{"id":66664,"date":"2025-04-28T00:03:13","date_gmt":"2025-04-28T00:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66664\/"},"modified":"2025-04-28T00:03:13","modified_gmt":"2025-04-28T00:03:13","slug":"eu-will-jaehrliche-hu-fuer-aeltere-autos-die-wichtigsten-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66664\/","title":{"rendered":"EU will j\u00e4hrliche HU f\u00fcr \u00e4ltere Autos: Die wichtigsten Antworten"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/eu-kommission-will-jaehrliche-pflichtinspektion-fuer-aeltere-autos-ab-10-jahren,UjHYgwu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Kommission will f\u00fcr Autos, die \u00e4lter als zehn Jahre alt sind, eine j\u00e4hrliche Hauptuntersuchung<\/a> einf\u00fchren. Sie will damit erreichen, dass die Sicherheit im Stra\u00dfenverkehr steigt, also weniger Menschen durch Unf\u00e4lle zu Schaden kommen. <\/p>\n<p>Warum plant die EU-Kommission eine j\u00e4hrliche Hauptuntersuchung f\u00fcr \u00e4ltere Autos?<\/p>\n<p>In einer Mitteilung der Kommission hei\u00dft es: &#8222;Zwischen 2026 und 2050 werden diese Vorschl\u00e4ge sch\u00e4tzungsweise rund 7.000 Menschenleben retten und rund 65.000 schwere Verletzungen verhindern.&#8220; Neben der j\u00e4hrlichen HU f\u00fcr \u00e4ltere Fahrzeuge sollen aber auch neue Vorgaben f\u00fcr die Pr\u00fcfung von Elektrofahrzeugen und Fahrerassistenzsystemen zu mehr Sicherheit beitragen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem soll die Luftqualit\u00e4t steigen und unn\u00f6tiger L\u00e4rm k\u00fcnftig vermieden werden. Hier hei\u00dft es: &#8222;Dar\u00fcber hinaus sind stark umweltbelastende und laute Fahrzeuge, wenn auch relativ wenige, f\u00fcr einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Anteil sch\u00e4dlicher Emissionen verantwortlich. <\/p>\n<p>Mit den derzeitigen Vorschriften werden Luftverschmutzung und L\u00e4rm nicht ausreichend bek\u00e4mpft.&#8220; Hier sollen k\u00fcnftig neue Emissionspr\u00fcfungen mit &#8222;fortschrittlichen Methoden&#8220; ultrafeine Partikel und Nox-Aussto\u00df besser erkennen und &#8222;hochemittierende Fahrzeuge, einschlie\u00dflich manipulierter Fahrzeuge&#8220; erkannt werden.<\/p>\n<p>Wie viele Autos w\u00e4ren in Bayern davon betroffen? <\/p>\n<p>Von den gut 49 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw sind, laut Kraftfahrtbundesamt, rund 23,5 Millionen zehn Jahre und \u00e4lter \u2013 also etwa 48 Prozent. Runtergebrochen auf Bayern, eine offizielle Statistik des Kraftfahrbundesamtes gibt es dazu nicht, w\u00e4re das knapp die H\u00e4lfte der 8,4 Millionen im Freistaat zugelassenen PKW, also rund vier Millionen Fahrzeuge.<\/p>\n<p>Was sagt der T\u00dcV zu einer j\u00e4hrlichen Hauptuntersuchung?<\/p>\n<p>Der T\u00dcV-Verband, der die politischen Interessen der T\u00dcV-Pr\u00fcforganisationen vertritt, begr\u00fc\u00dft den Vorsto\u00df der EU-Kommission. Dort hei\u00dft es: &#8222;Die M\u00e4ngelquoten bei der Hauptuntersuchung (HU) steigen mit dem Alter der Fahrzeuge erheblich an. In der Altersgruppe der zehn bis elf Jahre alten Fahrzeuge f\u00e4llt bei der HU fast jedes vierte Fahrzeug (23 Prozent) mit erheblichen oder gef\u00e4hrlichen M\u00e4ngeln durch. Insbesondere die Halter \u00e4lterer Autos sind gefordert, regelm\u00e4\u00dfig in die Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge zu investieren.