{"id":668476,"date":"2025-12-24T06:39:16","date_gmt":"2025-12-24T06:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668476\/"},"modified":"2025-12-24T06:39:16","modified_gmt":"2025-12-24T06:39:16","slug":"mein-alltag-bestand-nur-aus-arbeiten-trinken-schlafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668476\/","title":{"rendered":"\u201eMein Alltag bestand nur aus arbeiten, trinken, schlafen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Leipzig w\u00e4chst, wird voller, teurer \u2013 und f\u00fcr immer mehr Menschen unsicher, denn die Armut steigt. F\u00fcnf Obdachlose und von Armut betroffene Leipzigerinnen und Leipzigern erz\u00e4hlen, wie sie auf die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen blicken &#8211; und verraten ihre W\u00fcnsche.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Florian, obdachlos: \u201eWir werden f\u00fcr den M\u00fcll verantwortlich gemacht\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eMein Alltag bestand nur noch aus arbeiten, trinken, schlafen. Ich musste da raus\u201c, sagt Florian. Jetzt sitzt der Mann aus dem Schwarzwald auf einer Steinmauer in Leipzig. Mit einem kleinen Ger\u00e4t dreht er Zigaretten, den dampfenden Kaffee trinkt er schwarz. Es ist kalt, seine Jacke dick, hat einige L\u00f6cher. \u201eWenigstens regnet es nicht\u201c, sagt der 36-J\u00e4hrige. Seit zehn Monaten ist Florian obdachlos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\" Florian 37, obdachlos.  \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MZCJZ5QIR5FJDP72LSIZURQTMU.jpg\" \/><\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn Florian spricht, tut er das \u00fcberlegt, wirkt eloquent, gebildet. Wieso lebt er auf der Stra\u00dfe? \u201eDas hat viele Gr\u00fcnde\u201c, beginnt er. Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, Rausschmiss von zu Hause, Pflege seiner kranken Mutter, Ausbeutung im Job \u2013 schlie\u00dflich die Alkoholsucht. \u201eIch habe zw\u00f6lf Flaschen Bier und eine Flasche Wein am Tag getrunken.\u201c Sein Arbeitgeber schmiss ihn raus. \u201eAber ich war selbst schuld\u201c, betont der gelernte Mediengestalter.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ohne R\u00fccklagen kamen Schulden dazu. Seine Wohnung verwahrloste. Der Mietvertrag wurde gek\u00fcndigt. Was tun? \u201eIch wollte in die Ukraine, vor Ort helfen.\u201c Er fuhr los. Doch dann wurde ihm klar: ohne Reisepass keine Einreise. Sein Zug hielt in Leipzig \u2013 und er stieg spontan aus. Seitdem ist er hier.<\/p>\n<blockquote><p>In der Gemeinschaft ist es sicherer. Es wird viel geklaut, Gewalt gibt es auch.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Florian<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Obdachloser<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDie Stadt ist wundersch\u00f6n\u201c, findet Florian. Er sch\u00e4tzt das viele Gr\u00fcn und das Kulturangebot, hat Kirchen und Museen besucht. \u201eIch habe zum ersten Mal den Sommer genossen.\u201c Er l\u00e4chelt. Was f\u00fcr viele seltsam klingen mag: Durch die Obdachlosigkeit habe er auch ein St\u00fcck Freiheit zur\u00fcckgewonnen. \u201eIch trinke weniger und bin klarer im Kopf.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Trotzdem will er weg von der Stra\u00dfe. Sein Wunsch: \u201eEine Wohnung und ein Job, der mich erf\u00fcllt. Geld ist nicht so wichtig.