{"id":665599,"date":"2025-12-23T01:05:18","date_gmt":"2025-12-23T01:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/665599\/"},"modified":"2025-12-23T01:05:18","modified_gmt":"2025-12-23T01:05:18","slug":"podcast-einblicke-ins-staatstheater-alles-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/665599\/","title":{"rendered":"Podcast-Einblicke ins Staatstheater: alles stabil"},"content":{"rendered":"<p>  <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/podcast-einblicke-ins-staatstheater-alles-stabil\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podcast-Einblicke ins Staatstheater: alles stabil<\/a><\/p>\n<p><strong>Im aktuellen Podcast \u201eAugsburg direkt\u201c ziehen Ober\u00adb\u00fcrger\u00admeisterin Eva Weber und Theater\u00adarchitekt Stefan Sinning eine Zwischen\u00adbilanz zur Sanierung des Staats\u00adtheaters. Das Gespr\u00e4ch bietet inhaltlich keine gro\u00dfen \u00dcber\u00adraschungen, doch es vermittelt eine neue strategische Ruhe und Stabilit\u00e4t im Projekt \u2013 und es ist zugleich ein leiden\u00adschaft\u00adliches Pl\u00e4doyer f\u00fcr Kultur als essenzielle Infra\u00adstruktur. Reinh\u00f6ren lohnt sich.<\/strong><\/p>\n<p>Von Bruno Stubenrauch<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1649\" height=\"933\" class=\"alignleft size-full wp-image-99569\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_20251016_203109_085.jpg\"\/><\/p>\n<p>Man merkt dem Podcast an, dass sich hier zwei Personen unterhalten, die \u2013 jede in ihrem Bereich \u2013 maximale Ver\u00adantwortung f\u00fcr die Sanierung und Erwei\u00adterung des Augsburger Staats\u00ad\u00adtheaters tragen. F\u00fcr ein Vorhaben, das extrem unter dem \u201eMikroskop der \u00d6ffent\u00adlichkeit\u201c steht, wie es Ober\u00adb\u00fcrger\u00admeisterin Eva Weber formuliert.<\/p>\n<p>Nach den perso\u00adnellen und plane\u00adrischen Umbr\u00fcchen der ver\u00adgangenen eineinhalb Jahre scheint das Projekt nun in ruhige\u00adrem Fahrwasser zu navigieren. Im Dialog mit Stefan Sinning, dessen Archi\u00adtektur\u00adb\u00fcro HENN nach der K\u00fcndigung des Vorg\u00e4nger\u00adb\u00fcros Achatz die Gesamt\u00adleitung \u00fcber\u00adnommen hat, wird deutlich, dass die Stadtspitze auf Transparenz und eine neue Erz\u00e4hl\u00adweise setzt: Das Theater als \u201eDritter Ort\u201c und Teil der kommu\u00adnalen Daseins\u00advorsorge.<\/p>\n<p><strong>Synergien statt Schnittstellen\u00adverluste<\/strong><\/p>\n<p>Ein interessantes Detail des Gespr\u00e4chs ist die Genese der Zusammen\u00adarbeit aus Archi\u00adtekten\u00adsicht. Stefan Sinning, geb\u00fcrtiger Augsburger, schildert, dass sein B\u00fcro zun\u00e4chst nur f\u00fcr das Kleine Haus und das Betriebs\u00adgeb\u00e4ude angetreten sei. Erst sp\u00e4ter sei das Gro\u00dfe Haus hinzu\u00adgekommen.<\/p>\n<p>Der Vorteil dieser \u201eFusion\u201c liegt f\u00fcr Sinning auf der Hand: Die drei Geb\u00e4ude\u00adteile \u2013 Gro\u00dfes Haus, Kleines Haus und das fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Bauteil, das Betriebs\u00adgeb\u00e4ude \u2013 sind technisch so eng mit\u00adeinander verwoben, dass Schnitt\u00adstellen\u00adverluste zwischen verschie\u00addenen Architekten das Risiko f\u00fcr Ver\u00adz\u00f6ge\u00adrungen massiv erh\u00f6ht h\u00e4tten. \u201eDie Schnitt\u00adstellen im eigenen Haus zu l\u00f6sen, wenn alle in einem Team arbeiten, ist einfacher\u201c, so Sinning r\u00fcckblickend \u00fcber die Konsoli\u00addierungs\u00adphase der letzten zw\u00f6lf Monate.<\/p>\n<p><strong>Alles wird nochmal angefasst<\/strong><\/p>\n<p>Architektonisch bleibe das Projekt ein Kraftakt. Das Gro\u00dfe Haus werde zwar \u00e4u\u00dferlich als bekanntes Denkmal erhalten, doch im Inneren gleiche die Sanierung einem Neubau. Sinning verdeutlicht, dass von der kompletten statischen Ert\u00fcchtigung des B\u00fchnenturms bis hin zu Brandschutz und Haustechnik \u201ejede Decke und jede T\u00fcr\u201c angefasst werde.