{"id":662330,"date":"2025-12-21T15:16:16","date_gmt":"2025-12-21T15:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/662330\/"},"modified":"2025-12-21T15:16:16","modified_gmt":"2025-12-21T15:16:16","slug":"russland-und-frankreich-ukraine-krieg-putin-wuerde-mit-macron-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/662330\/","title":{"rendered":"Russland und Frankreich \u2013 Ukraine-Krieg: Putin w\u00fcrde mit Macron reden"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img315777\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/315777.jpeg\" alt=\"Die St\u00e4dte entlang der Front im Donbass, wie Druschkiwka, werden zu immer lebensfeindlicheren Orten.\"\/><\/p>\n<p>Die St\u00e4dte entlang der Front im Donbass, wie Druschkiwka, werden zu immer lebensfeindlicheren Orten.<\/p>\n<p>Foto: Imago\/Anadolu Agency\/Diego Herrera Carcedo<\/p>\n<p>Gibt es in der EU tats\u00e4chlich noch Politiker, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196335.russische-staatsgelder-europas-fanatiker.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die zumindest den Versuch unternehmen, den Krieg in der Ukraine auf diplomatischem Weg zu l\u00f6sen<\/a>? Beim EU-Gipfel vergangene Woche d\u00fcpierte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron seine Kollegen als er vorschlug, vielleicht doch mal zu versuchen, mit Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin zu reden. Das war innerhalb des Staatenbundes seit Kriegsbeginn eigentlich ein Tabu, was lediglich von Schmuddelkindern wie dem Ungar Viktor Orb\u00e1n gebrochen wurde. Und von Macron selbst, der schon im September 2022 Versuche unternommen hatte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich, und da zeigt Macron <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196332.ukraine-krieg-solidaritaet-auf-eigene-kosten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weit mehr politischen Realit\u00e4tssinn als das politische Berlin<\/a>, wird Russland nicht verschwinden (auch wenn es so mancher im Bundestag gerne h\u00e4tte). Zudem laufen die Verhandlungen \u00fcber ein Kriegsende komplett an den Europ\u00e4ern vorbei.<\/p>\n<p>Kreml sendet Signale der Gespr\u00e4chsbereitschaft<\/p>\n<p>Zur gro\u00dfen Ungl\u00e4ubigkeit eben jener Europ\u00e4er gibt sich Putin gespr\u00e4chsbereit. Bereits in seiner Jahrespressekonferenz am Freitag hatte der Kreml-Chef angedeutet, durchaus mit Macron reden zu wollen. Wenn es den gegenseitigen politischen Willen gebe, k\u00f6nne man das nur positiv bewerten, legte Regierungssprecher Dmitri Peskow am Wochenende gegen\u00fcber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti nach und pr\u00e4zisierte, die Kontakte d\u00fcrften nicht zu Belehrungen ausarten.<\/p>\n<p>Ob Macron und Putin wirklich in den kommenden Tagen oder Wochen miteinander reden werden, ist allerdings nicht ausgemacht. In Paris scheint man die Signale aus dem Kreml laut \u00bbLe Monde\u00ab positiv aufzunehmen. In den kommenden Tagen will die franz\u00f6sische Regierung laut der Nachrichtenagentur AFP ein Format f\u00fcr die Wiederaufnahme von Gespr\u00e4chen treffen.<\/p>\n<p>Macrons Vorschlag scheint durchaus einen Nerv zu treffen. Das hat auch der Russland-Experte Mark Galeotti festgestellt. In Europa mache sich langsam die Meinung breit, dass es einfach nicht funktioniere, Putin als schlechten Menschen zu meiden. Vor allem, wenn die Europ\u00e4er mit so vielen anderen schlechten Menschen reden und Gesch\u00e4fte machen, schreibt Galeotti in seiner Kolumne f\u00fcr \u00bbThe Spectator\u00ab.<\/p>\n<p>Galeotti verweist auf den fr\u00fcheren finnischen Pr\u00e4sidenten Sauli Niinist\u00f6, der im November vorschlug, dass die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs, wenn sie sich dar\u00fcber Sorgen machten, dass Trump \u00fcber ihre K\u00f6pfe hinweg mit Putin spreche, selbst mit ihm in Kontakt treten sollten. Eine Idee, die auch der aktuelle finnische Staatschef Alexander Stubb, der mit Sicherheit kein Freund Putins ist, vertritt.<\/p>\n<p>Moskau will keine \u00c4nderungen am Friedensplan<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich m\u00fcssen die Europ\u00e4er aktuell i<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196245.friedensverhandlungen-ultimatum-fuer-kiew.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">n Miami wieder mitansehen, wie die USA und Russland direkt verhandeln<\/a>, w\u00e4hrend man selbst nur zuschauen darf. Und immerhin scheinen diese Gespr\u00e4che konstruktiv zu verlaufen, sagt zumindest Russlands Unterh\u00e4ndler Kirill Dmitrijew. Was das genau hei\u00dft, wurde bis zum Redaktionsschluss nicht publik.