{"id":664232,"date":"2025-12-22T10:56:13","date_gmt":"2025-12-22T10:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664232\/"},"modified":"2025-12-22T10:56:13","modified_gmt":"2025-12-22T10:56:13","slug":"berlin-muenchen-in-drei-stunden-siemens-sagt-das-geht-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664232\/","title":{"rendered":"Berlin &#8211; M\u00fcnchen in drei Stunden? Siemens sagt, das geht &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unten werden in riesigen Hallen Lokomotiven und Waggons gebaut. Oben sitzt an diesem Dezembertag Michael Peter, 59, mit Blick auf die Berge. Hier in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Allach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Allach<\/a> im Nordwesten M\u00fcnchens werden schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts Lokomotiven gefertigt, zun\u00e4chst von Krauss-Maffei, inzwischen von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Siemens\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Siemens<\/a>. Erst im Sommer hatte der M\u00fcnchner Dax-Konzern die Hauptverwaltung seiner Bahntechniksparte Mobility hierher verlegt. Das Gesch\u00e4ft mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalz\u00fcgen, S- und Trambahnen, Lokomotiven, Signaltechnik und ganzen digitalen L\u00f6sungen f\u00fcr die Bahnindustrie l\u00e4uft und zwar weltweit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWir sind klarer Technologief\u00fchrer im Eisenbahnbereich\u201c, sagt Peter, Chef von Siemens Mobility, mit 12,4 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 43 400 Mitarbeitenden einer der gr\u00f6\u00dften Bahntechnikanbieter der Welt. Gerade erst gab es einen Gro\u00dfauftrag aus Vietnam. Profitieren wollen die M\u00fcnchner auch von den geplanten Milliarden der Bundesregierung zur Modernisierung und zum Ausbau der Bahn in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a>. \u201eWir sind bereit f\u00fcr neue Auftr\u00e4ge und haben die notwendigen Ressourcen und Kapazit\u00e4ten in Deutschland aufgebaut\u201c, sagt Peter. Siemens ist einer der gro\u00dfen Ausr\u00fcster, von den M\u00fcnchnern kommt nicht nur der Gro\u00dfteil der ICE-Flotte, sondern auch Signaltechnik und anderes. Der Verband der Bahnindustrie (VDB) hatte <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-schiene-industrie-sondervermoegen-li.3337800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zuletzt fehlende Planungssicherheit und zu wenig Tempo kritisiert<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wie kann die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutsche_Bahn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Bahn<\/a> unter der neuen Vorstandschefin Evelyn Palla schnell besser werden? Peter, der zwischenzeitlich selbst als neuer Bahn-Chef gehandelt worden war, hat konkrete Vorschl\u00e4ge. \u201eDie Strecke <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> w\u00e4re in drei Stunden m\u00f6glich\u201c, sagt er. Derzeit schaffen es die schnellsten ICE-Sprinter in knapp unter vier Stunden, in den vergangenen Wochen waren es wegen Baustellen aber teilweise \u00fcber sechs Stunden. Die Strecke ist teilweise neu gebaut worden, mit dem modernen Zugsicherungssystem ETCS\u00a0(European Train Control System) und neuen Stellwerken ausger\u00fcstet. Drei Stunden seien mit weniger oder keinen Haltestellen zu schaffen, so Peter. Damit w\u00fcrde die Attraktivit\u00e4t der Verbindung zwischen Berlin und M\u00fcnchen, die auch f\u00fcr Gesch\u00e4ftsreisende interessant ist, steigen.