{"id":658661,"date":"2025-12-20T01:16:25","date_gmt":"2025-12-20T01:16:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/658661\/"},"modified":"2025-12-20T01:16:25","modified_gmt":"2025-12-20T01:16:25","slug":"welle-der-solidaritaet-in-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/658661\/","title":{"rendered":"Welle der Solidarit\u00e4t in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eJacques Tillys Wagen sind in jedem Jahr das Highlight des Rosenmontagszugs. Die jetzt gegen ihn erhobenen Vorw\u00fcrfe wird er sicher humorvoll umsetzen. In D\u00fcsseldorf darf er jedenfalls sagen, was er will!\u201c\u201e sagt Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stephan-keller\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stephan Keller<\/a>. \u201eDie St\u00e4rke der Demokratie liegt darin, andere Meinungen zuzulassen \u2013 auch dann, wenn sie provozieren, irritieren oder widersprechen. Gerade diese Offenheit unterscheidet freie Gesellschaften von autorit\u00e4ren Systemen\u201c, sagt Keller. \u201eWo Macht keinen Widerspruch duldet, wird Kritik unterdr\u00fcckt und Satire zur Bedrohung erkl\u00e4rt. In einer Demokratie gilt: Kunst darf alles!\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments, hat die Berichterstattung \u00fcber das nun in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> eingeleitete Strafverfahren verfolgt. \u201eSo sind Despoten. Sie hassen Kunst, Kultur und Satire, vor allem dann, wenn sie sich gegen sie pers\u00f6nlich richtet&#8220;, sagt sie im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion. Im M\u00e4rz hat Strack-Zimmermann <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/jacques-tilly\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jacques Tilly<\/a> ins EU-Parlament eingeladen. \u201eDas wird die Putin-Freunde im Europ\u00e4ischen Parlament auch nicht erfreuen\u201c, sagt sie. \u201eDass Jacques Tilly ins Fadenkreuz von Putin ger\u00e4t, zeigt, dass er alles richtig macht und nicht daran denkt, sich von den Feinden der Freiheit einsch\u00fcchtern zu lassen&#8220;, sagt Strack-Zimmermann. \u201eWenn Putins antidemokratische rechte wie linke J\u00fcnger in Europa Mehrheit bekommen, sind Kunst, Kultur und Satire das Erste, was stirbt. Der Hass auf die Freiheit ist so gro\u00df, solche Typen verbrennen auch B\u00fccher.&#8220;<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als Ur-Karnevalist in D\u00fcsseldorf hat Lothar H\u00f6rning die Wagen von Jacques Tilly seit Jahren mit Begeisterung angeschaut: \u201eIch fand es immer sehr faszinierend, mit welcher Pr\u00e4zision und Bildsprache er die Sachverhalte auf den Punkt bringt.\u201c Seit eineinhalb Jahren ist er als Pr\u00e4sident des <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/comitee-duesseldorfer-carneval\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Comitee D\u00fcsseldorfer Carneval<\/a> (CC) mitverantwortlich f\u00fcr den Rosenmontagszug und positioniert sich klar f\u00fcr den Wagenbauer: \u201eIn meiner jetzigen Position als CC-Pr\u00e4sident setze ich mich f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/karneval\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Karneval<\/a> in D\u00fcsseldorf allgemein ein und stehe hinter den Wagen von Jacques Tilly \u2013 und auch f\u00fcr die Inhalte, die er damit vermittelt. Die Satire und Narrenfreiheit sind wichtig f\u00fcr den Karneval und die lebendige Demokratie und somit auch f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Freiheit von ihm.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wenn die n\u00e4chsten Wagen am <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rosenmontag\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rosenmontag<\/a> durch D\u00fcsseldorf rollen, wird das Prinzenpaar Marcus I. und Venetia Nicole an der Spitze des Karnevals stehen. Die beiden positionierten sich deutlich: \u201eDer rheinische Karneval lebt von Meinungsfreiheit, Satire und k\u00fcnstlerischer Zuspitzung. Paragraf 5 des Grundgesetzes sch\u00fctzt ausdr\u00fccklich die Freiheit von Kunst und Kultur \u2013 und genau diese Freiheit ist Teil der DNA unseres Karnevals\u201c, sagen die beiden. In der aktuellen Debatte gehe es nicht um einen Angriff auf Jacques Tilly, sondern um einen Angriff auf diese Grundwerte. \u201eWer den Karneval ernst nimmt, muss auch seine k\u00fcnstlerische Freiheit verteidigen. Deshalb stellen wir uns zu 111 Prozent hinter unseren K\u00fcnstler und Wagenbauer Jacques Tilly.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass Karneval auch bedeutet, sich klar zu positionieren, wei\u00df einer ganz genau. 19 Mal stand Tom Bauer als <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hoppeditz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hoppeditz<\/a> im Senftopf und hielt seine satirische Rede vor den D\u00fcsseldorfer Narren. In diesem Jahr thematisierten er und J\u00fcrgen Hilger, die die Rede gemeinsam schreiben, Putin und seinen Krieg zwar nicht, aber in den vergangenen Jahren tauchte das Thema auch beim Hoppeditz immer wieder auf. \u201eEs ist keine Option, damit aufzuh\u00f6ren. Alles, was man mit Satire \u00fcber Russland ausdr\u00fccken kann, unterbietet Putin als Kriegsverbrecher mit seinen Taten. Satire ist fast schon eine Verharmlosung des gesamten Handelns von Russland\u201c, sagt der Ex-Hoppeditz, der in diesem Jahr zum letzten Mal die Rede hielt. \u201eEin einziger Mensch sortiert gerade die Weltordnung neu und wir diskutieren dar\u00fcber, was Satire darf.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eJacques Tillys Wagen sind in jedem Jahr das Highlight des Rosenmontagszugs. 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