{"id":655482,"date":"2025-12-18T16:22:18","date_gmt":"2025-12-18T16:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/655482\/"},"modified":"2025-12-18T16:22:18","modified_gmt":"2025-12-18T16:22:18","slug":"seltene-krankheit-mpox-faelle-haben-sich-in-berlin-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/655482\/","title":{"rendered":"Seltene Krankheit: Mpox-F\u00e4lle haben sich in Berlin verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p>        Seltene Krankheit<br \/>\n      Mpox-F\u00e4lle haben sich in Berlin verdoppelt<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr gab es die meisten Mpox-F\u00e4lle in Deutschland in Berlin. Auch wenn die Krankheit selten ist, m\u00fcsse man die Entwicklung genau beobachten, sagt eine Expertin.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Dieses Jahr haben sich in <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/berlin-4151912.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> doppelt so viele Menschen mit Mpox infiziert als in den zwei Jahren zuvor. Bislang wurden 186 F\u00e4lle gemeldet, wie das Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales (Lageso) informiert. Es waren fast ausschlie\u00dflich M\u00e4nner (185) betroffen. Das mittlere Alter lag bei 35 Jahren. Rund sieben von zehn Betroffenen (71 Prozent) vermuten, dass sie sich durch sexuelle Kontakte mit M\u00e4nnern infiziert haben.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Ansteckungsrisiko f\u00fcr bestimmte Gruppen moderat<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Mpox ist eine seltene Erkrankung und wird durch engen K\u00f6rperkontakt \u00fcbertragen, vor allem beim Sex. Ansteckungsgefahr besteht vor allem dann, wenn man in Kontakt mit den typischen Hautver\u00e4nderungen (Bl\u00e4schen oder Schorf) der Mpox-Infizierten kommt. Auch eine Tr\u00f6pfcheninfektion ist m\u00f6glich, also durch Speichel. Das Virus l\u00f6st vor allem Hautausschlag aus, aber auch Fieber und Muskelschmerzen. Im Mai 2022 wurden in <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/deutschland-4540700.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> erstmals F\u00e4lle nachgewiesen. Todesf\u00e4lle gab es laut RKI bislang keine.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">F\u00fcr <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/maenner-6267890.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00e4nner<\/a>, die Sex mit M\u00e4nnern haben, und h\u00e4ufig den Sexualpartner wechseln, sch\u00e4tzt die Weltgesundheitsbeh\u00f6re (WHO) das Risiko, sich mit Mpox zu infizieren, als moderat ein. F\u00fcr andere Teile der Bev\u00f6lkerung werde das Risiko als gering eingesch\u00e4tzt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Erster Fall mit Klade Ib in Berlin<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Den gr\u00f6\u00dften Mpox-Ausbruch in Berlin gab es im Jahr 2022. Damals wurden mehr als 1.600 laborbest\u00e4tigte Mpox-F\u00e4lle registriert. Dann ging es deutlich runter mit 68 F\u00e4llen im Jahr 2024 und 87 F\u00e4llen im Jahr 2023.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Am Donnerstag gab das <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/news2\/themen\/lageso-6496944.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lageso<\/a> bekannt, dass in Berlin erstmals ein Mpox-Fall der Variante Klade Ib nachgewiesen wurde. Bislang gab es in Berlin nur F\u00e4lle der Klade II. Der Mann sei zwischen 35 und 40 Jahre alt und am 8. Dezember an Fieber, dem typischen Hautausschlag und Lymphknotenschwellungen erkrankt. Der Betroffene war den Angaben nach nicht gegen Mpox geimpft. Das zust\u00e4ndige Gesundheitsamt habe eine h\u00e4usliche Isolation angeordnet. Der Mann hat sich mutma\u00dflich im europ\u00e4ischen Ausland angesteckt und gab sexuelle Kontakte zu M\u00e4nnern als wahrscheinlichen Infektionsweg an.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Keine Hinweise auf schwereren Krankheitsverlauf\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (<a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/themen\/rki-4168464.