\u201c Vor ein paar Wochen war er erstmals beim Peer-Projekt von \u201eSAFE\u201c, der Stra\u00dfensozialarbeit f\u00fcr Erwachsene. Obdachlose sollen dort zu Streetworkern ausgebildet werden. \u201eStreetworker kann ich mir sehr gut vorstellen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Sich um andere k\u00fcmmern, das ist Florians Art. Erst seine Mutter, jetzt seine Mitmenschen. \u201eIch habe eine Sanit\u00e4ter-Tasche und verarzte andere Obdachlose\u201c, erz\u00e4hlt er. Als Florian vom LVZ-Reporter vom Treffpunkt, der Wohnungslosenhilfe \u201eOase\u201c, abgeholt wird, ist er gerade dabei, einen Mann mit einem dicken Schlafsack zuzudecken. Er dr\u00fcckt den Stoff vorsichtig am K\u00f6rper fest, \u201edamit keine K\u00e4lte reinschleicht\u201c.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Aber wer k\u00fcmmert sich um ihn? \u201eHier bei der Oase unterst\u00fctzen wir uns gegenseitig.\u201c Bis vor Kurzem zelteten die Obdachlosen hier gemeinsam, bevor das Camp ger\u00e4umt wurde. \u201eIn der Gemeinschaft ist es sicherer. Es wird viel geklaut, Gewalt gibt es auch.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Florian beim Schm\u00fccken der Palme vor der Oase in der N\u00fcrnberger Stra\u00dfe.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MNITCWKQZNAM5AJGQQ576AZ5U4.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Florian lobt das Oase-Team, nennt die Bahnhofsmission, Streetworker und Projekte wie <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/schnitten-schmieren-und-ab-aufs-rad-das-projekt-meals-on-wheels-versorgt-obdachlose-EU7UN6SX7JNWDFHW5ITCYPRHA4.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/schnitten-schmieren-und-ab-aufs-rad-das-projekt-meals-on-wheels-versorgt-obdachlose-EU7UN6SX7JNWDFHW5ITCYPRHA4.html\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/schnitten-schmieren-und-ab-aufs-rad-das-projekt-meals-on-wheels-versorgt-obdachlose-EU7UN6SX7JNWDFHW5ITCYPRHA4.html\">\u201eMeals on Wheels\u201c<\/a>. Trotzdem habe das Hilfesystem der Stadt L\u00fccken, erreiche nicht jeden.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Und die Leipzigerinnen und Leipziger, wie schauen sie auf Obdachlose? Florian bettelt nicht, wei\u00df aber um die hohe Spendenbereitschaft der Menschen. Die gesellschaftliche Akzeptanz f\u00fcr Obdachlose sei hingegen eher gering. Blicke, Kritik, Klischees. Schuld seien wom\u00f6glich die \u201erund zehn Prozent Stressmacher\u201c, sch\u00e4tzt er. Sie werfen ein schlechtes Licht auf die Szene. \u201eWir r\u00e4umen regelm\u00e4\u00dfig vor der Oase und in den anliegenden Stra\u00dfen auf, trotzdem werden wir f\u00fcr den M\u00fcll verantwortlich gemacht.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn er mitgestalten k\u00f6nnte? \u201eIch w\u00fcnsche mir kostenlose, zentral gelegene Lagerfl\u00e4chen f\u00fcr Obdachlose\u201c, sagt er, ohne zu \u00fcberlegen. \u201eDa w\u00e4re auch der Schal, den meine Mutter mir gestrickt hat, sicher verwahrt.\u201c St\u00e4ndig sein Hab und Gut mit sich zu schleppen, sei extrem belastend. Au\u00dferdem br\u00e4uchte es mehr Notschlafstellen in Zentrumsn\u00e4he.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dieses Jahr ist er erstmals zu Weihnachten weit weg von seiner Heimat \u2013 und seiner Mutter. Was l\u00f6st das bei ihm aus? \u201eFr\u00fcher haben wir aufwendig gekocht und die Feiertage zusammen verbracht. Dieses Jahr lasse ich Weihnachten eher auf mich zukommen. Ich habe kein Verh\u00e4ltnis mehr zu diesem Fest.\u201c<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Phoebe*, suchtkrank: \u201eVorbeilaufende gucken entweder \u00fcberhaupt nicht oder herablassend\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Den wichtigsten Kraftakt hat Phoebe schon gemeistert: das Eingest\u00e4ndnis, es nicht allein zu schaffen und Hilfe zu suchen. Die 43-j\u00e4hrige Leipzigerin ist drogenabh\u00e4ngig. Neben dem m\u00fchsamen Kampf gegen die Sucht und Depressionen sowie um den Kontakt zu ihren Kindern hat sie eine weitere existenzielle Baustelle.