflikte mit Mobilisierern nehmen zu <\/p>\n<p>Der Druck, die L\u00f6cher in den Reihen der Armee zu stopfen, f\u00fchrt zu immer mehr <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192550.ukraine-krieg-angriff-auf-die-mobilisierer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewalt und Konflikten zwischen Vertretern der Mobilisierungsbeh\u00f6rde TZK und betroffenen M\u00e4nnern<\/a>. In der westukrainischen Region Lwiw griff ein Mann einen TZK-Mitarbeiter bei einer Kontrolle mit einem K\u00fcchenmesser an und verletzte ihn. Bereits eine Woche zuvor, am 3. Dezember, hatte ein 30-j\u00e4hriger Einwohner von Lwiw einen TZK-Soldaten mit einem Messer angegriffen. Der Angegriffene erlag wenig sp\u00e4ter im Krankenhaus seinen Verletzungen.<\/p>\n<p>In Odessa schlugen mehrere M\u00e4nner die Scheiben eines Transporters ein, mit dem ein Betroffener mobilisiert werden sollte. Der Mann wurde befreit. In mehreren ukrainischen Regionen wurde beobachtet, wie M\u00e4nner in Gruppen auf die Stra\u00dfe gehen, um sich gegen die \u00dcbergriffe des TZK wehren zu k\u00f6nnen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schlachtfeld Kostjantyniwka: Immer mehr ukrainische M\u00e4nner wollen sich nicht mehr verheizen lassen Foto: dpa\/Oleg Petrasiuk\/Ukrainian 24th Mechanized Brigade&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":654099,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,1081,13,14,15,4043,4044,850,307,12,317],"class_list":{"0":"post-654098","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-digitalisierung","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-russia","15":"tag-russian-federation","16":"tag-russische-foederation","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115738045713561379","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/654098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=654098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/654098\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/654099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=654098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=654098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=654098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}