{"id":664771,"date":"2025-12-22T16:48:21","date_gmt":"2025-12-22T16:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664771\/"},"modified":"2025-12-22T16:48:21","modified_gmt":"2025-12-22T16:48:21","slug":"58-jaehrige-aus-stadt-bei-nuernberg-hat-nur-noch-sieben-zaehne-berufliche-existenz-gefaehrdet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664771\/","title":{"rendered":"58-J\u00e4hrige aus Stadt bei N\u00fcrnberg hat nur noch sieben Z\u00e4hne: Berufliche Existenz gef\u00e4hrdet"},"content":{"rendered":"<p>                                &#8211;                                Chronische Krankheiten, famili\u00e4re Verluste und Zahnprobleme belasten Annalena M. schwer. Eine neue Prothese erspart peinliche Momente und sichert ihr Einkommen jenseits von Sozialleistungen ab. Doch die Kosten sind enorm.<\/p>\n<p>                Annalena M. hat nur noch sieben Z\u00e4hne. Schon im Kindesalter verlor sie die ersten. Weil das f\u00fcr die 58-J\u00e4hrige aus einer Stadt bei N\u00fcrnberg ein schambehaftetes Thema ist, haben wir neben ihrem Namen auch das Alter leicht ver\u00e4ndert. Wie viele Wurzelbehandlungen sie bereits hatte, wei\u00df sie nicht. Es waren zu viele, als dass sie sich erinnern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Allgemein ist es um ihre Gesundheit nicht gut bestellt. Sie muss seit l\u00e4ngerer Zeit ohne Dickdarm, Galle und Schilddr\u00fcse leben. \u201eDas wirkt sich auf den Hormonhaushalt aus\u201c, sagt M., die auch unter einer Mangelern\u00e4hrung leidet, mit der ihre Zahnprobleme zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Sie erz\u00e4hlt von den Intensivstationen, auf denen sie schon war: \u201eDa waren die Pflegerinnen und Pfleger immer am besten.\u201c Dort habe sie gelernt, schwierigen Situationen mit Humor zu begegnen, von denen sie schon mehr als genug hatte. \u201eWenn st\u00e4ndig irgendetwas Schlimmes passiert, dann ist das wie Murphy\u2019s Law\u201c, sagt die 58-J\u00e4hrige, die jederzeit mit dem n\u00e4chsten R\u00fcckschlag rechnet.<\/p>\n<p>Ihr Vater und ihr Ehemann verstarben kurz hintereinander. M. musste f\u00fcr die Schulden aufkommen und das Haus verkaufen. Dann verstarb auch eines ihrer Kinder. Das andere ging ins ferne Ausland, wo es bis heute lebt. Verarmt und alleine steht M. seitdem da. Abgesehen von einem \u00e4lteren Familienmitglied, um das sie sich k\u00fcmmert, hat sie in der Region keinerlei Verwandtschaft.<\/p>\n<p>                                                        \u201eSie hat alles verloren\u201c: 58-J\u00e4hrige hat kaum noch Familie<\/p>\n<p>\u201eSie hat wirklich alles verloren\u201c, sagt die zust\u00e4ndige Mitarbeiterin der Caritas. \u201eAber ich bewundere sie, sie ist ein Stehaufm\u00e4nnchen.\u201c Was das im Alltag bedeutet? M. erz\u00e4hlt, wie sie Schmerztabletten nimmt, um es \u00fcberhaupt nach drau\u00dfen zu schaffen: \u201eIch muss es mir einteilen, kann ich heute noch einkaufen, habe ich daf\u00fcr noch die Kraft?\u201c Abends liegt sie oft \u201ewie ger\u00e4dert auf dem Sofa\u201c.<\/p>\n<p>Soziale Teilhabe ist ihr kaum m\u00f6glich &#8211; au\u00dfer jemand l\u00e4dt sie ein. Sie mag Theater, kann sich Vorstellungen aber nur online anschauen, wo sie nichts bezahlen muss. Einmal habe sie einen Weihnachtsmarkt besucht, doch der Tag sei ihr \u00e4u\u00dferst unangenehm in Erinnerung geblieben &#8211; wegen ihrer Z\u00e4hne, genauer gesagt ihrer Klammerprothese f\u00fcr die Schneidez\u00e4hne. \u201eIch habe eine Bratwurst gegessen und dann ist sie mir entzweigebrochen\u201c, sagt M.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass sie auf ihre wackelige und instabile Prothese auch beruflich angewiesen ist. M. h\u00e4lt sich mit Sprachkursen finanziell \u00fcber Wasser, sie bezieht keine Sozialleistungen. \u201eReden ist ihr Gesch\u00e4ft\u201c, sagt die Caritas-Mitarbeiterin. Doch die Aussprache bereitet ihr zunehmend Probleme. Ob den Kursteilnehmenden l\u00e4ngst aufgefallen ist, dass mit ihren Z\u00e4hnen etwas nicht stimmt?<\/p>\n<p>                                                        \u201eFreude f\u00fcr alle\u201c finanziert ihr eine bessere Prothese<\/p>\n<p>Es besteht Handlungsbedarf, damit ihre bescheidene wirtschaftliche Eigenst\u00e4ndigkeit nicht l\u00e4nger gef\u00e4hrdet ist. Implantate kommen bei derart vielen fehlenden Z\u00e4hnen aus finanziellen, aber auch medizinischen Gr\u00fcnden nicht infrage.<\/p>\n<p>\u201eFreude f\u00fcr alle\u201c, die Weihnachtsspendenaktion des Verlags N\u00fcrnberger Presse (VNP), finanziert der von zahlreichen Schicksalsschl\u00e4gen und chronischen Krankheiten gezeichneten Frau eine andere L\u00f6sung. Hierbei handelt es sich um eine hochwertige, wesentlich stabilere Klammerprothese auch f\u00fcr die Backenz\u00e4hne &#8211; inklusive Wurzelbehandlungen und Kronen f\u00fcr die verbleibenden sieben Z\u00e4hne. Das verschlingt immer noch eine mittlere vierstellige Summe.<\/p>\n<p>Aber wir sind \u00fcberzeugt, es lohnt sich, nicht nur zur Absicherung der beruflichen Existenz. \u201eDamit kann ihr K\u00f6rper wenigstens an einer Stelle zur Ruhe kommen\u201c, sagt die Mitarbeiterin der Caritas. \u201eSo darf ich endlich wieder etwas Gescheites essen\u201c, sagt Annalena M., \u201eIch bin unglaublich dankbar. Geld heilt nicht alle Probleme, aber es macht schon viel aus.\u201c<\/p>\n<p>Wenn Sie das \u00e4hnlich sehen, liebe Leserinnen und Leser, freuen wir uns \u00fcber Ihre Spenden f\u00fcr M. und weitere unter schweren Zahnproblemen leidende Menschen, die sich eine Behandlung nicht leisten k\u00f6nnen. Herzlichen Dank!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8211; Chronische Krankheiten, famili\u00e4re Verluste und Zahnprobleme belasten Annalena M. schwer. 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