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Lange drohte Phoebe der Verlust ihrer Wohnung, und noch ist die Gefahr nicht komplett gebannt. Was wiederum mit ihrer Krankheit zu tun hat. Die erste K\u00fcndigung bekam sie 2021 kurz nach Beginn einer station\u00e4ren, halbj\u00e4hrigen Therapie. Weil diese wegen der zuvor n\u00f6tigen vierw\u00f6chigen Entgiftung l\u00e4nger als sechs Monate dauerte, stellte das Jobcenter die Zahlungen ein. Phoebe brach daraufhin die Behandlung ab, statt eines erhofften Neustarts stand sie vor der Obdachlosigkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Phoebe an einem Zimmerfenster der Caritas an der Ruth-Pfau-Stra\u00dfe: \u201eIch w\u00fcnsche mir,\u00a0dass Menschen ohne Wohnung oder ohne Job ebenso als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden wie gut Betuchte.\u201c\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/BZEWP3E5NRDPFMLR5F7YYO47HY.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eIch war v\u00f6llig \u00fcberfordert und hatte keine Kraft mehr\u201c, sagt Phoebe. Durch einen Hinweis vom Vermieter und Umwege \u00fcber das \u00d6kumenische Wohnprojekt Quelle e. V. kam der Kontakt zum Caritas-Dienst \u201eAmbulant betreutes Wohnen in der Wohnungsnotfallhilfe\u201c zustande. \u201eOhne meine Betreuerin und ohne diese Unterst\u00fctzung w\u00e4re ich auf der Stra\u00dfe gelandet.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Mitarbeiterin Barbara Enkel gibt ihr Hilfe zur Selbsthilfe, begleitet sie bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, hilft beim Beschaffen von Nachweisen und der Korrespondenz mit Vermieter und \u00c4mtern. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Durch diese Unterst\u00fctzung konnte die Mutter von drei Kindern &#8211; eins ist erwachsen, die beiden anderen im Teenie-Alter derzeit bei ihrem Vater &#8211; ihre Wohnung halten. 2024 allerdings kam es zu einem R\u00fcckfall und einem weiteren Problem: Phoebe entwickelte ein ebenfalls suchtbehaftetes Messi-Verhalten.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im vergangenen Jahr trat sie erneut eine Therapie an; seitdem ist sie drogenabstinent. Und dass, obwohl w\u00e4hrend ihres Klinikaufenthaltes in ihre Wohnung eingebrochen und diese komplett zugem\u00fcllt wurde. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eAls ich davon erfuhr und die Berge aus Abfall bis zur Zimmerdecke sah, war das ein Schock.\u201c Phoebe erhielt erneut eine K\u00fcndigung wegen \u201emietwidrigen Verhaltens\u201c. Der Fall ging vor Gericht, aber zu ihren Gunsten aus. Die Richterin erkannte an, dass sie das Chaos nicht verschuldet hatte.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Mittlerweile ist das Schlimmste abgewendet, Phoebe kann in ihrer Wohnung bleiben. Ihr Messi-Verhalten muss sie jedoch ebenso im Griff behalten wie die Drogen-Abstinenz. Die 43-J\u00e4hrige, seit \u00fcber eineinhalb Jahren clean, sucht nun eine ambulante Therapie und psychische Stabilisierung. \u201eIch m\u00f6chte irgendwann arbeiten gehen k\u00f6nnen und durch ein Wechselmodell meine Kinder wieder bei mir haben\u201c, sagt sie.<\/p>\n<blockquote><p>Viele denken, dass B\u00fcrgergeld-Empf\u00e4nger faul sind und keine Lust haben, zu arbeiten. Dabei sind die allermeisten nicht freiwillig in dieser Lage.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Phoebe<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">von Armut Betroffene<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das ist die lange Sicht. Phoebe, eine aufgeschlossene Frau, die trotz aller Hindernisse nicht den Blick auf Ziele verliert, m\u00f6chte das werden, was man \u201evollwertiges Mitglied der Gesellschaft\u201c nennt. Bereits diese Sprachschablone beschreibt die Herabw\u00fcrdigung, die Betroffene wie Phoebe f\u00fchlen. F\u00fcr eine Umgebung, die sich \u00fcber Leistungen und Status definiert, sind sie demnach weniger wert.