<\/p>\n<p>Ebenso wenig, ob Moskau mit den Ergebnissen aus Miami einverstanden sein wird. Russlands Regierung sei nicht \u00fcber den Verlauf der Gespr\u00e4che informiert, sagte Pr\u00e4sidentenberater Jurij Uschakow zu Journalisten. Zugleich stellte er klar, dass der Kreml wohl kaum mit den von der Ukraine und den Europ\u00e4ern eingebrachten \u00c4nderungsw\u00fcnschen einverstanden sein d\u00fcrfte. \u00bbDas ist keine Prognose. Ich bin mir sicher, dass die Vorschl\u00e4ge, die die Europ\u00e4er und Ukrainer eingebracht haben oder einzubringen versuchen, das Dokument definitiv nicht verbessern und die Chancen auf einen dauerhaften Frieden nicht erh\u00f6hen\u00ab, so Uschakow.<\/p>\n<p>Russen \u00fcberqueren Grenze bei Sumy<\/p>\n<p>F\u00fcr die ukrainische Armee bleibt die Lage an der Front weiter \u00e4u\u00dferst angespannt. Nach Angaben des Osint-Projektes Deep State ist die russische Armee \u00f6stlich von Myrnohrad vorger\u00fcckt. Die umk\u00e4mpfte Stadt befindet sich mittlerweile komplett in der \u00bbgrauen Zone\u00ab, ist also nicht mehr unter ukrainischer und noch nicht unter russischer Kontrolle. Die rund 1000 sich noch in der Stadt befindlichen ukrainischen Soldaten sollen verschiedenen Berichten zufolge eingekesselt sein. Ihnen droht eine Zerm\u00fcrbungsschlacht und russische Kriegshaft.<\/p>\n<p>Im Norden der Ukraine gibt es neue K\u00e4mpfe um das Grenzdorf Hrabowske im Gebiet Sumy. Dort sollen in der Nacht zu Sonntag russische Soldaten eingefallen sein und mehr als 50 \u00e4ltere Menschen mit \u00fcber die Grenze genommen haben, berichtete zuerst \u00bbKordon Media\u00ab. Im Laufe des Tages best\u00e4tigte die ukrainische Armee den Vorgang und pr\u00e4zisierte, dass es sich bei den nach Russland gebrachten Menschen um Einwohner handelt, die zuvor eine Evakuierung ins ukrainische Hinterland abgelehnt hatten.<\/p>\n<p>Wichtige Br\u00fccke bei Odessa nach Beschuss wiedererrichtet<\/p>\n<p>In der S\u00fcdukraine bei Odessa meldete die Polizei am Sonntag, dass der Verkehr auf der Br\u00fccke von Majaky \u00fcber den Dnjestr wieder in beide Richtungen flie\u00dfe. In den Tagen zuvor hatte die russische Armee die strategisch wichtige Br\u00fccke mehrfach mit Drohnen beschossen und damit Kritik von ukrainischen Freiwilligen an der eigenen Regierung ausgel\u00f6st, die in Person von Pr\u00e4sident Selenskyj einen gro\u00dfen Abwehrkampf f\u00fcr die kritische Infrastruktur angek\u00fcndigt hatte.<\/p>\n<p>Vor Ort soll das indes ganz anders ausgesehen haben. \u00bbSie sehen \u00fcberhaupt nichts und schie\u00dfen nach Geh\u00f6r\u00ab, schreibt der Freiwillige Roman Donik auf Facebook \u00fcber die Luftabwehr im Gebiet Odessa. Schuld an der Situation sei die Regierung, so Donik. Nach den ersten Angriffen auf die Br\u00fccke 2022 sei deutlich geworden, dass die Region von dieser einen Br\u00fccke abh\u00e4ngig sei. Allerdings sei nichts unternommen worden. Jetzt k\u00f6nnten die Freiwilligen nichts mehr tun, weil sie von den Beh\u00f6rden abgewimmelt worden seien, schreibt Donik weiter. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196242.ukraine-krieg-ueber-alles-kann-man-reden-nur-nicht-ueber-gebietsabtretungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland hat seine Angriffe auf die Region Odessa zuletzt erneut intensiviert und die Hafenstadt in tagelange Stromausf\u00e4lle bombardiert<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die St\u00e4dte entlang der Front im Donbass, wie Druschkiwka, werden zu immer lebensfeindlicheren Orten. Foto: Imago\/Anadolu Agency\/Diego Herrera&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":662331,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,156,13,14,15,4043,4044,850,307,12,317,306],"class_list":{"0":"post-662330","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-frankreich","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-russia","15":"tag-russian-federation","16":"tag-russische-foederation","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine","20":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115758222445133936","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/662330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=662330"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/662330\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/662331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=662330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=662330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=662330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}