{"id":655801,"date":"2025-12-18T19:21:22","date_gmt":"2025-12-18T19:21:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/655801\/"},"modified":"2025-12-18T19:21:22","modified_gmt":"2025-12-18T19:21:22","slug":"bruessel-bauernproteste-gegen-mercosur-abkommen-der-eu-schlagen-in-gewalt-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/655801\/","title":{"rendered":"Br\u00fcssel: Bauernproteste gegen Mercosur-Abkommen der EU schlagen in Gewalt um"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-12\/landwirte-demonstration-bruessel-mercosur-handelsabkommen-gxe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wegen gewaltsamer Bauernproteste<\/a>\u00a0gegen das Freihandelsabkommen Mercosur im Br\u00fcsseler Europaviertel wurden Mitarbeiter des EU-Parlaments aus Sicherheitsgr\u00fcnden in andere Geb\u00e4ude gebracht. Zudem hei\u00dft es in einer internen Nachricht, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt: &#8222;Alle Mitarbeiter, die sich in den Geb\u00e4uden in<br \/>\n Br\u00fcssel aufhalten, werden gebeten, sich von Fenstern fernzuhalten,<br \/>\nw\u00e4hrend die Polizei die Situation unter Kontrolle bringt.&#8220;\n<\/p>\n<p>                An dieser Stelle ist ein externer Inhalt eingebunden<\/p>\n<p>Zum Anschauen ben\u00f6tigen wir Ihre Zustimmung<\/p>\n<p>\n                Weiter\n            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eine Parlamentssprecherin teilte mit, nach<br \/>\nSt\u00f6rungen der \u00f6ffentlichen Ordnung w\u00e4hrend der Bauernproteste seien<br \/>\neinige Geb\u00e4ude des Europ\u00e4ischen Parlaments in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bruessel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Br\u00fcssel<\/a> besch\u00e4digt worden.<br \/>\n Die Sicherheitslage werde vom Parlament in Abstimmung mit den lokalen<br \/>\nBeh\u00f6rden genau beobachtet. Mindestens eine Person wurde bei den Protesten verletzt.\n<\/p>\n<p>        Hunderte Traktoren in Br\u00fcssel        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In der belgischen Hauptstadt demonstrierten<br \/>\nlaut Veranstalter etwa 10.000 Menschen, die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/polizei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> z\u00e4hlte etwa 7.300<br \/>\nPersonen und Hunderte Traktoren. Die Beamten setzten Wasserwerfer und<br \/>\nTr\u00e4nengas ein, nachdem Demonstranten versucht hatten, Absperrungen zu<br \/>\ndurchbrechen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zudem wurden durch Demonstranten Br\u00e4nde gelegt<br \/>\nund Pyrotechnik gez\u00fcndet. Die Angriffe richteten sich unter anderem<br \/>\ndirekt gegen das Europaparlament. Demonstranten bewarfen das Geb\u00e4ude mit<br \/>\n Kartoffeln und Feuerwerksk\u00f6rpern. Auch vor dem Europaparlament wurden<br \/>\nBr\u00e4nde gelegt, wie auf Bildern zu sehen war. Die Feuer seien gegen Abend vollst\u00e4ndig erloschen, wie Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Br\u00fcssel,<br \/>\nberichtete. Gegen 18 Uhr sollen sich die Landwirte zur\u00fcckgezogen haben.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zu<br \/>\n den Protesten reisten auch Landwirte aus Deutschland an. Nach einer<br \/>\nersten Sch\u00e4tzung des bayerischen Bauernverbands beteiligten sich rund<br \/>\n500 Deutsche an dem Protest.\u00a0 G\u00fcnther<br \/>\n Fel\u00dfner, Vizepr\u00e4sident des Deutschen Bauernverbands, teilte mit: &#8222;Wir<br \/>\nstehen hier als Europ\u00e4er. Europa braucht Stabilit\u00e4t \u2013 und diese<br \/>\nStabilit\u00e4t beginnt bei der Landwirtschaft.&#8220; Die EU-Agrarf\u00f6rderung sei<br \/>\nein Stabilisierungsinstrument f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit, f\u00fcr den<br \/>\nl\u00e4ndlichen Raum und f\u00fcr den Zusammenhalt Europas.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Von der Leyen trifft sich mit Vertretern der Landwirte        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zeitgleich findet in der belgischen Hauptstadt<br \/>\nein EU-Gipfel statt, bei dem \u00fcber das umstrittene Mercosur-Abkommen\u00a0mit<br \/>\nwichtigen s\u00fcdamerikanischen Staaten beraten wird.\u00a0Die<br \/>\n neue Freihandelszone zwischen der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a> und den Mercosur-Staaten mit mehr<br \/>\nals 700 Millionen Einwohnern w\u00e4re nach Angaben der EU-Kommission die<br \/>\nweltweit gr\u00f6\u00dfte dieser Art. Die Beh\u00f6rde hatte die Verhandlungen \u00fcber das<br \/>\n Abkommen im vergangenen Dezember <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-03\/emmanuel-macron-freihandelsabkommen-mercosur-neuverhandlung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">trotz Kritik aus L\u00e4ndern<br \/>\nwie Frankreich abgeschlossen.