{"id":656949,"date":"2025-12-19T07:52:28","date_gmt":"2025-12-19T07:52:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/656949\/"},"modified":"2025-12-19T07:52:28","modified_gmt":"2025-12-19T07:52:28","slug":"der-einfluss-von-atemwegsinfekten-allergien-und-umweltfaktoren-auf-die-kindergesundheit-zusammenhaenge-und-praeventive-ansaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/656949\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von Atemwegsinfekten, Allergien und Umweltfaktoren auf die Kindergesundheit: Zusammenh\u00e4nge und pr\u00e4ventive Ans\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Lead<\/p>\n<p>Virale Atemwegsinfektionen im Kindesalter sind h\u00e4ufig und werden durch Umweltfaktoren wie Pollen, Luftverschmutzung und Klimaerw\u00e4rmung weiter beg\u00fcnstigt. Vorbeugende Massnahmen geraten zunehmend in den Fokus, u.a. die Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rpr\u00e4vention mit Bakterienlysaten.<\/p>\n<p>Abstract<\/p>\n<p>Atemwegsinfektionen (AWI) im Kindesalter sind meist viral verursacht. Sie treten vor allem im Winter auf, k\u00f6nnen aber auch ausserhalb der kalten Jahreszeit durch Umweltfaktoren wie Pollen, Luftverschmutzung und Klimaerw\u00e4rmung beg\u00fcnstigt werden. Neuere Studien haben ergeben, dass eine aerogene Pollenbelastung das Risiko f\u00fcr AWI sowohl mit als auch ohne Allergien in der Vorgeschichte erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Daher dr\u00e4ngt sich die Frage auf, ob es sinnvoll w\u00e4re, bei Risikopatient:innen wie Kindern mit h\u00e4ufigen AWI und Allergien oder Asthma eine ganzj\u00e4hrige Infekt-Pr\u00e4vention durchzuf\u00fchren. Die Pr\u00e4vention von AWI und die Abmilderung deren Symptome sind wichtige Fragen, die durch den Klimawandel und die Verschlechterung der Luftqualit\u00e4t in Zukunft noch relevanter werden k\u00f6nnten. In diesem Artikel beleuchten wir die Zusammenh\u00e4nge zwischen AWI, Allergien und Umwelt- bzw. Klimafaktoren und zeigen m\u00f6gliche Strategien der Pr\u00e4vention im Kindesalter auf.<\/p>\n<p>Einleitung<\/p>\n<p>Menschen mit Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) haben ein erh\u00f6htes Risiko, schwerer oder mit prolongierten Symptomen an viralen AWI zu erkranken; gleichzeitig k\u00f6nnen AWI sowohl COPD-Exazerbationen als auch Asthmaanf\u00e4lle ausl\u00f6sen(1, 2, 3). Sch\u00e4tzungen zufolge sind respiratorische Viren (insbesondere Influenza, RSV und Rhinoviren) f\u00fcr mehr als 85 % der Asthmaanf\u00e4lle verantwortlich(4). Kinder haben ein generell erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr virale Atemwegsinfektionen und sie sind auch besonders anf\u00e4llig f\u00fcr die Kombination aus Luftverschmutzung, Inhalationsallergien und respiratorischen Infektionen, die weltweit zu einem zunehmenden Problem wird(5,6). Ebenfalls geh\u00f6ren schwere AWI vor dem Alter von 5 Jahren zu den Faktoren, die dazu beitragen, das COPD-Risiko im sp\u00e4teren Erwachsenenalter zu erh\u00f6hen(7, 8).