{"id":657607,"date":"2025-12-19T14:29:15","date_gmt":"2025-12-19T14:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/657607\/"},"modified":"2025-12-19T14:29:15","modified_gmt":"2025-12-19T14:29:15","slug":"putins-jaehrliche-fragestunde-propaganda-warnungen-und-zuversicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/657607\/","title":{"rendered":"Putins j\u00e4hrliche Fragestunde: Propaganda, Warnungen und Zuversicht"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/putin-1426.jpg\" alt=\"Wladimir Putin\" title=\"Wladimir Putin | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.12.2025 14:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Kurz vor weiteren Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine hat Russlands Pr\u00e4sident Putin keinen Hinweis auf Kompromissbereitschaft gegeben. In einer Fragestunde bekr\u00e4ftigte er alte Forderungen und unterstellte der Ukraine Unbeweglichkeit.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit demonstrativer Zuversicht und H\u00e4rte gegen\u00fcber der Ukraine hat sich Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin in seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende Fragen von Journalisten und B\u00fcrgern gestellt. Kurz vor erwarteten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-krieg-beratungen-usa-russland-100.html\" title=\"USA und Russland planen laut US-Medien Ukraine-Beratungen in Miami\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiteren Gespr\u00e4chen<\/a> \u00fcber ein Kriegsende zwischen Vertretern seiner Regierung und den USA im US-Bundesstaat Florida zeichnete Putin weiterhin ein positives Bild vom Verlauf des Angriffskrieges gegen das Nachbarland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russlands Truppen r\u00fcckten entlang der gesamten Kontaktlinie vor, w\u00e4hrend die ukrainischen Einheiten sich in allen Richtungen zur\u00fcckz\u00f6gen, f\u00fchrte Putin aus. Die russische Armee habe die strategische Initiative und werde bis zum Jahresend weitere Erfolge erzielen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tats\u00e4chlich befinden sich seine Soldaten im Osten der Ukraine auf dem Vormarsch, erzielen allerdings nach Einsch\u00e4tzung westlicher Beobachter nur sehr langsam und unter erheblichen Verlusten Landgewinne. Russische Meldungen \u00fcber die Einnahme strategisch wichtiger Orte wurden <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/pokrowsk-einnahme-dementi-ukraine-100.html\" title=\"Ukraine dementiert russische Einnahme von Pokrowsk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von der Ukraine zur\u00fcckgewiesen<\/a> und als Propaganda gewertet, die vor allem US-Pr\u00e4sident Donald Trump und seine Verhandler beeindrucken solle.<\/p>\n<p>    Vage bei Kompromissen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Putin nahm f\u00fcr seine Regierung in Anspruch, zu einer friedlichen Beilegung des Krieges bereit zu sein &#8211; allerdings unter altbekannten Bedingungen. Er verwies auf Forderungen aus dem vergangenen Jahr, nach denen die Ukraine vier Regionen sowie die Krim aufzugeben habe &#8211; auch unter Preisgabe von Gebieten, die die russische Armee nicht erobert hat. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Ukraine auf einen NATO-Beitritt verzichten. Wo genau Russland hier kompromissbereit ist, f\u00fchrte Putin nicht aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vielmehr unterstrich er, dass ein Friedensschluss &#8222;die Wurzeln des Konflikts&#8220; beseitigen m\u00fcsse &#8211; eine Formel, die die Verantwortung f\u00fcr den Krieg der Ukraine zuschiebt und auf tiefgreifende politische Ver\u00e4nderungen im Nachbarland abzielt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf ukrainischer Seite sehe er keine Bereitschaft f\u00fcr ein Friedensabkommen, sagte Putin weiter. Allerdings gebe es &#8222;gewisse Signale&#8220;, dass die Ukraine zu einem Dialog bereit sei.<\/p>\n<p>    Ukraine fordert Waffenruhe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Ukraine lehnt einen Verzicht auf noch kontrollierte Gebiete kategorisch ab. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte sich in den vergangenen Wochen aber bereit erkl\u00e4rt, auf eine NATO-Mitgliedschaft zu verzichten und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-selenskyj-wahlen-100.html\" title=\"Was steckt hinter Selenskyjs Angebot f\u00fcr Wahlen?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wahlen abzuhalten<\/a>, obwohl die Verfassung dies unter Kriegsrecht nicht vorsieht. Daf\u00fcr verlangt er aber eine Waffenruhe, um eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe und freie wie faire Wahl zu gew\u00e4hrleisten. Dazu wiederum ist Russland vor einem Friedensschluss nicht bereit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russland habe den Krieg nicht begonnen, behauptete Putin &#8211; ein Narrativ, dass dem Westen unterstellt, mit der NATO-Osterweiterung aggressiv gegen Russland vorgegangen zu sein. Auch die friedliche Revolution in der Ukraine von 2014 sieht Russland als Verschw\u00f6rung gegen sich.<\/p>\n<p>    Warnungen an die EU<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der russische Pr\u00e4sident nahm auch Stellung zu der Debatte in der EU \u00fcber eine Freigabe des dort eingefrorenen russischen Verm\u00f6gens f\u00fcr die Ukraine. Er bezeichnete diese M\u00f6glichkeit als &#8222;Raub&#8220; und warnte erneut vor schweren Konsequenzen, sollte sich die EU zu diesem Vorgehen entschlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der EU hatte es auf dem Gipfel in Br\u00fcssel keine Einigkeit in dieser Frage gegeben. Stattdessen beschlossen die Staats- und Regierungschefs, der Ukraine einen zinslosen Kredit \u00fcber 90 Milliarden Euro zu gew\u00e4hren, um einen Staatsbankrott zu verhindern.<\/p>\n<p>    Zuversichtliche T\u00f6ne zur Wirtschaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Putin \u00e4u\u00dferte sich auch zur wirtschaftlichen Lage am Ende des vierten Kriegsjahres und spielte Sorgen \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/russland-steuererhoehungen-100.html\" title=\"Russland will kriselnde Wirtschaft mit Steuererh\u00f6hungen ankurbeln\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die sich abk\u00fchlende Konjunktur in Russland<\/a> herunter. Die russische Wirtschaft sei stabil, erkl\u00e4rte Putin. Das geringe Wachstum in diesem Jahr von Prognosen zufolge einem Prozent &#8211; nach 4,3 Prozent im vergangenen Jahr &#8211; sei &#8222;ein bewusster Schritt&#8220; zur Inflationsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts der staatlich \u200cfinanzierten Kriegswirtschaft f\u00fcr die Angriffe auf die Ukraine und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/energie\/eu-gas-verzicht-russland-100.html\" title=\"EU will ab Ende 2027 auf russisches Gas verzichten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der westlichen Sanktionen<\/a> k\u00e4mpft Russland mit hoher Inflation. Im November belief sich die j\u00e4hrliche Teuerungsrate offiziellen Daten zufolge auf 6,6 Prozent nach 7,7 Prozent im Oktober. \u200cHohe Zinsen machen zudem Kredite f\u00fcr Investitionen f\u00fcr viele Unternehmen unbezahlbar. Den Arbeitnehmern versprach Putin aber eine &#8222;gute Rate&#8220; beim Wachstum der Reall\u00f6hne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.12.2025 14:24 Uhr Kurz vor weiteren Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine hat Russlands Pr\u00e4sident Putin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":657608,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,548,30,13,14,15,111,307,12,317],"class_list":{"0":"post-657607","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-putin","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115746713105846305","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/657607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=657607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/657607\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/657608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=657607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=657607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=657607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}