{"id":668588,"date":"2025-12-24T07:52:12","date_gmt":"2025-12-24T07:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668588\/"},"modified":"2025-12-24T07:52:12","modified_gmt":"2025-12-24T07:52:12","slug":"kaeltestes-weihnachten-seit-15-jahren-moeglich-kaum-schnee-deutschland-und-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668588\/","title":{"rendered":"K\u00e4ltestes Weihnachten seit 15 Jahren m\u00f6glich &#8211; kaum Schnee &#8211; Deutschland und Weltweit"},"content":{"rendered":"<p>Die Hoffnung auf wei\u00dfe Weihnachten d\u00fcrfte sich in den meisten Regionen Deutschlands nicht erf\u00fcllen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gibt es allenfalls in einigen Gebieten im S\u00fcden Chancen auf Schnee &#8211; und wenn er f\u00e4llt, dann sind nur kleinere Mengen zu erwarten. Daf\u00fcr wird es frostig, wom\u00f6glich steht sogar das k\u00e4lteste Weihnachtsfest seit 15 Jahren bevor.<\/p>\n<p>Grundlage der Meteorologen-Einsch\u00e4tzung ist die Durchschnittstemperatur f\u00fcr Deutschland, die \u00fcber die drei Feiertage hinweg voraussichtlich im Bereich von etwa minus 2 bis minus 3 Grad liegen k\u00f6nnte. Zwar habe es 2021 am zweiten Weihnachts-Feiertag einen Mittelwert von minus 2,5 Grad gegeben. \u00abWenn wir aber alle drei Tage nehmen, wird dieses Weihnachten wohl das k\u00e4lteste seit 15 Jahren\u00bb, sagte Meteorologe Nico Bauer.<\/p>\n<p>Denn: \u00abDas letzte Mal, dass wir an Weihnachten eine richtig kalte Witterung hatten, war im Jahr 2010\u00bb, erkl\u00e4rt er. Dass es das k\u00e4lteste Weihnachten seit langem Jahren werden k\u00f6nnte, liegt auch daran, dass die Temperaturen der vergangenen Weihnachtsfeste eher mild ausfielen. Im Jahr 2010 lag der Durchschnitt \u00fcber alle drei Tage hinweg &#8211; also von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag &#8211; bei minus 5,2 Grad. In diesen Wert flie\u00dfen Messungen aller DWD-Stationen in Deutschland unterhalb von 920 Metern ein.\u00a0<\/p>\n<p>Was sagt die Vorhersage f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage?<\/p>\n<p>In den kommenden Tagen str\u00f6mt deutlich k\u00e4ltere, aber trockene Frostluft aus Osteuropa nach Deutschland. Am Donnerstag (1. Weihnachtsfeiertag) und am Freitag (2. Weihnachtsfeiertag) ist es vielerorts sonnig und trocken.\u00a0<\/p>\n<p>Heute fr\u00fch gibt es an vielen Orten Frost bis Minus drei Grad, in h\u00f6heren Lagen bis Minus sechs Grad, dazu lokal Gl\u00e4tte durch Reif oder \u00dcberfrieren. Im S\u00fcden sowie in Mittelgebirgslagen kann in einzelnen Gebieten tats\u00e4chlich mit einer d\u00fcnnen Neuschneedecke gerechnet werden. Vor allem s\u00fcdlich der Donau und im Bergland kommen zwischen einem und drei Zentimeter, \u00f6rtlich sogar bis zu f\u00fcnf Zentimeter Neuschnee zusammen.\u00a0<\/p>\n<p>In der Nacht zum Donnerstag wird es richtig kalt: Abgesehen von den Nordseeinseln sinken die Tiefstwerte verbreitet auf Minus eins bis Minus neun Grad, im Osten sind \u00f6rtlich bis zu Minus zw\u00f6lf Grad m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wie sah es in den vergangenen Jahren aus?<\/p>\n<p>Auch in den vergangenen Jahren warteten viele in Deutschland vergeblich auf Schnee zum Fest. \u00abDie Wahrscheinlichkeit f\u00fcr wei\u00dfe Weihnachten ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken\u00bb, sagte DWD-Experte Andreas Walter k\u00fcrzlich. Eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter an allen drei Weihnachtstagen habe es in Deutschland letztmals 2010 auch im Tiefland gegeben. Vergleiche man die 30-j\u00e4hrigen Zeitr\u00e4ume 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020, sehe man einen R\u00fcckgang der Schnee-Wahrscheinlichkeit von 15 bis 40 Prozent.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen zum Beispiel habe es zwischen 1961 und 1990 statistisch noch jedes dritte Jahr wei\u00dfe Weihnachten gegeben, sagte der Atmosph\u00e4renforscher Bodo Ahrens von der Universit\u00e4t Frankfurt. Zwischen 1991 und 2020 sei es nur noch etwa jedes neunte Jahr so gewesen. In Freiburg wiederum sei die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Schnee an Weihnachten in den vergangenen drei Dekaden von 17 auf circa 5 Prozent gesunken.<\/p>\n<p>Doch im Vergleich zu fr\u00fcheren Jahren f\u00e4llt nicht nur weniger Schnee, er schmilzt auch schneller dahin. \u00abFr\u00fcher hatte man mehr diese langanhaltenden, kalten Hochdrucklagen. Also wenn Schnee lag, dann blieb der auch eine Weile liegen\u00bb, sagte Ahrens. Heute schneie es zwar immer noch ab und zu, aber die wei\u00dfe Pracht sei eben von k\u00fcrzerer Dauer. \u00abDie kalten stabilen Lagen sind weniger geworden.\u00bb Ursache daf\u00fcr sei die Klimaerw\u00e4rmung.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:251224-930-463847\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Hoffnung auf wei\u00dfe Weihnachten d\u00fcrfte sich in den meisten Regionen Deutschlands nicht erf\u00fcllen. 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