{"id":660772,"date":"2025-12-20T23:25:20","date_gmt":"2025-12-20T23:25:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660772\/"},"modified":"2025-12-20T23:25:20","modified_gmt":"2025-12-20T23:25:20","slug":"selenskij-knuepft-gespraeche-mit-usa-und-russland-an-bedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/660772\/","title":{"rendered":"Selenskij kn\u00fcpft Gespr\u00e4che mit USA und Russland an Bedingungen"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>hat ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr <strong>von den USA vorgeschlagene Dreier-Gespr\u00e4che mit Russland<\/strong> \u200can Bedingungen gekn\u00fcpft. &#8222;Wenn ein solches \u200dTreffen stattfinden k\u00f6nnte, um den Austausch von Kriegsgefangenen oder eine Einigung \u00fcber ein dreiseitiges Treffen der Staats- und Regierungschefs zu erm\u00f6glichen, w\u00fcrden wir solche Vorschl\u00e4ge unterst\u00fctzen. <strong>Mal sehen, wie sich die Dinge entwickeln<\/strong>&#8222;, sagte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskij am Samstag vor Journalisten in Kiew.<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Die USA schlagen ein trilaterales Treffen der Nationalen Sicherheitsberater vor: Amerika, Ukraine, Russland<\/strong>&#8222;, so Selenskij . Zuvor hatte er gesagt, Kiew werde \u00fcber das Format entscheiden, sobald klar sei, ob die am Freitag wieder aufgenommenen bilateralen Gespr\u00e4che mit \u200cUS-Unterh\u00e4ndlern positiv verliefen. Die USA h\u00e4tten erkl\u00e4rt, sie w\u00fcrden ein separates Treffen mit Vertretern Russlands abhalten. &#8222;Und sie haben das folgende Format vorgeschlagen, \u200csoweit ich das verstehe: Ukraine, Amerika, Russland und, da es dort Vertreter Europas gibt, <strong>wahrscheinlich auch Europa<\/strong>&#8222;, \u2060sagte Selenskij .<\/p>\n<p>Am Sonntag und Montag hatten f\u00fchrende europ\u00e4ische Staaten, die USA und die Ukraine in Berlin \u00fcber eine Konfliktl\u00f6sung verhandelt. In Florida wollten die US-Unterh\u00e4ndler mit Vertretern Russlands sprechen. Die Erfolgsaussichten gelten als gering, zeigte sich Kreml-Chef Wladimir Putin doch am Freitag demonstrativ unnachgiebig.<\/p>\n<p>Putins Gesandter in Miami<\/p>\n<p>Putins Sondergesandter Kirill Dmitrijew traf am Samstagnachmittag (Ortszeit) in Miami ein. Er wolle sich dort mit dem Ukraine-Sonderbeauftragten von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner treffen, sagte ein russischer Insider.<\/p>\n<p>Vor Tagen k\u00fcndigte ein hochrangiger US-Beamter an, dass man sich in Florida in Arbeitsgruppen treffen wolle. Milit\u00e4rvertreter sollen demnach auch dabei sein. Auch ukrainische und europ\u00e4ische Regierungsvertreter werden in Florida erwartet, darunter der au\u00dfenpolitische Berater von Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz, G\u00fcnter Sautter. Er machte sich bereits am Freitag auf den Weg, um dort &#8222;informelle Gespr\u00e4che mit der US-Regierung&#8220; zu f\u00fchren, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge ist ein Treffen mit Witkoff geplant, an dem auch Vertreter von Gro\u00dfbritannien und Frankreich teilnehmen sollen. Gespr\u00e4che der deutschen und russischen Seite sind nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Bei den Sicherheitsgarantien gibt es Bewegung<\/p>\n<p>In den Verhandlungen geht es um zwei zentrale Punkte: Sicherheitsgarantien und Gebietsfragen. Bei den geplanten Garantien f\u00fcr den Fall eines Waffenstillstands gab es nach Angaben von allen Seiten Fortschritte. &#8222;Was die USA hier in Berlin an rechtlichen und an materiellen Garantien auf den Tisch gelegt haben, ist wirklich beachtlich&#8220;, sagte etwa Deutschlands Kanzler Merz. Gemeint ist nach seinen Angaben vor allem die Bereitschaft der USA, der Ukraine Garantien in der N\u00e4he von Artikel 5 des NATO-Vertrags zu geben. Danach wird ein Angriff auf einen Staat wie ein Angriff auf alle behandelt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er machten das Angebot, mit Unterst\u00fctzung der USA eine &#8222;multinationale Truppe&#8220; aufzustellen, die f\u00fcr Sicherheit zu Land, auf See aber auch am Boden in der Ukraine sorgen soll. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskij scheint sich seinerseits damit abgefunden zu haben, dass ein NATO-Beitritt seines Landes derzeit unrealistisch ist.