{"id":660204,"date":"2025-12-20T17:28:14","date_gmt":"2025-12-20T17:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660204\/"},"modified":"2025-12-20T17:28:14","modified_gmt":"2025-12-20T17:28:14","slug":"hisbollah-propaganda-in-europa-bericht-warnt-vor-wachsendem-extremismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660204\/","title":{"rendered":"Hisbollah-Propaganda in Europa: Bericht warnt vor wachsendem Extremismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der gezielte Terroranschlag von Sydney auf ein j\u00fcdisches Fest hat gezeigt, dass der steigende Antisemitismus eine zunehmende Herausforderung f\u00fcr westliche L\u00e4nder darstellt. Der \u00d6sterreichische Fonds zur Dokumentation von religi\u00f6s motiviertem politischen Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam) hat am Samstag eine neuen Bericht ver\u00f6ffentlicht, wo es um die Propaganda der schiitisch-islamistischen Hisbollah in \u00d6sterreich und Europa geht.<\/strong><\/p>\n<p>Die neue Publikation der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) untersucht, wie die Hisbollah (\u201ePartei Gottes\u201c) ihre Inhalte \u00fcber eigene Medienplattformen wie Al-Manar (\u201eDer Leuchtturm\u201c) oder Al-Ahed News auch im deutschsprachigen Raum in Umlauf bringt. Die schiitisch-islamistische Organisation ist politisch, milit\u00e4risch sowie sozial-karitativ t\u00e4tig und \u00fcbernimmt im Libanon teilweise staatliche Funktionen. Sie geh\u00f6rt dem antiwestlichen B\u00fcndnis der sogenannten \u201eAchse des Widerstands\u201c an und steht in engem Kontakt mit der Islamischen Republik Iran, insbesondere mit der iranischen Revolutionsgarde. Die Hisbollah ist \u00fcber ihre Netzwerke und Strukturen weltweit in verschiedenen Bereichen aktiv. Der milit\u00e4rische Arm der Vereinigung wird von der Europ\u00e4ischen Union (EU) als Terrororganisation eingestuft. In \u00d6sterreich ist das \u00f6ffentliche Zeigen und Verbreiten von Symbolen des milit\u00e4rischen Arms seit 2019 verboten \u2013 im Jahr 2021 wurde das Verbot auf s\u00e4mtliche Symbole der Gruppierung ausgeweitet.<\/p>\n<p>Der Fokus des DPI-Berichts liegt auf dem online abrufbaren Propagandasender Al-Manar TV, der als zentrales Sprachrohr der Hisbollah gilt. Mit seiner mehrsprachigen Website in Arabisch, Englisch, Franz\u00f6sisch und Spanisch richtet sich der Kanal an ein globales Publikum, wodurch der Sender eine hohe Reichweite generiert. Laut eigener Darstellung wird die Medienplattform Al-Manar gezielt als \u201eeffektive psychologische Kriegsf\u00fchrung\u201c gegen \u201eden zionistischen Feind\u201c eingesetzt. Im Rahmen der Verbreitung extremistischer Inhalte werden unter anderem antisemitische Stereotype verwendet oder die Taten von Selbstmordattent\u00e4tern verherrlicht. Die EU hat den Sender bereits im Jahr 2005 von EU-Satelliten verbannt, w\u00e4hrend einige EU-L\u00e4nder zus\u00e4tzlich noch weitere Verbote verh\u00e4ngten. Trotz dieser rechtlichen Schritte war der Sender im Internet via Livestream weiterhin verf\u00fcgbar. Im Dezember 2024 hat die in Deutschland ans\u00e4ssige Kommission f\u00fcr Jugendmedienschutz (KJM) alle Telekommunikationsunternehmen angewiesen, die Webseiten von Al-Manar in den verschiedenen Sprachen zu sperren. <strong>In \u00d6sterreich und der Schweiz ist der bekannte Medienkanal online weiterhin erreichbar, hei\u00dft es in der Aussendung des DPI.<\/strong><\/p>\n<p>                Feindseligkeiten gegen den Westen und Israel                                    <\/p>\n<p>Der Hisbollah-Sender bietet vor allem in Arabisch ein umfangreiches Nachrichten- und Unterhaltungsprogramm in verschiedenen Medienformaten sowie in einem professionellen Design. Al-Manar zielt darauf ab, die Basis und Sympathisanten der Organisation genauso wie weitere nahestehende Gruppen zu erreichen sowie ihre Feinde einzusch\u00fcchtern. Die Propaganda verbindet islamistische mit antiimperialistischen Narrativen und stellt Ereignisse aus der Sicht der Hisbollah dar.<\/p>\n<p>                Diaspora weiter im Fokus der Hisbollah                                    <\/p>\n<p>Der seit dem 7. Oktober 2023 zwischen der Hamas und Israel gef\u00fchrte Krieg hat die Schlagkraft der Hisbollah stark reduziert. Zudem ist die Organisation durch den Tod ihres Anf\u00fchrers Hassan Nasrallah, wie auch durch den Verlust wichtiger Versorgungs- sowie Kommunikationswege aus dem Iran infolge von Baschar al-Assads Machtverlust in Syrien geschw\u00e4cht und auf neue Ressourcen angewiesen. Nunmehr richtet die Hisbollah ihr Interesse vermehrt auch auf Europa, wo sie darauf abzielt, mit ihren Narrativen Sympathisanten \u00fcber den arabischsprachigen Raum hinaus zu erreichen. Fr\u00fchere Aktivit\u00e4ten in westlichen L\u00e4ndern sowie die gegenw\u00e4rtige Lage im Libanon lassen die entsprechende strategische Neuausrichtung als m\u00f6gliche Entwicklung zu. Die vorliegende Medienanalyse legt nahe, dass Hisbollah-affine Personen aus der arabischsprachigen Diaspora in Europa und unterst\u00fctzende Kreise aus anderen ideologischen Str\u00f6mungen f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten der islamistischen Organisation auch k\u00fcnftig von zentraler Bedeutung sein werden.<\/p>\n<p>Der neue DPI-Bericht \u201eHezbollah in Europe: Media and Mobilisation\u201c und alle weiteren Publikationen des \u00d6sterreichischen Fonds zur Dokumentation von religi\u00f6s motiviertem politischen Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam) k\u00f6nnen auf der Website <a href=\"http:\/\/www.dokumentationsstelle.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.dokumentationsstelle.at<\/a> abgerufen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der gezielte Terroranschlag von Sydney auf ein j\u00fcdisches Fest hat gezeigt, dass der steigende Antisemitismus eine zunehmende Herausforderung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":660205,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,19322,8737,548,663,158,3934,3935,1724,13,19324,3074,14,15,19319,1433,19320,16,19323,12,265,19318,19317,19321,19325,103],"class_list":{"0":"post-660204","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-chronik","11":"tag-diskussion","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-gesellschaft","18":"tag-headlines","19":"tag-mediengeschehen","20":"tag-meinung","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-nordtirol","24":"tag-oesterreich","25":"tag-osttirol","26":"tag-politik","27":"tag-presseklick","28":"tag-schlagzeilen","29":"tag-sport","30":"tag-suedtirol","31":"tag-unsertirol24","32":"tag-ut24","33":"tag-ut24-blog","34":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115753078286823556","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660204"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660204\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/660205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}