{"id":666082,"date":"2025-12-23T06:11:13","date_gmt":"2025-12-23T06:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/666082\/"},"modified":"2025-12-23T06:11:13","modified_gmt":"2025-12-23T06:11:13","slug":"zahl-der-infektionen-in-einer-woche-fast-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/666082\/","title":{"rendered":"Zahl der Infektionen in einer Woche fast verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Die Zahl der registrierten Grippe-F\u00e4lle ist in Leipzig und ganz Sachsen deutlich gestiegen. Die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) meldet in ihrer j\u00fcngsten Statistik f\u00fcr den Zeitraum vom 8. bis 14. Dezember insgesamt 1750 neue Influenza-Infektionen im Freistaat. Das ist eine Verdopplung gegen\u00fcber der Vorwoche. Zum Vergleich: 2024 gab es im gleichen Zeitraum nur gut 200 registrierte Ansteckungen mit dem Virus. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Gro\u00dfraum Leipzig ist stark betroffen: In der Stadt gab es w\u00e4hrend der 50. Kalenderwoche 372 erfasste Infektionen (Vorwoche: 191; Vorjahreswoche: 73), im Landkreis Leipzig waren es 123 (50; 22) im Landkreis Nordsachsen 67 (45; 11). Die Corona-Zahlen bleiben ebenfalls auf einem hohen Niveau.<\/p>\n<blockquote><p>Von zehn Stichproben stellen sich zwei bis drei als Grippe heraus.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Dr. Ina Lipp<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Allgemeinmedizinerin<\/p>\n<p>H\u00e4ufungen in Kitas und Schulen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Menschen aller Altersgruppen stecken sich an \u2212 anteilig w\u00fcrden aber vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Infektionen festgestellt, teilt die LUA mit. Professor Christoph L\u00fcbbert, Chef der Infektiologie am Klinikum St. Georg und am Universit\u00e4tsklinikum Leipzig, berichtet von einzelnen Krankenhaus-Einweisungen aufgrund von Influenza-Infektionen, die Situation sei jedoch nicht alarmierend. \u201eEs f\u00e4llt aber auf, dass die Saison eher begonnen hat\u201c, so L\u00fcbbert. So gebe es in diesem Jahr bereits vor Weihnachten Grippe-Patienten auf den Stationen.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Schwere Verl\u00e4ufe sind selten<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die vergleichsweise fr\u00fche Entwicklung best\u00e4tigt Dr. Ina Lipp von der Hausarztpraxis Lipp\/Amm\/Ullrich in der S\u00fcdvorstadt. Es gebe mehr F\u00e4lle, wobei man nur stichprobenartig teste. \u201eVon zehn Stichproben stellen sich zwei bis drei als Grippe heraus\u201c, so die Allgemeinmedizinerin. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eSeit Ende November, Anfang Dezember sehen wir einen deutlichen Anstieg an Influenza-F\u00e4llen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Torben Ostendorf. \u201eInsgesamt sind Atemwegsinfektionen auf hohem Niveau, Influenza nimmt zu, bleibt aber neben Sars-CoV-2 und Rhinoviren nur ein Teil des Geschehens\u201c, sagt der Chef des S\u00e4chsischen Haus\u00e4rzteverbands mit Praxis in Paunsdorf. Schwere Verl\u00e4ufe seien selten und w\u00fcrden vor allem Risikogruppen betreffen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das auff\u00e4llig starke Grippe-Geschehen ist teilweise eine Nachwirkung der Covid-19-Pandemie. <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/gesundheit\/rki-grippe-impfquote-auf-tiefststand-seit-17-jahren-covid-impfung-ebenfalls-ruecklaeufig-CW7KSBE5IZGYJDY2F3RTI2HBTM.