<\/p>\n<p>Infektionen, Umweltfaktoren und die Rolle von Allergien<\/p>\n<p>Umweltfaktoren k\u00f6nnen die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr AWI erh\u00f6hen. Einige von ihnen, z.B. Luftverschmutzung oder aerogene Allergene (u.a. Kotpartikel der Hausstaubmilben), sind das ganze Jahr \u00fcber pr\u00e4sent. Daneben ist in diesem Zusammenhang auch die Exposition gegen\u00fcber saisonalen Aeroallergenen relevant. Pollen k\u00f6nnen die Expression von Interferon \u03b1, \u03b2 und \u03bb herunterregulieren, die eine wichtige Rolle in der antiviralen Immunantwort spielen(9, 10). Dar\u00fcber hinaus wirken Pollen als Vehikel sowohl f\u00fcr Luftschadstoffe als auch f\u00fcr Krankheitserreger, insbesondere Viren(11). Fatalerweise gibt es zwischen Luftverschmutzung und Pollenbelastung einen Zusammenhang aufgrund der Klimaver\u00e4nderung bzw. -erw\u00e4rmung, welche einen grossen Einfluss auf die Aerobiologie insbesondere im Hinblick auf Pollen aus\u00fcbt. Aufgrund der Erderw\u00e4rmung ist mit einer zeitlich verl\u00e4ngerten Pollensaison (fr\u00fcherer Beginn, l\u00e4ngere Dauer) und zus\u00e4tzlich einer quantitativ verst\u00e4rkten Pollenproduktion (generell w\u00e4rmeres Klima, h\u00f6herer CO2-Anteil in der Atmosph\u00e4re, zunehmend Stressphasen f\u00fcr pollenproduzierende Pflanzen mit vermehrtem Anfall von sogenannten Mastjahren) zu rechnen. Zudem wird es aufgrund ver\u00e4nderter Wachstumsbedingungen zu Verschiebungen der pollenproduzierenden Pflanzen in Bezug auf deren Vegetationszonen kommen(12). So wird sich zum Beispiel die Vegetationszone f\u00fcr Ambrosia immer weiter polw\u00e4rts verschieben; damit wird die Belastung mit einer relevanten Pollenquelle auch in gem\u00e4ssigten Breiten zunehmend an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>Klimawandel, Luftverschmutzung und o.g. Ver\u00e4nderungen der Aerobiologie beeinflussen das Auftreten von allergischen Erkrankungen zudem direkt via Einfluss auf die epitheliale Barrierefunktion bzw. deren Disruption, via die T-Helferzell-Typ 2 (Th2)-Antwort bzw. deren Verst\u00e4rkung, und \u00fcber epigenetische Mechanismen wie ver\u00e4nderte Methylierungsmuster immunoregulatorischer Gene, u.a. FOXP3, IL4, IL10 und IFNG(12). Zudem enthalten Pollen, \u00e4hnlich wie Milbenkot, Proteasen, die die Integrit\u00e4t der Epithelmembran direkt negativ beeinflussen(13). Gerade aber der Einfluss der Luftverschmutzung auf die Integrit\u00e4t der Barrierefunktion der Atemwegsschleimh\u00e4ute u.a. durch oxidativen Stress, verminderte Expression sogenannter tight junction-Proteine und vermehrter Produktion proinflammatorischer Zytokine erlaubt \u00e4usseren Faktoren wie Allergenen, aber auch Viren, einfacher zu infiltrieren und zu Entz\u00fcndungsreaktionen zu f\u00fchren(12, 14, 15). \u00a0Es kann sich in der Folge ein Teufelskreis aus Dysbiosis (Ver\u00e4nderung des lokalen Mikrobioms mit Zunahme der Kolonisierung auch durch opportunistische Erreger), Translokation der Krankheitserreger im Rahmen von AWI in tiefere Gewebsschichten, entsprechender Immunreaktion mit Entz\u00fcndungsreaktion und beeintr\u00e4chtigter Abheilung der Mukosasch\u00e4den entwickeln(16).<\/p>\n<p>Aufgrund verminderter epithelialer Abwehrfunktionen haben Allergiker:innen zudem schon generell ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr AWI, was einen weiteren Verst\u00e4rkungsmechanismus darstellt. Dies zeigt sich v.a. fr\u00fch im Leben. So weisen S\u00e4uglinge, welche sp\u00e4ter eine Atopie oder gar eine manifeste allergische Erkrankung der Atemwege entwickeln, eine verz\u00f6gerte Entwicklung und Reifung der Immunantwort auf. Der anfangs bei allen S\u00e4uglingen inh\u00e4rente Bias zu einer Th2-Immunantwort mit verz\u00f6gerter Entwicklung