{"id":66548,"date":"2025-04-27T23:01:14","date_gmt":"2025-04-27T23:01:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66548\/"},"modified":"2025-04-27T23:01:14","modified_gmt":"2025-04-27T23:01:14","slug":"noch-viel-zu-viele-fossile-energietraeger-im-leipziger-waermeplan-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66548\/","title":{"rendered":"Noch viel zu viele fossile Energietr\u00e4ger im Leipziger W\u00e4rmeplan \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, dem 25. April, hat die zivilgesellschaftliche Kampagne \u201e180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig\u201c einen 10 Meter langen Baumstamm vom Augustusplatz zum Richard-Wagner-Platz getragen. Dieser sei dabei ein Symbol f\u00fcr die weiter geplante Verbrennung nicht-klimaneutraler Energietr\u00e4ger wie Holz\/Biomasse und Gas, auf die sich die W\u00e4rmeplanung der Stadt Leipzig bis 2038 st\u00fctzt, teilt das B\u00fcndnis mit. Mit der Aufschrift \u201eBraucht 30 Jahre zum Wachsen, heizt Dein Wohnhaus f\u00fcr 5 Tage\u201c sollte die Aktion darauf aufmerksam machen, wie absurd die Darstellung von Holzverbrennung als eine zukunftstaugliche Energiequelle ist.<\/p>\n<p>Zudem sollte sichtbar gemacht werden, dass fossile Energietr\u00e4ger und eine nachhaltige Energieversorgung nicht vereinbar sind.<\/p>\n<p>Jedoch geht aus der \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Stadt und Stadtwerke hervor, dass sich die aktuelle W\u00e4rmeplanung, wie eingangs genannt, zu wesentlichen Teilen noch auf nicht-klimaneutrale Quellen st\u00fctzt. Das sind einerseits die Abw\u00e4rme aus dem Chemiepark Leuna, der vorrangig mit fossilen Energietr\u00e4gern betrieben wird, und andererseits die Verbrennung von Erdgas z.B. im Heizkraftwerk S\u00fcd in Connewitz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.instagram.com\/180gradwaermewendele\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201e180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig\u201c<\/a> kritisiert zudem das Weiter-Betreiben der Biomasse-Kraftwerke in Piesteritz und Bischofferode durch die Leipziger Stadtwerke, die weiterhin f\u00e4lschlicherweise als klimaneutral und nachhaltig dargestellt w\u00fcrden. Gerechnet werde den Stadtwerken zufolge mit einem Umstieg der Gaskraftwerke auf Wasserstoff, was aber vor den 2030er Jahren nicht passieren wird.<\/p>\n<p>Wasserstoffeinsatz noch nicht absehbar<\/p>\n<p>Dass Wasserstoff als eine nachhaltige, umsetzbare L\u00f6sung dargestellt wird, ist f\u00fcr \u201e180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig\u201d andererseits auch nicht nachvollziehbar oder vertretbar, da einerseits die technologische Bereitschaft der Kraftwerke noch unklar sei und sich Deutschland andererseits auch in Zukunft sehr wahrscheinlich nicht selbst mit Wasserstoff versorgen k\u00f6nne. Das zeigten geplante Importprojekte von Wasserstoff aus L\u00e4ndern wie Namibia, die mit gro\u00dfen Problemen wie der Ausbeutung dortiger lokaler Ressourcen und der Aufrechterhaltung kolonialer Strukturen einhergehen.<\/p>\n<p>\u201eUmweltvertr\u00e4gliche L\u00f6sungen gibt es schon!\u201c, betont \u201e180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig\u201d und fordert, dass die Stadt Leipzig den Aus- und Einbau von W\u00e4rmepumpen sowie den Bau von Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen f\u00f6rdert. Gleichzeitig m\u00fcssten der Ausbau Kalter Nahw\u00e4rmenetze und die Abw\u00e4rme aus Kl\u00e4ranlagen unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>\u201eDie Mitglieder der Kampagne, als B\u00fcrger\/-innen der Stadt, sind entt\u00e4uscht und fordern die Stadt zum Handeln auf, denn es reicht nicht, dass Leipzig an seinem \u201agr\u00fcnen Image\u2018 arbeitet!\u201c, stellt \u201e180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig\u201c fest. \u201eSteigende Gaspreise erh\u00f6hen Nebenkosten f\u00fcr Mieter\/-innen und umweltvertr\u00e4gliche L\u00f6sungen werden von der Stadtpolitik ignoriert, genau wie eine finanzielle Absicherung f\u00fcr energieeffiziente Sanierungen im Wohnsektor. Dem setzt die Kampagne aus ihrer Mieter\/-innenperspektive etwas entgegen.<\/p>\n<p>180\u00b0 W\u00e4rmewende Leipzig setzt sich als Kampagne aus einem breiten Spektrum von Privatpersonen, Klimagruppen und -Orgas zusammen, unter anderem BUND Leipzig, Ende Gel\u00e4nde Leipzig, Fridays for Future Leipzig, Greenpeace Leipzig, Letzte Generation Leipzig, Soziale W\u00e4rmewende Leipzig. Zusammen k\u00e4mpfen sie auf verschiedenen Ebenen f\u00fcr eine sozial- und klimagerechte W\u00e4rmewende in Leipzig.<\/p>\n<p>Denn eine soziale und klimagerechte W\u00e4rmepolitik kann nur ohne fossile Energietr\u00e4ger stattfinden! W\u00e4rmewende jetzt!\u201c<\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Freitag, dem 25. 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