{"id":6566,"date":"2025-04-04T02:47:14","date_gmt":"2025-04-04T02:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6566\/"},"modified":"2025-04-04T02:47:14","modified_gmt":"2025-04-04T02:47:14","slug":"nach-zoelle-offensive-von-trump-boersen-brechen-weltweit-ein-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6566\/","title":{"rendered":"Nach Z\u00f6lle-Offensive von Trump: B\u00f6rsen brechen weltweit ein &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Aktienkurse sind am Donnerstag nach der Zoll-Offensive von US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Donald_Trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> weltweit abgest\u00fcrzt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss mit 3,1 Prozent im Minus. Zuvor war schon der japanische Nikkei-Index um 2,8 Prozent eingebrochen. Die Finanzm\u00e4rkte gehen davon aus, dass die von Trump angek\u00fcndigten Strafz\u00f6lle f\u00fcr US-Importe aus fast allen L\u00e4ndern der Weltwirtschaft massiv schaden und die Gewinne der Unternehmen dr\u00fccken werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Bezeichnenderweise erstrecken sich die Verluste auch auf die US-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/B%C3%B6rse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00f6rse<\/a>. An der Wall Street stand der ma\u00dfgebliche Aktienindex S&amp;P 500 am sp\u00e4ten Nachmittag mit fast f\u00fcnf Prozent im Minus und die Technologieb\u00f6rse Nasdaq mit mehr als f\u00fcnf Prozent. Vor allem f\u00fcr Apple (minus 10,7 Prozent) und Nvidia (minus 8,2 Prozent) ging es bergab. Auch die Tesla-Aktie gab um mehr als f\u00fcnf Prozent nach. Die Finanzm\u00e4rkte gehen davon aus, dass der von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/donald-trump-zoelle-handelskrieg-usa-importe-weltwirtschaft-li.3230354\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trump angezettelte Handelskrieg<\/a> auch den US-Unternehmen schaden wird \u2013 anders als eine Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, die sagte, man sei dabei, \u201edas goldene Zeitalter Amerikas wiederherzustellen\u201c. Bundesbank-Pr\u00e4sident Joachim Nagel sagte: \u201eInsgesamt ist dies ein wirtschaftspolitischer Mix, der viele Verlierer sehen wird. Insbesondere in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a>.\u201c Er rief die US-Regierung dazu auf, die T\u00fcr f\u00fcr Gespr\u00e4che offenzuhalten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u00d6konomen warnten vor erheblichen Sch\u00e4den f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. \u201eAuch Europa und insbesondere das exportstarke Deutschland sind von diesen Z\u00f6llen betroffen\u201c, sagte der Pr\u00e4sident des Leibniz-Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW), Achim Wambach. Studien gingen davon aus, dass die Exporte aus Deutschland in die USA um etwa 20 Prozent einbrechen d\u00fcrften. \u201eDas Bruttoinlandsprodukt wird um bis zu 0,5 Prozent sinken\u201c, sagte Wambach.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">F\u00fcr Bundesbank-Pr\u00e4sident Nagel gef\u00e4hrden Trumps <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Z%C3%B6lle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00f6lle<\/a> die globale \u00f6konomische Stabilit\u00e4t. Sie br\u00e4chten die Weltwirtschaft auf den falschen Kurs, \u201eweil im Ergebnis der Wohlstand aller angegriffen wird\u201c, sagte Nagel. Das globale Wirtschaftswachstum werde zur\u00fcckgehen, die Preise w\u00fcrden steigen. \u201eInsgesamt wird der Grad der Verunsicherung der Wirtschaftsakteure zunehmen.\u201c Aus Sicht des Bundesbank-Pr\u00e4sidenten ist das keine gute Umgebung f\u00fcr die Entwicklung an den Finanzm\u00e4rkten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/wirtschaft\/etf-geldanlage-usa-boerse-trump-tipps-e855677\/\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;wie_etf_anleger_jetzt_reagieren_sollten&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;altersvorsorge&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e855677&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-label=\"Wie ETF-Anleger jetzt reagieren sollten\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cb52d791-eb5c-4b50-8f99-0a91736b9fe4.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Geldanlage<\/p>\n<p>:Wie ETF-Anleger jetzt reagieren sollten<\/p>\n<p class=\"css-m8p34x\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Viele Anleger \u00fcberlegen, ob sie angesichts der politischen Lage und fallender Kurse in den USA ihr ETF-Portfolio umschichten m\u00fcssen. Was man bedenken sollte, welche Alternativen es gibt und wie man so eine Anpassung konkret umsetzen kann.