{"id":667329,"date":"2025-12-23T18:55:14","date_gmt":"2025-12-23T18:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/667329\/"},"modified":"2025-12-23T18:55:14","modified_gmt":"2025-12-23T18:55:14","slug":"megavorkommen-seltener-erden-in-europa-rentierhalter-sehen-bedrohung-fuer-ihre-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/667329\/","title":{"rendered":"Megavorkommen Seltener Erden in Europa: Rentierhalter sehen Bedrohung f\u00fcr ihre Kultur"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Samische Rentierhalter aus dem n\u00f6rdlichsten Schweden wenden sich ans ferne Deutschland, um auf die Bedrohung ihrer Lebensweise aufmerksam zu machen: Sie fordern <a href=\"https:\/\/taz.de\/Klimaneutraler-Umbau\/!6126886\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutsche Industriebetriebe wie den Stahlkonzern Salzgitter AG<\/a> auf, keine Gesch\u00e4fte mehr mit dem schwedischen Grubenunternehmen LKAB zu machen. LKAB geh\u00f6rt seit 1976 zu 100 Prozent dem schwedischen Staat.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Vor wenigen Wochen erst hatte Gabna Sameby, die Rentierhalterorganisation <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bergbau-kontra-Stadt-und-Land\/!6107808\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Gegend um die Bergbaustadt Kiruna<\/a>, ein Kooperationsabkommen mit LKAB zu Fragen des Bergbaus aufgek\u00fcndigt. Es gebe faktisch keinen Dialog, da sie keinen Einfluss auf die Pl\u00e4ne des Konzerns f\u00fcr eine neue Mine h\u00e4tten, argumentierten sie.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">\u201eWenn deutsche Unternehmen mit LKAB Gesch\u00e4fte machen, sollten sie wissen, dass sie damit zum fortgesetzten Missbrauch der einzigen indigenen Bev\u00f6lkerung Europas durch das Unternehmen und zum Bau der Per-Geijer-Mine beitragen, die einen Todessto\u00df f\u00fcr die samische Kultur hier bedeuten w\u00fcrde\u201c, sagte Karin K. Niia, Sprecherin von Gabna Sameby in Bergbaufragen, in einer Pressemitteilung.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Wenn deutsche Unternehmen mit LKAB Gesch\u00e4fte machen, sollten sie wissen, dass sie damit zum fortgesetzten Missbrauch der einzigen indigenen Bev\u00f6lkerung Europas beitragen<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Karin K. Niia, Sprecherin der Rentierhalterorganisation Gabna Sameby<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"4\">LKAB steht nach eigenen Angaben f\u00fcr 80 Prozent des in Europa abgebauten Eisenerzes. Gr\u00f6\u00dfte Grube ist die in Kiruna, wo der Konzern im Sommer \u00f6ffentlichkeitswirksamen <a href=\"https:\/\/taz.de\/Historische-Kirche-in-Schweden\/!6105199\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Umzug der alten Kirche ins neu gebaute Stadtzentrum<\/a> zelebrierte. Das alte Zentrum musste der Grube weichen.<\/p>\n<p>      Das gr\u00f6\u00dfte bekannte Vorkommen Seltener Erden in Europa<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Bei der geplanten Per-Geijer-Mine geht es nun nicht nur um Eisenerz, sondern vor allem um Seltene Erden. Fast drei Jahre ist es her, seit LKAB vor EU-Spitzen aus Br\u00fcssel und internationaler Presse ihren Sensationsfund bei Kiruna verk\u00fcndete: das gr\u00f6\u00dfte bekannte Vorkommen Seltener Erden in Europa. Wenigstens eine Million Tonnen sollen hier f\u00f6rderbar sein, vermutlich aber deutlich mehr.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Aktuell kommen mehr als 90 Prozent der Seltenerdmetalle, die etwa f\u00fcr E-Autos und Windkraftr\u00e4der gebraucht werden, aus China. Die Aussicht auf eine m\u00f6gliche Selbstversorgung mit den f\u00fcr Energie- und Verkehrswende so wichtigen Rohstoffen lie\u00df nicht nur Wirtschafts- und Energieministerin Ebba Busch von Schwedens k\u00fcnftiger Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr die gr\u00fcne Umstellung sprechen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Was von vielen in Europa als Ausweg aus der Seltene-Erden-Abh\u00e4ngigkeit von China gefeiert wurde, l\u00f6ste bei den Rentierhaltern vor Ort sofort Alarm aus. Die neue Mine w\u00fcrde ihren Herden den letzten noch nutzbaren Weg zwischen Winter- und Sommerweiden abschneiden \u2013 der Grund, warum die Sami von einem drohenden Ende ihrer Kultur und Lebensweise in der Region sprechen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">In diesem Jahr erkl\u00e4rte die EU das Per-Geijer-Vorhaben in ihrem Critical Raw Material Act (CRMA) zu einem strategischen Projekt. Solche Projekte erhalten einen Priorit\u00e4tsstatus, sie sollen beschleunigt genehmigt werden k\u00f6nnen. Erkl\u00e4rtes Ziel ist es, den Anteil strategisch entscheidender Rohstoffe aus Bergbau innerhalb der EU zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>      Indigene Rentierhalter: \u201eKoexistenz mit Mine unm\u00f6glich\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"11\">\u201eEine Koexistenz zwischen uns in Gabna und der Per-Geijer-Mine ist unm\u00f6glich\u201c, sagte nun der Vorsitzende von Gabna Sameby, Lars-Marcus Kuhmunen. Das aufgek\u00fcndigte Kooperationsabkommen, in dem Prozesse zur Einigung und Kompromissfindung geregelt wurden, diskreditierte er: <strong\/>\u201eDas ist keine Kooperation. Es handelt sich um staatlich sanktionierten Landraub auf indigenem Gebiet\u201c, so Kuhmunen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"12\">In seiner Reaktion bewertete LKAB das Abkommen, das seit 2013 bestand, selbst als \u00fcberholt. Man sei im Grunde auch daf\u00fcr, neue, aktualisierte Formen der Zusammenarbeit mit dem Sameby zu finden. \u201eWir brauchen einen klareren Rahmen\u201c, sagte Pia Lindstr\u00f6m, die Umwelt- und Nachhaltigkeitsdirektorin des Konzerns. Ziel sei nat\u00fcrlich weiterhin, dass beide Wirtschaftszweige beibehalten und weiterentwickelt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"13\">Dass das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, schlie\u00dfen die Rentierhalter offenkundig aus. Sie betonten, keine Absprache und keine Entsch\u00e4digung k\u00f6nne helfen, wenn ihre Kultur und die Rentierhaltung wegen der Per-Geijer-Mine kollabiere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Samische Rentierhalter aus dem n\u00f6rdlichsten Schweden wenden sich ans ferne Deutschland, um auf die Bedrohung ihrer Lebensweise aufmerksam&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":667330,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-667329","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115770407507137337","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/667329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=667329"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/667329\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/667330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=667329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=667329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=667329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}