einer T-Helferzell-Typ 1 (Th1)-Antwort ist bei Vorliegen einer atopischen Pr\u00e4disposition verst\u00e4rkt(17). Dies resultiert in einer weniger effizienten Th1-Immunantwort und beispielsweise verminderter Produktion von Interferon-gamma (IFN-\u03b3) im Rahmen der antiviralen Immunantwort bei AWI. \u00a0Diese Kombination aus einer anf\u00e4nglich weniger effizienten Th1-Immunantwort und verz\u00f6gerter Entwicklung einer fokussierten, effizienteren Immunreaktion f\u00fchrt u.a. zu einem verst\u00e4rkten Auftreten von viralen Atemwegserkrankungen bei Atopiker:innen bzw. Allergiker:innen schon fr\u00fch im Leben(12). Deshalb k\u00f6nnen Umweltfaktoren \u00fcber das ganze Jahr Atemwegsinfektionen beg\u00fcnstigen, und zwar durch Mechanismen, die nicht grunds\u00e4tzlich mit Atopie oder allergischen Erkrankungen der Atemwege verbunden oder durch diese verursacht sind, aber durch deren Vorhandensein zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus zeigen neuere Studien, dass Luftschadstoffe im Rahmen der o.g. Zusammenh\u00e4nge nicht nur die antivirale Abwehr schw\u00e4chen, sondern auch selbst die Balance zwischen der TH1- und TH2-Immunantwort verschieben. Dies beg\u00fcnstigt allergische Entz\u00fcndungen, kann aber gleichzeitig unabh\u00e4ngig von o.g. Faktoren die F\u00e4higkeit zur Virusabwehr beeintr\u00e4chtigen, da die Produktion von Interferonen (z.\u202fB. IFN-\u03b3) reduziert wird(6). Besonders bei Kindern mit viralen Infekten wie RSV oder Rhinovirus wurde eine verst\u00e4rkte Virusreplikation bei gleichzeitiger epithelialer Barrierest\u00f6rung und reduzierter Interferonantwort beobachtet, was die Entstehung oder Verschlechterung asthmatischer Symptome beg\u00fcnstigt(2). Fr\u00fchkindliche virale Infektionen gelten inzwischen als Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung chronischer Atemwegserkrankungen wie Asthma, insbesondere wenn genetische Pr\u00e4dispositionen und Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung hinzukommen. Somit wirken Luftverschmutzung und virale Infektionen synergistisch auf die Atemwegsschleimhaut \u2013 mit potenziell langfristigen Folgen f\u00fcr die respiratorische Gesundheit.<\/p>\n<p>Synchrone Peaks<\/p>\n<p>Einer der am besten dokumentierten F\u00e4lle, der zu einem Anstieg der AWI im Zusammenhang mit Pollen f\u00fchrte, war die COVID-19-Epidemie. Insbesondere in der Schweiz konnte eine zeitliche Korrelation zwischen SARS-CoV-2 Infektionszahlen und Pollenh\u00f6chstwerten, und damit Pollenexposition, festgestellt werden(18). Diese Beobachtung ist jedoch nicht spezifisch f\u00fcr COVID-19. Eine Studie \u00fcber f\u00fcnf Jahre zeigte die Synchronizit\u00e4t von Pollenpeaks und AWI bei 6\u2018223 s\u00fcdkoreanischen Kindern(5), und zwar unabh\u00e4ngig von ihrem allergischen Status (<strong>Abb. 1<\/strong>). Der Zusammenhang zwischen Pollenexposition und Atemwegssymptomen, und somit AWI, zeigt sich auch schon im S\u00e4uglingsalter, wie Schweizer Daten aus einer prospektiven Geburtskohorte gesunder Neugeborener, der Bern-Basel Infant Lung Development (BILD)-Kohorte, zeigen. Der Effekt der Pollenexposition auf die H\u00e4ufigkeit von Atemwegssymptomen war dabei unabh\u00e4ngig von Allergien bei der Mutter oder vom Geschlecht der S\u00e4uglinge(20). Insgesamt bedeutet dies, dass w\u00e4hrend der Pollensaison die Pr\u00e4vention von Atemwegsinfektionen bei atopischen als auch nicht-atopischen Menschen hilfreich sein k\u00f6nnte, und zwar insbesondere bei Risikopatient:innen \u2013 z.B. Personen mit Asthma und COPD, aber auch bei Kindern mit rezidivierenden viralen AWI.