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eSchon bei den Klamotten zeigt sich ja: Wer einen bestimmten Standard nicht hat, ist au\u00dfen vor.\u201c Phoebe w\u00fcnscht sich mehr Differenzierung von den Leuten, denen Armut fremd ist. \u201eManchmal unterhalte ich mich am Leuschner-Platz mit Obdachlosen. Die Vorbeilaufenden gucken einen entweder \u00fcberhaupt nicht an oder herablassend.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Sie w\u00fcnscht sich, dass Menschen ohne Wohnung oder ohne Job ebenso als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden wie gut Betuchte. \u201eViele denken, dass B\u00fcrgergeld-Empf\u00e4nger faul sind und keine Lust haben, zu arbeiten. Dabei sind die allermeisten nicht freiwillig in dieser Lage.\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Den Rummel rund um Weihnachten beobachtet sie skeptisch, manchmal beinahe am\u00fcsiert. \u201eRichtig gesund ist dieses Hetzen nach Geschenken auch nicht\u201c, findet sie.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wie sie Weihnachten verbringt? Mit ihren Kindern und bei ihrer Mutter. Alle bekommen kleine Geschenke, mehr geht halt nicht. \u201eIch habe keine Anspr\u00fcche an das Fest. Blo\u00df friedlich und ohne Druck soll es sein.\u201c<\/p>\n<p>David*, obdachlos: \u201eW\u00e4re der Staat ein Mensch, ich w\u00fcrde ihn packen und durchsch\u00fctteln\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eEigentlich brauchst du nur einen Ort, wo du die T\u00fcr hinter dir zumachen kannst\u201c, sagt David leise. Er steht auf einem Supermarkt-Parkplatz, schm\u00e4chtig, die gro\u00dfe M\u00fctze rutscht ihm fast \u00fcber die Augen. Er ist Anfang 40, geboren in Leipzig. Seit rund zehn Jahren lebt er ohne eigene Wohnung.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn David erz\u00e4hlt, tut er das bed\u00e4chtig. Erst zur\u00fcckhaltend, dann taut er auf. \u201eBis 2007 hatte ich ein ganz normales Leben\u201c Ausbildung, Freunde, Wohnung, Arbeit im Hotel. Er lud zu sich ein, zockte an der Konsole, ging in Bars. Damals genoss er \u201eLeipzigs gute Seiten\u201c: Kinos, Theater, Clubs. \u201eIch h\u00e4tte nie gedacht, dass ich mal diese andere Seite kennenlernen w\u00fcrde\u201c, sagt er heute.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Bruch kam schleichend. Seine Mutter, die ihn und seine j\u00fcngere Schwester allein gro\u00dfzog, entwickelte psychische Probleme, lebte zunehmend in ihrer eigenen Welt. <\/p>\n<blockquote><p>Bin ich weniger wert?<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">David<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Obdachloser<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">David schloss seine Ausbildung ab, doch die mentale Belastung wuchs. Als \u00e4ltester Sohn f\u00fchlte er sich verantwortlich f\u00fcr Mutter und Schwester. Er gab seinen Job in einer Hotelbar auf. Danach folgten Praktika, \u00dcbergangsl\u00f6sungen, nichts Dauerhaftes. Er entwickelte Essst\u00f6rungen. \u201eIch war abgemagert, kam in eine Klinik.\u201c 2015 verlor er seine letzte eigene Wohnung.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDrau\u00dfen ist es hart\u201c, sagt er. Diebstahl und Gewalt geh\u00f6ren dazu. In einer Unterkunft wurde ihm die Geldb\u00f6rse gestohlen. Er bezeichnet sich als Pazifist. \u201eAber manchmal musst du dich wehren, auch k\u00f6rperlich.