{"id":66835,"date":"2025-04-28T01:39:08","date_gmt":"2025-04-28T01:39:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66835\/"},"modified":"2025-04-28T01:39:08","modified_gmt":"2025-04-28T01:39:08","slug":"das-blv-de-wochenzeitung-fuer-blumenthal-lesum-vegesack-ritterhude-und-schwanewede-nachrichten-ritterhude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/66835\/","title":{"rendered":"Das-BLV.de Wochenzeitung f\u00fcr Blumenthal, Lesum, Vegesack, Ritterhude und Schwanewede &#8211; Nachrichten &#8211; Ritterhude"},"content":{"rendered":"<p>Ritterhude \u2013 (th) F\u00fcr die Neuplanung der B 74 zeichnete sich eine M\u00f6glichkeit ab. Die Nieders\u00e4chsische Landesbeh\u00f6rde f\u00fcr Stra\u00dfenbau und Verkehr stellte im gut gef\u00fcllten Saal des Hamme Forums zwei Varianten vor, um betroffene Gemeindegebiete vom Durchgangsverkehr zu entlasten.<\/p>\n<p>Der Gemeinderat Ritterhude hatte zuvor den Beschluss gefasst, die Verwaltung zu beauftragen, eine Informationsveranstaltung zum Stand der Planungen durchzuf\u00fchren. Zugleich hatte Simone Schr\u00f6ter, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe, ihren Mitgliedern empfohlen, daran teilzunehmen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick scheint sich eine unver\u00e4nderte Trassenf\u00fchrung von der BAB in H\u00f6he Oslebshausen in Richtung Nordseite durchzusetzen, mit einem neuen Stra\u00dfenabschnitt oberhalb der Schleuse mit anschlie\u00dfender \u00dcberf\u00fchrung der Bahnstrecke bis zum Ortseingang in die Kreisstadt mit 2facher Querung der Fl\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Neubauabschnitt wird eine L\u00e4nge von 4,6 Kilometer haben. Eine weitere Variante, die auch als verkehrlich wirksam und leistungsf\u00e4hig bewertet wird, w\u00fcrde westlich an Ritterhude vorbeigef\u00fchrt und vor der Kreisstadt mit der B 74 verbunden werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird es zu einem Planfestverfahren kommen, bevor Einwendungen gegen das Projekt m\u00f6glich sind. F\u00fcr einen informativen Einstieg in die Thematik und n\u00e4heren Einzelheiten zu den Planungsinhalten sorgten Kirsten Kentzler-Schonlau und Dirk M\u00f6ller von der Landesbeh\u00f6rde L\u00fcneburg.<\/p>\n<p>Mit dem Beginn der Arbeiten an der Ortsumgebung sei im Jahr 2035 zu rechnen. \u201eWir m\u00fcssen viel Geld in die Sanierung der Stra\u00dfen stecken\u201c, so die Landesbeh\u00f6rde. \u00dcber die Dauer der Bauma\u00dfnahmen l\u00e4sst sich derzeit nicht n\u00e4heres sagen.\u00a0<\/p>\n<p>Fest steht, dass es aufgrund der schwierigen Bodenverh\u00e4ltnisse kein leichtes Unterfangen ist. Allein f\u00fcr den Bodenaushub fallen 80\u2009000 Lkw-Ladungen an.\u00a0<\/p>\n<p>Im Anschluss entwickelte sich eine rege Beteilung aus den Besucherreihen, die sowohl mit Kritik als auch Anregungen und Vorschl\u00e4gen nicht sparten. So w\u00fcrde eine geplante neue Trasse nicht genutzt werden, da viele Verkehrsteilnehmer in gewohnter Form die bestehende Ortsdurchfahrten w\u00e4hlen w\u00fcrden. Daher sollten weitere Alternativen gew\u00e4hlt werden. Warum w\u00fcrde die Stra\u00dfe \u00fcberhaupt gebaut werden, wenn sie sich als klimasch\u00e4dlich herausstellt? Und warum l\u00e4sst sich erst eine Klage einreichen, wenn alles feststeht?<\/p>\n<p>Die Fragen waren zahl- und umfangreich. Wie viele Br\u00fcckenbauwerke sind n\u00f6tig, entsteht ein Damm? \u201eWir haben heute schon einen hohen Sanierungsbedarf bei Br\u00fccken\u201c, so ein B\u00fcrger. Die Kernaussage der neuen Bundesregierung laute: \u201eInstandsetzung vor Neubau\u201c, erinnerte FDP-Gemeinderatsmitglied Wilfried Guttmann. F\u00fcr eine Null-Variante sprach sich Ratsherr Andr\u00e9 Hilbers (Gr\u00fcne) aus. Statt eine neue, teure Trasse zu bauen, m\u00fcsste die aktuelle Streckenf\u00fchrung f\u00fcr die Anrainer der B 74 mit L\u00e4rmschutz versehen werden.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die W\u00e4hlergemeinschaft B\u00fcrgerfraktion Ritterhude lehnt in jeglicher Form das Infrastrukturvorhaben ab. Denn das, was urspr\u00fcnglich als Ortsumgehung gedacht war, h\u00e4tte sich zu einer massiven Schnellstra\u00dfenplanung entwickelt, mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualit\u00e4t. Stattdessen machen Temporeduzierungen, l\u00e4rmmindernde Fahrbahnbel\u00e4ge oder der Ausbau des \u00d6PNV Sinn.<\/p>\n<p>Die Biologische Station Osterholz hatte sich zuvor zu Wort gemeldet und bereits ihren Widerstand gegen die Pl\u00e4ne bekundet. Die Ritterhuder und Scharmbeckstoteler Bev\u00f6lkerung m\u00fcsse entlastet werden. H\u00e4user und Grundst\u00fccke w\u00fcrden massiv an Wert verlieren, manche Einwohnerinnen und Einwohner w\u00fcrden ihr Zuhause verlieren. Da bleiben noch viele Fragen offen, und es sind noch manche Nachbesserungen n\u00f6tig. Und es bleibt abzuwarten, ob eine neue, gro\u00df angelegte neue Trassenf\u00fchrung umgesetzt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Beteiligten und Anwesenden war es ein gewinnbringender informativer Abend, frei von pers\u00f6nlichen Anfeindungen, um alle bekannten Fakten auf den Tisch zu legen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ritterhude \u2013 (th) F\u00fcr die Neuplanung der B 74 zeichnete sich eine M\u00f6glichkeit ab. 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