<\/p>\n<p>Siemens schl\u00e4gt flexible Ticket-Modelle vor<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um die P\u00fcnktlichkeit kurzfristig zu verbessern, k\u00f6nnten weniger Z\u00fcge helfen, so Peter. Die durchschnittliche Auslastung im Fernverkehr sei ohnehin gering. \u201eLangfristig liegt die L\u00f6sung in intelligenten Systemen und Software, die eine optimale Auslastung und flexible Ticketing-Modelle erm\u00f6glichen\u201c, sagt Peter. Das w\u00fcrde Effizienz und Komfort steigern, bedeute aber auch: Passagiere m\u00fcssten in bestimmten ICEs immer einen Sitzplatz reservieren, auch bei kurzfristigen Reisen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-ice-l-palla-schnieder-vorstellung-li.3326584\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;das_kann_der_neue_ice_l&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bahn_und_bus&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3326584&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewirtschaftdeutsche-bahn-ice-l-palla-schnieder-vorstellung-li3326584\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/c0067be9-de20-4647-ac91-eef5679acafd.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Deutsche Bahn<\/p>\n<p>:Das kann der neue ICE L<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Mit viel Pathos hat die Deutsche Bahn ihren neuesten Schnellzug vorgestellt. Was ihn ausmacht, welche Strategie dahintersteckt und wo er k\u00fcnftig unterwegs ist.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Vivien Timmler<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein wichtiges Thema seien auch die Ein- und Aussteigezeiten, so Peter. Denn da geht viel Zeit verloren. Bei den bisherigen ICEs von Siemens gibt es am Einstieg zwei, drei Stufen, bei den doppelst\u00f6ckigen TGV-Z\u00fcgen des Konkurrenten Alstom auch Treppen nach oben, was regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Schlangen an den T\u00fcren sorgt. Beim neuen ICE L (f\u00fcr \u201elow floor\u201c) setzt die Bahn dagegen auf einen stufenlosen Einstieg. Die neuen Z\u00fcge kommen aber nicht von den M\u00fcnchnern, sondern vom spanischen Hersteller Talgo, der solche Z\u00fcge k\u00fcnftig auch an den Bahn-Konkurrenten Flix liefern will. Die ICE L sind zun\u00e4chst\u00a0zwischen K\u00f6ln und Berlin unterwegs und fahren lediglich 230 Kilometer pro Stunde. Gezogen werden sie derzeit von Vectron-Lokomotiven von Siemens, die in M\u00fcnchen-Allach produziert werden. Talgo hat bisher keine Zulassung f\u00fcr die eigenen Lokomotiven.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5c902422-f4ca-4911-91eb-12732d508fd4.jpeg\"   alt=\"Michael Peter, hier im Werk in M\u00fcnchen-Allach, ist Chef Siemens Mobility.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Michael Peter, hier im Werk in M\u00fcnchen-Allach, ist Chef Siemens Mobility. (Foto: Siemens Mobility \/ Stephan Minx)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Siemens werde auch bei k\u00fcnftigen Hochgeschwindigkeitsz\u00fcgen nicht auf Stufen an allen Einstiegen verzichten, betont Peter. Der Grund seien die angetriebenen Drehgestelle mit Achsen und die Motoren, die bei Siemens-Hochgeschwindigkeitsz\u00fcgen unter dem gesamten Zug verteilt sind. Das sei aerodynamischer, effizienter, energiesparender und vor allem auch schneller, so Peter. R\u00e4der ohne Achse, die Voraussetzung f\u00fcr einen v\u00f6llig stufenlosen Zug auch im Inneren sind, seien zudem nicht gut f\u00fcr die Laufruhe der Z\u00fcge bei hohen Geschwindigkeiten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Siemens-Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge vom Typ Velaro sind nicht nur in Deutschland, sondern unter anderem auch in Spanien, in der T\u00fcrkei, in \u00c4gypten und unter dem \u00c4rmelkanal unterwegs. Der Velaro Novo, der Geschwindigkeiten von bis 360 Kilometern pro Stunde erm\u00f6glicht, wird k\u00fcnftig auch in den USA fahren. Das Konzept von Siemens ist \u00e4hnlich wie das bei Flugzeugen von Airbus: Au\u00dfen und bei der Technik sind die Z\u00fcge weitgehend baugleich, bei der Innenausstattung soll dann alles nach dem Wunsch der K\u00e4ufer m\u00f6glich sein. \u201eIm Trend sind echte Business-Class-Sitze und weniger Gegen\u00fcber-Pl\u00e4tze\u201c, berichtet Peter, denn: \u201eViele Fahrg\u00e4ste legen mehr Wert auf ihre Privatsph\u00e4re.\u201c Abteile seien so gut wie gar nicht mehr gefragt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unten werden in riesigen Hallen Lokomotiven und Waggons gebaut. 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