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Besonders zerm\u00fcrbend empfindet er die B\u00fcrokratie. Ihm fehlten 15 Euro f\u00fcr einen vorl\u00e4ufigen Ausweis. Ohne Ausweis kein Geld, ohne Geld kein Ausweis. Von Beh\u00f6rden f\u00fchlt er sich abgefertigt.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Er spricht von gesellschaftlicher K\u00e4lte, von fehlender Empathie. Tags\u00fcber sucht er Schutz und W\u00e4rme in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden. Dort wird er manchmal hinausgeschickt. \u201eDann fragst du dich schon: Bin ich weniger wert?\u201c Er erkennt zwei Welten in Leipzig: Menschen mit Arbeit, Wohnung, Sicherheit &#8211; und die darunter.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">David ist introvertiert. In der Kontaktstube ist ihm die N\u00e4he manchmal zu viel. Dann setzt er die dicken Kopfh\u00f6rer auf, schaut Tagesschau oder h\u00f6rt Musik, Elektro oder Filmmusik.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Eine Wohnung sei f\u00fcr ihn die Basis. Erst dann k\u00f6nne man sich pflegen, Bewerbungen schreiben, wieder planen. \u201eGerade lebe ich von Woche zu Woche.\u201c Auch finanzielle Sicherheit w\u00fcnscht er sich. Nicht aus Luxus. \u201eEinfach, um nicht st\u00e4ndig Angst zu haben.\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Problem der Armut, sagt er, sei l\u00e4ngst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. \u201eW\u00e4re der Staat ein Mensch, ich w\u00fcrde ihn am liebsten packen und durchsch\u00fctteln. Was machst du mit uns?\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">David zieht die M\u00fctze wieder hoch und blickt in die Ferne. Was w\u00fcnscht er sich zu Weihnachten? \u201eWeltfrieden\u201c, sagt er sofort. Und f\u00fcr sich? \u201eEinen Ort, wo ich die T\u00fcr zumachen kann. Meine eigene Wohnung.\u201c<\/p>\n<p>Fabian, wohnungslos: \u201eEs gibt Jugendliche, die spucken auf uns, treten\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Fabian kneift ein Auge zu. Die Sonne blendet. Er ist gro\u00df, kr\u00e4ftig gebaut, spricht laut und bestimmt. Gleichzeitig liegt in seiner Stimme eine Unsicherheit, die h\u00f6rbar ist, wenn es pers\u00f6nlich wird. Fabian ist 28 Jahre alt. \u201eIch bin wohnsitzlos\u201c, sagt er. \u201eNicht obdachlos. Ich penne in einer Notschlafstelle.\u201c<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Geboren in Altenburg, Hauptschulabschluss, eine angefangene Ausbildung im Gartenbau, viele Br\u00fcche. \u201eIch habe falsche Entscheidungen getroffen\u201c, sagt er. Er ging nach Gera, lebte dort mit seiner Freundin, machte sich abh\u00e4ngig von ihr, sie schmiss ihn raus. Mit der eigenen Wohnung hat es nicht geklappt. Seit etwa sechs Jahren hat er keinen festen Wohnsitz mehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Fabian, 28, obdachlos.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5YRRB6SJPVBWDIND36DK7FG6IA.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dieses Jahr sa\u00df Fabian sogar im Gef\u00e4ngnis. Ersatzhaft. Er konnte eine Geldstrafe nicht zahlen. Um die Schulden zu begleichen, arbeitete er in der JVA als Reinigungskraft, putzte Duschen, Toiletten, Werkst\u00e4tten. Zwei Euro Stundenlohn. \u201eL\u00e4cherlich\u201c, nennt er das Gehalt. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig soll ein Neuanfang werden. Erst im Oktober kam er her. Altenburg und Gera hat er hinter sich gelassen. Auch wegen seiner Vergangenheit. Sein Vater starb im April, das Verh\u00e4ltnis war seit Jahren belastet. \u201eIch bin fr\u00fch von zu Hause abgehauen\u201c, erz\u00e4hlt er. Drogen und Alkohol spielten damals eine Rolle. Heute distanziert er sich davon.