{"id":661463,"date":"2025-12-21T06:39:43","date_gmt":"2025-12-21T06:39:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/661463\/"},"modified":"2025-12-21T06:39:43","modified_gmt":"2025-12-21T06:39:43","slug":"lu-maschke-46-arbeitet-ehrenamtlich-im-johannes-hospiz-in-muenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/661463\/","title":{"rendered":"Lu Maschke (46) arbeitet ehrenamtlich im Johannes-Hospiz in M\u00fcnster"},"content":{"rendered":"<p>19.12.2025, 13:04 Uhr, Stadtdekanat M\u00fcnster&#13;\n<\/p>\n<p>In der K\u00fcche des Johannes-Hospizes in M\u00fcnster duftet es nach frisch gebackenem Konfit\u00fcrenkuchen, eine ostdeutsche Spezialit\u00e4t. Lu Maschke legt ein St\u00fcck auf einen Teller, der Rest kommt in eine Frischhaltedose. \u201eEine Frau aus Th\u00fcringen, die hier im Hospiz eingezogen ist, hat sich diesen Kuchen gew\u00fcnscht\u201c, sagt die 46-J\u00e4hrige, die damit einen besonderen kulinarischen Wunsch der Bewohnerin erf\u00fcllt hat. Sp\u00e4ter wird Lu Maschke erfahren, dass die Frau die Kuchendose \u201ewie einen Schatz geh\u00fctet hat\u201c \u2013 bis zum Ende.\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Eine Frau sitzt auf einem Stuhl an einem Tisch und bereitet Desserts zu.\" alt=\"Eine Frau sitzt auf einem Stuhl an einem Tisch und bereitet Desserts zu.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_2025-12-19-maschke-dessert_e5a62fca99.jpg\" width=\"300\" height=\"225\"\/><\/p>\n<p>Lu Maschke bereitet Desserts f\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner des Johannes-Hospizes vor.<\/p>\n<p>\u00a9 privat<\/p>\n<p>Seit gut einem Jahr geh\u00f6rt das Ehrenamt im Johannes-Hospiz fest zu Lu Maschkes Leben dazu. Jeden zweiten Sonntagmorgen geht sie dort Hauswirtschafterin Anna Surmann zur Hand, backt Kuchen, r\u00fchrt Desserts an, k\u00fcmmert sich um die W\u00e4sche. Bereits 2004 hatte Lu Maschke, die hauptberuflich als Senior Art Director bei einer Kreativagentur arbeitet, erstmals Kontakt zum Hospiz: Ihre Gro\u00dfmutter verbrachte dort das letzte halbe Jahr ihres Lebens. \u201eDamals habe ich das Haus von der Seite der Angeh\u00f6rigen kennengelernt und war tief beeindruckt, wie liebevoll und individuell hier mit Menschen umgegangen wird.\u201c<\/p>\n<p>Nach beruflichen Zeiten im Ausland stand f\u00fcr die M\u00fcnsteranerin nach ihrer R\u00fcckkehr in die Heimat der Ort f\u00fcr ihr Ehrenamt fest. \u201eManchmal sind es die kleinen Dinge, die den Alltag hier lebenswert machen\u201c, sagt sie. \u201eEin frisch gebackener Kuchen, ein gedeckter Tisch \u2013 das bringt Struktur und W\u00e4rme.\u201c Mit Bewohnerinnen und Bewohnern kommt sie in der Gemeinschaftsk\u00fcche in Kontakt, wo sie, sofern k\u00f6rperlich m\u00f6glich, zusammen fr\u00fchst\u00fccken oder Mittag essen k\u00f6nnen. \u201eEs ist ein besonderer Raum\u201c, sagt Lu Maschke. \u201eDie Menschen k\u00f6nnen hier selbstbestimmt teilnehmen, sich austauschen, ein St\u00fcck Normalit\u00e4t erleben.\u201c<\/p>\n<p>Ausbildung zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin<\/p>\n<p>Die Design-Expertin absolviert derzeit zus\u00e4tzlich einen Kurs, in dem sie zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin ausgebildet wird und damit sp\u00e4ter auch im ambulanten Hospiz-Dienst t\u00e4tig sein kann. \u201eEs ist ein intensiver Kurs, oft mittwochsabends und samstags, aber er gibt mir noch einmal ein ganz anderes R\u00fcstzeug, um Menschen in allen Facetten des Sterbeprozesses zu begleiten\u201c, sagt Lu Maschke.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Zwei Frauen haben die Arme umeinander gelegt und halten einen Kuchen in die Kamera, w\u00e4hrend sie fr\u00f6hlich l\u00e4cheln.\" alt=\"Zwei Frauen haben die Arme umeinander gelegt und halten einen Kuchen in die Kamera, w\u00e4hrend sie fr\u00f6hlich l\u00e4cheln.