{"id":668299,"date":"2025-12-24T04:51:18","date_gmt":"2025-12-24T04:51:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668299\/"},"modified":"2025-12-24T04:51:18","modified_gmt":"2025-12-24T04:51:18","slug":"bedeutung-fuer-europa-und-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668299\/","title":{"rendered":"Bedeutung f\u00fcr Europa und die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Mit dem Nachfolger der \u00abCharles de Gaulle\u00bb bekr\u00e4ftigt Paris seinen milit\u00e4rischen F\u00fchrungsanspruch in Europa. Das ist f\u00fcr den Umgang mit den USA von Bedeutung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ef86dfe7-7fed-42e5-ad96-46f4f9d038a3.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"2400\" height=\"1607\" alt=\"Der franz\u00f6sische Flugzeugtr\u00e4ger \u00abCharles de Gaulle\u00bb ist in die Jahre gekommen \u2013 der Nachfolger soll 2038 zur Verf\u00fcgung stehen.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/>Der franz\u00f6sische Flugzeugtr\u00e4ger \u00abCharles de Gaulle\u00bb ist in die Jahre gekommen \u2013 der Nachfolger soll 2038 zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Yiannis Kourtoglou \/ Reuters<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5c8p212\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron war noch nie um grosse Worte verlegen. \u00abIn Zeiten der Raubtiere m\u00fcssen wir stark sein, um gef\u00fcrchtet zu werden\u00bb, sagte er am Sonntag, als er den Bau eines neuen Flugzeugtr\u00e4gers bis 2038 in Aussicht stellte. Mit 312 Metern L\u00e4nge, einem Gewicht von fast 80\u00a0000 Tonnen und Platz f\u00fcr mehr als dreissig Kampfjets soll der derzeit noch namenlose Nachfolger der \u00abCharles de Gaulle\u00bb ein echtes Meeresunget\u00fcm werden. Nur amerikanische Flugzeugtr\u00e4ger sind noch gr\u00f6sser.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.<\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1oa0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Verk\u00fcndet hat Macron die Beschaffung in Abu Dhabi. Zufall war das nicht: Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten unterh\u00e4lt Paris eine enge milit\u00e4rstrategische Partnerschaft, fast tausend franz\u00f6sische Soldaten sind dort auf verschiedenen Marine- und Luftwaffenst\u00fctzpunkten stationiert. Das Emirat geh\u00f6rt seinerseits zu den treusten Kunden der franz\u00f6sischen Verteidigungsindustrie. Vor allem aber wollte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident das Signal aussenden, dass mit seinem Land geopolitisch weiterhin zu rechnen sei.<\/p>\n<p>\u00abLa France d\u2019outre-mer\u00bb sichern<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1od0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Ein Flugzeugtr\u00e4ger sei \u00ab100\u00a0000 Tonnen Diplomatie\u00bb, sagte einst Henry Kissinger, der legend\u00e4re fr\u00fchere Aussenminister der USA. Wer einen regionalen oder gar globalen Machtanspruch hat, muss auch in Zeiten ver\u00e4nderter Kriegsf\u00fchrung die F\u00e4higkeit erhalten, seine Luft- und Seestreitkr\u00e4fte dort einzusetzen, wo sie gerade ben\u00f6tigt werden \u2013 unabh\u00e4ngig von den St\u00fctzpunkten im Ausland. Frankreich will insbesondere seine \u00dcberseeregionen im Atlantischen und im Indischen Ozean sichern.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1oe0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Gleichzeitig beansprucht die Grande Nation, neben Grossbritannien die einzige Atommacht Europas, nach wie vor eine milit\u00e4rische F\u00fchrungsrolle auf dem eigenen Kontinent. Innenpolitisch nur noch beschr\u00e4nkt handlungsf\u00e4hig, multipliziert Macron die aussenpolitischen Initiativen. Bei den Diskussionen rund um die k\u00fcnftige Sicherheitsarchitektur der Ukraine ist Frankreich <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/die-koalition-der-willigen-macron-ist-fuer-europa-ein-gluecksfall-ld.1901180\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">federf\u00fchrend<\/a> \u2013 und kaschiert damit, dass es gemessen an der Wirtschaftskraft dem kriegsgeplagten Land <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/pro\/ist-europa-zu-satt-oder-wacht-es-noch-rechtzeitig-auf-die-ukraine-verdient-mehr-unterstuetzung-ld.1905899\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">weit sp\u00e4rlicher zur Seite steht<\/a> als etwa Polen, Deutschland oder das Baltikum.<\/p>\n<p>Schub f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1og0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Im Alltag des Schlachtfelds bringt der Ukraine ein neuer franz\u00f6sischer Flugzeugtr\u00e4ger, der zudem fr\u00fchestens in 13 Jahren auslaufen wird, wenig. Kiew ben\u00f6tigt Waffen, Munition und Cash. Man mag gar einwenden, dass die f\u00fcr das Riesenschiff budgetierten zehn Milliarden Euro besser in die ukrainischen Streitkr\u00e4fte investiert w\u00fcrden, die im Namen ganz Europas f\u00fcr die Freiheit k\u00e4mpfen. Dennoch w\u00e4re diese Sichtweise verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1og1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Innenpolitisch ist die Ukraine-Unterst\u00fctzung umstritten, ein allzu forsches Vorgehen w\u00fcrde ein gutes Jahr vor den Wahlen lediglich dem oppositionellen Rassemblement national in die H\u00e4nde spielen. Das kann nicht im Sinne Macrons sein. Vor allem aber st\u00e4rkt Frankreich mit der Entschlossenheit, in seine milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten zu investieren, das strategische Gewicht ganz Europas \u2013 und das ist auch f\u00fcr die Ukraine relevant.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jd5vo1oh0\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Die USA erinnern Europa bei jeder Gelegenheit daran, dass es sicherheitspolitisch auf eigenen Beinen zu stehen habe. Wie stark sich Washington noch zur Nato und zu deren B\u00fcndnispflicht bekennt, ist nicht erst seit der <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/neue-sicherheitsstrategie-der-usa-fuer-washington-spielt-europa-nur-noch-eine-problematische-nebenrolle-ld.1915210\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neusten Sicherheitsstrategie<\/a> eine offene Frage. Gegenleistungen von den USA gibt es nur, wenn die europ\u00e4ischen Partner den Hauptbeitrag leisten \u2013 etwa, indem sie f\u00fcr Kiew Waffen aus amerikanischer Produktion <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa-bezahlt-amerika-liefert-aber-noch-geben-die-usa-der-ukraine-die-tomahawks-nicht-ld.1907086\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kaufen<\/a> oder die Finanzierung der Ukraine <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/die-eu-erzielt-einen-kompromiss-zur-ukraine-finanzierung-vorerst-ohne-russische-gelder-ld.1917340\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sicherstellen<\/a>. Dazu geh\u00f6rt auch die Modernisierung der verschiedenen Armeen des Kontinents. Von der franz\u00f6sischen Grossinvestition, die \u00fcberdies der R\u00fcstungsindustrie einen willkommenen Schub verleihen wird, profitiert letztlich ganz Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem Nachfolger der \u00abCharles de Gaulle\u00bb bekr\u00e4ftigt Paris seinen milit\u00e4rischen F\u00fchrungsanspruch in Europa. 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