{"id":656289,"date":"2025-12-19T00:30:23","date_gmt":"2025-12-19T00:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/656289\/"},"modified":"2025-12-19T00:30:23","modified_gmt":"2025-12-19T00:30:23","slug":"felix-banaszak-gruenen-chef-kritisiert-eu-asyl-verschaerfung-in-europa-gibt-es-keine-brandmauer-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/656289\/","title":{"rendered":"Felix Banaszak: Gr\u00fcnen-Chef kritisiert EU-Asyl-Versch\u00e4rfung \u2013\u00a0\u201eIn Europa gibt es keine Brandmauer mehr\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Lange rang die EU um eine neue Asylpolitik. Nun verst\u00e4ndigten sich die Verhandler des EU-Parlaments und des Rats der EU auf sch\u00e4rfere Regelungen. Kritik kommt unter anderen vom Co-Vorsitzenden der Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Gr\u00fcnen-Vorsitzende <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus68e4ce6e453c0752a42deffc\/gruenen-chef-banaszak-deindustrialisierung-ist-ein-demokratie-abbauprogramm.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus68e4ce6e453c0752a42deffc\/gruenen-chef-banaszak-deindustrialisierung-ist-ein-demokratie-abbauprogramm.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Felix Banaszak <\/a>hat die geplanten sch\u00e4rferen europ\u00e4ischen Asylregelungen kritisiert. Mit der Entscheidung k\u00f6nnten in Zukunft Asylverfahren in Drittstaaten durchgef\u00fchrt werden, sagte Banaszak der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. \u201eSchutzsuchende \u2013 Frauen und Kinder \u2013 sollen also zuk\u00fcnftig ohne Asylverfahren in Europa in L\u00e4nder abgeschoben werden k\u00f6nnen, zu denen sie keinerlei Verbindung haben\u201c, so der Gr\u00fcnen-Politiker. <\/p>\n<p>Die Verhandler des EU-Parlaments und des Rats der EU hatten sich in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6943541d11416590a630ec26\/ruanda-model-bruessel-verschaerft-asyl-politik-deutlich-weg-fuer-drittstaaten-regelung-frei.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6943541d11416590a630ec26\/ruanda-model-bruessel-verschaerft-asyl-politik-deutlich-weg-fuer-drittstaaten-regelung-frei.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Nacht zum Donnerstag<\/a> in Stra\u00dfburg auf die sch\u00e4rfere Regelung verst\u00e4ndigt. Die Menschen sollen dann in den Drittstaaten Asyl beantragen, nicht in Europa. Ausnahmen gelten f\u00fcr unbegleitete Minderj\u00e4hrige. Au\u00dferdem wurden weitere Staaten als \u201esichere Herkunftsl\u00e4nder\u201c eingestuft. Formell muss die Einigung von Rat und Parlament noch best\u00e4tigt werden. Die Regelungen sind Teil des EU-Migrations- und Asylpakets, das bis Juni 2026 in Kraft treten soll.<\/p>\n<p>\u201eVerfahren setzt Menschenrechte aufs Spiel\u201c<\/p>\n<p>Weiter erkl\u00e4rte Banaszak, das Verfahren setze Menschenrechte aufs Spiel, l\u00f6se die Probleme nicht und sei zudem sehr teuer. \u201eEine Migrationspolitik, die nur noch blind auf massive Versch\u00e4rfungen setzt, ist keine europ\u00e4ische Antwort auf die Herausforderungen von Krieg und Verfolgung in der Welt.\u201c<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnen-Vorsitzende warf CDU und CSU zudem vor, im Europ\u00e4ischen Parlament gemeinsam mit der AfD und anderen rechtsextremen Parteien f\u00fcr eine massive Asylrechtsversch\u00e4rfung gestimmt zu haben. \u201eIn Europa gibt es keine Brandmauer mehr \u2013 und Friedrich Merz schaut stillschweigend zu\u201c, so Banaszak.<\/p>\n<p>Auch Brot f\u00fcr die Welt bem\u00e4ngelte Versch\u00e4rfungen. Die EU habe damit dem sogenannten \u201eRuanda-Modell\u201c T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet und seine Umsetzung in der EU vorbereitet. Das Konzept der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus255804018\/Migration-Wie-Union-und-SPD-in-einer-zentralen-Asylfrage-die-Gruenen-Blockade-aushebeln-wollen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus255804018\/Migration-Wie-Union-und-SPD-in-einer-zentralen-Asylfrage-die-Gruenen-Blockade-aushebeln-wollen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">sicheren Drittstaaten<\/a> sei ein Teil der repressiven EU-Abschottungspolitik, erkl\u00e4rte der Verband. Es erm\u00f6gliche den EU-Mitgliedstaaten k\u00fcnftig, den Zugang zum EU-Asylsystem erheblich einzuschr\u00e4nken \u2013 mit dem vagen Hinweis, auch in anderen Weltregionen seien sie sicher.<\/p>\n<p>\u201eMenschen sind keine Waren\u201c<\/p>\n<p>Damit bringe die EU das System des globalen Fl\u00fcchtlingsschutzes ins Wanken. Menschen seien keine Waren. \u201eWir d\u00fcrfen nicht akzeptieren, dass Menschen gegen ihren Willen in L\u00e4nder abgeschoben werden, in die sie nie wollten, zu denen sie keinerlei Bezug haben und in denen sie oft auch nicht sicher sind.\u201c<\/p>\n<p>Anmesty International bezeichnete die Versch\u00e4rfungen als beispiellose Attacke auf das Asyl in Europa. Dieser Versuch, internationale rechtliche Verpflichtungen zu umgehen, verlagere die Verantwortung der EU f\u00fcr den Fl\u00fcchtlingsschutz weiter auf L\u00e4nder au\u00dferhalb Europas und sei alles andere als eine humane Migrationspolitik, die die W\u00fcrde der Menschen achte.<\/p>\n<p>KNA\/jac <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lange rang die EU um eine neue Asylpolitik. 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