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"975\" height=\"516\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-152511\"  \/><strong>Abbildung 1.<\/strong> Zusammenhang zwischen der Baumpollenkonzentration und der Anzahl viraler Atemwegsinfektionen im Fr\u00fchjahr \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren von 2015 bis 2019 (adaptiert mit Genehmigung von(5)). Eine Pollenbelastung erh\u00f6hte die Anzahl viraler Atemwegsinfektionen innerhalb einer Woche, unabh\u00e4ngig vom Allergiestatus der untersuchten Kinder. (A) Virusinfektionen bei atopischen Kindern. (B) Virusinfektionen bei nicht-atopischen Kindern. Die rote Linie stellt die Anzahl der nachgewiesenen Viren dar, die blaue die Menge an Baumpollen.<\/p>\n<p>Strategien zur Pr\u00e4vention von Atemwegsinfektionen im Kindesalter<\/p>\n<p>Zur Pr\u00e4vention von AWI bei Kindern stehen verschiedene Massnahmen zur Verf\u00fcgung, die das Immunsystem stimulieren und die Infektanf\u00e4lligkeit verringern k\u00f6nnen. Ein zentraler Risikofaktor, der klar mit einer erh\u00f6hten Infektanf\u00e4lligkeit verbunden ist, ist die\u00a0Exposition gegen\u00fcber Tabakrauch. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder, die regelm\u00e4ssig Tabakrauch in ihrer Umgebung ausgesetzt sind, h\u00e4ufiger an akuten respiratorischen Infektionen wie Bronchitis, Otitis media und Pneumonie erkranken(21). Dar\u00fcber hinaus z\u00e4hlen ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ern\u00e4hrung, ausreichendem Schlaf und regelm\u00e4ssiger k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t zu den bew\u00e4hrten Strategien, die die kindliche Immunfunktion st\u00e4rken k\u00f6nnen(22). Auch die Rolle von\u00a0Mikron\u00e4hrstoffen\u00a0wie\u00a0Vitamin D,\u00a0Zink\u00a0und\u00a0Vitamin C\u00a0wurde in zahlreichen Studien untersucht. Diese N\u00e4hrstoffe sind an vielen immunologischen Prozessen beteiligt, etwa durch F\u00f6rderung der Schleimhautintegrit\u00e4t, antioxidative Eigenschaften oder Unterst\u00fctzung der zellul\u00e4ren Immunantwort. Trotz ihrer biologischen Bedeutung zeigen systematische \u00dcbersichtsarbeiten und Metaanalysen jedoch\u00a0keinen konsistenten pr\u00e4ventiven Effekt auf das Auftreten akuter respiratorischer Infektionen bei Kindern(23, 24, 25).\u00a0Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten auch\u00a0probiotische und pr\u00e4biotische Substanzen, wie zum Beispiel\u00a0\u03b2-Glucane, einen Beitrag zur Infektpr\u00e4vention leisten, insbesondere \u00fcber Mechanismen des sogenannten\u00a0Darm-Lungen-Achsen-Konzepts. Diese Substanzen wirken potenziell durch die St\u00e4rkung der Schleimhautimmunit\u00e4t im Respirationstrakt. Bisherige Studien zeigen vielversprechende Hinweise auf eine Reduktion von Symptomen und Infekth\u00e4ufigkeit \u2013 jedoch ist die\u00a0Datenlage insbesondere bei Kindern noch nicht ausreichend, um allgemeing\u00fcltige Empfehlungen abzuleiten(26, 27).