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RKI<\/a>) seit Oktober 2024 16 F\u00e4lle der Klade Ib gemeldet, davon 9 in diesem Jahr, den Berliner Fall eingeschlossen. Manche Experten gehen davon aus, dass Klade I im Schnitt h\u00e4ufiger zu schwereren Krankheitsverl\u00e4ufen f\u00fchrt als Klade II. Das Lageso erkl\u00e4rt dazu: &#8222;Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Infektionen mit Mpox der Klade 1b, die in Europa aufgetreten sind, mit einem erh\u00f6hten Ausbreitungspotential oder einer h\u00f6heren Krankheitsschwere einhergehen.&#8220; Auch das RKI geht in Deutschland nicht von einer erh\u00f6hten Gef\u00e4hrdung aus.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">\u00dcbertragung vor allem beim Sex<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Bestimmten Personengruppen in Deutschland wird eine Impfung gegen Mpox empfohlen. Dazu z\u00e4hlen unter anderem M\u00e4nner, die Sex mit M\u00e4nnern haben (MSM) und h\u00e4ufig den Partner wechseln sowie Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern. F\u00fcr eine Grundimmunisierung sind zwei Dosen erforderlich. Die Impfung wird seit Sommer 2022 angeboten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der Anteil der Infizierten ohne Impfschutz war in Berlin dieses Jahr deutlich h\u00f6her als in den Jahren zuvor, erkl\u00e4rt die Infektionsepidemiologin Claudia Ruscher. Sie ist kommissarische Leiterin der Fachgruppe f\u00fcr Surveillance und Epidemiologie von Infektionskrankheiten am Lageso. 44 Prozent der Infizierten waren ihren Angaben zufolge dieses Jahr nicht geimpft. 2024 hatten 32 Prozent keine Impfung, 2023 waren es 29 Prozent.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">F\u00fcr die Entwicklung gebe es mehrere Erkl\u00e4rungen, sagt Ruscher. Zum einen gebe es m\u00f6glicherweise Gruppen, die man mit Impfkampagnen nicht gut erreiche. Zum anderen habe Berlin eine gro\u00dfe und internationale MSM-Community, also M\u00e4nner, die Sex mit M\u00e4nnern haben. Jedes Jahr ziehe es neue Menschen zum Leben in die Hauptstadt und damit auch neue potenzielle Risikopersonen, die man zuvor nicht erreicht habe.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Berlin hat deutschlandweit die meisten F\u00e4lle<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;In Berlin gibt es eine sehr freiz\u00fcgige und Sex-positive Szene. Das bietet viel \u00dcbertragungspotenzial&#8220;, so die Infektionsepidemiologin. Es gebe viele gro\u00dfe Veranstaltungen und viele Orte, an denen Menschen anonym Sex haben k\u00f6nnten. All das seien Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum Berlin im deutschlandweiten Vergleich am meisten Mpox-F\u00e4lle habe. &#8222;Es w\u00e4re gut, wenn vor gro\u00dfen internationalen Events, besonders w\u00e4hrend des Pride Month, proaktiv \u00fcber die Impfung aufgekl\u00e4rt w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Expertin: Krankheit muss im Blick gehalten werden<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Im Vergleich zu anderen Infektionskrankheit sind Mpox-F\u00e4lle selten. Warum ist es trotzdem wichtig, den Erreger im Blick zu behalten? Mpox sei immer noch eine neue Krankheit, \u00fcber die es wenig Daten zu Krankheitsschwere oder dem Verlauf gebe, erkl\u00e4rt Ruscher. Auch wenn es nur wenige F\u00e4lle gebe, m\u00fcsse man den Erreger daher im Blick behalten. Falls sich der Erreger ver\u00e4ndere, sich andere Bev\u00f6lkerungsgruppen infizieren oder die \u00dcbertragbarkeit sich \u00e4ndert, sei es wichtig, das mitzubekommen.<\/p>\n<p>\n    dpa\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seltene Krankheit Mpox-F\u00e4lle haben sich in Berlin verdoppelt Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Auch in diesem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":655483,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-655482","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115741494154300290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=655482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655482\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/655483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=655482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=655482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=655482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}