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Fabian ist Gamer, m\u00f6chte programmieren lernen, im Webdesign arbeiten. Eine zweite Ausbildung kann er sich vorstellen. Er steht im engen Austausch mit seiner Bildungsberaterin. \u201eAber nichts ist sicher.\u201c <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn Fabian \u00fcber Obdachlose spricht, wird er grunds\u00e4tzlich. \u201eViele sehen uns als die unterste Schublade der Gesellschaft.\u201c Er kritisiert R\u00e4umungen und das Verscheuchen von Menschen. \u201eDas l\u00f6st keine Probleme, das ist Verdr\u00e4ngung.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Wir sind Menschen.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Fabian<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Wohnungsloser<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im Gegensatz zu Gera seien die Menschen in Leipzig offener. Die Polizei erlebe er sensibler. \u201eDie reden mit dir, geben Tipps, und sagen nicht einfach nur \u201averpiss\u2018 dich!\u2018\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gewalt bleibt dennoch ein Thema auf der Stra\u00dfe. Vor allem durch Jugendliche. \u00dcbergriffe, Beleidigungen. \u201eSie spucken auf uns, treten.\u201c Das macht ihn w\u00fctend. Ebenso die Regierung, von der er sich im Stich gelassen f\u00fchlt. Es brauche unbedingt Angebote, die auf die Bed\u00fcrfnisse der Obdachlosen zugeschnitten sind. Legale Camps mit Toiletten und Duschen w\u00e4ren ein Anfang. Aber \u00fcber allem steht: \u201eEs braucht unbedingt bezahlbaren Wohnraum!\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Aktuell hofft er auf einen Wohnberechtigungsschein. Eine Einraumwohnung in Leipzig ist sein Wunsch. Dann will er wieder arbeiten, den F\u00fchrerschein machen. \u201eDarauf kann man alles aufbauen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Und an die Leipzigerinnen und Leipziger hat er eine Bitte: Nicht wegsehen. Nicht beschimpfen. \u201eWir sind Menschen.\u201c Lieber etwas zu essen oder zu trinken anbieten. \u201eEs ist hart genug, wenn man behandelt wird, als w\u00e4re man nichts wert.\u201c <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Fabian blickt in die Sonne, blinzelt. Er wirkt entschlossen. In Leipzig will er bleiben. \u201eWenn es hier klappt, wird es meine neue Heimat\u201c; sagt er und l\u00e4chelt.<\/p>\n<p>Harald*, obdachlos: \u201eDu hast st\u00e4ndig das Gef\u00fchl, nicht erw\u00fcnscht zu sein\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein langer grauer Bart, dahinter ein verschmitztes L\u00e4cheln. Harald sitzt ruhig da, spricht gelassen mit trockenem Humor. Er ist Mitte 60, hat so einiges erlebt. Vor mehr als 20 Jahren kam er nach Leipzig. Seit etwa f\u00fcnf Jahren lebt er auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eIch habe hier gearbeitet, ganz normal gelebt\u201c, sagt er. Dann kam die Arbeitslosigkeit. Es folgten Ma\u00dfnahmen, befristete T\u00e4tigkeiten, Stress mit \u00c4mtern, prek\u00e4re Verh\u00e4ltnisse. Eine Zeit lang arbeitete er in einem Sportstudio, inoffiziell als Physiotherapeut. \u201eDas war Ausbeutung\u201c, findet er. Die Zust\u00e4nde seien miserabel gewesen. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Was folgte, beschreibt Harald als zerm\u00fcrbenden Beh\u00f6rdenalltag. St\u00e4ndig neue Auflagen und Ma\u00dfnahmen, Abfertigung. Weil er seinen Leipzig-Pass nur f\u00fcr zwei Monate bewilligt bekam, konnte er ihn nicht rechtzeitig verl\u00e4ngern. Er fuhr schwarz. \u201eDas war reiner Stress.