<\/p>\n<p>Immunmodulation durch Bakterienlysate \u2013 ein erg\u00e4nzender Ansatz<\/p>\n<p>Als\u00a0gezielte Erweiterung der allgemeinen Pr\u00e4ventionsmassnahmen\u00a0gewinnt die Immunmodulation mit\u00a0Bakterienlysaten\u00a0zunehmend an Bedeutung \u2013 insbesondere bei Kindern mit rezidivierenden Infektionen oder mit Risikofaktoren wie Asthma und atopischen Erkrankungen. Bakterienlysate sind standardisierte Lysate aus mehreren Bakterienst\u00e4mmen, die typischerweise aus Patient:innen mit rezidivierenden Atemwegsinfektionen gewonnen wurden, und die das Immunsystem auf mehreren Ebenen stimulieren. Ein umfangreicher Bestand an Daten aus pr\u00e4klinischen Studien hat einige der Wirkmechanismen aufgedeckt(28). Diese sind vielf\u00e4ltig und komplex \u2013 genauso wie die Immunprozesse in der Lunge. Die Pr\u00e4vention mit Bakterienlysaten basiert auf der Modulation mehrerer Immunsignalwege, insbesondere im Epithel, in den dendritischen Zellen sowie den regulatorischen T-Lymphozyten(29, 30). Zu den Hauptwirkungen von Bakterienlysaten geh\u00f6rt die Stimulation der Produktion der antiviralen Interferone \u03b1 und \u03b2(31, 32), die, wie oben erw\u00e4hnt, durch Pollen herunterreguliert werden k\u00f6nnen. Eine weitere bedeutende Wirkung besteht darin, eine \u00fcberm\u00e4ssige Entz\u00fcndung zu verhindern, indem die Expression einer Reihe von proinflammatorischen Genen gehemmt wird(33, 34). Dar\u00fcber hinaus modulieren Bakterienlysate das bronchiale Immunsystem dahingehend, eine Entz\u00fcndungsreaktion zu verlangsamen und die antiviralen Abwehrkr\u00e4fte besser zu aktivieren(35). Daher st\u00e4rkt die Immunmodulation durch Bakterienlysate die antiviralen Abwehrkr\u00e4fte der Lunge und verbessert so die Kontrolle \u00fcber Entz\u00fcndungen in den Epithelzellen, was sich in messbaren klinischen Ergebnissen zeigt. <strong\/><\/p>\n<p>Klinische Effekte der Pr\u00e4vention durch Bakterienlysate<\/p>\n<p>Zahlreiche klinische Studien haben gezeigt, dass Bakterienlysate bei Betroffenen mit Asthma, COPD oder Allergien sowie bei Kindern mit h\u00e4ufigen viralen AWI eine relevante Reduktion von respiratorischen Infektionen bewirken k\u00f6nnen. Eine Cochrane-Metaanalyse von 38 Studien ergab, dass die H\u00e4ufigkeit von AWI bei Kindern um 39 % reduziert wurde(36). In einer weiteren Metaanalyse wurde auch eine deutliche Reduktion der H\u00e4ufigkeit und des Schweregrades von Asthmaanf\u00e4llen und Wheezing im Zusammenhang mit AWI bei Kindern festgestellt(37). Vergleichbare Ergebnisse wurden auch bei Personen mit atopischer Veranlagung sowie bei COPD berichtet. Bei Betroffenen im Alter von 16 bis 65 Jahren mit COPD, Asthma oder allergischer Rhinitis f\u00fchrte die Behandlung mit Bakterienlysaten zu einer signifikanten Reduktion der Anzahl von Exazerbationen (Abb. 2A) und Atemwegsinfektionen (Abb. 3A) um rund 33 % bzw. 29%(38). Das Risiko, an pulmonalen Exazerbationen zu erkranken, konnte in derselben Studie f\u00fcr Asthmatiker:innen um 33% und f\u00fcr Menschen mit COPD immerhin um 13% gesenkt werden (Abb. 2B), w\u00e4hrend sich das Risiko f\u00fcr Atemwegsinfektionen um 33% bzw. 50% reduzierte (Abb. 3B). In den vorliegenden Studien zeigte sich zudem eine gute Vertr\u00e4glichkeit von Bakterienlysaten f\u00fcr alle Altersgruppen. Derzeit werden mehrere grosse randomisierte klinische Studien schwerpunktm\u00e4ssig bei Kindern durchgef\u00fchrt, welche speziell die Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rpr\u00e4vention von Wheezing und Asthmaanf\u00e4llen sowie die Verhinderung von rezidivierenden Infektionen und Wheezing durch Bakterienlysate untersuchen(39, 40).