\u00a0<\/a>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Landwirte lehnen<br \/>\nden Handelspakt ab, weil sie unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Konkurrenz durch<br \/>\ng\u00fcnstige Importe aus S\u00fcdamerika f\u00fcrchten. Zudem machen sie sich Sorgen, dass es K\u00fcrzungen der EU-Agrarf\u00f6rderung im kommenden Haushalt geben k\u00f6nnte. Der italienische Bauernverband lie\u00df zudem verlauten: &#8222;Es ist ein Wahnsinn<br \/>\n den europ\u00e4ischen Bauern 90 Milliarden zu nehmen, um sie deutschen<br \/>\nKanonen zu geben!&#8220; Gegen<br \/>\n Mittag traf sich EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit<br \/>\nVertretern der Landwirte. Sie teilte mit: &#8222;In Zeiten der Unsicherheit<br \/>\nbrauchen unsere Landwirte Verl\u00e4sslichkeit und Unterst\u00fctzung.&#8220; Europa<br \/>\nwerde immer hinter ihnen stehen.<\/p>\n<p>                        Unterzeichnung auf der Kippe        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-12\/eu-mercosur-abkommen-ursula-von-der-leyen\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die<br \/>\nUnterzeichnung war eigentlich f\u00fcr Samstag in Brasilien geplant <\/a>\u2013 daf\u00fcr braucht es\u00a0 jedoch eine bestimmte Mehrheit unter den EU-L\u00e4ndern. Eine Entscheidung<br \/>\nwird beim EU-Gipfeltreffen erwartet. Ob die erforderliche Mehrheit<br \/>\nzustande kommt, war bis zuletzt unklar. Der<br \/>\nAbschluss des Abkommens k\u00f6nnte sich nun auf das kommende Jahr<br \/>\nverschieben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der brasilianische Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da<br \/>\nSilva hatte sich unterdessen bereit gezeigt, der EU weitere<br \/>\nBedenkzeit einzur\u00e4umen. Er werde eine Bitte der italienischen<br \/>\nRegierungschefin Giorgia Meloni nach mehr Zeit an die anderen<br \/>\nMercosur-Staaten weitergeben, sagte Lula.\u00a0Meloni habe ihn um &#8222;eine Woche, zehn Tage,<br \/>\nmaximal einen Monat&#8220; Bedenkzeit gebeten, danach sei Italien zu einer<br \/>\nUnterzeichnung bereit, sagte er. Am Mittwoch hatte er noch gewarnt, seine Geduld sei am Ende.\u00a0\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-12\/mercosur-abkommen-frankreich-eu-freihandel-landwirtschaft-blockade\" data-ct-label=\"Mercosur-Abkommen: Warum Frankreich das Mercosur-Abkommen blockiert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Mercosur-Abkommen:<br \/>\n                        Warum Frankreich das Mercosur-Abkommen blockiert<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/06\/mercosur-abkommen-olaf-scholz-suedamerika\" data-ct-label=\"Mercosur-Abkommen: Der Vertrag, den keiner unterschreiben will\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (registrierungspflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Mercosur-Abkommen:<br \/>\n                        Der Vertrag, den keiner unterschreiben will<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2024\/52\/eu-mercosur-abkommen-freihandelsabkommen-suedamerika-widerstand\" data-ct-label=\"EU-Mercosur-Abkommen: Dieser Vertrag ist immer noch besser als keiner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        EU-Mercosur-Abkommen:<br \/>\n                        Dieser Vertrag ist immer noch besser als keiner<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen gewaltsamer Bauernproteste\u00a0gegen das Freihandelsabkommen Mercosur im Br\u00fcsseler Europaviertel wurden Mitarbeiter des EU-Parlaments aus Sicherheitsgr\u00fcnden in andere Geb\u00e4ude&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":655802,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[937,507,158,614,13,14,15,16,121,4330,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-655801","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-bruessel","9":"tag-demonstration","10":"tag-europaeische-union","11":"tag-freihandelsabkommen","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-polizei","17":"tag-protest","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-welt","24":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115742198007558241","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=655801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655801\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/655802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=655801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=655801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=655801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}