<\/p>\n<p>    Gebietsfrage bleibt schwierig<\/p>\n<p>Die schwierigste Frage bis ganz zum Schluss d\u00fcrfte die Gebietsfrage bleiben. Zu Russlands Kernforderungen f\u00fcr einen Waffenstillstand geh\u00f6rt, dass die Ukraine im \u00f6stlichen Gebiet Donezk auch jene f\u00fcr die Verteidigung des Landes strategisch wichtigen St\u00e4dte aufgibt, die Russland bisher nicht erobern konnte. Selenskij lehnt solche Geschenke an den &#8222;Aggressorstaat&#8220; ab und verweist auf die Verfassung des Landes, die Gebietsabtretungen grunds\u00e4tzlich nicht zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Merz sagte aber, dass Selenskij bereit sei, das Gebiet jenseits der bestehenden Frontlinie in der Ukraine als &#8222;russisch besetztes Territorium&#8220; anzuerkennen. Zudem sprach er von einer &#8222;entmilitarisierten Zone&#8220; zwischen den beiden Kriegsparteien, also einer Art Pufferzone.<\/p>\n<p>Wie Russland bisher reagiert hat<\/p>\n<p>Offiziell hat Russland auf die in den Medien kursierenden Vorschl\u00e4ge nicht reagiert. Moskau warte darauf, von Washington unterrichtet zu werden und werde im Vorfeld keine Megafon-Diplomatie betreiben, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.<\/p>\n<p>Der generelle Unmut \u00fcber eine Unterst\u00fctzung der Ukraine vor allem durch die EU ist in den russischen Kommentaren allerdings nicht zu \u00fcberh\u00f6ren. Au\u00dfenminister Sergej Lawrow warf den Europ\u00e4ern nach den Nachverhandlungen in Berlin vor, eine destruktive Rolle bei den Friedensgespr\u00e4chen zu spielen. Kremlchef Putin schimpfte bei einer Besprechung mit hochrangigen Milit\u00e4rs gar \u00fcber &#8222;europ\u00e4ische Ferkel&#8220;. Bei der gleichen Veranstaltung drohte er damit, die &#8222;historischen Territorien&#8220; Russlands milit\u00e4risch zur\u00fcckzuerobern, sollte die Ukraine im Gebietsstreit nicht einlenken.<\/p>\n<p>    Putin wiederholt alte Forderungen<\/p>\n<p>Auch bei seiner gro\u00dfen Jahrespressekonferenz am Freitag zeigte Putin H\u00e4rte. Russland sei zum Frieden bereit &#8211; zu seinen Bedingungen, gab er bekannt und br\u00fcstete sich in der landesweit vom Fernsehen \u00fcbertragenen Veranstaltung mit weiteren milit\u00e4rischen Erfolgen. Zu den seit langem bekannten Forderungen Moskaus geh\u00f6ren unter anderem ein Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt sowie die Abtretung weiterer Gebiete an Russland.<\/p>\n<p>Hinter der in Moskau immer wieder gew\u00e4hlten Formulierung, dass &#8222;in Kiew die Ursachen f\u00fcr den Konflikt&#8220; beseitigt werden m\u00fcssten, verbirgt sich zudem der Anspruch, die politische Landschaft im Nachbarland mitgestalten zu k\u00f6nnen. Dies machte Putin auch bei der Jahrespressekonferenz deutlich, als er die Einbeziehung der nach Russland geflohenen Ukrainer &#8211; angeblich f\u00fcnf bis sogar zehn Millionen Menschen &#8211; bei einer m\u00f6glichen Pr\u00e4sidentenwahl im Nachbarland forderte. Seine Wahlleiterin Ella Pamfilowa bot daraufhin an, die Abstimmung in Russland zu organisieren und auszuz\u00e4hlen &#8211; eine von vornherein f\u00fcr Kiew unannehmbare Bedingung.<\/p>\n<p>Selenskij schlie\u00dft Wahlen in besetzten Gebieten aus<\/p>\n<p>Selenskij schloss am Samstag Wahlen in den von Russland besetzten Gebieten aus. Wahlen k\u00f6nnen nur abgehalten werden, wenn die Sicherheit f\u00fcr den Wahlvorgang gew\u00e4hrleistet sei, betonte er. Das russische Regime hatte bereits mehrere Urneng\u00e4nge in ukrainischen Landesteilen organisiert, die offenkundig manipuliert waren. Auf Basis von gef\u00e4lschten &#8222;Volksabstimmungen&#8220; hatte Russland vier Regionen der Ukraine annektiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ukraine hat ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr von den USA vorgeschlagene Dreier-Gespr\u00e4che mit Russland \u200can Bedingungen gekn\u00fcpft. &#8222;Wenn ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":660773,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-660772","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115754482038647912","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660772","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660772"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660772\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/660773"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660772"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660772"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660772"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}