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"975\" height=\"974\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-152512\"  \/><strong>Abbildung 2. <\/strong><br \/><strong>A <\/strong>R\u00fcckgang der Anzahl von pulmonalen Exazerbationen in den Jahren 2009 (versus 2008) und 2010 (versus 2009) unter einem Bakterienlysat zus\u00e4tzlich zur Standardtherapie (mit Genehmigung von (38)). <br \/><strong>B<\/strong> Anzahl der pulmonalen Exazerbationen bei Betroffenen mit COPD, allergischer Rhinitis und Asthma in den Jahren 2009 versus 2010.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"975\" height=\"844\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1766130744_911_image-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-152513\"  \/><strong>Abbildung 3.<\/strong><br \/><strong>A <\/strong>R\u00fcckgang der Anzahl von Atemwegsinfekten in den Jahren 2009 (versus 2008) und 2010 (versus 2009) unter einem Bakterienlysat zus\u00e4tzlich zur Standardtherapie (mit Genehmigung von (38)).<br \/><strong>B<\/strong> Anzahl der Atemwegsinfektionen bei Betroffenen mit COPD, allergischer Rhinitis und Asthma in den Jahren 2009 versus 2010.<\/p>\n<p>Zusammenfassung und Ausblick<\/p>\n<p>In zahlreichen klinischen Situationen gilt es, die H\u00e4ufigkeit von viralen Atemwegsinfektionen zu verringern, um langfristige Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualit\u00e4t zu erhalten. In diesem Zusammenhang kommt der Pr\u00e4vention eine zunehmende Bedeutung zu. Insbesondere aus Erkenntnissen der COVID-19-Pandemie wird sie zudem besser verstanden und akzeptiert. Daher ist jede wirksame Form der Pr\u00e4vention willkommen, seien es Masken f\u00fcr spezifische Risikogruppen, Impfungen und\/oder Immunmodulation, v.a. durch Bakterienlysate. Dies gilt umso mehr als der Klimawandel, die Luftverschmutzung und die Allergien die Atemwege stark belasten \u2013 und die voraussichtliche zuk\u00fcnftige Entwicklung gibt derzeit keinen Anlass zum Optimismus. Hier bietet sich der Hinweis auf zwei Schweizer prospektiven Kohorten an, welche die Entwicklung der Lungengesundheit von Schweizer Kindern in Echtzeit verfolgen und wertvolle Erkenntnisse liefern werden: BILD (Bern Basel Infant Lung Development)(41) und SPAC (Swiss Paediatric Airway Cohort)(19). Diese Studien k\u00f6nnen dazu beitragen, Risikofaktoren besser zu verstehen und pr\u00e4ventive Massnahmen im Langzeitverlauf zu evaluieren.<\/p>\n<p>Referenzen<\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Belachew AB, Rantala AK, Jaakkola MS, Hugg TT, Jaakkola JJ (2023). Asthma and respiratory infections from birth to young adulthood: The Espoo cohort study. Am J Epidemiol, 192(3):408-419.<\/li>\n<li>Romero-Tapia SDJ, Guzm\u00e1n Priego CG, Del-R\u00edo-Navarro BE, S\u00e1nchez-Solis M (2023). Advances in the relationship between respiratory viruses and asthma. J Clin Med, 12(17):5501.<\/li>\n<li>Whittaker H, Nordon C, Rubino A, Morris T, Xu Y, De Nigris E et al. (2023). Frequency and severity of respiratory infections prior to COPD diagnosis and risk of subsequent postdiagnosis COPD exacerbations and mortality: EXACOS-UK health care data study. Thorax, 78(8):760-766.<\/li>\n<li>Edwards MR, Strong K, Cameron A, Walton RP, Jackson DJ, Johnston, SL (2017). 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