{"id":660586,"date":"2025-12-20T21:32:26","date_gmt":"2025-12-20T21:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660586\/"},"modified":"2025-12-20T21:32:26","modified_gmt":"2025-12-20T21:32:26","slug":"tieren-am-bodensee-soll-es-an-den-kragen-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660586\/","title":{"rendered":"Tieren am Bodensee soll es an den Kragen gehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Landwirtschaftsminister Peter Hauk (<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"CDU\" data-rtr-id=\"30eb8234582224cf91e66839fb0c63a8cca9d541\" data-rtr-score=\"14.84569099378882\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"39\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/cdu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a>) freut sich: \u201eF\u00fcr das l\u00e4nder\u00fcbergreifende Projekt stehen f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre 900.000 Euro bereit, um den Schutz gef\u00e4hrdeter heimischer Fischarten zu verbessern.\u201c Und seine Kollegin, Umweltministerin\u00a0Thekla Walker (Gr\u00fcne) f\u00fcgt hinzu: \u201eIch freue mich, dass das grenz\u00fcberschreitende Projekt jetzt startet und bin mir sicher, dass wir gemeinsam nachhaltige L\u00f6sungen entwickeln werden, um dem Vogel- und Fischartenschutz aber auch der Fischerei im Bodenseeraum gerecht zu werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Was seit Jahrzehnten erwartet wird, in anderen Staaten am See bereits umgesetzt wird, kommt jetzt endlich auch in Baden-W\u00fcrttemberg. Auch wenn die Fischer rund um den See skeptisch sind, weil schon zu viele Versuche, die massenhafte Verbreitung des Kormorans am Bodensee einzud\u00e4mmen, in letzter Minuten endeten, weil die Vogelsch\u00fctzer Geh\u00f6r fanden. Dennoch stellen die beiden Ministerien das Projekt \u201aFischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee\u2019 vor. Das soll im Januar 2026 starten.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Acht Projektpartner aus den Bodensee-Anrainerl\u00e4ndern Bayern, Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein werden das Interreg-Vorhaben unter der Leitung von Baden-W\u00fcrttemberg zusammen durchf\u00fchren. Dabei sollen in vier zentralen Arbeitspaketen \u201el\u00e4nder\u00fcbergreifende Ma\u00dfnahmen und Handlungsempfehlungen zum besseren Schutz gef\u00e4hrdeter Fischarten in der Bodenseeregion\u201c erarbeitet werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/97077d3e-d657-4731-935c-08621a7e0e47.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Unser Bild zeigt die Kormroan-Kolonie in Fischbach, mit abgestorbenen B\u00e4umen im Naturschutzgebiet.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Unser Bild zeigt die Kormroan-Kolonie in Fischbach, mit abgestorbenen B\u00e4umen im Naturschutzgebiet. (Foto: Ralf Sch\u00e4fer)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hintergrund ist nicht zuletzt der Umstand, dass die Fischereiforschungsstelle in Langenargen erst vor einigen Tagen die Rote Liste der Fische in Baden-W\u00fcrttemberg aktualisiert und vorgestellt hat. Hintergrund sind aber auch die seit vielen Jahren andauernden Forderungen der Berufsfischer, die Kormoranpopulation zu begrenzen. Dar\u00fcber sind bereits mehrere Romane geschrieben worden \u2013 Krimis, wie man sich denken kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/c7e5566a-415f-42c2-b833-65928e8196b8.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Die Kormorane fressen mittlerweile f\u00fcnfmal so viel Fisch pro Jahr, wie die Fischer am ganzen See fangen.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Die Kormorane fressen mittlerweile f\u00fcnfmal so viel Fisch pro Jahr, wie die Fischer am ganzen See fangen. (Foto: Felix K\u00e4stle\/dpa)<\/p>\n<p>Fischer sollen profitieren<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eNeben Verbesserungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Lebensr\u00e4ume der Fische sollen zudem auch Ma\u00dfnahmen des Kormoranmanagements entwickelt werden. Hierf\u00fcr stehen insgesamt 900.000 Euro bereit, um in den kommenden drei Jahren L\u00f6sungen zu finden, die den Schutz gef\u00e4hrdeter heimischer Fischarten verbessern\u201c, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Presseerkl\u00e4rung der Ministerien. Auch die f\u00fcr die Bodenseefischer wichtigen Wirtschaftsfischarten sollen von den Ma\u00dfnahmen profitieren, sagte Minister Hauk.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/48641ef4-5fcb-425d-9e66-882ca2b9968f.