\u201c Die Beh\u00f6rden, sagt er, arbeiteten vor allem mit Druck und mit Schikanen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der entscheidende Bruch kam, als er seine Wohnung verlor. Nicht von heute auf morgen, sondern schleichend. Renovierungsvorgaben, Antr\u00e4ge, Fristen. \u201eIch hatte irgendwann keinen Bock mehr auf diesen ganzen Beh\u00f6rdenkram\u201c, sagt Harald. Er k\u00fcmmerte sich nicht mehr \u2013 und verlor die Wohnung.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">F\u00fcr ihn ist das kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem. \u201eOhne Arbeit keine Wohnung, ohne Wohnung keine Arbeit.\u201c Dieses Prinzip existiere seit Kaiserzeiten. \u201eWer einmal rausf\u00e4llt, kommt kaum zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle, die uns helfen!<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Harald<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Obdachloser<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Harald spricht ruhig, \u00fcberlegt, wenn es um L\u00f6sungen geht. F\u00fcr ihn ist klar: Das Wichtigste sind Wohnungen \u201eEs gibt keine Wohnungsnot in Leipzig\u201c, sagt er. \u201eEs fehlen die Ideen, die Bereitschaft etwas f\u00fcr die Bed\u00fcrftigen zu tun.\u201c Seine zentrale Forderung: bezahlbare Wohnungen f\u00fcr alle. Dringend notwendig sei au\u00dferdem ein ordentliches Mietspiegelgesetz. \u201eDas w\u00fcrde ich sofort einf\u00fchren. Die Mieten sind explodiert. Das ist verr\u00fcckt.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Alltag auf der Stra\u00dfe sei gepr\u00e4gt von vielen Herausforderungen. Viele Stunden am Tag gingen allein daf\u00fcr drauf, Essen zu organisieren. Tagestreffs seien wichtig und hilfreich. Der Bahnhof hingegen sei kaum auszuhalten. \u201eEs stinkt nach Urin, \u00fcberall Z\u00e4une.\u201c Sie w\u00fcrden aufgestellt, um Menschen zu vertreiben. \u201eDu hast st\u00e4ndig das Gef\u00fchl, nicht erw\u00fcnscht zu sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gleichzeitig erlebt Harald viel Hilfsbereitschaft. \u201ePh\u00e4nomenal\u201c, nennt er das. Kleine Gesten, Gespr\u00e4che, Unterst\u00fctzung. \u201eEin gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle, die uns helfen!\u201c, sagt er mit aufrichtiger Stimme. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Er betont, dass jeder Mensch auf der Stra\u00dfe ein Einzelfall sei. \u201eMan kann uns nicht \u00fcber einen Kamm scheren.\u201c Es brauche individuell angepasste Hilfen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein praktischer Ansatz w\u00e4re f\u00fcr ihn die Einrichtung von kostenlosen Schlie\u00dff\u00e4chern in Zentrumsn\u00e4he. \u201eDamit du nicht dein ganzes Leben mit dir rumschleppst.\u201c Dass solche L\u00f6sungen bereits geplant sind, h\u00e4lt er f\u00fcr einen wichtigen Schritt. Auch k\u00f6nnte man das Wohnen in Kleing\u00e4rten legalisieren. \u201eManchmal reichen kleine L\u00f6sungen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Harald denkt weiter. Er ist \u00fcberzeugt, dass viele wohnungslose Menschen mit gezielter Unterst\u00fctzung zu Fachkr\u00e4ften ausgebildet werden k\u00f6nnten. \u201eEs gibt so viel Potenzial!\u201c Es brauche nur passende Programme.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Harald engagiert sich im Leipziger Peer-Projekt und bei \u201eTimmi to Help\u201c. Er unterst\u00fctzt andere obdachlose Menschen, begleitet Gespr\u00e4che, teilt seine Erfahrungen im Umgang mit Beh\u00f6rden. Harald wei\u00df, wie schnell man den \u00dcberblick verlieren kann \u2013 und wie viel es bedeutet, wenn jemand zuh\u00f6rt. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\"><b>Info: *<\/b> Einzelne Namen der Menschen, die mit uns \u00fcber ihre Situation gesprochen haben, wurden ge\u00e4ndert. <\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. 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