{"id":660202,"date":"2025-12-20T17:27:46","date_gmt":"2025-12-20T17:27:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660202\/"},"modified":"2025-12-20T17:27:46","modified_gmt":"2025-12-20T17:27:46","slug":"hirntumor-ki-erkennt-jetzt-ueber-180-tumorarten-healthcare-in-europe-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660202\/","title":{"rendered":"Hirntumor-KI erkennt jetzt \u00fcber 180 Tumorarten \u2022 healthcare-in-europe.com"},"content":{"rendered":"<blockquote class=\"quote\">\n<p>Das Verfahren kann insgesamt dabei helfen, Tumoren genauer zu bestimmen, Therapieentscheidungen zu verbessern und die Prognose von Betroffenen mit ZNS-Tumoren zuverl\u00e4ssiger einzusch\u00e4tzen<\/p>\n<p>David Jones<\/p><\/blockquote>\n<p>Der sogenannte \u201eMethylation Classifier\u201c ist ein KI-basiertes Verfahren, das winzige chemische Ver\u00e4nderungen auf der Oberfl\u00e4che des Erbguts auswertet, sogenannte DNA-Methylierungen, um den Ursprung und die Art eines Tumors zu bestimmen. \u201eDiese epigenetischen Spuren sind wie ein molekularer Fingerabdruck und erlauben eine eindeutige Zuordnung von Tumoren des zentralen Nervensystems, von denen es mehr als 100 Unterarten gibt\u201c, sagt Felix Sahm, Professor f\u00fcr Neuropathologie an der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg der Universit\u00e4t Heidelberg, stellvertretender \u00c4rztlicher Direktor der Abteilung Neuropathologie am Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg (UKHD), Wissenschaftler am KiTZ und einer der beiden leitenden Autoren der <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ccell.2025.11.002\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">jetzt im Fachjournal Cancer Cell erschienenen Studie<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>In der neuen Version 12.8 wurde der \u201eClassifier\u201c auf Basis von etwa 7.500 Tumorproben trainiert \u2013 fast dreimal so viele wie in der bisherigen Version. Die Zahl der erkennbaren Tumorarten stieg dadurch von 91 auf 184. M\u00f6glich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit mit \u00fcber 100 Kliniken und Forschungseinrichtungen weltweit sowie durch Daten aus einer Online-Plattform, auf der Neuropathologen ihre Analysen teilen.\u00a0<\/p>\n<p>Das urspr\u00fcnglich am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie der Medizinischen Fakult\u00e4t Heidelberg (MFHD) der Universit\u00e4t Heidelberg und des Universit\u00e4tsklinikums Heidelberg (UKHD) entwickelte Verfahren nutzt dabei ein Teilgebiet der KI, sogenanntes maschinelles Lernen, um die Methylierungsmuster von Tumorproben automatisch zu analysieren. Es liefert zu jedem Ergebnis eine Wahrscheinlichkeitsbewertung. Dadurch k\u00f6nnen Pathologen einsch\u00e4tzen, wie zuverl\u00e4ssig die Diagnose ist.\u00a0<\/p>\n<p>Das klinische Potential der Methode zeigte sich bei der Analyse kindlicher Tumoren unterschiedlicher Patientenkohorten: Durch die Kombination der molekularen Daten mit klassischen Gewebeanalysen konnten zuvor falsch klassifizierte F\u00e4lle korrigiert werden. Manche Tumoren, die zuvor als b\u00f6sartig eingestuft wurden, waren tats\u00e4chlich weniger aggressiv und damit auch die \u00dcberlebenschance der betroffenen Kinder besser als zun\u00e4chst angenommen. \u201eIn solchen F\u00e4llen k\u00f6nnte man demnach auch schonender behandeln\u201c, betont auch David Jones, Abteilungsleiter am KiTZ und am DKFZ. \u201eDas hei\u00dft, das Verfahren kann insgesamt dabei helfen, Tumoren genauer zu bestimmen, Therapieentscheidungen zu verbessern und die Prognose von Betroffenen mit ZNS-Tumoren zuverl\u00e4ssiger einzusch\u00e4tzen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Die KI-gest\u00fctzte Methode wurde im Jahr 2018 erstmals im Fachmagazin \u201eNature\u201c ver\u00f6ffentlicht und durch die Online-Plattform kostenlos weltweit zug\u00e4nglich gemacht. Seither wird der Heidelberger \u201eClassifier\u201c von Pathologen weltweit genutzt. \u00dcber 160.000 Hirntumorproben aus allen Kontinenten wurden bislang analysiert.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Verfahren kann insgesamt dabei helfen, Tumoren genauer zu bestimmen, Therapieentscheidungen zu verbessern und die Prognose von Betroffenen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":660203,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[154198,154197,154199,154196,331,332,104232,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,154195],"class_list":{"0":"post-660202","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-dkfz-bsky-social","9":"tag-uniheidelberg-und-uniklinikumheidelberg-brkitz-heidelberg","10":"tag-uniheidelberg-bsky-social-und-der-uniklinik-heidelberg","11":"tag-brkitzheidelberg","12":"tag-aktuelle-nachrichten","13":"tag-aktuelle-news","14":"tag-dkfz","15":"tag-eu","16":"tag-europa","17":"tag-europaeische-union","18":"tag-europe","19":"tag-european-union","20":"tag-headlines","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-x-dkfz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115753074316861158","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660202","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660202"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660202\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/660203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}