<\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk liege zurzeit auf der Opti\u00admierung der Publikums\u00adbereiche im Kleinen Haus. Sinning betont, dass man die urspr\u00fcng\u00adlichen Planungen noch einmal \u201eumgedreht und gesch\u00fcttelt\u201c habe, um Enge und Zw\u00e4nge in den Foyers zu beseitigen. Ziel sei ein ein\u00adladendes Angebot, das Schwellen abbaut und das Geb\u00e4ude \u00fcber die reine Vor\u00adstellungs\u00adzeit hinaus belebt.<\/p>\n<p><strong>Kultur als Fundament der Demokratie<\/strong><\/p>\n<p>Besonders deutlich wird Sinning bei der Frage nach der gesell\u00adschaft\u00adlichen Relevanz. F\u00fcr ihn sind Kultur\u00adbauten keine Luxus\u00adprojekte, sondern \u201eganz wesent\u00adliche Bausteine unserer Gesell\u00adschaft und die Funda\u00admente unserer Demo\u00adkratie\u201c. Er stellt die rhetori\u00adsche Frage, warum \u00fcber die immensen Summen f\u00fcr tech\u00adnische Infra\u00adstruktur wie Br\u00fccken kaum debattiert werde, w\u00e4hrend Kultur\u00adbauten permanent unter Recht\u00adfertigungs\u00addruck st\u00fcnden. Architektur schaffe hier \u201eDritte Orte\u201c \u2013 R\u00e4ume f\u00fcr analoge Begegnung in einer zunehmend digitalen Welt.<\/p>\n<p><strong>Im st\u00e4dtischen Haushalt verarbeitbar<\/strong><\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeisterin Eva Weber nutzt das Gespr\u00e4ch f\u00fcr eine klare \u00f6ko\u00adnomische Ein\u00adordnung. Der Kosten\u00adrahmen von 417\u00a0Millionen Euro \u2013 abz\u00fcglich der 75-prozentigen Bezu\u00adschussung der f\u00f6rder\u00adf\u00e4higen Kosten durch den Freistaat \u2013 werde durch eine lang\u00adfristige Finan\u00adzierung gestemmt. Mit einer j\u00e4hrlichen Belastung von acht bis zehn Millionen Euro im Gesamt\u00adhaushalt von 1,5\u00a0Milli\u00adarden Euro sei das Projekt \u201everarbeitbar\u201c, ohne andere st\u00e4dtische Aufgaben zu blockieren.<\/p>\n<p><strong>Ein stabiler \u201eSpirit\u201c f\u00fcr die Zielgerade?<\/strong><\/p>\n<p>Weber und Sinning sparen nicht mit gegen\u00adseitigem Lob f\u00fcr die neue Kommu\u00adnikations\u00adkultur: Nach den \u201eSt\u00fcrmen\u201c, die Weber f\u00fcr ihre Ent\u00adscheidung zum Planer\u00adwechsel geerntet habe, sei das Projekt nun \u201eklar struk\u00adturiert und stabi\u00adlisiert\u201c. Besonders der Dialog zwischen dem Baureferat als Geldgeber und dem Kultur\u00adreferat als Nutzer funktio\u00adniert laut Sinning derzeit mit einem hohen Ma\u00df an Vertrauen.<\/p>\n<p>Einig sind sich die Gespr\u00e4chs\u00adpartner am Ende, dass das Staats\u00adtheater einmal mehr sein wird als ein saniertes Bauwerk. Es ist, so Sinning, die \u201eB\u00fchne f\u00fcr das, was dann entstehen soll: Das Leben durch die G\u00e4ste und den Diskurs.\u201c F\u00fcr Augsburg bleibt zu hoffen, dass dieser \u201eSpirit\u201c die kommenden vier Jahre der Reali\u00adsierung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/7faZE2XFxKzScuSYFf0nKF\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podcast #20 auf Spotify<\/a> (28 Minuten)<\/p>\n<p>    Artikel vom<br \/>\n    <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/?m=20251223\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n      23.12.2025    <\/a><br \/>\n    | Autor: Bruno Stubenrauch<br \/>Rubrik: <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/kultur\/\" rel=\"category tag noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/kultur\/theater\/\" rel=\"category tag noopener\" target=\"_blank\">Theater<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Podcast-Einblicke ins Staatstheater: alles stabil Im aktuellen Podcast \u201eAugsburg direkt\u201c ziehen Ober\u00adb\u00fcrger\u00admeisterin Eva Weber und Theater\u00adarchitekt Stefan Sinning&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":504360,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-665599","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115766199820052303","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/665599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=665599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/665599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/504360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=665599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=665599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=665599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}