&#8220;<\/p>\n<p>Auch die Reform der Abgasmessungen findet dort Zustimmung: &#8222;Neben klassischen Labortests werden k\u00fcnftig Partikelanzahlmessungen und NO\u2093-Kontrollen im realen Fahrbetrieb (Real Driving Emissions) verpflichtend in die Hauptuntersuchung integriert. Damit wird sichergestellt, dass Fahrzeuge nicht nur auf dem Rollenpr\u00fcfstand, sondern auch auf der Stra\u00dfe sauber bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>Warum spricht ein Verkehrs-Sicherheitsexperte von &#8222;d\u00fcnner Begr\u00fcndung&#8220;?<\/p>\n<p>Siegfried Brockmann, Unfallforscher der Bj\u00f6rn-Steiger-Stiftung, zeigte sich im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk dagegen skeptisch. Er habe &#8222;selten eine d\u00fcnnere Begr\u00fcndung f\u00fcr irgendwas geh\u00f6rt&#8220;. Er sieht zwischen dem Alter von Fahrzeugen und deren Unfallh\u00e4ufigkeit keinen direkten technischen Zusammenhang. <\/p>\n<p>Er sieht eher ein menschliches Problem. Je \u00e4lter Autos w\u00fcrden, desto h\u00e4ufiger s\u00e4\u00dfen junge und damit unerfahrene Fahrer am Steuer. Und deswegen h\u00e4tten \u00e4ltere Autos eben h\u00e4ufiger Unf\u00e4lle. Brockmann spricht deshalb bei der geplanten EU-Ma\u00dfnahme von &#8222;Geldschneiderei&#8220;, da nicht nachweisbar sei, dass bei einem j\u00e4hrlichen Pr\u00fcfturnus die Zahl der Unf\u00e4lle sinke.<\/p>\n<p>Was sagt der ADAC zu einer j\u00e4hrlichen Hauptuntersuchung f\u00fcr \u00e4ltere Autos?<\/p>\n<p>Der ADAC spricht sich ebenfalls gegen eine j\u00e4hrliche HU aus. &#8222;Wir gehen einfach davon aus, dass Fahrzeuge, die \u00e4lter sind als zehn Jahre, nicht zwingend mehr Verkehrsunf\u00e4lle verursachen oder mehr Pannen haben als andere Fahrzeuge&#8220;, so ADAC-Sprecherin Katharina Luca im Gespr\u00e4ch mit dem Bayerischen Rundfunk. Das h\u00e4nge auch vom individuellen Pflegezustand ab. &#8222;Wir erwarten vor allem h\u00f6here Kosten.&#8220; Und das f\u00fcr Autofahrer, die m\u00f6glicherweise eh schon aus finanziellen Gr\u00fcnden ein \u00e4lteres Fahrzeug nutzten. <\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Sorgen, dass die Regelung schon sehr bald kommt, m\u00fcsse sich jetzt allerdings keiner machen, so Luca. &#8222;Man muss aber auch realistisch sagen, es war jetzt ein Vorschlag der EU-Kommission und bis sowas dann wirklich in nationales Recht umgesetzt wird, dauert es noch einige Jahre.&#8220;<\/p>\n<p>Wie halten es andere L\u00e4nder in der EU mit der technischen Pr\u00fcfung?<\/p>\n<p>V\u00f6llig aus dem Nichts kommt der Vorschlag der EU-Kommission nicht. Schlie\u00dflich haben 16 der 27 Mitgliedstaaten schon eine \u00e4hnliche Regelung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung die EU-Kommission zitiert. Beispielsweise in Polen, den Niederlanden, \u00d6sterreich und Belgien m\u00fcssten Autos nach zehn Jahren j\u00e4hrlich untersucht werden. In manchen Staaten gelte das sogar schon nach drei oder vier Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission will f\u00fcr Autos, die \u00e4lter als zehn Jahre alt sind, eine j\u00e4hrliche Hauptuntersuchung einf\u00fchren. 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