{"id":662555,"date":"2025-12-21T17:28:16","date_gmt":"2025-12-21T17:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/662555\/"},"modified":"2025-12-21T17:28:16","modified_gmt":"2025-12-21T17:28:16","slug":"gunnar-schupelius-berlin-bricht-zusammen-jetzt-die-gertraudenbruecke-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/662555\/","title":{"rendered":"Gunnar Schupelius: Berlin bricht zusammen \u2013 jetzt die Gertraudenbr\u00fccke | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Wieder wurde eine Br\u00fccke in letzter Sekunde gesperrt, weil sie einsturzgef\u00e4hrdet ist. Die Verantwortlichen warten, bis man die Gefahr nicht mehr leugnen kann, dann verursachen sie ein Verkehrschaos.<\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Am Freitag wurde die Gertraudenbr\u00fccke f\u00fcr alle Fahrzeuge gesperrt, die mehr als 3,5 Tonnen wiegen, also f\u00fcr alle Lkw, Transporter und Busse. Sie k\u00f6nnen die Achse Leipziger Stra\u00dfe\u2011Gertraudenstra\u00dfe\u2011M\u00fchlendamm nicht mehr nutzen. Es ist die wichtigste Ost-West-Verbindung in <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a>-Mitte.<\/p>\n<p>In einer trockenen Mitteilung erkl\u00e4rte die <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/uvk\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link--external text-link\">Senatsverkehrsverwaltung<\/a>, \u201ebei der j\u00fcngsten \u00dcberpr\u00fcfung\u201c der Br\u00fccke sei eine starke Durchbiegung beim \u00dcberqueren von schweren Fahrzeugen festgestellt\u201c worden. Es gebe \u201eHinweise auf Erm\u00fcdungsrisse von Schwei\u00dfn\u00e4hten der L\u00e4ngstr\u00e4ger an der Bauwerksunterseite\u201c.<\/p>\n<p>Deshalb habe \u201eeine Lastbeschr\u00e4nkung\u201c angeordnet werden m\u00fcssen, die \u201eauch f\u00fcr den Busverkehr der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/bvg\/regional-news-fotos-videos-33270996.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BVG<\/a>\u201c gelte. Die Linie 200 f\u00e4hrt nun zwischen Wilhelmstra\u00dfe und Alexanderplatz \u00fcber die Franz\u00f6sische Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die Gertraudenbr\u00fccke ist einsturzgef\u00e4hrdet, genauso wie die kurz dahinterliegende M\u00fchlendammbr\u00fccke. <\/p>\n<p><b>War die Gefahr absehbar? Ja, der Hinweis darauf versteckt sich in der Mitteilung des Senats vom Freitag. Dort hei\u00dft es, die Br\u00fccke sei \u201ej\u00e4hrlichen Sonderpr\u00fcfungen\u201c unterzogen worden, weil die Materialerm\u00fcdung bekannt war.<\/b><\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Wenn alles bekannt war, warum hat man dann die Br\u00fccke nicht l\u00e4ngst ersetzt? Warum wartete man, bis die \u201estarke Durchbiegung&#8220; festgestellt wurde?\u00a0<\/p>\n<p>Versagen bei Gertraudenbr\u00fccke ist kein Einzelfall<\/p>\n<p>Dieses Versagen der Verantwortlichen wiederholt sich st\u00e4ndig und \u00fcberall in Berlin. <b>Weitere Beispiele: <\/b><\/p>\n<p><b>Erstens<\/b> wurde \u00a0die M\u00fchlendammbr\u00fccke erst 2025 abgerissen, obwohl man sie schon 2018 f\u00fcr bauf\u00e4llig erkl\u00e4rt hatte. Jetzt wird der s\u00fcdliche Teil neu gebaut. Der gesamte Verkehr \u2013 mehr als 70.000 Fahrzeuge pro Tag \u2013 muss bis 2029 \u00fcber den n\u00f6rdlichen Teil fahren. Niemand wei\u00df, ob der n\u00f6rdliche Teil dieser Belastung standh\u00e4lt. Mit rund 100 Sensoren wird das Bauwerk Tag und Nacht \u00fcberwacht. Es bestehe \u201efortlaufend die latente Gefahr von Spannstahlbr\u00fcchen\u201c meldet der Verkehrssenat, \u201ewas eine sofortige Sperrung nach sich ziehen w\u00fcrde\u201c.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Zweites Beispiel:<\/b> Die Autobahnbr\u00fccke \u00fcber der Ringbahn am Dreieck Funkturm und die weiter n\u00f6rdlich liegende Westendebr\u00fccke wurden in diesem Fr\u00fchjahr buchst\u00e4blich im letzten Moment gesperrt und abgerissen. <\/p>\n<p><b>Drittes Beispiel:<\/b> Die Rudolf-Wissell-Br\u00fccke (A100) ist hochgradig bauf\u00e4llig. Der Neubau wird seit acht Jahren geplant, dennoch wird das Genehmigungsverfahren noch bis 2027 dauern.<\/p>\n<p><b>Viertes Beispiel:<\/b> Am 4. November wurde die Stadtautobahn in Fahrtrichtung Nord in H\u00f6he Detmolder Stra\u00dfe von drei auf einen Fahrstreifen verengt, um die Belastung von der Br\u00fccke \u00fcber den Heidelberger Platz zu nehmen. T\u00e4glich reicht der R\u00fcckstau bis zum Kreuz Sch\u00f6neberg. An der Br\u00fccke seien im September \u201eKorrosionssch\u00e4den\u201c festgestellt worden, teilte die Autobahn GmbH mit, die Br\u00fccke m\u00fcsse saniert werden.\u00a0<\/p>\n<p><b>Ob Berliner Verkehrssenat oder die bundeseigene Autobahn GmbH: Sie warten, bis die Gefahr nicht mehr zu leugnen ist. Dann sperren sie ab und verursachen ein Verkehrschaos auf Jahre hinaus. Das kann doch alles nicht mehr wahr sein.<\/b><\/p>\n<p>Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/mailto:gunnar.schupelius@axelspringer.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link--external text-link\">gunnar.schupelius@axelspringer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Wieder wurde eine Br\u00fccke in letzter Sekunde gesperrt, weil sie einsturzgef\u00e4hrdet ist. 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