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.lvz.de\/gesundheit\/rki-grippe-impfquote-auf-tiefststand-seit-17-jahren-covid-impfung-ebenfalls-ruecklaeufig-CW7KSBE5IZGYJDY2F3RTI2HBTM.html\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.lvz.de\/gesundheit\/rki-grippe-impfquote-auf-tiefststand-seit-17-jahren-covid-impfung-ebenfalls-ruecklaeufig-CW7KSBE5IZGYJDY2F3RTI2HBTM.html\">Zum einen wegen gesunkener Influenza-Schutzquoten durch Impfm\u00fcdigkeit und -skepsis.<\/a> Zum anderen wegen einer weiter bestehenden Immunit\u00e4tsl\u00fccke aufgrund der Schutzma\u00dfnahmen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eW\u00e4hrend der Pandemie f\u00fchrten Ma\u00dfnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschr\u00e4nkungen zu einem drastischen R\u00fcckgang der Influenza-Aktivit\u00e4t, wodurch die nat\u00fcrliche Immunit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung abnahm\u201c, sagt Torben Ostendorf. \u201eNach Aufhebung dieser Ma\u00dfnahmen kam es zu einer erh\u00f6hten Anf\u00e4lligkeit \u2013 insbesondere bei Kindern, die in dieser Zeit keine Immunit\u00e4t aufbauen konnten. Das f\u00fchrte zu einer st\u00e4rkeren und teilweise fr\u00fcheren Grippewelle.\u201c<\/p>\n<p>Infektion kurz nach der Impfung \u2212 ist das ein Problem?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 kEnWSL Infoboxstyled__InfoText-sc-1l4p3ie-1 frXoXc\">Was passiert, wenn man sich als frisch Geimpfter infiziert? Ist man schon gesch\u00fctzt \u2212 oder ist das wom\u00f6glich sogar gef\u00e4hrlich? Nach einer Impfung dauert es einige Tage bis Wochen, bis ein signifikanter Immunschutz aufgebaut ist. \u201eIn dieser Phase besteht noch kein vollst\u00e4ndiger Schutz\u201c, sagt Hausarzt Dr. Torben Ostendorf. Die fr\u00fche Immunantwort k\u00f6nne daher zun\u00e4chst schw\u00e4cher ausfallen. Aber: Die Kombination aus Impfung und Infektion (\u201ehybride Immunit\u00e4t\u201c) f\u00fchre sp\u00e4ter zu einem st\u00e4rkeren und l\u00e4nger anhaltenden Schutz. \u201eBei immungesunden Personen verl\u00e4uft eine Infektion nach Impfung meist nicht schwerer, da die Impfung bereits eine gewisse Aktivierung des Immunsystems bewirkt und die Immunantwort im Falle einer Infektion schneller und effektiver abl\u00e4uft.\u201c<\/p>\n<p>Subtyp bereitet Probleme<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das st\u00e4rkere und fr\u00fchere Infektionsgeschehen hat aus Sicht von Experten zudem mit der \u201eSubklade K\u201c des aktuellen Influenza-Virus H3N2 zu tun. \u201eDas k\u00f6nnte durchaus eine Rolle spielen, wird in der Routine aber nicht subtypisiert\u201c, sagt Christoph L\u00fcbbert. Die Immunit\u00e4t aus fr\u00fcheren Infektionen sowie der aktuelle Impfschutz greifen bei der Variante nicht optimal. Dennoch bewahrt die Impfung vor schweren Verl\u00e4ufen, betont L\u00fcbbert.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Torben Ostendorf empfiehlt trotz der vorangeschrittenen Entwicklung ebenfalls immer noch die Grippe-Spritze: \u201eDa die Welle oft mehrere Monate dauert und ihr Ende nicht genau vorhersehbar ist, kann eine Impfung auch zu Beginn oder im Verlauf der Saison \u2013 sogar im Januar \u2013 noch sinnvoll sein.\u201c Der Allgemeinmediziner rechnet f\u00fcr die kommenden Wochen mit einer Fortsetzung und m\u00f6glichen weiteren Zunahme der Grippewelle.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. Die Zahl der registrierten Grippe-F\u00e4lle ist in Leipzig und ganz Sachsen deutlich gestiegen. 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