{"id":664867,"date":"2025-12-22T17:42:12","date_gmt":"2025-12-22T17:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664867\/"},"modified":"2025-12-22T17:42:12","modified_gmt":"2025-12-22T17:42:12","slug":"ehepaar-exportierte-illegal-speziallaser-nach-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/664867\/","title":{"rendered":"Ehepaar exportierte illegal Speziallaser nach China"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Unternehmensberater und ein Unternehmer-Ehepaar sind wegen der illegalen Ausfuhr von Speziallasern nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/china\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> verurteilt worden. Das Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf verh\u00e4ngte drei Jahre Haft gegen den Unternehmensberater Thomas R. aus Hessen und jeweils zwei Jahre auf Bew\u00e4hrung gegen das Unternehmer-Paar Herwig und Ina F. aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/viersen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Viersen<\/a> und D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die 69-J\u00e4hrige und ihr 73-j\u00e4hriger Ehemann hatten in D\u00fcsseldorf eine Beraterfirma mit B\u00fcros in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/london\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">London<\/a> und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/shanghai\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shanghai<\/a> betrieben. Das Gericht sprach die drei Angeklagten aber wegen gewerbs- und bandenm\u00e4\u00dfigen Versto\u00dfes gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz der EU schuldig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die sogenannten Quantenkaskaden-Laser durften ohne Genehmigung nicht nach China geliefert werden. Ihr Gesch\u00e4ftspartner, der Leiter einer internationalen Akademie der Wissenschaften in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/peking\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Peking<\/a>, habe die Laser dennoch angefordert und dabei auch deutlich gemacht, dass der Bestimmungsort China geheim bleiben m\u00fcsse. Daf\u00fcr, dass die Laser auch milit\u00e4risch genutzt werden k\u00f6nnen, habe das Gericht keine belastbaren Anhaltspunkte gefunden. Die Angeklagten hatten Gest\u00e4ndnisse abgelegt. Zudem hatten die Ermittler belastende Kommunikation gefunden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der erste Laser sei \u00fcber einen Strohmann beschafft worden. Dann sei eine sogenannte Endverbleibserkl\u00e4rung unterzeichnet worden, wonach der Laser f\u00fcr <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/england\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">England<\/a> bestimmt sei. Stattdessen sei er von dem Unternehmensberater aus Bad Homburg in ein altes Mobiltelefon eingebaut und nach China geschickt worden, schilderte der Vorsitzende Richter. Noch vor seiner Ankunft seien zwei weitere Laser bestellt worden. Die Angeklagten h\u00e4tten auf lukrative Folgeauftr\u00e4ge gehofft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht sicher feststellen konnte der Senat, dass die Laser in China f\u00fcr Raketenabwehrsysteme oder sonstige milit\u00e4rische Zwecke genutzt werden sollten. Urspr\u00fcnglich lautete der Vorwurf des Generalbundesanwalts auf Spionage zugunsten des chinesischen Inlandsgeheimdienstes MSS. Es war von der Weitergabe von Informationen \u00fcber kampff\u00e4hige Drohnen oder Motoren f\u00fcr Kampfschiffe die Rede. Den Spionage-Vorwurf hatte der Senat im Laufe der Hauptverhandlung aber fallengelassen. Der Grund: Der Vorwurf falle neben dem Versto\u00df gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz nicht wesentlich ins Gewicht, so das Gericht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Das Unternehmer-Paar muss nun jeweils 40.000 Euro Geldauflage an den Staat zahlen. Sie h\u00e4tten eine Firma betrieben, die sich um den Technologietransfer von Deutschland nach China gek\u00fcmmert habe. Sie wurden im April 2024 in einer Luxuswohnung in D\u00fcsseldorf festgenommen, sind aber mittlerweile wieder auf freiem Fu\u00df und leben heute beide von Sozialleistungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Die Angeklagten sowie der Generalbundesanwalt k\u00f6nnen dagegen Revision zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesgerichtshof\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesgerichtshof<\/a> einlegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Unternehmensberater und ein Unternehmer-Ehepaar sind wegen der illegalen Ausfuhr von Speziallasern nach China verurteilt worden. 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