<\/p>\n<p>SZ PlusArtikel vom: SZ am 3.4.2025Von Valentin Dornis und Harald Freiberger\u201eEin bitterer Tag f\u00fcr die Weltwirtschaft\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Das M\u00fcnchner Ifo-Institut sprach von einem \u201ebitteren Tag f\u00fcr die Weltwirtschaft\u201c. Handelsexpertin Lisandra Flach sagte: \u201eDas, was wir gesehen haben, hat nichts mit Reziprozit\u00e4t zu tun. Die Zolldifferenz zwischen den USA und der EU betr\u00e4gt durchschnittlich nur 0,5 Prozentpunkte \u2013 im Vergleich zu der angek\u00fcndigten Zollerh\u00f6hung von 20 Prozent.\u201c\u00a0Die geplante Zollerh\u00f6hung markiere \u201eeinen Wendepunkt f\u00fcr die Weltwirtschaft und gef\u00e4hrdet damit fast 80 Jahre des Multilateralismus\u201c, sagt Flach. F\u00fcr die deutsche Wirtschaft erwartet sie als Folge \u201ezun\u00e4chst einen dauerhaften R\u00fcckgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent\u201c, wobei einige Schl\u00fcsselbranchen wie Pharma, Auto und Maschinenbau st\u00e4rker betroffen seien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Im Dax verbuchte der Sportartikelhersteller Adidas bis zum Nachmittag mit einem Minus von 9,3 Prozent die gr\u00f6\u00dften Verluste. Es folgten Siemens (minus 6,7 Prozent), Deutsche Bank (minus 6,5 Prozent) sowie Deutsche Post, Infineon und Commerzbank mit einem Minus von jeweils rund vier Prozent. Bei den Automobilherstellern BMW, Mercedes und VW betrugen die Verluste zwei bis drei Prozent. Ihre Aktienkurse waren schon in den vergangenen Wochen stark gefallen, weil sie am direktesten von den Strafz\u00f6llen betroffen sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Neben Adidas waren auch die Sportartikelhersteller Puma und Nike die gro\u00dfen Verlierer des Tages. Der Aktienkurs von Puma fiel zeitweise um 11,4 Prozent, der des US-Herstellers Nike um 7,8 Prozent. Der Grund:\u00a0\u201eSportbekleidungsmarken werden von den h\u00f6heren Z\u00f6llen f\u00fcr Vietnam unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark betroffen sein\u201c, sagte Analyst C\u00e9dric Rossi von der Investmentbank Bryan Garnier. Vietnam wurde von Trump mit einem Zollsatz von 46 Prozent belegt, Kambodscha mit 49 Prozent, Bangladesch mit 37 Prozent und Indonesien mit 32 Prozent. Nike produzierte 2024 die H\u00e4lfte seiner Schuhe und 28 Prozent seiner Bekleidung in Vietnam, Adidas 39 Prozent seiner Schuhe und 18 Prozent seiner Bekleidung. F\u00fcr Adidas sind Indonesien und Kambodscha ebenfalls wichtige Produktionsstandorte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Sportartikelfirmen sind aber nur die Spitze des Eisberges. \u201eDer deutsche Handel leidet gleich dreifach: erstens, weil Deutschland weniger in die USA exportiert. Zweitens, weil Deutschland aufgrund der geringeren Wettbewerbsf\u00e4higkeit Chinas weniger nach China exportiert\u201c, sagte Ifo-Expertin Flach. \u201eUnd drittens durch einen Anstieg im Wettbewerb in Deutschland, wenn beispielsweise China nach neuen M\u00e4rkten sucht, um die zuvor in die USA exportierten Produkte zu verkaufen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Wie sehr die Z\u00f6lle den USA schaden, zeigt sich auch am Dollar-Kurs: Der Euro stieg am Donnerstag um 1,7 Prozent auf 1,1091 US-Dollar. Vor wenigen Wochen stand der Kurs noch bei 1,03 Dollar. Das hei\u00dft, die US-W\u00e4hrung hat schon gut sieben Prozent eingeb\u00fc\u00dft.\u00a0\u201eDie neue Zollpolitik wird den Wechselkurs des US-Dollar schw\u00e4chen\u201c, sagt Jan Viebig von der Bank Oddo BHF. Damit einher gingen Wechselkursverluste f\u00fcr ausl\u00e4ndische Anleger, die in Aktien oder Anleihen in den USA investieren. Durch einen schw\u00e4cheren Dollar gef\u00e4hrde Trump auch die Finanzierung des US-Haushaltsdefizits durch ausl\u00e4ndische Investoren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Joachim Schallmayer von der Deka-Bank erwartet \u201eein mittelgro\u00dfes Erdbeben\u201c, sollten die Z\u00f6lle wie angek\u00fcndigt umgesetzt werden. Gegenma\u00dfnahmen seien wahrscheinlich und w\u00fcrden die Nachrichten in den n\u00e4chsten Tagen dominieren. \u201eDas tr\u00e4gt zus\u00e4tzlich zur Verunsicherung bei. Die Kurse d\u00fcrften in den kommenden Tagen somit nur schwer zur Ruhe finden\u201c, sagte der Experte. Der Schaden werde sich aber vor allem auf dem US-Aktienmarkt bemerkbar machen. Europas B\u00f6rsen k\u00f6nnten zwar kurzfristig auch unter Druck kommen, langfristig sei der Aufw\u00e4rtstrend aber ungebrochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Aktienkurse sind am Donnerstag nach der Zoll-Offensive von US-Pr\u00e4sident Donald Trump weltweit abgest\u00fcrzt. 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