{"id":663671,"date":"2025-12-22T05:03:12","date_gmt":"2025-12-22T05:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/663671\/"},"modified":"2025-12-22T05:03:12","modified_gmt":"2025-12-22T05:03:12","slug":"koeln-was-geschah-vor-dem-legendaeren-dinner-for-one","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/663671\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Was geschah vor dem legend\u00e4ren \u00abDinner for One\u00bb?"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa) &#8211; Ein Tigerfell als Stolperfalle, ein zunehmend betrunkener Butler und ein betagtes Geburtstagskind: In Deutschland kennt vermutlich jeder den Schwarz-Wei\u00df-Sketch \u00abDinner for One\u00bb &#8211; f\u00fcr viele ist er seit der Kindheit eine Silvester-Tradition. Auch dieses Jahr l\u00e4uft der Kurzfilm auf vielen ARD-Sendern.<\/p>\n<p>Doch in den 18 Minuten, die der Sketch aus den 1960ern dauert, bleiben viele Fragen offen: Wie nah sind sich die 90-j\u00e4hrige Miss Sophie und ihr Butler James wirklich? Und welche Verbindung hatte sie zu ihren imagin\u00e4ren Geburtstagsg\u00e4sten zu Lebzeiten? Antworten darauf gibt die sechsteilige Vorgeschichte \u00abMiss Sophie \u2013 Same Procedure as Every Year\u00bb auf Amazon Prime Video.<\/p>\n<p>Hier haben sich Sophie und James kennengelernt<\/p>\n<p>1911 auf einem Landschloss bei London: Die progressive Adeligen-Tochter Sophie (Alicia von Rittberg) und der Sohn des Hausbutlers, James (Kostja Ullmann), sind heimlich verliebt. Doch durch eine Intrige trennen sich nach ihrem 21. Geburtstag die Wege des ungleichen Paares.<\/p>\n<p>Sieben Jahre sp\u00e4ter treffen sich die beiden auf einer Feier des britischen K\u00f6nigs (Wotan Wilke M\u00f6hring) wieder. Sie will dort reiche, heiratswillige M\u00e4nner auf ihr Gut einladen, das vor dem Zwangsverkauf steht. Sophie umgarnt unter anderem die Junggesellen Mr. Pommeroy (Moritz Bleibtreu), Mr. Winterbottom (Frederick Lau), Sir Toby (Jacob Matschenz) und Admiral von Schneider (Christoph Schechinger).<\/p>\n<p>Nach einem Dating-Marathon, wie es RTL-Zuschauer von der \u00abBachlerotte\u00bb kennen, muss sich Sophie entscheiden, zumal auch die Romanze mit James wieder Fahrt aufnimmt und sie im sp\u00e4teren Verlauf auch noch einen Mord aufkl\u00e4ren muss.<\/p>\n<p>Eine andere Farbe als der Schwarz-Wei\u00df-Sketch<\/p>\n<p>Die Vorgeschichte des angestaubten Kult-Sketches wird modern interpretiert: in Farbe statt Schwarz-Wei\u00df, auf Deutsch statt Englisch. Die selbstbewusste Sophie ist ihrer Zeit voraus, auch von toxischer M\u00e4nnlichkeit ist an einer Stelle die Rede.<\/p>\n<p>\u00abIch finde, dass &#8222;Miss Sophie&#8220; einen eigenen Humor und eine eigene Farbe hat, die man mag oder nicht mag\u00bb, sagte von Rittberg der dpa. \u00abDa muss man nicht danach graben, ob das jetzt genau die gleiche Tonalit\u00e4t hat wie der Sketch.\u00bb<\/p>\n<p>Auch Ullmann als junger James ist froh, alle Freiheiten als Schauspieler gehabt zu haben. \u00abF\u00fcr mich stand ziemlich schnell fest, dass ich mich von allem Bekannten erst einmal frei machen m\u00f6chte. Was Freddie Frinton gespielt hat, ist einfach einzigartig und steht vollkommen f\u00fcr sich.\u00bb<\/p>\n<p>Ein Dinner mit Suppe, Sherry und Sk\u00e5l<\/p>\n<p>Immer wieder gibt es kleine Anspielungen auf den Kult-Sketch, etwa beim Abendessen zu f\u00fcnft. Bei dem gibt es Mulligatawny-Suppe, Sir Toby verlangt von James etwas mehr Sherry und Admiral von Schneider schl\u00e4gt beim Zuprosten die Hacken zusammen (\u00abSk\u00e5l!\u00bb). Selbst die Sitzordnung der vier Herren stimmt.<\/p>\n<p>Und auch ein Tigerfell ist bereits in der ersten Folge zu erblicken. \u00abIch kann alle Zuschauerinnen und Zuschauer beruhigen: Es wird Stolperer geben. Vielleicht sogar ein bisschen \u00fcberraschender, als man es erwartet\u00bb, sagt Ullmann.<\/p>\n<p>Ansonsten ist die in Potsdam gedrehte Serie, in der auch Comedian Michael Kessler und Schauspieler Tom Beck am\u00fcsante Auftritte haben, kurzweilig und voller Wortwitz. Dem Schauspiel-Team sieht man die Spielfreude in vielen Szenen regelrecht an.<\/p>\n<p>\u00abEs ist ein echter Ensemble-Film und erinnert sehr ans Theater. Es hat mir wirklich sehr, sehr viel Spa\u00df gemacht\u00bb, sagt Bleibtreu. Der franz\u00f6sische Akzent seines trinkfreudigen und extravaganten Mr. Pommeroy ist allerdings ziemlich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Komplizierte Rechtefragen<\/p>\n<p>Die Macher der Serie um das Autoren-Duo Tommy Wosch und Dominik Moser haben sich im Vorfeld immer wieder mit komplizierten Urheberrechtsfragen rumschlagen m\u00fcssen, wie sie bei einem Pressetermin verrieten. So h\u00e4tten sie sich die Rechte am Spruch \u00abSame Procedure as Every Year\u00bb, den Sophie im Sketch mehrfach ausspricht, sichern k\u00f6nnen. Vom Titel \u00abDinner for One\u00bb habe man am Ende aber Abstand nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa) &#8211; Ein Tigerfell als Stolperfalle, ein zunehmend betrunkener Butler und ein betagtes Geburtstagskind: In Deutschland kennt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":663672,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,441,30,1420,62,1209,1897],"class_list":{"0":"post-663671","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-fernsehen","10":"tag-germany","11":"tag-koeln","12":"tag-medien","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-streaming"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115761473397610062","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=663671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/663672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=663671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=663671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=663671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}