{"id":665340,"date":"2025-12-22T22:32:11","date_gmt":"2025-12-22T22:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/665340\/"},"modified":"2025-12-22T22:32:11","modified_gmt":"2025-12-22T22:32:11","slug":"eu-beschliesst-historische-haftungswende-bei-betrug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/665340\/","title":{"rendered":"EU beschlie\u00dft historische Haftungswende bei Betrug"},"content":{"rendered":"<p>Die EU f\u00fchrt eine geteilte Haftung f\u00fcr Betrug ein, bei der Banken und Tech-Plattformen wie Meta oder Google k\u00fcnftig gemeinsam f\u00fcr Sch\u00e4den aufkommen m\u00fcssen. Die neuen Regeln sollen Verbraucher besser sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die EU hat eine historische Finanzreform beschlossen: Banken und Tech-Konzerne m\u00fcssen k\u00fcnftig gemeinsam f\u00fcr Sch\u00e4den durch Betrug zahlen. Das beendet die bisherige Praxis, bei der Opfer oft auf ihren Verlusten sitzen blieben.<\/p>\n<p>Ende der \u201eOpfer-sind-selbst-schuld\u201c-Mentalit\u00e4t<\/p>\n<p>Das neue <strong>Zahlungsdienste-Regulierungspaket (PSR)<\/strong> schreibt erstmals eine \u201egeteilte Haftung\u201c vor. Es zielt vor allem auf den massenhaften <strong>Authorized Push Payment (APP)-Betrug<\/strong>, bei dem Kunden durch Trickbetr\u00fcger zu \u00dcberweisungen manipuliert werden. Bislang verweigerten Banken hier oft Erstattungen mit dem Argument, der Kunde habe die Zahlung selbst autorisiert.<\/p>\n<p>\u201eDiese Gesetzgebung markiert das Ende der Kultur, dem Opfer die Schuld zu geben\u201c, kommentierte die Europ\u00e4ische Verbraucherorganisation (BEUC). \u201eVerbraucher, die von hochprofessionellen Betr\u00fcgern hereingelegt werden, m\u00fcssen nicht l\u00e4nger finanziell ruiniert werden.\u201c<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>CEO\u2011Fraud und Phishing-Angriffe f\u00fchren inzwischen zu hohen finanziellen Sch\u00e4den bei Unternehmen und Verbrauchern. Ein kostenloses Anti\u2011Phishing\u2011Paket bietet eine praxisnahe 4\u2011Schritte-Anleitung, erkl\u00e4rt aktuelle Hacker\u2011Methoden, psychologische Angriffsmuster und wie Sie gef\u00e4lschte Zahlungsaufforderungen sowie Social\u2011Engineering-Angriffe zuverl\u00e4ssig erkennen. 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Voraussetzung ist, dass der Kunde den Vorfall bei Polizei und Bank meldet.<br \/>2.  <strong>Haftung f\u00fcr Tech-Giganten:<\/strong> In einer weltweiten Premiere werden gro\u00dfe Online-Plattformen wie <strong>Meta, TikTok und Google<\/strong> finanziell haftbar, wenn sie betr\u00fcgerische Inhalte nicht entfernen. F\u00fchrt eine gef\u00e4lschte Werbeanzeige auf einer Plattform zu einem Betrug, kann diese zur Kostenerstattung an die Bank des Opfers verpflichtet werden.<\/p>\n<p>Tech-Konzerne werden in die Pflicht genommen<\/p>\n<p>Die Einbeziehung der Technologieplattformen ist ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr die europ\u00e4ische Bankenbranche. Diese hatte lange argumentiert, nicht allein f\u00fcr Betrug aufhalten zu m\u00fcssen, der auf unregulierten digitalen Plattformen entsteht.<\/p>\n<p>\u201eDer Finanzsektor ist die letzte Verteidigungslinie, aber er kann nicht die einzige sein\u201c, so der irische Bankenverband (BPFI). Die neuen Regeln w\u00fcrden die Rolle der digitalen \u201eTorw\u00e4chter\u201c endlich anerkennen.