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Zahlreiche Fische fliehen vor den Kormoranen in die H\u00e4fen.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Zahlreiche Fische fliehen vor den Kormoranen in die H\u00e4fen. (Foto: Ralf Sch\u00e4fer)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Diese Wei\u00dffische, vor allem Rotaugen und andere karpfenartige Fische, sind es in erster Linie, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bodensee gerade am dringendsten braucht. Denn diese Fische fressen die Quagga-Muschel, die sich als eingeschleppte Art unter der Wasseroberfl\u00e4che massenhaft verbreitet und zu mehrere Millionen Euro teuren Sanierungen der Trinkwasserversorgung f\u00fchrt. Solange diese Wei\u00dffische aber vom Kormoran gefressen werden, hat die Muschel leichtes Spiel, und ein \u00f6kologisch funktionierendes Gleichgewicht ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Sechs gesch\u00fctzte und zum Teil besonders gef\u00e4hrdete sogenannte \u201aFokus-Fischarten\u201b stehen im Mittelpunkt des Projekts: \u00c4sche, Nase, Str\u00f6mer, Bitterling, Groppe und Bachneunauge. Im Mittelpunkt stehen Ma\u00dfnahmen zur \u00f6kologischen Aufwertung der Fischhabitate und die Entwicklung technischer Schutzma\u00dfnahmen gegen Kormoranfra\u00df. Darunter auch das Bespr\u00fchen der Eier mit \u00d6l, damit die K\u00fcken nicht schl\u00fcpfen. Das soll mit Drohnen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Ursachen werden genannt<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Ursachen der Gef\u00e4hrdung der Fische werden jetzt von den Ministerien genannt. \u201eLebensraumver\u00e4nderungen durch den Klimawandel, die vielf\u00e4ltige Nutzung der Gew\u00e4sser, invasive gebietsfremde Arten und die Zunahme fischfressender Kormorane\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/7dc4c907-6946-4683-a068-dacab8516fac.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Auf diesem vom Agrarministerium Baden-W\u00fcrttemberg zur Verf\u00fcgung gestellten undatierten Bild fliegt eine Drohne im Kampf gegen Kormorane bis in die Baumkronen.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Auf diesem vom Agrarministerium Baden-W\u00fcrttemberg zur Verf\u00fcgung gestellten undatierten Bild fliegt eine Drohne im Kampf gegen Kormorane bis in die Baumkronen. (Foto: -\/Weber Agrar Robotik GmbH via Agrarministerium Baden-W\u00fcrttemberg\/dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zur Verringerung des Fra\u00dfdrucks durch Kormorane auf gef\u00e4hrdete Fischarten \u201ewerden Grundlagen erarbeitet, die auf eine internationale Strategie zum Kormoranmanagement abzielen. Diese beinhalten auch den Einsatz modernster Drohnentechnologie zum Brutmanagement der Kormorane, welche im Rahmen eines Pilotprojekts in Kormorankolonien am Bodensee zur Anwendung kommen soll\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben der Ministerien.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>Hoffen auf Zusammenarbeit<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ein komplexes Monitoring-Programm soll alle Ma\u00dfnahmen begleiten, um deren Wirkung auf die Fokus-Fischarten sowie auf andere Schutzg\u00fcter, wie zum Beispiel Brut- und Rastv\u00f6gel, zu erfassen, zu bewerten und umgehend ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen. Minister Hauk gibt sich sicher: \u201eEine ma\u00dfgebliche Verbesserung der Lebensbedingungen unserer heimischen Fische kann nur durch die Zusammenarbeit aller See-Anrainern erreicht werden. Ich w\u00fcnsche mir, dass das neue Interreg-Projekt insbesondere die Akteure aus Naturschutz, Fischerei und Jagd konstruktiv zusammenbringt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) freut sich: \u201eF\u00fcr das l\u00e4nder\u00fcbergreifende Projekt stehen f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre 900.000 Euro&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":660587,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[7885,29,30,13,14,15,23266,12,10,8,9,11,2624,9326,4106],"class_list":{"0":"post-660586","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bodensee","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-notfaelle","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-unfaelle","21":"tag-updateme","22":"tag-wasser"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115754039001865927","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660586\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/660587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}