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_2025-12-19-maschke-surmann_98b5cb490b.jpg\" width=\"300\" height=\"400\"\/><\/p>\n<p> Lu Maschke (links) mit Hauswirtschafterin Anna Surmann in der K\u00fcche des Johannes-Hospizes, wo sie gemeinsam Kuchen backen und Desserts anr\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00a9 privat<\/p>\n<p>Der Advent hat im Johannes-Hospiz einen besonderen Stellenwert. Lichterketten, Kerzen auf den Tischen, selbst gebackene Kekse und Kuchen \u2013 all das tr\u00e4gt zur warmen Atmosph\u00e4re bei. \u201eEs ist keine laute Weihnachtsstimmung\u201c, beschreibt die 46-J\u00e4hrige. \u201eAber eine sehr warme, tr\u00f6stliche Stimmung. Man sp\u00fcrt das Licht, auch wenn die Situation der Menschen manchmal schwer ist.\u201c Sie freut sich schon auf ihre Schicht an Heiligabend, wenn alles sch\u00f6n dekoriert wird und besondere Leckereien bereitstehen. \u201eAn dem Tag ist die Atmosph\u00e4re eine ganz spezielle\u201c, wei\u00df sie aus Erfahrung.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDie Menschen sp\u00fcren, wenn man mit Herz dabei ist.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Ihr Ehrenamt hat Lu Maschke gepr\u00e4gt: \u201eMan muss keine Pflegekraft sein, um Menschen in dieser Phase des Lebens nahe zu sein.\u201c Oft gen\u00fcge es, pr\u00e4sent zu sein, zuzuh\u00f6ren, kleine Gesten zu zeigen. \u201eDie Menschen sp\u00fcren, wenn man mit Herz dabei ist. Manchmal reicht es schon, dass man den Tee serviert oder am Tisch hilft. Und man bekommt so viel zur\u00fcck \u2013 ein L\u00e4cheln, Dankbarkeit, menschliche N\u00e4he.\u201c Auch an sich selbst hat sie eine \u00c4nderung festgestellt: \u201eIch bin gelassener geworden, achte mehr auf die kleinen Dinge und lerne, wie wertvoll jeder Moment ist.\u201c Der Umgang mit dem Tod hat f\u00fcr sie eine andere Dimension bekommen: \u201eWenn man erlebt, wie w\u00fcrdevoll und liebevoll ein Abschied sein kann, bekommt der Tod eine andere Farbe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGeborgen in unserer Mitte\u201c \u2013 aus Sicht von Lu Maschke gibt es wenige Orte, an denen das eigene Leitbild so sp\u00fcrbar gelebt wird. \u201eViele sagen mir: \u201aDas k\u00f6nnte ich nicht.\u2018 Aber ich glaube, diese Menschen haben noch nie ein Hospiz von innen gesehen.\u201c Sie selbst empfindet es als gro\u00dfes Privileg, Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten zu d\u00fcrfen, und ist umso dankbarer, in einem gesunden K\u00f6rper leben zu d\u00fcrfen. Ihr Ritual: \u201eNach jeder Schicht gehe ich direkt ins Fitnessstudio, um meinen K\u00f6rper zu sp\u00fcren und zu st\u00e4rken \u2013 und den n\u00f6tigen Ausgleich zu finden.\u201c<\/p>\n<p>Um den Hospizbewohnern bis zuletzt ein Leben in W\u00fcrde erm\u00f6glichen zu k\u00f6nnen, aber auch f\u00fcr den ambulanten Dienst und die Trauerbegleitung ist das Johannes-Hospiz auf Spenden angewiesen. Die M\u00f6glichkeit zur Spende gibt auf der <a href=\"https:\/\/www.johannes-hospiz.de\/cms\/deutsch\/johannes-hospiz\/spende-eine-kugel-geborgenheit.html\" target=\"_blank\" class=\"std-external\" rel=\"noreferrer noopener\">Internetseite<\/a> des Johannes-Hospizes.<\/p>\n<p>Ann-Christin Ladermann<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"19.12.2025, 13:04 Uhr, Stadtdekanat M\u00fcnster&#13; In der K\u00fcche des Johannes-Hospizes in M\u00fcnster duftet es nach frisch gebackenem Konfit\u00fcrenkuchen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":661464,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,18186,1209],"class_list":{"0":"post-661463","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-news-detail","13":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115756188858673799","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/661463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=661463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/661463\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/661464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=661463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=661463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=661463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}