<\/p>\n<p>Plattformen m\u00fcssen k\u00fcnftig die Legitimit\u00e4t von Werbetreibenden im Finanzbereich \u00fcberpr\u00fcfen. L\u00e4sst eine Plattform eine betr\u00fcgerische Anzeige durchrutschen, die zu einem Schaden f\u00fchrt, muss sie daf\u00fcr geradestehen. Dies soll Anreize schaffen, die Flut von betr\u00fcgerischen \u201eInvestment\u201c-Anzeigen in sozialen Medien schneller zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Pflicht zur \u201eVerifikation des Zahlungsempf\u00e4ngers\u201c<\/p>\n<p>Neben den Entsch\u00e4digungsregeln f\u00fchrt die PSR eine wichtige pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahme ein: Alle Zahlungsdienstleister in der Eurozone m\u00fcssen einen <strong>Verifikation des Zahlungsempf\u00e4ngers (Verification of Payee, VoP)<\/strong>-Service f\u00fcr alle \u00dcberweisungen anbieten.<\/p>\n<p>Dieses System pr\u00fcft automatisch, ob die eingegebene IBAN zum Namen des Kontoinhabers passt. Bei einer Abweichung muss der \u00dcberweisende gewarnt werden, bevor die Transaktion abgeschlossen wird. Vers\u00e4umt es eine Bank, diesen Service anzubieten, und ein Kunde wird betrogen, tr\u00e4gt die Bank die volle Haftung f\u00fcr den Verlust.<\/p>\n<p>Lange \u00dcbergangsfrist bis zur Umsetzung<\/p>\n<p>Die Reaktion der Tech-Branche f\u00e4llt verhalten aus. Der Branchenverband CCIA hatte zuvor gewarnt, unklare Haftungsfragen k\u00f6nnten Innovationen behindern. Der finale Gesetzestext bel\u00e4sst die strengen Haftungsklauseln f\u00fcr Plattformen jedoch bei.<\/p>\n<p>F\u00fcr Verbraucher ist die Umsetzung der entscheidende Punkt. Der politische Beschluss wurde zwar bereits Ende November gefasst und in der vergangenen Woche final verabschiedet, die technische Umsetzung wird Zeit brauchen. Rechtsexperten rechnen mit einer \u00dcbergangsfrist von 18 bis 24 Monaten. Die verbindlichen Erstattungsgarantien k\u00f6nnten somit erst 2027 in Kraft treten. Viele gro\u00dfe Banken werden ihre Richtlinien jedoch voraussichtlich schon fr\u00fcher freiwillig anpassen, um Reputationssch\u00e4den zu vermeiden.<\/p>\n<p>Europa geht \u00fcber britisches Vorbild hinaus<\/p>\n<p>Die EU folgt mit ihrem Schritt dem aggressiven regulatorischen Kurs Gro\u00dfbritanniens. Die britische Aufsichtsbeh\u00f6rde (PSR) f\u00fchrte bereits im Oktober 2024 verbindliche Erstattungsregeln f\u00fcr APP-Betrug ein, gedeckelt auf 85.000 Pfund. Das EU-Modell geht jedoch weiter, indem es Tech-Plattformen explizit ins regulatorische Netz zieht. Viele Analysten sehen in diesem \u201eShared Responsibility\u201c-Ansatz bereits den neuen globalen Goldstandard f\u00fcr Betrugsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p>\u201eEuropa sendet eine klare Botschaft\u201c, kommentierte ein Cybersicherheitsexperte. \u201eWer an den Werbeeinnahmen von Betr\u00fcgern profitiert, wird auch f\u00fcr die Sch\u00e4den aufkommen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Nun liegt der Fokus auf der Europ\u00e4ischen Bankenaufsichtsbeh\u00f6rde (EBA), die die technischen Standards f\u00fcr den Betrugsdaten-Austausch ausarbeiten muss. F\u00fcr europ\u00e4ische Verbraucher bleibt vorerst ein vorsichtiger Optimismus: Hilfe ist unterwegs, und die Tage, an denen sie die volle Last digitaler Verbrechen tragen mussten, sind gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>PS: Sie m\u00f6chten nicht warten, bis der Schaden passiert? 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